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  • Gast

    Rang: Gast
    am 28.02.2014 20:45:03
    Hallo!

    Schon seit einiger Zeit schwebt das Damokles-Schwert "Diabetes" über meinem Haupt. Vor 2 Jahren war mein OGGT gerade noch grenzwertig. Damals hieß es "gestörte Glukosetoleranz"

    Bei einer Blutuntersuchung vor ca. 4 Wochen war mein Nüchternblutzucker 154. Daraufhin erfolgte nun ein erneuter OGGT mit erschreckendem Ergebnis. 174-298-215.
    Nach dem ersten Schock hab ich mich dann heute mal im Internet umgeguckt...und versucht, mich schlau zu lesen. Klar hab ich Broschüren vom Arzt bekommen, muss in ein paar Tagen ein tagesprofil beim Arzt erstellen lassen sowie den Langzeitblutzuckerwert bestimmen lassen etc etc. Die Maschinerie läuft...

    Dennoch habe ich eine Frage:
    ich habe mir ein Blutzuckermessgerät besorgt und heute mehrfach meinen BZ gemessen. Fast nüchtern (Kaffe mit Milch) 130. Nach 2 Scheiben Brot mit Wurst war der Blutzucker nach 30 Minuten bei 125. 2,5 Stunden nach den broten habe ich in der Apotheke den BZ messen lassen: 134. Scheint mir erstmal "hoch-normal". Oder?

    Heute abend habe ich dann 3 Scheiben Brot gegseen (Vollkorn natürlich) und nun steigt mein BZ ständig an. 45 Minuten nach dem Essen war er 142. 1,75 Stunden nach dem Essen musste ich mehrfach messen, weil ioch noch nicht so die Übung im Messen hab und nicht genug Blut kam etc. Ich hatte DREI Werte: 157, dann 178, dann 165. Innerhalb von 5 Minuten??? Da fragt man sich, wie zuverlässig sind diese Messgeräte? Ich habe ein nagelneues aus der Apotheke bekommen und nahm an, das sei genau. Und dann misst das BZ und rechnet das Datum dazu und die Schuhgröße runter oder wie?? Ich bin verwirrt.

    Zweite Frage: ist denn ein sol,cher Anstieg normal? Sollte der BZ nicht nach 2 Stunden irgendwie wieder "normal" sein?

    Würde mich über Antworten sehr freuen!

    PS: zu mir: w, 45, 170cm, 120 kg (ja ja, ich weiß....), Hypertonie, Stress ohne Ende, Allergien etc etc....aber sonst geht's mir prima :-)





  • Rang: Erweitertes Mitglied
    Punkte: 972
    Beiträge: 5074
    Mitglied seit: 25.02.2011
    am 28.02.2014 23:05:25
    Gast schrieb:
    ....aber sonst geht's mir prima :-)


    Das ist das wichtigste! Du solltest es dir erhalten, auch wenn du von deinem Diabetes erst mal total schockiert sein wirst.

    Suche dir feste Messzeitpunkte, ich empfehle dir eine und zwei Stunden nach Beginn der Mahlzeit. Normal sollte der 1h-Wert höher sein als der 2h-Wert. Aber die Ballaststoffe aus Vollkornspeisen, Eiweiß und Fett sorgen dafür, dass die Glukose langsamer im Blut ankommt. Bei so einer Ernährung ist es nicht ungewöhnlich, dass der 2h-Wert der höhere ist. Wenn das bei dir meistens so ist, dann schieße dich auf den 2h-Wert ein und miss, bis auf ein paar gelegentliche Kontrollmessungen, nur noch den. Versuche dein Essen so auszuwählen, dass du meistens unter 140 bleibst. Am Anfang wird das noch nicht so richtig klappen, aber mit der Zeit bekommst du die entsprechende Übung. Zeit hast du übrigens, nimm sie dir. Gewöhne dich erst einmal in Ruhe an deinen Diabetes und finde dann ebenfalls in Ruhe raus, was du am besten essen kannst, damit dein BZ nicht zu hoch ansteigt.

    Ich wünsche dir dabei viel Erfolg, Rainer
  • Gast

    Rang: Gast
    am 01.03.2014 09:32:02
    Vielen Dank für deine Antwort, Rainer!

    Man sieht ja als Neuling den Wald vor lauter Bäumen nicht. Da ist es schön, dass man in solchen Foren wie diesem hier seine Fragen loswerden kann.

    Ein schönes Wochenende!
  • Rang: Erweitertes Mitglied
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    Mitglied seit: 01.01.2014
    am 01.03.2014 10:42:13
    .
    Bearbeitet von User am 03.02.2016 01:20:47. Grund: .
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    Rang: Erweitertes Mitglied
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    Mitglied seit: 20.02.2011
    am 01.03.2014 13:58:45
    schrieb:
    Allerdings muss ich Rainer bezügl. des essens wiedersprechen, ich denke man muss ggf. die Therapie deinem Lebensstil anpassen u. sollte nicht deinen Lebensstil dem Diabetes anpassen - Natürlich sollte man die Kohlenhydrat-Bomben meiden... aber man sollte sie nicht meiden wie der Teufel das Weihwasser!


    Klar muss die Therapie an den Lebensstil angepasst werden und für den normalen 8-Stunden-Büro-Alltag anders aussehen, als für den 3-Schicht-Betrieb mit größerem Anteil an körperlichem Einsatz.

    Auf der anderen Seite macht Sinn, den gesunden Blutzucker so weit wie möglich ohne Medis (mit passender Essen-Auswahl und gezielt eingesetzter Bewegung) her zu stellen und Medis nur zum Ausgleich der Differenz einzusetzen, die dann noch übrig bleibt.
    Wer seinen gesunden BZ auf diese Weise her stellt, gewinnt damit häufig ohne besondere Medis (kann sogar die Zuckermedis reduzieren bis manchmal ganz weg lassen) einen erstaunlich großen Teil seiner gesunden Blutzucker- und Insulin-Regelung zurück und dazu einen gesunden Kreislauf mit gesundem Blutdruck und gesunden Blutfetten mit einem deutlichen Weniger an Gewicht und Mehr an Vitalität :)
  • Gast

    Rang: Gast
    am 01.03.2014 16:49:38
    die og , din werte für bz geräte ist seit 3.2013 geändert.
    es gelten über 75mg/dl nun +-15% nicht mehr +-20% abweichung.
    "nur" von 50 geräten die auch die cee zertifizierung haben (die übrigens fast nichts bedeutet)
    erreichen maximal 10 diese werte
  • Gast

    Rang: Gast
    am 01.03.2014 17:56:12
    Vielen Dank euch allen für eure Antworten.

    Das war schon mal sehr hilfreich!!

    Und ich bin guter Dinge. Schon nach zwei Tagen, an denen ich mal Süßigkeiten, Rosinenbrötchen etc, weggelassen habe und mich mal bewusst, gesund und kohlenhydratarm ernährt habe (ist ja auch gut für's Gewicht :-D ), sind die BZ-Werte besser. Ca. 2 -3 Stunden nach den Mahlzeiten hatte ich heute Werte von 112, 126 und 102. Ich hoffe, dass ich es ohne Medikamente hinkriege.

    Allen ein schönes Wochenende!

    LG,
    C.