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Diabetes und Bluthochdruck - Eiweiß im Urin

  • Rang: Anfänger
    Punkte: 0
    Beiträge: 1
    Mitglied seit: 28.09.2013
    am 28.09.2013 19:15:12
    Hallo! Ich habe für einen Diabetiker-Tag den Auftrag erhalten einen Vortrag zum Thema Diabetes und Bluthochdruck - wenn zuviel Eiweiß im Urin auftritt auszuarbeiten. Das Ganze soll ausdrücklich für Betroffene sein! Da ich selber nicht betroffen bin, würde mich an dieser Stelle einmal interessieren, was einem Diabetiker durch den Kopf geht, wenn er so ein Thema liest. Was für Fragen tauchen auf, was wolltet ihr schon immer einmal erklärt bekommen haben - wohlgemerkt was mit dem Thema zu tun hat. Für mich klingt es nicht grad "Laien-kompatibel" und so richtig weiß ich nicht wo anfangen und wo aufhören. Es soll ja auch verständlich UND informativ sein. Setzt man sich als NORMALER Diabetiker mit sowas wie Eiweiß im Urin tatsächlich auseinander? Würde mich freuen, wenn ich vielfältige Antworten bzw. Fragen zurück bekäme, deren Inhalt ich dann zu einem guten Vortrag verarbeiten kann.
    Danke schon mal!
  • Gast

    Rang: Gast
    am 29.09.2013 09:41:25
    ja diabetker/innen die sich um das entsprechende know how drum herum kümmern, was eigentlich alle sollten, wissen um bd und die dadurch entstehenden probleme bescheid.
    da ja auch zum quartalsmäßigen labor, ein micraltest(eiweiß im urin) und bd kontrolle mit gehört und auf dem laborbefund aufgeführt wird.
    und wir wissen daß natürlich überhöhte bz werte aber auch erhöhter bd die nieren schädigen.
    daher wird ein max bd 140/90 besser 120/80 angestrebt.
    meist wird als erstes ramipril (billig) verschrieben, das hat leider sehr oft die absolut lästige nebenwirkung eines 24h hustens der so extrem ist daß er die lebensqualität massiv beeinträchtigt, dann muß auf anderes gewechselt werden, wobei sich manche ärzte soviel zeit lassen daß einige lieber garnichts nehmen.
    zum glück gibt es alternativen zb aprovel ua.
  • Bild User
    Rang: Erweitertes Mitglied
    Punkte: 1233
    Beiträge: 8856
    Mitglied seit: 20.02.2011
    am 29.09.2013 16:50:20
    Moin Modschegiebschen,

    mit den Dienstjahren abnehmende Funktion und schließlich versagende Nieren markieren so häufig die letzten und beschwerlichen Jahre einer Diabetiker-Karriere, dass die DDR damals mit dem besonderen Beitrag der kostengünstigen Dialyse-Klapperaturen und einem so umfassenden Diabetes-Register, dass noch heute viele statistische Aussagen darauf beruhen, in die WHO aufgenommen wurde. Auf der anderen Seite hat schon zur selben Zeit ein Typ1 erst an sich selbst und in der Folge an vielen Typ1 und vor allem Typ2 Patienten nachgewiesen, dass höher als gesunder und vor allem auch mehrmals täglich sehr weit schwankender BZ die Nieren schädigt und dass die Funktion in aller Regel aber mit einer gesunden BZ-Führung voll wiederhergestellt werden kann. Das gilt auch für den Blutdruck, der ja ebenfalls zum großen Teil Nierenangelegenheit ist. Das war Doc Bernstein.

    Problem:
    Doc Bernstein leitet seine Patienten zu gesunder BZ-Steuerung an, zum Aufwachen mit max. 90mg/dl und in der Spitze ne Stunde nach dem Essen nicht wesentlich mehr. Gesunde kommen für wenige Minuten da bis an die 140mg/dl. Aber zu solcher BZ-Steuerung können nur wenige Ärzte anleiten. Solche Werte gelten bei uns zwar für Schwangerschafts-Diabetes, aber da macht's nicht die Anleitung, sondern die Höllenangst, die man den werdenden Müttern um ihre Kinder eintrichtert.

    Unser therapeutischer Ist-Zustand:
    Ärztliche Einstellungen gelten als sehr gut, wenn der Langzeitwert HBA1c unter 6,5 erreicht wird, als gut bis 7,5 und als völlig ausreichend vor allem in Sinne der kranken Kassen um 8 bis 10. Schon bis 6,5 können mehrmals am Tag schädigende BZ-Schwankungen in der Größenordnung von 100mg/dl und mehr auftreten, denn im Langzeitwert werden nur die Verlaufsteile in ihrer Höhe repräsentiert, die über 3 Stunden und mehr anhalten. Wer also meistens um 90 misst und nur ne Stunde nach dem Essen 290 und ne Stunde weiter wieder um 100 oder darunter, hat einen völlig gesunden HBA1c unter 5,5 und trotzdem ein stark erhöhtes diabetisches Risiko für Netzhaut und Nieren. Vor diesem Hintergrund ist der Diabetes eine progrediente, sich beständig selbst und über Folgekrankheiten verschlimmernde Krankheit.

    Wer diesem immer kränkeren Prozess mit seiner Therapie-Eskalation entgehen bzw. draus aussteigen will, hat heute alle Chancen der Welt in der DOC=Diabetes Online Community. Viele Einzelerfahrungen finden sich in Blogs und Foren im Netz, die mehr oder weniger ausführlich darstellen, wie der Eine oder die Andere den eigenen BZ gesund zu steuern gelernt hat, in eigener Regie oder mit Hilfe von Mitschreibern, die's selbst schon geschafft hatten.
    Den neuesten großen Erfolg an dieser Front markiert das Leberfasten. Es basiert auf den seit Jahren zunehmenden Erfahrungen mit Magenverkleinerungs- und -umgehungs-Operationen und der Beobachtung, dass sich Blutzucker- und Insulin-Verlauf häufig schon wenige Tage danach und lange vor jeder nennenswerten Gewichtsabnahme erstaunlich weitgehend bis vollständig normalisieren. Und längst zeigen kleinere Versuchsreihen mit Freiwilligen und eine zunehmende Zahl von Einzeltätern, dass das Spiel super funktioniert und sogar erstaunlich viel Erfolg nach mehr als 20 Diabetes-Dienstjahren und mehr als 10 als INSULINER bringen kann.

    Bisdann, Jürgen