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Ständiges Unterzuckern mit Insulinpumpe.. verzweifelt!
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am 09.04.2012 15:37:44
Hallo liebe Community.
Ich, bzw, meine Mutter, hat ein Problem mit ihrer Insulinpumpe.
Zum Verständnis hier erstmal ein paar Daten..
Meine Mutter ist 39 Jahre alt, und hat seit 11 Jahren Typ 1 Diabetes (entstand in der Schwangerschaft mit meiner Schwester.) Sie hat dann jahrelang mit Pen und Insulin versucht, normale Werte zu erzielen. Das war leider kaum möglich, sie hatte immer wieder extrem hohe Werte und mehrere Male einen Langzeitwert über 10 oder sogar über 11.
Im Juli 2010 bekam sie dann eine Insulinpumpe.
In der Pumpe ist Novorapid, ist Langzeitwert liegt inzwischen bei ca. 8,9.
Erstmals hatten wir alle das Gefühl, dass der Diabetes recht gut im Griff ist.
Jetzt ist es aber seit bestimmt fast einem Jahr so, dass sie regelmäßig stark unterzuckert. Fast täglich rauscht sie nach dem Frühstück und dem Spritzen auf Werte bis zu 30mg/dl ab. Sie ist „Profi“, deshalb kann ich Fehler beim berechnen der Einheiten oder sowas eigentlich echt ausschließen (ich arbeite selber in der Krankenpflege). Sie wechselt die Kanüle regelmäßig und gewissenhaft.
Auf Dauer ist dieser immer wiederkehrende Zustand nicht mehr auszuhalten. Öfter landet sie im Krankenhaus, kann kein Auto fahren, und die ständige Hypoglykämie ist ja auch für den Körper purer Stress. (Hinzu kommt noch dass sie einige andere schwere Erkrankungen hat, sollte das von Interesse sein, sag ich gerne welche).
Hier kann ihr irgendwie kein Arzt helfen. Es kennen sich anscheinend sowieso nicht so viele Leute / Ärzte mit der Insulinpumpe aus…
Hat jemand ähnliche Erfahrungen, oder kann sich das Problem erklären? Wir sind echt verzweifelt…
Deshalb hoffe ich, dass jemand ne gute Idee habt… ich weiß dass ihr keine Ärzte seid, aber vielleicht hat ja jemand eine ähnliche Situation.
Bei Fragen stehe ich natürlich zur Verfügung!
Danke für jede vernünftige Antwort!!
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Gast
Rang: Gastam 09.04.2012 19:46:15
schrieb:
Im Juli 2010 bekam sie dann eine Insulinpumpe.... Langzeitwert liegt inzwischen bei ca. 8,9. Erstmals hatten wir alle das Gefühl, dass der Diabetes recht gut im Griff ist.
Jetzt ist es aber seit bestimmt fast einem Jahr so, dass sie regelmäßig stark unterzuckert. Fast täglich rauscht sie nach dem Frühstück und dem Spritzen auf Werte bis zu 30mg/dl ab. Sie ist „Profi“, deshalb kann ich Fehler beim berechnen der Einheiten oder sowas eigentlich echt ausschließen.
Bei den genannten Werten kannst du eigentlich ausschliessen, dass sie "Profi" ist. Ein HbA1c von fast 9 weisst auf durchschnittliche Werte von über 200 mg/dl hin. Das ist mit Pumpe inakzeptabel. Ist jemals ein ordentlicher Basalratentest gemacht worden? Wenn ja stimmt der Rest der Einstellung/ des Berechnens nicht. Ständiges Unterzuckern weisst klar auf zu viel Insulin hin! Oder anders: deine Mutter hat kein Problem mit ihrer Insulinpumpe, sondern mit dem Umgang damit! Und dass du nicht denkst, ich will euch nur "runtermachen" - ich habe eine Pumpe, weil ich schwer einstellbar war (mit CT oder ICT), mit dem "Teil" liegen die A1c um die 6. Das bekommt man sicher nicht von heute auf morgen hin - aber deine Mutter ist noch jung und möchte sicher noch ein paar Jahre ohne Probleme leben - ein Aufenthalt incl. Schulung zur Pumpe in einer entsprechenden Einrichtung wäre anzuraten - viel Erfolg! -
am 09.04.2012 21:07:57
Moin Profi-Tochter,
wenn der Blutzucker allein mit exaktem Messen und BE- und IE-Berechnen zuverlässig zu steuern ginge, bräuchte längst kein INSULINER mehr irgendwas selbst zu machen. Das würden längst viel besser Kombinationen aus kontinuierlicher automatischer Messung und Pumpe übernehmen.
