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Von Gestationsdiabetes zu LADA-Diabetes?
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Gast
Rang: Gastam 13.05.2014 10:49:31
am 11.05.2014 12:31:21
Moin Michael,
ein manifester Diabetes ist definiert als einer, der schon einen der Diagnose-Grenzwerte überschritten hat. Den schließt ein HBA1c-Wert von 5,5 und besser für den normalen Typ2 aus, der sich ja über den Zeitraum von mehreren Jahren von gesundem BZ über immer höheren entwickelt, bis er schließlich einen Diagnose-Grenzwert überschreitet.
Und mit HBA1c 5,5 und besser würde ich dabei ebenso kein Überschreiten von nüchtern 90 und in der Spitze nach dem Essen 140 erwarten.
Wenn also jemand aus meiner Familie mit 5,5 und besser vom Dok käme, würde ich den nur mit meinem Piekser und Messgerät plagen, wenn er verdächtige Symptome zeigte wie etwa bodenlos trinken oder/und beständig hundemüde oder/und auffällige Gewichtsveränderungen. Bitte nicht sofort wieder ausschließlich auf Diabetes beziehen. Das könnte auch manches andere bedeuten. Nur eben auch auffälligen BZ, und den kann ich halt messen, und für eine erste Einschätzung und für‘s anschließende ggf. BZ-begrenzende Verhalten (auch ohne Diagnosrereife!) auch ausreichend genau.
Bisdann, Jürgen
Damit haben sie doch die Antwort H. Schulz und jetzt belassen sie es mal.
Gruß -
am 13.05.2014 11:45:50
hjt_Jürgen schrieb:
In der Schwangerschaft ist tatsächlich auch der OGTT nicht hilfreich, obwohl er vor allem auch dort angewandt wird.
Hallo Jürgen,
schief gedacht oder nur falsch ausgesrückt? Natürlich ist der oGTT in der SS wichtig, hilfreich und sehr aussagefähig.
Der Unterschied besteht in der Bewertung der Grenzen. Anders als bei den Diagnosewerten außerhalb der SS: 126./egal/200mg/dl wird ein SS-Diabetes beim Erreichen von 92/180/153mg/dl nach 0/1/2h diagnostiziert. Trotzdem ist es der gleiche Zuckerbelastungstest oGTT, der bei den Schwangeren aus gutem Grund durchgeführt wird.
Beste Grüße, Rainer -
MissMami
Rang: Gastam 13.05.2014 13:12:50
Danke schonmal!
Bei mir wurden zwei OGTT gemacht. Beim ersten hatte ich folgende Werte: 95/253/213. Beim zweiten OGTT: 106/194/156. Ich messe täglich 4x und da sind alle Werte unter 95 (nüchtern) bzw. 120 (nach dem Essen). Schwierigkeiten machen nur ab und zu die Nüchternwerte, die gerne mal grenzwertig (aber unter 95) sind. Laut Ernährungsberaterin sind die Grenzwerte 95/140. Kann ich die Nüchternwerte irgendwie beeinflussen?
Beim Diabetologen gestern, wurde mir nun gesagt, das ich nun weder Gestationsdiabetes, noch Typ 1 LADA habe, da die Tageswerte okay sind. Warum machen die mich dann verrückt und lassen mich weiterhin messen?! Das fühlt sich so an, das nur darauf gewartet wird, das meine Werte zu hoch sind. Auf meine Ängste, das es dem Baby schlecht gehen könnte, geht keiner ein. Das Kind ist übrigens konstant zu klein und mein Blutdruck immer zu niedrig! Über LADA wurde mir nur gesagt, das ich das im Internet nachlesen soll und mich darauf einstellen soll, irgendwann Diabetikerin zu werden. Sowas macht wenig Mut. :-( Es wurden außerdem lediglich Antikörper gefunden, die es auslösen werden ab noch nicht getan haben. Wann das passieren wird, ist nicht klar. Die machen mich total verrückt! Was die Schilddrüse angeht, ist das plötzlich auch nicht mehr wichtig, da die Werte in der Schwangerschaft ohnehin gerne nicht so gut sind... Die Praxis ist eine Katastrophe! Blöderweise gibts bei uns keine Alternative... -
am 13.05.2014 13:31:43
Hallo Mami,
na dann hast du deine Werte ja doch noch ohne Insulin gut im Griff - Glückwunsch!
Wenn die Nüchternwerte noch höher werden, dann brauchst du trotzdem keinen Angst vor Insulin zu haben. Dadurch bekommst deinen BSD die nötigen Unterstützung. Wenn jetzt einzelne Nüchternwerte mal ein bisschen höher gehen, dann macht das nichts. Sie sollten nur nicht regelmäßig über den 95 liegen. Die Schärfe der BZ-Einstellung wird von guten Ärzten übrigens auch nach der Größe des Kindes festgelegt: wenn es zu groß wird, dann werden die Grenzen strenger gezogen. Wenn dein Kind sich richtig entwickelt oder sogar ein bisschen zu klein ist, dann kannst du dir etwas weniger Gedanken um deinen BZ machen.
Das mit dem LADA vergiss mal für die Zeit der SS einfach wieder. Falls du dann irgendwann viel später mal Diabetes bekommen soltest, dann erinnere dich wieder daran, damit du gleich die richtige Behandlung einfordern kannst. Aber jetzt für die SS macht das keinen Unterschied.
