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komme mit der Diagnose diabetes nicht klar
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Gast
Rang: Gastam 08.03.2014 11:22:36
hallo
mein bekannter hat vor tagen die diagnose diabetes bekommen und kommt damit einfach nicht klar, die familie hat ebenfalls probleme damit wie kann ich ihm nur helfen?
Danke -
am 08.03.2014 12:19:23
Lass ihm Zeit, die Diagnose zu verdauen. Er kann sich ruhig erst mal 4 Wochen in Selbstmitleid baden, das wäre normal.
Wenn er danach nicht damit aufhört, dann braucht er von seinen Freunden einen Tritt in den Hintern. Bei Diabetes kann man, anders als Krebs, Herzschwäche oder viele andere Krankheiten, in hohem Maße den Verlauf der Krankheit selbst gestalten und kann sehr gut damit leben. Dafür muss er sich viele Informationen und Ratschläge einholen, für sich die richtigen heraussuchen und sein Leben entsprechend gestalten.
Was hat denn dein Bekannter für einen Diabetes, Typ 1 oder Typ 2? Wie jung oder wie alt ist er denn?
Beste Grüße, Rainer -
Gast
Rang: Gastam 10.03.2014 09:49:21
Hi Rainer ich weiß nicht was für einen er hat, er ist jedenfalls 40 und es macht ihn fertig.
Gruß -
am 10.03.2014 11:05:40
Dann wird es sehr wahrscheinlich ein Typ2-Diabetes sein. Für den kann man sehr viel alleine richtig oder falsch machen. Einen Typ2-Diabetes kann man viel mehr selber beeinflussen, als das bei den meisten anderen Krankheiten der Fall ist.
Gönn ihm noch ein bisschen Zeit und dann verpass ihm den Tritt in den Hintern, falls er nicht von alleine in die richtige Spur kommt. Am Anfang wird jeder von der Diagnose geschockt und muss sich erst mal daran gewöhnen. Aber irgendwann muss man sich damit abgefunden haben und positiv in die Zukunft blicken.
Ein ganz wichtiger Punkt ist für viele Neudiabetiker die Frage, ob sie an ihrem Diabetes selber schuld sind. Er ist nicht schuld daran, das kannst du ihm eindeutig bestätigen. Dass es ihn getroffen hat, ist im gleichen Maße Pech, wie ein Heinherzinfarkt oder ein Schlaganfall. Auch zu denen könnte man sagen, hättest du dies oder jenes anders gemacht, dann hätte es dich vielleicht nicht erwischt. Das tut aber keiner, man bedauert die Leute nur. Bei und Diabetern läuft das ganz anders und vollkommen falsch. Da sagen viele, die nichts davon verstehen und leider auch viele, die eigentlich etwas davon verstehen sollten, dass wir selber schuld wären. Das ist vollkommener Blödsinn, sage ihm das.
Beste Grüße, Rainer
Bearbeitet von User am 10.03.2014 11:08:11. Grund: . -
Gast
Rang: Gast -
am 10.03.2014 21:54:55
Deine Auffassung deckt sich mit der öffentlich verbreiteten Meinung: Diabetes ist angefressen und angesessen - selber schuld.
Wenn du wirklich so denkst, dann wirst du auf kenen Fall der Freund sein, der ihm auf die Sprünge helfen kann.
Bearbeitet von User am 11.03.2014 11:23:40. Grund: . -
Gast
Rang: Gastam 11.03.2014 07:53:14
sorry rainer
so habe ich dass doch garnicht gemeint -
Gast
Rang: Gastam 11.03.2014 19:57:50
Vielleicht nicht, aber so kommt es eben bei Betroffenen an und darum tun sich auch so viele so schwer mit der Akzeptanz und der Öffentlichmachung ihres Diabetes.
Selbst viele Typ-1- Diabetiker fühlen sich als "die besseren Diabetiker",die Typ 2er sind ja selber schuld...... -
Gast
Rang: Gast -
am 14.03.2014 14:50:10
Ich denke auch, dass genau das das Problem ist. So viele schämen sich dafür, weil sie dneke sie sieen selber Schuld und wissen es sleber garnicht besser.
Das ist aber leider auch in den Köpfen der Menschen verankert und da kann ich es schon verstehen, wenn viele sich garnicht trauen, zu ihrer Krankheit zu stehen :/
(War jetzt garnicht auf das missverständis bezogen und will auch niemanden anschwärzen, nur wo es jetzt zur Sprache kam, wollte ich das nur nochmal klar machen)