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SSW-Diabetes, Nüchternwerte zu hoch, alles andere o.k. Wieso auf Honig verzichten?
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Agnes
Rang: Gastam 21.08.2013 19:47:12
Hallo ihr Lieben,
ich bin nun in der 37 Woche schwanger. Vor zwei Wochen wurde ich wegen einem
auffälligen Ultraschall meines Babys (ca. zwei Wochen seiner Zeit voraus) zum
Diabetologen geschickt um abzuklären ob ich eine Schwangerschaftsdiabetes habe.
(Der Glukosetest den ich in der 25. SSW gemacht habe war unauffällig auch das Wachstum des Babys war bis eben vor zwei Wochen völlig in Ordnung)
Der Test erfolgte nüchtern mit einer 75 g Glukoselösung.
Das Blut wurde durchs Piecksen in meinen Finger entnommen :)
Folgendes kam dann dabei raus:
Nüchtern BZ : 105 mg/dl
1 h danach : 188 mg/dl
2 h danach: 158 mg/
Alle Grenzwerte habe ich somit überschritten.
Darauf folgte erstmal eine Ernährungsberatung plus BZ-Messgerät und eine Tabelle in die ich meine Werte, die ich 6 mal täglich jeweils vor dem Essen und eine Stunde nach dem Essen messen soll, eintragen durfte.
Meine Nüchternwerte bewegen sich in den letzten zwei Wochen in einem Rahmen von
92 mg/dl bis höchstens 106 mg/dl.
Die Werte vor der Mittagsmahlzeit und vor dem Abendessen, bis auf paar einzelne Ausreißer die bei ca. 100 mg/dl liegen, liegen zwischen 77 mg/dl und 94 mg/dl.
Die Werte nach dem Frühstück haben sich gut eingependelt (nach anfänglichen Ernährungsfehlern) und liegen unter 140 mg/dl. Bei den 1 h danach Werten liege ich auch, eben bis auf ein paar Ausreißer (die ich erklären kann :)), unter 140 mg/dl.
Nun wurde mir schon nach einer Woche ans Herz gelegt eine Insulintherapie anzufangen. Ich habe abgelehnt, weil ich mich intensiver mit der Thematik beschäftigen wollte bevor ich anfange mir Insulin zu spritzen. Ausserdem habe ich in der ersten Woche ein paar "Ernährungssünden" begangen, die ich natürlich in der nächsten Woche nicht mehr machen wollte.
Heute war ich wieder bei der Diabetologin, meine "nach dem Frühstück Werte" konnte ich durch Ernährungsumstellung super in den Griff bekommen.
Die einzigen Werte die sehr kritisch gesehen wurden sind die Nüchternwerte.
Wieder wurde mir eine Insulintherapie ans Herz gelegt, die ich wieder dankend abgelehnt habe.
Denn... in der Praxisleitlinie des DDG habe ich gelesen dass man alle Umstände und Werte genau Prüfen und abwägen sollte bevor man eine Insulintherapie in die Wege leitet, um eine Unter- bzw. Übertherapie zu vermeiden.
Des Weiteren habe ich folgendes gefunden, Zitat: „...Die Insulinindikation wird erstmals innerhalb von 2 Wochen nach Beginn der Basistherapie (Ernährungstherapie, Bewegung) unter Berücksichtigung der Blutglukoseselbstkontrollen, Blutglukoselaborkontrollen und biometrischer Daten von Fetus und Mutter, danach fortlaufend im Behandlungsprozess überprüft.
Liegen keine Ultraschallmessungen des Fetus vor, wird die Insulintherapie begonnen, wenn
innerhalb einer Woche =/> 50 % der Selbstmessungen aus dem 4-Punkt-Profilen oberhalb der Zielwerte liegen.“
Ich verstehe das so dass, dass wenn alle Werte also Nüchtern, vor dem Essen und nach den Mahlzeiten überprüft werden und wenn von insgesamt z.B 100 Werten 50 über der Grenze liegen soll mit der Insulintherapie begonnen werden.
Die Diabetologin meinte jedoch das das nicht stimmt, die DDG meint dass wenn ab 50 % der Nüchternwerte die Grenze überschritten haben (und das ist bei mir der Fall) dann soll Insulin gespritzt werden.
Was ist denn richtig?
Dann habe ich die Dame gefragt ob die zu hohen Nüchternwerte auch daher kommen können, dass ich seit Wochen nachts nicht richtig schlafe. Ich muss ca. alle 60 Min. aufs Klo, dann tapse ich wieder in mein Bett und wenn es doof läuft kann ich dann erstmal zwei bis drei Stunden nicht einschlafen. Es gibt Nächte da juckt es mich überall + die ständige aufs Klo Rennerei = wieder so gut wie gar kein Schlaf. Die Dame meinte jedoch dass das Down-Phänomen für die hohen Nüchternwerte verantwortlich ist und ich deshalb Insulin spritzen soll.