An der Entwicklung solcher Kombinationen wird seit über 10 Jahren weltweit intensiv gearbeitet, und die Ergebnisse werden immer besser, je mehr Daten aus den vorauf gegangenen wenigstens 5 Stunden von den steuernden Computer-Programmen berücksichtigt werden.
Will sagen: Als Insuliner den eigenen BZ steuern ist mehr als einfach nur ein paar Zahlen korrekt ermitteln und berechnen. Dazu gehört als Grundlage ne kompetente Schulung, die zur eigenen Weiterentwicklung anleitet.
Bisdann, Jürgen -
Gast
Rang: Gastam 10.04.2012 13:07:27
der post zeigt sehr schön einige irrtümer auf, die gerne verbreitet werden ,aber falsch sind.
wer mit insulin ne hypo verursacht ist immer selbst schuld nie die pumpe oder der pen.
ja es gibt ärzte die von pumpentherapie keine ahnung haben aber die meisten wirklichen diabetologen schon.
und weit verbreitet ---> mit hypos kann man den hba1c senken, auch falsch die dame schwirrt meist bei 200 und mehr rum, da fallen die hypos überhaupt nicht auf.
daher die überschrift ist falsch-- hat ne pumpe und hat trotzdem bei ständig überhöhten werten hypos.
grundsätzlich ; bolus kann man nur vor dem essen geben wenn der ausgangswert ok ist rund 100, irgendwelche korrekturaufschläge zum bolus führen zum chaos wie man sieht.
daher laß deine mutter zur pumpenschulung gehen und halte dich da raus, denn wenn zwei die keine ahnung haben an der therapie rumschrauben gehts schief. -
Gast
Rang: Gastam 10.04.2012 17:00:46
Hallo Lucy in the Sky,
Wie meine vorgegangene Poster schreiben, eine vernüftige Pumpenschulung ist wichtig. Hat sie eine gemacht?
Wenn die Hypo's nur Morgens auftreten kann mann sich fragen ob der Bolus Morgens passt. Berechnet sie
diese mit derselben Factor als Mittags/Abends oder braucht sie Morgens weniger in Verhältnis zum KH-Intake?
Der Factor Insulin/KH muss nicht immer derselbe sein, kann am Morgen ein anderer sein wie am Abend.
Du schreibst das sie noch andere Erkrankungen hat. Ist es möglich das Medikamente die sie nur Morgens nimmt
für diese Erkrankungen einen Einfluss haben auf die Insulinwirkung?
Beide Möglichkeiten müsste deine Mutter mit ihren Artz abklären.
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Gast
Rang: Gastam 10.04.2012 21:42:22
Hi Lucy!
Kann mich den anderen nur anschließen: Deine Mutter benötigt DRINGEND eine Schulung. Wenn sie immer zur gleichen Zeit unterzuckert, dann stimmt entweder die Basis, oder der BE-Faktor nicht. Als Insulinpumpenträgerin sollte sie eigentlich wissen, was und wie sie anzupassen hat. Ein "Profi" ist sie offensichtlich nicht. Zum Berechnen des Insulins gehört nunmal mehr als BE*BE-Faktor zu rechnen. Ich glaube auch ehrlich gesagt nicht, ob du das beurteilen kannst, nur weil du in der Pflege arbeitest. Ihr bekommt die BE-Faktoren vom Arzt vorgegeben und rechnet dann einfach mit obiger Formel. Mit flexibler Insulinanpassung hat das nichts zu tun.
Also schick deine Mutter ganz schnell zu einem KOMPETENTEN Diabetologen, der mit ihr eine Schulung organisiert.
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Gast
Rang: Gastam 10.04.2012 23:11:29
schrieb:
Wenn die Hypo's nur Morgens auftreten, kann man sich fragen, ob der Bolus morgens passt. Berechnet sie diesen mit demselben Faktor wie mittags/abends oder braucht sie morgens weniger im Verhältnis zum KH-Input?
Da vermute ich aber eher eine total "verquere" Basalrate. Die BE-Faktoren sollte sie in über 10 Jahren DM wohl wissen (zumal ich vermute, dass sich der "Profi" u.a. auf die BE-Faktoren bezog). Eine Pumpe ist leider nur so "schlau" wie ihr Träger - sie macht nur das, was er vorgibt! -
Gast
Rang: Gastam 11.04.2012 09:36:35
mal ganz trocken,
bei werten von 299 und höher --> ist weder ein basalratentest, noch die feststellung eines faktors, nicht mal dea test , überhaupt möglich. daher ist die gesamte therapie schief.