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Hilfe mein Gewicht

  • Gast

    Rang: Gast
    am 09.01.2012 03:33:10
    Hollo,

    seit dem ich"Typ2" Insulin spritze steigt mein Gewicht ständig.

    Habe mich so eingestellt,dass mein BZ nach dem Essen zwei Stunden später unter 140 liegt, mein HbA1c liegt zw. 5,6 und6.5.

    Abends esse ich keine KH mehr ,die Nachtwerte und der
    morgendliche BZ liegen zw. 80-120.

    Was mache ich falsch?


  • Rang: Erweitertes Mitglied
    Punkte: 972
    Beiträge: 5074
    Mitglied seit: 25.02.2011
    am 09.01.2012 09:43:05
    Hallo Gast,

    Glückwunsch zu deiner guten BZ-Führung - den Rest schaffst du auch noch.

    Nicht das gespritze Insulin, sondern die gegessenen Kalorien und besonders die KH lassen dein Gewicht ansteigen. Dabei hilft es wenig, die KH nur abends einzuschränken. Das ist eine reine Werbeaussage des SIS-Konzepts, die mit nichts wissenschaftlich untersetzt ist. Im Gegenteil ist es sogar klar erwiesen und den meisten Diabetiker bekannt, dass die Wirkung der KH auf den BZ morgens am stärksten ist.

    Du solltest lieber die KH zu allen Mahlzeiten moderat reduzieren. Das erleichtert dir die gesunde BZ-Führung und den Kampf um dein Gewicht. Falls du Erfahrungsberichte und Anleitung für eine KH-reduzierte Ernährung haben willst, dann kann ich dir das LOGI-Forum empfehlen.

    Beste Grüße, Rainer
  • Gast

    Rang: Gast
    am 09.01.2012 09:57:58
    Jeden Tag einen schönen Salat, viel Gemüse, ein wenig Obst und mediterrane Kost und ein paar Mal die Woche joggen, radeln und schwimmen. Sollst sehen, was da bald die Pfunde purzeln. :)

    Gruß Hanna
  • Gast

    Rang: Gast
    am 09.01.2012 16:33:47
    Hallo danke für die Antworten,

    abends esse ich keine KH hauptsächlich um einen besseren BZ-Verlauf
    in der Nacht zu haben,außerdem haben die nächtlichen Heißhunger- Attacken
    bei mir deutlich nachgelassen.
    Aber wo ich eigentlich hinaus will ist ,dass Insulin bei Typ2 -Diabetes eine
    Gewichtsverringerung verhindern soll ,so verstehe ich Aussagen im Internet.

    Bin recht verzweifelt, als ich Insulin spritzen musste war mein Gewicht 76kg
    und jetzt nach fast 12 Jahren liege ich bei 90kg.Mein Hausarzt schweigt
    bzw. wechselt sofort das Thema.
    So bin ich für Eure Tipps und Hinweise sehr dankbar.

    L.G. Klaus.






  • Gast

    Rang: Gast
    am 09.01.2012 16:54:44
    Moin Klaus,

    mit Insulin sorgen wir dafür, dass Glukose ordentlich und bei gesund niedrigem Blutzucker verarbeitet werden kann. Und zu der ordentlichen Verarbeitung gehört auch, dass all die Glukose, die gerade nicht als Zelltreibstoff verbraucht oder als Glycogen in der Leber und den Muskeln gespeichert wird, genial gewicht- und platzsparend in Triglyzeride umgebaut und in die diversen Schwimmhilfen eingelagert wird.

    Für uns Typ2 ist das deswegen ein bisschen gemeiner, weil unsere Typ2-fehlgesteuerten inneren Zuckerfabriken in Leber und Nieren häufig schon so viel liefern, dass wir für unsere normale Glukoseversorgung eigentlich kaum bis gar keine KHs mehr zu essen brauchten und dass dann schon kleinere gegessene Mengen nicht mehr verbraucht und gleich eingelagert werden.

    So kann ich z.B. mein Gewicht nur halten, wenn ich meistens eher 6 als 8 BEs am Tag esse, und schon mit öfter mal 8-10 fängt bei mir das Zunehmen an, obwohl der Arzt mir 12-14 als tägliche Untergrenze empfiehlt.

    Auf ein gutes 2012, Jürgen
  • Gast

    Rang: Gast
    am 09.01.2012 17:36:02
    Hallo Jürgen

    Du schreibst : Für uns Typ2 ist das deswegen ein bisschen gemeiner, weil unsere Typ2-fehlgesteuerten inneren Zuckerfabriken in Leber und Nieren häufig schon so viel liefern, dass wir für unsere normale Glukoseversorgung eigentlich kaum bis gar keine KHs mehr zu essen brauchten.