Alles Gute für dich und dein Baby, Rainer
Bearbeitet von User am 13.05.2014 13:35:08. Grund: . -
MissMami
Rang: Gastam 13.05.2014 13:40:57
Danke Rainer!
Du machst mir Mut und hast mich schon mehr beruhigt, als meine Ernährungsberaterin! Da wird leider nur gedroht.
Ist es wirklich so, das LADA erst "ausbrechen" muss um behandelt werden zu können? Vielleicht bricht es auch nie aus? Lässt sich vorsorglich nichts machen?
Mittlerweile habe ich mich mit viele Gestationsdiabetikerinnen unterhalten und alle raten dringlichst von Insulin ab, da es angeblich dem Körper beibringt weniger zu produzieren und das Risiko, das der Diabetes nach der Geburt bleibt viel höher ist. Diese Erfahrung haben zumindest schon Hebammen gemacht. -
Gast
Rang: Gastam 13.05.2014 13:44:33
Hi Mami
Also an Deiner Stelle würde ich die Praxis wechseln , so einen Mist habe ich ja noch nie gehört, erst einen als Lada Patienten darzustellen und dann wieder nicht und dann zu erzählen man solle sich darauf einstellen irgendwann mal einer zu werden und wenn Du jetzt keiner wirst, was machst Du dann. Was ich wieder mal erstaunlich finde ist wie schlecht der ogtt reproduzierbar ist, von über 200 auf unter 160 gefallen, da liegt der variationskoeffizent einfach zu hoch und denke dass bei nicht schwangeren der hba1c die sicherere variante darstellt.
Gruß Michael -
Gast
Rang: Gastam 13.05.2014 14:24:11
Hallo solche BSP sind beim ogtt nicht selten, in unserer schwerpunktpraxis war ein patient der in einer anderen allgemeinmedizinerpraxis mit über 200 gemessen wurde und der NBZ zu hoch. Bei der Vorstellung lag sein NBZ unter 100 und der hba1c Wert bei 5,4. Die Chefin war sehr irritiert und meinte dies könne nicht sein und ordnete einen neuen ogtt an, der absolut in Normbereich bei allen werten lag und ich weiß von Kolleginnen das dies bei Ihnen auch schon häufiger vorkam.
Gruß Heidi (aber nicht von der Alm :) ) -
am 13.05.2014 15:16:01
Gast schrieb:
Mittlerweile habe ich mich mit viele Gestationsdiabetikerinnen unterhalten und alle raten dringlichst von Insulin ab, da es angeblich dem Körper beibringt weniger zu produzieren und das Risiko, das der Diabetes nach der Geburt bleibt viel höher ist. Diese Erfahrung haben zumindest schon Hebammen gemacht.
Hallo Mami,
diese Feststellung würde ich ins Reich der Fabeln verbannen. Man kann tatsächlich beobachten, dass von den Schwangeren, die in der SS Insulin bekommen haben, ein größerer Anteil danach Diabetes entwickelt. Das liegt aber nur daran, dass bei den meisten davon mehr Insulin gefehlt hat und sie deshalb spritzen mussten. Es liegt auf der Hand, dass aus dieser Gruppe dann häufiger Diabetes ausgebrochen ist, als bei denen, die es noch mit der Ernährung hinbekommen haben. Aber die Schlussfolgerung ist falsch, dass der Diabetes dann wegen der Insulingabe in der SS ausgebrochen ist. Lass dir so etwas nicht einreden. Wenn du es nur mit der Ernährung nicht mehr hinbekommst, ohne dich zu doll zu verbiegen, dann lass dir zu deinem Besten und zum Besten für dein Baby Insulin verschreiben.
Den Ausbruch des LADA-Diabetes kann man am besten dadurch verzögern, dass man seinen BZ in gesunden Grenzen führt. Die sind übrigens nicht einmal so streng, wie in der SS, Nüchternwerte unter 100 und Spitzen unter 140 reichen aus. Vermutlich kann man auch mit zeitiger Gabe von Insulin und der dadurch betstehenden Entlastung für die Betazellen der BSD den Ausbruch und die weitere Verschärfung eines LADA weit hinausschieben. Aber darüber würde ich mir an deiner Stelle wirklich erst nach der SS gedanken machen.
LG Rainer
Bearbeitet von User am 13.05.2014 15:22:13. Grund: . -
Gast
Rang: Gastam 13.05.2014 15:47:54
Hi Mami
Lass doch einfach alles nochmal nach der Schwangerschaft bestimmen in aller Ruhe und vielleicht sind dann ja wieder alle Werte im Lot. Siehst ja wie umnteschiedlich ogtt s ausfallen können, also auf die würde ich mich garnicht verlassen, sondern auf den hba1c und ggf. das eigene messen 2 stunden nach dem essen oder 1h.
Gruß Tooomi -
Gast
Rang: Gastam 13.05.2014 16:35:56
mal ne ganz einfache frage, sind denn die ersten bz werte , auch di beim ogtt , mit einem normalen bt gerät bestimmt worden, oder wurde blut aus der vene gezapft, und labormäßig bestimmt.
sind alles diese werte nur mit einem normalen bz gerät gemacht worden, ist das nur ein zeichen für die inkompetenz der ärztin, und ein zeichen für die sinnlosigkeit diagnosen damit zu versuchen.
ich würde auf die kompetenz des diabetologen vertrauen und alles vorher ün den müll schmeißen.
genau wie die aussagen anderer und hebammen über insulin,
ist alles nur müll.