Willkommen Gast! Um alle Funktionen zu aktivieren musst Du Dich Anmelden oder Registrieren.

Diabetes in Schulen und das Handyverbot

  • Rang: Anfänger
    Punkte: 3
    Beiträge: 1
    Mitglied seit: 10.02.2012
    am 10.02.2012 13:45:35
    Diabetes in Schulen und das Handyverbot

    Unsere Tochter geht noch zur Schule und hat seit Ihrem sechstem Lebensjahr Diabetes. Es ist bekanntermaßen überaus schwierig die Lehrerschaft über diese Krankheit aufzuklären. So wurde im ersten Jahr, in der weiterführenden Schule bereits die Saftflasche auf dem Lehrerpult (im Falle einer Unterzuckerung) weggeschlossen.
    Zum Glück verstanden die Mitschüler das Problem sehr gut und konnten in den vergangenen Jahren bei Unterzuckerungen einschreiten.
    Seit einiger Zeit besteht nun ein Handy-Verbot in der Schule, die das mitführen jeglicher Elektronik (auch ausgeschaltet untersagt).

    Bei der letzten Unterzuckerung unserer Tochter, wurde ich mit dem Handy meiner Tochter, von einem Mitschüler angerufen, mit dem ich dann die erste Diagnose durchgeführt habe. Bei dieser Diagnose habe ich feststellen müssen, dass nur noch ein Notarzt helfen kann. Ich wies den Schüler an, mit diesem Handy die 112 zu wählen und ausdrücklich einen Notarzt anzufordern.

    Auf diese weise ist die Unterzuckerung noch gut ausgegangen.

    Diese Woche wurde das Handy von einer Lehrerin beschlagnahmt. Wir haben einen Brief bekommen mit dem wir dieses Handy in der Schule abholen könnten.
    Wir forderten die heraushabe das Handy, was uns zunächst verweigert wurde, da der Schuldirektor noch nicht im Hause war. Wir sagten daraufhin, dass wir es nicht zulassen, dass unsere Tochter ohne dieses Handy am Schulunterricht teilnimmt. Daraufhin Drohte die Lehrerin mit der Schulpflicht. Wie auch immer wir haben uns nicht darauf eingelassen, da auch unser Diabetologe ähnliche Probleme kennt und meinte wir sollen bei Problemen mit der Schule sofort einen Brief an das Kultusministerium schreiben.

    Wir haben nun gedroht, sollte das Handy noch einmal beschlagnahmt werden, dann werden wir unsere Tochter sofort aus der Schule holen und das Schulamt benachrichtigen.

    Wir konnten uns schließlich mit dem Schuldirektor einigen. Er wird nun eine Sondergenehmigung ausstellen, die die Verwendung das Handys in Notfällen regelt und es uns ermöglicht via SMS oder Telefonat mit unserer Tochter in den Pausen Kontakt zu halten.
    Selbstverständlich, darf unsere Tochter nicht auf dieser Sondergenehmigung bestehen, um mit anderen Mitschülern zu kommunizieren.

    Ich empfehle allen Eltern, mit Kindern auf Schulen mit Handyverbot, eine solche Sondergenehmigung ausstellen zu lassen. Folgende Argumente sind dabei Hilfreich: Kennzeichen „h“, Integration behinderter in Regelschulen, Kultusministerium.

    Ron
  • Gast

    Rang: Gast
    am 10.02.2012 15:40:45
    Tja, Ron, irgendwie kann ich dich verstehen - andererseits nicht! Als ich ich 1964 (mit Diabetes) in die Schule kam, da gab es überhaupt keine Handys! Und wenn ich wirklich einen UZ gehabt hätte (was mir nie passiert ist), dann hätte die Schule den Notruf verständigt und gut wär's gewesen. Wir sind aber auch ohne Fahrradhelm durch die Gegend gegurkt und sind Rollschuhe ohne Knie- und Armschützer gefahren. Und ein "Notfallhandy" mag ja ganz schön sein, aber ob es eurer Tochter immer nützt, ist fraglich, Wenn schon Mitschüler anrufen müssen, dann können auch "andere" (z.B.Lehrer/ Schulleitung) anrufen. Und wenn ich lese: "Auf diese Weise ist die Unterzuckerung noch gut ausgegangen...", dann frage ich mich, was die Schule getan hätte, wenn deine Tochter im Unterricht unter den Tisch gerutscht wäre - mit grosser Wahrscheinlichkeit einen Notarzt angerufen!!! Und Fakt ist: Kinder, die in Watte gepackt werden, leben keinesfalls "sicherer". Und "es uns ermöglicht via SMS oder Telefonat mit unserer Tochter in den Pausen Kontakt zu halten" - weshalb muss man denn mit einem an DM erkrankten Kind ständig Kontakt halten? Ich, genau so wie Tausende andere sind mit DM und ohne Handy aufgewachsen, haben einen Beruf erlernt, studiert, Familien gegründet und unser Leben (mit DM) gemeistert. Wegen eines Handys so eine Welle zu machen, halte ich für übertrieben...
  • Gast

    Rang: Gast
    am 10.02.2012 16:50:15
    ja h da mß man dir wohl zustimmen, nur ron sieht den diabetes von der anderen seite,
    - als ein betroffener, wobei mir das "kind" schon in einem alter erscheint wo es selbst mal anfangen sollte seine therapie zu händeln. eigentlich sollte sowas selbstverständlich sein
  • Gast

    Rang: Gast
    am 10.02.2012 19:09:12
    schrieb:
    wobei mir das "kind" schon in einem alter erscheint, wo es selbst mal anfangen sollte, seine therapie zu händeln. eigentlich sollte sowas selbstverständlich sein.


