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Dringend Hilfe benötigt

  • Gast

    Rang: Gast
    am 24.01.2014 14:07:48
    Hallo zusammen,

    leider ist mein Beitrag hier nicht aus erfreulichem Grund, da ich inzwischen ratlos bin und ich inzwischen denke, dass dies eventuell an Folgen eines Zuckerschocks liegen könnte. Leider habe ich nicht viel über die möglichen Spätfolgen gefunden und es wäre nett, wenn mir jemand sagen könnte, dass es daher kommt bzw. vielleicht auch direkt, an wen ich mich wenden oder was ich machen kann...

    Aber ich fange zunächst von vorne an:

    Ein Freund von mir war mehrere Tage nicht auf der Arbeit erschienen. Die meisten dachten sich nichts dabei, aber er war auch für mich weder Telefonisch erreichbar, noch öffnete er die Türe, obwohl der Wagen vor der Tür stand.

    Nach zwei Tagen ging ich dann zur Polizei und habe ihn als vermisst gemeldet, mit dem Hinweis, dass er zuckerkrank ist. Noch am selben Tag fuhr die erste Streife hin, aber es machte keiner auf. Genau sowenig konnten sie in die Wohnung schauen (Erdgeschoss und Rolladen herunter). Allerdings mussten sie zu einem Einsatz und fuhren wieder los.

    Einige Stunden später fuhr erneut die Streife zur Wohnung und da die Wohnung nicht abgeschlossen war, lies sich diese leicht öffnen. Die Polizei hat im Wohnzimmer auf den Boden die entsprechende Person bewusstlos vorgefunden. Genau in dem Moment kam ich vorbei, da ich es erneut versuchen wollte, ob er wieder da ist.

    Es wurde nicht nur ein Rettungswagen gerufen, sondern auch gleich ein Notarzt mit Hubschrauber einbestellt. Was genau vorgenommen wurde, weiß ich nicht..auf jeden Fall war er wieder wach und sah ganz übel raus, als er aus der Wohnung gefahren wurde...einige Stunden später hätte es ihn wohl nicht mehr gegeben und es war verdammt extrem knapp...

    Seit dem hat er sich stark verändert. Redete immer wieder wirres Zeug und werkelte angeblich an etwas, was die Welt verändern würde...alles schön und gut dachte ich mir..lass ihn ein wenig machen.

    Nach einiger Zeit merkte er aber, dass er nicht auf genügend Ohren gestoßen ist...nun greift er zu drastischeren Mitteln, die immer übler werden...

    Erst fing er bei mir an, dass er vom Ende der Welt redet...das die Menschen hier in unserem Land bald "abgeschlachtet" werden...ich soll doch die Zeit genießen, da es eh in den nächsten Tagen los geht und alles vorbei ist...natürlich passierte an den besagten Tagen nichts.

    Nun hätte er beweise für einen neuen Termin gefunden, wenn es hier rund geht und die Drohnen "einmarschieren". Außerdem wurden die Äußerungen von ihm immer brutaler und schrecklicher.

    An manchen Tagen war alles gut und er tat, als wäre alles Klasse..und dann, als wenn man auf einen Knopf drückt, driftete er komplett in diese Richtung weg..ohne das irgendwas gewesen ist und dies zum Thema machte.

    Zudem scheint er ziemliche Wahnvorstellungen haben, dass die NSA etc alles auf seinen Rechner wäre und einfach Beweisdokumente löscht. Er gab mir zB einen Stick mit angeblichen Beweisen, dass ich ihn verstehen würde. Dieser war natürlich leer...seine Antwort auf meinen Hinweis erspare ich euch lieber.

    Er merkte wohl inzwischen, dass ich dieses Gerede nicht für voll nehmen konnte...irgendwann konnte ich es wohl nicht mehr verstecken...also wendete er sich von mir ab..

    Seit dem ist er nicht mehr erreichbar...kein ans Handy gehen...kein Türe öffnen und auch ans Festnetz geht er nicht ran. Nun schreibt er auch seine ehemaligen Arbeitskollegen und will, dass diese vorbei kommen und möchte diese über die Wahrheit aufklären, was hier bald passieren wird...

    Mir hatte er gegenüber persönlich erwähnt, dass wenn es soweit ist, er bereits genügend Insulin vorrätig hat und sich dann mehr als genügend spritzen würde.

    Mit seinen Eltern habe ich bereits telefoniert, die sich auch große Sorgen machen und meinten, dass sie nicht mehr an ihn richtig rankommen.

    Können als Spätfolgen psychische Erkrankungen entstehen? Er hat sich in dieser Form seit dem Zuckerschock so verändert..sonst war vorher immer alles normal..mal waren wir etwas trinken..redeten über dies und das...zockten zusammen PC / Konsole..das waren für ihn tolle Themen und Beschäftigungen. Jetzt hat er aber meist nur noch wirres Zeug im Kopf...

    Jemand eine Ahnung, wie ich nun vorgehen könnte? Ich war schon am überlegen ihn als Suizidgefährdet zu melden...das er wenigstens mal greifbar wird und ein Psychologe sich dann vllt mit ihm unterhält. Bloß bringt das war? Würde jemand tätig werden? Zwangseinweisen kann man in Deutschland nicht einfach jemanden...

    Sorry für den so langen Text...aber ich hoffe, dass einiges dadurch nachvollziehbarer wird und mir einen besseren Weg deuten kann, den ich einschlagen sollte
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    Rang: Erweitertes Mitglied
    Punkte: 1233
    Beiträge: 8857
    Mitglied seit: 20.02.2011
    am 24.01.2014 14:52:33
    Moinmoin,

    es gibt keine Möglichkeit, einen Menschen, an dem einem liegt, mit Gewalt in eine Denke zu bewegen, die man selbst für richtig hält. Und man kann alle Veränderungen im Denken und Fühlen einer Person mit irgendwelchen Ereignissen im Leben dieser Person in Beziehung setzen.

    Als Zuckerschock gilt, wenn man mehr oder weniger kurzzeitig wg zu wenig Glukose im Blut das Bewusstsein verliert. Weil Leber und Nieren fortlaufend Zucker aus Eiweiß produzieren (Gluconeogenese) ist dieser Zustand in aller Regel vorübergehend und praktisch ohne Folgen außer der, dass der Betroffene um eine Erfahrung reicher ist. Mit extrem langen Bewusstlosigkeiten mit extremen Überdosierungen von Insulin werden erhebliche mentale Defizite in Verbindung gebracht.

    Aus unserer Sicht abstruse Wahrnehmungen und Welt- und Wertmodelle, wie Du beschreibst, finden wir auch bei Nichtdiabetikern, und auch deren Vergangenheiten haben meistens nicht in dieser Art Denke angefangen, sondern sich irgendwie dahinein entwickelt. Von erfolgreichen Behandlungen im Sinne vom Wiederherstellen des vorherigen "gesunden Menschenverstands" weiß ich nicht, aber ich kenne mich halt bloß mit Zucker aus.

    Konkret käme es mir an Deiner Stelle jetzt in der Reihenfolge darauf an, dass der Betroffene niemand anderem schadet, sich nicht selbst schadet und dann vielleicht wieder in einen sichereren und stabileren Lebenszusammenhang findet. Aber als Außenstehende(r) wirst Du darauf eher weniger Einfluss nehmen können :(

    Bisdann, Jürgen
    Bearbeitet von User am 24.01.2014 14:53:44. Grund: Ergänzung