Was meint ihr? Ist es eher der Schlafmangel oder das Down-Phänomen? Oder beides?
Können sich die grenzwertigen Nüchternwerte so schlimm und vor allem in den letzten Wochen noch auf mein Baby auswirken?
Und dann ist es so dass ich in den letzten zwei Wochen auch a bisserl mit der Ernährung experimentiert habe. D.h. Ich habe auch schon mal zwischen den Mahlzeiten zwei, drei Stück Schokolade gegessen , ich habe ein paar leichte Kaffees mit Milch und zwei Teelöffeln Zucker getrunken und meine Salatdressings habe ich immer mit einem Teelöffel Honig verfeinert.
Alle diese „Ernährungsfehler“ haben meine BZ Werte nicht über die Grenze schießen lassen.
Mir hat jedoch die Diabetologin heute nochmals wärmstens ans Herz gelegt komplett auf Zucker und Honig zu verzichten. Ist es denn wirklich so dramatisch wenn ich über den ganzen Tag verteilt zwei Teelöffel Zucker und einen Teelöffel Honig zu mir nehme? Kann sich dass denn so arg auf den Nüchtern-BZ auswirken?
Ach ja... sorry... ist lang geworden.... hoffe dennoch dass sich vielleicht einer meiner annimmt.
Liebe Grüße
Agnes
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Gast
Rang: Gastam 21.08.2013 20:52:13
ja du hast ne menge geschrieben, was aber für mich nicht nutzbringend ist, zb was soll das berufen auf irgendwelche richtlinien, weißt du denn nicht daß die nicht auf irgendwelchen tatsachen beruhen sondern auf dem fazit von diskussionen ? (manchmal auch auf rücksichmahmen gegenüber den kk)
kurz und knapp wenn dir ein arzt insulin anbietet sofort zugreifen, insulin macht nicht abhängig, und wenn du es nicht mehr brauchst wird es abgesetzt fertig.
da sich viele ss diabetes (bis zu 50%) später zu einem richtigen entwickeln, egal ob 1 oder 2, dann hast du wenigstens schon erfahrung mit insulin, und bist nicht neu.
und wenn dir mal wieder jemand den teel zucker vor die nase hält :
1 teel zucker sind 3g= 0,25 be bei einem glykind von 70, 1 brötchen von 70-75g sind
"drei" be bei einem glykind von 100. also ein teel zucker ist dagegen fast nix. honig ist zucker. -
am 22.08.2013 09:04:36
Hallo Agnes,
ich kann dir nur raten, das Insulin zu nehmen. Sollte irgend etwas mit deinem Baby los sein, dann wirst du dich sonst ewig fragen ob das nicht passiert wäre, wenn du dich auf das Insulin eingelassen hättest. Vor was hast du Angst? Insulin ist für das Baby nicht gefährlich. Es merkt nicht mal, ob es sich um dein eigenes oder um das gespritzte Insulin handelt. Der Pieks beim Spritzen ist bei den mikrofeinen Nadeln auch kein Problem.
Vergiss die Leitlinien, Der Diabetologe sieht deine konkrete Situation. Wenn dein BZ zu hoch ist, weil du nicht genügend Insulin hast, dann produziert dein Baby mehr Insulin. Es versorgt dich praktisch mit seiner BSD mit. Durch das viele Insulin wird das Wachstum angeregt, dabei können aber weitere Schäden entstehen. Wenn dein Baby schon etwas größer gewachsen ist, dann liegt der Verdacht nahe. dass es dich mit Insulin mitversorgt. Ohne diese "Unterstützung" hättest du vielleicht Morgenwerte um die 120 mg/dl. Ob die zu hohen Nüchternwerte vom unruhigem Schlaf kommen oder nicht, das ist dabei vollkommen egal.
Es muss nicht unbedingt so sein, dass dein Baby wegen dem Mehr an Insulin größer gewachsen ist, aber es ist auf jeden Fall möglich. Um das auszuschließen solltest du Insulin nehmen und auch die sonstigen Hinweise deines Diabetologen beachten. Nimm lieber Süßstoff in den Kaffee anstelle von Zucker. Lange musst du ja nicht mehr durchhalten. Ich wünsche dir alles Gute für die letzen Wochen und die Geburt und dann ein süßes und gesundes Baby.
LG Rainer