    Das ist genau, was ich eigentlich meinte: je eher das Kind sich mit seinem DM beschäftigt, desto eher wird es damit "zurecht"kommen. Ich habe mit 6 Jahren schon selbst gespritzt (und so etwas wie Pens oder Pumpe - Pustekuchen... 1964!). Wir kannten auch keine Messgeräte, mit denen man seinen BZ mal fix kontrollieren konnte. Durch ständige (unbewusst "übertriebene") Hilfe glaubt man schnell an seine eigene Unselbstständigkeit oder verlässt sich auf andere (das kann leider schnell nach hinten losgehen - heute eher als früher!). Ich schrieb ja schon: die "Sorge" um den Nachwuchs ist/sollte für Eltern ein Muss sein - man kann es aber auch übertreiben. Vielleicht wäre eine altersgerechte Schulung der Tochter sinnvoll (derartige Einrichtungen sollte es auch heute noch geben - ich war damals öfters dort). Man sollte nämlich auch weiter denken: was ist bei Klassenfahrten oder ähnlichem? Soll das Kind da aussen vor bleiben? Gerade bei/mit DM sind Selbständigkeit und eigene Entscheidungen das A und O für die Entwicklung...
  • Gast

    Rang: Gast
    am 11.02.2012 02:49:53
    zitat: "Wir haben nun gedroht, sollte das Handy noch einmal beschlagnahmt werden, dann werden wir unsere Tochter sofort aus der Schule holen und das Schulamt benachrichtigen....
    Ich empfehle allen Eltern, mit Kindern auf Schulen mit Handyverbot, eine solche Sondergenehmigung ausstellen zu lassen. Folgende Argumente sind dabei Hilfreich: Kennzeichen „h“, Integration behinderter in Regelschulen..."

    he mädels, wie könnt ihr denn so auf dem armen ron rumhacken? er ist doch nur um sein kind besorgt oder so! wenn ich richtig verstehe, will er sein kind nur zum "freak" machen (kinder können sooo grausam sein.), es als "hilflos" deklarieren und es, obwohl sie nur dm hat, zum "behinderten" machen. ehrlich gesagt bedaure ich das mädel!
  • Rang: Erweitertes Mitglied
    Punkte: 339
    Beiträge: 271
    Mitglied seit: 01.01.2012
    am 11.02.2012 17:34:33
    Hallo Ron,

    ich bin zwar auch der Meinung, daß ein Kind so früh wie möglich mit seinem Diabetes zurande kommen sollte, das ändert aber nichts daran, daß man als Eltern in der Verantwortung steht.
    Ich gehe mal davon aus, daß die, die dir hier so rüde geantwortet haben, keine Kinder mit Diabetes haben, abgesehen davon, daß so ein Ton hier normal ist.

    Schau mal hier rein: http://www.diabetes-kids.de/
    Ich denke, dort wirst du mit mehr Verständnis rechnen können.

    Alles Gute!
  • Gast

    Rang: Gast
    am 11.02.2012 21:25:13
    ja, emmchen, warum wundert sich über dein getrolle keiner mehr?? wie immer nix beantwortet, selbst keine kinder mit dm, in ein und demselben satz widersprochen, aber wieder schön gelabert. dem threadopener ging es nicht um hilfe, sondern wollte nur sein heldenhaftes tun darstellen - nicht mehr und nicht weniger. und wenn du weichei endlich mal erklären würdest, was "rüde" ist, damit man wenigstens versuchen kann, dich zu verstehen...
  • Gast

    Rang: Gast
    am 09.03.2012 08:41:08
    Ist "Rüde" nicht eine Art der Geschlechterunterteilung bei Kötern?
  • Gast

    Rang: Gast
    am 09.03.2012 11:09:09
    Gast schrieb:
    Ist "Rüde" nicht eine Art der Geschlechterunterteilung bei Kötern?


    Eben. Und deshalb sagt man zur Hundehütte auch Rüdesheim.

    H4

    --- auweia ---
  • Rang: Erweitertes Mitglied
    Punkte: 339
    Beiträge: 271
    Mitglied seit: 01.01.2012
    am 09.03.2012 14:22:02
    Gast schrieb:
    Ist "Rüde" nicht eine Art der Geschlechterunterteilung bei Kötern?



    Ein "Rüde" ist in der Tat ein männlicher Hund. allerdings schrieb ich "rüde" und das bedeutet "grob, unfreundlich etc." und ist ein Adjektiv, das Wort "Rüde" dagegen ist ein Substantiv.

    Hast du mal eine Schule besucht? Dann solltest du das eigentlich wissen.