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warum ABSOLUT GENAUE Diabetes Diagnose?

  • Gast

    Rang: Gast
    am 17.05.2014 01:10:31
    hjt_Jürgen schrieb:

    die Frage, ob die Betas dann Diabetiker sind oder zuerst noch eine weitere denen vorgeschaltete Stelle, ist ja immer noch nicht raus.


    Wenn die Betas vermehrt Proinsulin ausspucken sind sie in einem chronischen Überforderungszustand. Welche anderen Kausalzusammenhänge dazu geführt haben ist erst mal völlig egal. Spätestens wenn die Betazellen ihre Disfunktion signalisieren brauchen sie eine Entlastung, um nicht weiter, oder zumindest nur noch verlangsamt über die Klinge zu springen.

    Wer sich für seine Betazellen interessiert kann dann was machen. Wer nicht, lässt es halt bleiben. ;)
    Noch eine Quizzfrage.
    a) Wieviel % der Betazellen sind noch existent, wenn die offiziellen Diagnoseschwellen erreicht werden?

    b) Wieviel % der Betazellen mögen noch vorhanden sein, wenn die Proinsulinspiegel den Referenzbereich des Labors unter sich liegen lassen?

    Und nein. Ich habe da keine Zahlen zu Frage b an der Hand, Bloß die Frage.

    Gruß
    Joa
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    am 17.05.2014 07:40:00
    Moin Joa,

    die Überforderung als Ursache für die Ausgabe von Proinsulin kann ich Dir nicht abkaufen. Denn dann müsste die zunehmende Proinsulin-Ausgabe auch das Werden vom Typ1 begleiten.
    Zu kurz für chronisch? Dann nehmen wir LADA. Das Werden vom LADA kann sich über mehrere Jahre hin ziehen, und auch bei LADA kenne ich einstweilen keinen Hinweis auf auffällig viel Proinsulin.

    Ich gehe davon aus, dass die vermehrte Proinsulin-Ausgabe ein Typ2-Defekt ist, der sich von uns Betroffenen nicht unmittelbar beeinflussen lässt.
    Wir können halt nur dafür sorgen, dass weniger Proinsulin ausgegeben wird, indem wir insgesamt weniger Insulin umsetzen, mit a) weniger KHs und b) bei weiterem Fortschritt gesundem BZ c) WENN Bewegungsmangel und Über-, dann mit mehr Bewegung und weniger Gewicht.

    Ich denke übrigens, dass das Proinsulin die wesentliche Überforderung der Betas macht. Denn um die BZ-Senkung von 1 Teil ordentlich geteilt ausgegebenem Insulin zu erreichen, braucht es 10 Teile Proinsulin. Für den Proinsulin-Anteil muss die Ausgabe also verzehnfacht werden.

    Bisdann, Jürgen
  • Gast

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    am 17.05.2014 08:20:00
    Irgendwie gleitet der Beitrag voll ab uhrsprünglich ging es doch darum dass Jürgen damit sagen wollte dass bei hba1c Werten unter 5,5 oder 5,7 kein Diabetes oder messbar höhere Blutzuckerwerte voüber dem gesunden Bereich vorliegen können, oder? (Ausnahmen)
    Gruß Michael
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    am 17.05.2014 08:35:46
    Moin Michael,

    die Uhr hat hier keinen Sprung ;)

    Auf meine Eingangsfrage hat hier niemand der angesprochenen User geantwortet. Joa hat einen Zipfel vom Thema aufgegriffen, und ich finde ganz in Ordnung, wenn wir da weiter schreiben :)

    Bisdann, Jürgen
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    am 17.05.2014 10:20:47
    Gast schrieb:
    Irgendwie gleitet der Beitrag voll ab uhrsprünglich ging es doch darum dass Jürgen damit sagen wollte dass bei hba1c Werten unter 5,5 oder 5,7 kein Diabetes oder messbar höhere Blutzuckerwerte voüber dem gesunden Bereich vorliegen können, oder? (Ausnahmen)
    Gruß Michael



    Moin.

    Es geht ums Recht haben und behalten, nicht um die Sache.
    Ich hoffe, die Protagonisten haben ihren Glucosestoffwechsel und die entsprechenden Maßnahmen zur Beeiflussung ebenso im Griff, wie die für sie ach so wichtigen Werte.


    The art of medicine consists in amusing the patient while nature cures the disease.
    Voltaire
  • Gast

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    am 17.05.2014 11:38:31
    Hallo Jürgen,
    hjt_Jürgen schrieb:

    Denn dann müsste die zunehmende Proinsulin-Ausgabe auch das Werden vom Typ1 begleiten.


    Ist auch so.
    schrieb:
    Zu kurz für chronisch? Dann nehmen wir LADA. Das Werden vom LADA kann sich über mehrere Jahre hin ziehen, und auch bei LADA kenne ich einstweilen keinen Hinweis auf auffällig viel Proinsulin.


