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Ich brauche Hilfe!
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am 26.09.2013 17:52:43
Hallo, ich bin 22 jahre alt und seit 18 jahren Diabetikerin, ich bin inzwischen gut eingestellt mit einem Hba1c wert von 7,3. Spritze zu den Mahlzeiten Humalog und um 22 uhr 19 einheiten Lantus und 12 stunden später nochmal 19 einheiten Lantus (es wirkt bei mir nur 20 stunden, keine 24) alles soweit so gut...
am Montag ist mir aber der horror passiert, ich stehe Mittags auf und habe meine Rechte körperhälfte nicht unterkontrolle, mein erster gedanke war schlaganfall, aber als ich ins wohnzimmer gestolper bin und einen BZ gemacht habe, sagte mein gerät 42, also hypo, ich woll in panik wegen der lähmungserscheinungen, holte mir zwei trinkpäckchen! nach 10 min war die Hypo weg und die lähmungserscheinungen auch, bei einem wert von 160 dann war nix mehr zu merken, alles wieder gut. ich bin dann aber doch ins Krankenhaus gefahren wo ich auf alles getestet wurde (ketone, infekte usw) nix alles gut, sie sagten mir das diese erscheinungen wohl von der hypo kamen sie das so aber auch noch nie kannten, nun sollte ich mein lantus neu einstellen und nach stündlichem kontrollieren in der Nacht habe ich auch gesehn da passt mal gar nix mehr, gehe mit nem BZ von 180 ins bett 19einheiten gespritzt und um 4 uhr habe ich nen wert von 81 (was gegessen) gegen 6 uhr nen 280 wert (nix gegen gemacht) als ich dann morgens (10 uhr) aufstand war mein wert bei 180, habe dann ne scheibe brot gegegessen, 19lantus gespritzt und ne stunde später war mein wert bei 380, passt vorn und hinten nicht, was mir nun aber so extreme angst macht sind diese erscheinungen am montag das ich meine rechte seite ned mehr unter kontrolle hatte (mein arzt ist natürlich krank und kein anderer zu erreichen) ich habe nun richtig panik vor einer erneuten hypo.....hat wer ne ahnung?
mfg Tina -
Gast
Rang: Gastam 26.09.2013 18:26:32
hallo tina,
ich persönlich würde nicht ein 20h insulin im 12h takt spritzen, daß sich dabei unkontrollierte überlaappungen ergeben ist verständlich. und bei dir zu sehen.
nach mm wäre 2mal levemir günstiger.
daß bei werten wie 40 lähmungserscheinungen auftreten ist auch noch nicht bekannt.
morgens um 4h bei ü 80 was zu essen war natürlich auch ein verständlicher fehler (wegen der angst) denn kurz danach setzt sowieso das dawn ein und steigert den bz, dem hast du mit dem brot natürlich nachgeholfen.
nur so meine gedanken dazu, da 19ie für 12h nach mm recht viel sind ev mal nen basaltest machen, und bei hypobedenken, die basalmenge etwas absenken , notfalls beim bolus etwas brücke schaffen, und levemir, besonders mit dem echopen mit halben schritten feiner dosierbar. -
am 26.09.2013 18:32:37
ja das ich das nun alle 12 stunden spritze habe ich nach absprache mit meinem arzt vor 4 monaten begonnen und bisher lief auch alles gut.. vorher hab ich immer abends gegen 22 uhr 2x 19 gespritzt. und im mom hab ich einfach nur panik vor noch na hypo und lasse meinen wert ned zu tief fallen >.< ich bin einfach nur verzweifelt, mein arzt ist krank, praxis dicht und seine vertretung bekomm ich nie ans telefon, andere ärzte hab ich auch ned dran bekommen...
aber danke für die schnelle antwort, villt sollte ich mein lantus erstma wieder nur einmal in 24h spritzen, bis ich bei meinem arzt war...alles doof :( -
am 26.09.2013 18:45:43
Hallo Tina,
der Basalratentest ist hier gut beschrieben, den solltest du wirklich mal machen. Normal müsstest du mit niedrigerem BZ ins Bett gehen. Mit der richtigen Basalrate wird der nachts gegen 3 etwas absacken und dann am Morgen ansteigen. Bei deinem Verlauf denke ich auch, dass du zu viel Basis und zu wenig Bolus spritzt.
Das mit den Lähmungserscheinungen höre ich zum ersten mal - vorstellen kann ich mir so etwas.
Bleib vorerst bei den 2*Lantus, sonst wird die Lücke noch größer. Der Hinweis von Gast#2 gilt für Levimir anstelle von Lantus.