    Meine Frage an dich: Wo holen die Leber und Nieren dan die Stoffen her die Sie im Zucker umsetzen und ans Blut liefern.

    Nach meine Meinung muss man diese Stoffen dan auch durch den Mund zuführen. Somit ist es immer eine Frgae von wieviel nimmt mann zu sich und wieviel verbrannt man. Leider ESSEN und KÖRPERLICHE ANSTENGUNG.

    LG

    Hajo
  • Rang: Erweitertes Mitglied
    Punkte: 318
    Beiträge: 36
    Mitglied seit: 06.11.2011
    am 09.01.2012 17:59:08
    Rainer schrieb:
    Im Gegenteil ist es sogar klar erwiesen und den meisten Diabetiker bekannt, dass die Wirkung der KH auf den BZ morgens am stärksten ist.



    Tut mir leid, Rainer, aber das ist Blödsinn!

    Der Grund für die morgens scheinbar schlechtere Wirkung des Insulins wird in Schulungen nicht genannt, weil die Voraussetzung für BE-Faktoren nicht erwähnt wird: die Faktoren hängen nämlich keineswegs von der Tageszeit ab, wie der Name suggeriert, sondern vom Abstand zur letzten größeren Insulingabe! Tja, und der ist morgens nun mal am längsten ...

    Ich habe das ganz deutlich gemerkt, als ich mit meiner neuen Insulinpumpe bis mittags schlief, mit einem genauso guten BZ wie morgens aufstand, aber nach dem späten Frühstück viel zu hoch rauskam - und das immer wieder! Natürlich hatte ich den zeitlich passenden BE-Faktor von mittags verwendet. Dann nahm ich den von morgens (es handelte sich ja in beiden Fällen um die erste Mahlzeit des Tages), aber das Ergebnis paßte immer noch nicht. Schließlich fand ich einen Diabetologen, der mir den Hintergrund für meine Erfahrung erklären konnte: Nach einer Insulingabe lagert die Leber erst mal Zucker ein. Nach etwa zwei Stunden schaltet sie auf Zuckerfreisetzung um - und das führt zu einer gewissen, zunehmenden Insulinresistenz. Basierend auf dieser Info baute ich mir ein neues BE-Faktorenschema auf und kann jetzt beliebig lange schlafen oder aufs Essen verzichten! Mein BZ paßt ;-)


    Viele Grüße

    Katja
  • Gast

    Rang: Gast
    am 09.01.2012 18:13:14
    Moin Hajo,

    Du hast vollkommen recht: Nix kann ansetzen, was wir nicht einfüllen, und zwar Gramm für Gramm.

    Die Menge macht's. Nur gibt es Kombinationen, mit denen viele von uns zu mehr Einfüll-Menge neigen, z.B. häufig mit mehr KHs, und die eher weniger bewerten, weil sie ja im Gegensatz zu Fett und Eiweiß als gesund gelten.

    Bei uns Typ2 sind die KHs deswegen die etwas größere Herausforderung, weil die innere Glukose-Ausgabe häufig schon 2-3mal so viel wie gesund an Glukose liefert und davon dann schon ein Teil in Form von Fett eingelagert wird.
    Klar müssen wir INSULINER auch für diese intern ausgegebene Glukose spritzen, was wir zu einem guten Teil zusammen mit den KHs auf dem Teller machen und dabei die vielen notwendigen Einheiten häufig als der Insulinresistenz geschuldet interpretieren.

    Auf ein gutes 2012, Jürgen
  • Gast

    Rang: Gast
    am 09.01.2012 18:15:30
    Meine Theorie ist ja, dass auch die nächtliche Bettwärme den Blutzuckerspiegel bei Diabetikern mit Dawn-Phänomen in die Höhe treibt. Wie ich darauf komme? Jetzt im Winter benötige ich deutlich weniger Insulin über den Tag als an warmen Sommertagen. Leider konnte ich mich noch nicht dazu durchringen, im Winter mal eine Nacht ohne Bettdecke zu schlafen, um das mal zu testen.

    Mir ist auch keine wissenschaftliche Arbeit zu dieser These bekannt. Vielleicht sollte ich mal ein paar schlaue Medizinprofs bitten, das zu untersuchen.

    Gruß, der Björn
  • Gast

    Rang: Gast
    am 09.01.2012 18:21:42
    Moin Katja,

    wenn mit der gleichen Scheibe Brot mein BZ morgens um 80-100mg/dl ansteigt und abends nur um 60-80, haben die KHs morgens eine stärker erhöhende Wirkung auf meinen BZ als abends.

    Wie kommst Du darauf, dass so eine Erfahrung Blödsinn sei, wenn (nicht nur) ich das so und ähnlich) messen kann?

    Auf ein gutes 2012, Jürgen