    Bei Typ 1 lässt sich die erhöhte Sekretion von Proinsulin grundsätzlich (kein Doppeldiabetes) nicht über den Referenzbereich bestimmen. Der Blick auf die Insulin-Proinsulin-Ratio zeigt jedoch dem Typ 2 vergleichbare Verhältnisse einer erhöhten Proinsulinsekretion.

    Letztlich gilt fachlich die überwiegende Meinung, dass auch bei Typ 1 die Güte der Stoffwechseleinstellung, somit die Entlastung der Betazellen, deren Lebensdauer verlängert. Bessere Stoffwechseleinstellung = längere Remissionsphase.
    Als ursächlich wird angenommen, dass überlastete Betazellen, sozusagen chronisch entzündete, auch bei Typ 1 dem immunologisch vermittelten Absterben (Apoptose) ausgesetzt sind, das auf den autoimmunen Verlauf aufsattelt.

    Gruß
    Joa
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    am 29.06.2014 02:28:33
    hjt_Jürgen schrieb:
    Einige hier bestehen auf einer möglichst genauen Diagnose, auch wenn so eine Größe wie der HBA1c-Wert noch völlig im grünen Bereich ist.
    Was an Diabetes oder kein Diabetes ist so immens wichtig, dass man sich bei den geringsten Zweifeln 3 Stunden beim Dok für einen OGTT antun soll?


    naja, das liegt eigentlich auf der hand. man sollte schon wissen, woran man ist, um angemessen handeln zu können.
    du hast auch gerne ausgeführt, dass es keinen unterschied mache ob t1 oder t2. man müsse nur richtig behandeln, die richtige therapie beginnen, dann sei der typ egal. das widerspricht sich. diagnose, dann richtige therapie. ob t1 oder t2 macht einen sehr erheblichen unterschied, wie ich finde. gerade bei beginn: der eine stellt ernährung um und macht sport, möglicherweise jahrzehnte oder für immer ohne insulinpflicht. beim anderen fall sind sport und gesunde ernährung (lediglich) eine sinnvolle unterstützung.
    die bestimmung des typs hat insbesondere im anfangsstadium, bzw. sehr früh erkannten diabetes, hohe praxisrelevanz.

    dann zum hba1c: der gesunde hba1c bildet keine toleranzstörung ab. wenn nach dem essen der wert weit über 140 schießt, dann wäre das nach deiner vielzitierten definition eines normalen und damit gesunden blutzuckers nicht normal. der hba1c wäre dann normal, obwohl nach dem essen immer mal wieder ungesunde werte gemessen werden können.

    nun spielen wir mal das szenario durch: hba1c ist normal, nbz auch unter diagnoseschwelle. ogtt zeigt nun aber einen überhöhten wert nach 1h.
    welchen wert hat nun der hba1c, der nbz und der ogtt? die ersten beiden sagen nur, gerade kein manifester diabetes. der letzere sagt: achtung, sofort umsteuern, sonst in naher zukunft volldiabetiker.

    der ogtt hat dir damit die entscheidende information gegeben, um ein gesundes leben zu führen. da lohnen sich die 3 stunden.
  • Gast

    Rang: Gast
    am 29.06.2014 08:30:38
    oh nein, die bekannte von herrn schulz ist wieder aufgetaucht, melde das doch bitte der ddg aber laß uns doch endlich mit deinem wahn gegen den hba1c in ruhe
  • Gast

    Rang: Gast
    am 29.06.2014 08:41:15
    Da kann ich meinem Vorredner nur recht geben. Ich finde es interessant dass sich Privatpersonen immer wieder dass recht nehmen sich über die Meinung von Ärzten und Experten zu stellen so wie es purea immer wieder macht. Der hba1c spiegelt im gesunden Bereich einen gut funktionierenden Blutzuckerverlauf wieder; dies wird weltweit anerkannt. Aber in Einzelfällen, kann dies auch mal falsch liegen, wegen oft zitierten Krankheiten. Aber laut purea muß nun jeder mit einem gesunden hba1c einen ogtt machen, na dann viel Spaß. Bitte purea, bring doch hier nicht immer so ein Bild Zeitungs Niveau rein und irritiere nicht immer die User. Der hba1c wird zum Ausschluß verwendet ob Du es nun willst oder nicht und unter 5,7 wird er auch so angesehen dass die Werte im gesunden Bereich liegen. Schreib doch ansonsten einen Brief an die DDG.
    Gruß Michael
  • Gast

    Rang: Gast
    am 29.06.2014 09:41:39
    Hallo Purea
    Wirklich schön sie hier wieder anzutreffen. Hoffe es geht Ihnen gut. Wir beide wissen natürlich dass der hba1c keinen großen Stellenwert zum Ausschluß eines Diabetes besitzt, aber da werden sie hier auf taube Ohren stoßen, es ist auch mir ein Rätsel warum aber so ist es nunmal.
    Gruß Ihr H.Schulz