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Hypoglykämie als BfD im Krankenhaus bei der Arbeit

  • Rang: Anfänger
    Punkte: 3
    Beiträge: 0
    Mitglied seit: 12.02.2012
    am 12.02.2012 22:37:43
    Hallo Liebe Community.
    Bin Typ 1 seit 95 mit Pumpentherapie seit 2006 und neu hier.
    Leider kam es bei uns im Dienst letztens bei mir zu einer schwereren Unterzuckerung.
    Meine Sorge ist die Folgende:
    Da so viel Stress auf der Station (Überwiegend pflegebedürftige Patienten) herrschte, übernahm ich die Aufgabe zunächst die BZ Tests bei den Patienten durchzuführen
    (Mein eigener BZ Wert lag zu der Zeit bei 53 mg/dl). Ich dachte mir nach den zuckertests durch zufuhr von BE's den zucker zu stabilisieren. Leider kam etwas dazwischen, und zwar musste eine steife, demente Patientin zur toilette gefahren werden, was ich zunächst erledigte.Dabei bemerkte ich wie ich zunächst gleichgewichtsstörungen bekam und schweisausbrüche. nachdem dies endlich erledigt war musste ich nun das abendessen austeilen. ich aß 3 Kindercountries und teilte die tabletts aus . Dabei bemerkte ich wie ich mehr und mehr unkonzentrierter wurde und meine sicht sich etwas verschwomm. Eine junge Ordensschwester, welche sich schon einmal sorgen um mich gemacht hatte weil ich zu spät zur arbeit kam und mit einer hypo von mir rechnete fragte mich auch hier, ob alles mit meinem zucker in ordnung sei, weil ich nur zusah wie sie eine patientin fütterte und nichts sagte. in dieser situation sagte ich ihr dass alles in ordnung sei auch mit dem zucker , was es natürlich nicht war. nachdem ich in steigender panik 3-4 tütchen kaffeezucker genommen hatte und sich endlich meine bewusstseinslage änderte lag mein zucker bei 29 mg/dl.
    ich konnte mich nur noch an einige ausschnitte errinnern , wie mich zum beispiel eine angehörige etwas fragte oder ich einem patienten das tablett brachte . und genau darin liegt mein problem.
    Ich hab große angst mich vielleicht an einer herumliegenden Kanüle in den daumen gestochen zu haben, da ich heute morgen eine geschwollene stelle mit rotem punkt auf dem rücken des daumens gefunden habe.
    Also meine Frage glaubt ihr, dass ich in meiner bewusstseinslage so etwas nicht hätte mitkriegen können?
    Noch am selben abend habe ich der Ordensschwester von der Hypo erzählt.
    Bisher hatte ich eine starke Hypo zu hause in der Nacht in meinem Leben, bei der ich sogar eingeschlafen bin.

    Danke für Antworten und entschuldigung dass der Text so lang wurde und vielleicht einige unwichtige aspekte enthält ich wusste nicht wie ich es sonst erklären sollte.


  • Gast

    Rang: Gast
    am 12.02.2012 22:57:55
    Deine größte Sorge sollte sein, dass Du mit Deinem unverantwortlichen Umgang mit Deinem BZ Menschen irgendwie geschadet haben könntest, für deren Wohlergehen Du in dieser Zeit verantwortlich warst. Wie es scheint, ist Dir in der Art nichts erinnerlich und auch nichts vorgeworfen worden. Du hast großes Glück gehabt.
  • Gast

    Rang: Gast
    am 13.02.2012 00:38:53
    Das sehe ich genau so" Wenn ich schon lese:
    schrieb:
    übernahm ich die Aufgabe zunächst die BZ-Tests bei den Patienten durchzuführen (mein eigener BZ Wert lag zu der Zeit bei 53 mg/dl)


    Bei 53 mg/dl hätte mich nicht mal mein Chef davon abhalten können, mich um meinen BZ zu kümmern (zumal das letztlich max. ein paar Minuten dauert!) und die Patienten, ohne es überhaupt zu bemerken, hätten den Moment warten können! Aber lieber eventl. einen Patienten aus dem Rollstuhl kippen und Schaden zufügen, als... - Beruf verfehlt! Als Zeitungsbote erfrierst du schlimmstenfalls in einem Hausflur, ohne anderen zu schaden.
    (Ich war bewusst etwas "bissiger", als ich bin - aber sowas tut nicht Not!)