LG Rainer -
am 26.09.2013 18:55:33
ja nen basalratentest mache ich eig einmal im jahr >.< bei mir lief schon immer alles nen bissel schief, insuline wirken ned wie se sollen, werte sind ned so wie se sollen, aber bis vor kurzem war echt alles gut und nun sowas, das mit den erscheinungen macht halt so angst und ich denke das sind nervenschäden/spätfolgen, hab ich irgendwo gelesen das lähmungserscheinungen und andere nervenschäden nach ca 10 jahren der diabetes erkrankung bei 20-50 % auftreten und naja ich habs ja schon lange >.< kommt wohl grad alles auf einmal....
aber vielen dank für eure hilfe das beruhigt etwas :) -
am 26.09.2013 19:55:17
Hallo Tina,
die Nervenschäden als Spätfolgen, von denen du gelesen hast, haben aber nichts mit deinen Lähmungserscheinungen gemeinsam. Die gehen nicht wieder weg, wobei die dazu gehörenden Schmerzen oft bei zu hohem BZ schlimmer sind und bei normalen und niedrigem BZ etwas geringer werden. Also hab keine Angst, so etwas ist das bei dir bestimmt nicht.
Folgeschäden treten übrigens nach allen Erfahrungen bei Typ2ern schneller auf, als bei Typ1ern. Wenn du Statistiken betrachtest, dann nimm nur solche, bei denen Typ1 und Typ2 getrennt geführt sind. Als Typ1er brauchst du schon eine furchtbar schlechte BZ-Führung, wenn sich schon nach 10 Jahre die Folgeerkrankungen ankündigen.
LG Rainer -
am 26.09.2013 20:10:16
ich hab 4 jahre lang nen hba1c wert von 13 gehabt >.< bis ich vor einigen jahren endlich den diabetes und alles dazugehörige akzeptiert habe...
aber bei dem was ich gelesen hab hieß es kann kurzzeitig auftreten und wieder verschwinden, kann erst später dauerhaft werden, hm keine ahnung, nur es begann mit der hypo und hörte mit der hypo auf das macht mir so angst :( -
am 28.09.2013 11:01:56
Hallo
Ich hatte ein ähnliches Problem. Allerdings hatte ich für nachts noch ein anderes Insulin, das damalige Semilente.
Das wurde eingestellt, mein Hauptproblem war aber, dass ich in der Früh einen mords Hypo hatte. Da kam dann solche Späße wie Doppeltsehen, Gangschwäche oder völliges Erschlaffen der Gliedmaßen vor.
Aber Folgeschäden treten dadruch nich auf.
In deinem Falle wird eig nur noch eins helfen, dass mir auch geholfen hat. die Pumpe. Ich habe jetzt die Jahre hinweg durchweg einen Hba1C von 6,5-6,8.
Die Pumpe erleichtert einiges und durch die präzisere Abgabe von Basalrate bleiben so große Schwankungen eher aus.
Gerade die hohen Werte sind die schädlichsten. Wenn das auf die Dauer geht, dann geht das auf die Augen, Nierenschäden treten auf etc.
Die Vermeidung der UZ umgehst du evtl auch so, dass du zu deinem Diabetologen gehst und dir die kontinuierliche Glukosemessung für ein paar Tage geben lässt. So könnt ihr feststellen zu welchen Zeiten genau, der BZ bei dir das spinnen anfängt.
gruß Hubi -
am 28.09.2013 20:02:57
oh danke :) aber ne pumpe is bei mir nicht drin :( hat die krankenkasse schon 2x abgelehnt....deswegen muss ich das anders hin bekommen, aber zum glück is schon bald montag und ich kann endlich zu meinem arzt....ma hören was der so alles meint...:x
aber danke euch wegen der viele ratschläge :* -
am 03.10.2013 18:55:48
so nun weiß ich es! mein arzt hat es bestätigt, die lähmungserscheingungen kamen 100%tig von meiner Hypo -.- -
Gast
Rang: Gastam 04.10.2013 16:18:21
Ein CGM kann ich nur empfehlen und wenn es auch nur für eine gewisse Zeit
benutzen kannst, Hat mir sehr geholfen!
Man erkennt viel schneller Fehler die man macht und kann seine Lehren
daraus ziehen ohne Arzt.
Dazu gibt es noch ein Gefühl von Sicherheit, man muss nicht so oft an den
blöden Blutzucker denken! -
am 04.10.2013 16:26:45
danke, aber ich muss nun zur neueinstellung eh einma die woche zum arzt :D und ich geh gern zum meinem arzt, weil ich ihr total vertraue ;) -
Gast
Rang: Gastam 07.10.2013 11:31:54
Wie sagt der Volksmund : Vertrauen ist gut, aber Kontrolle ist besser!