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Mein Kampf gegen Diabetes Typ II
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am 20.06.2014 16:35:24
Moin Wolfgang,
kurz zusammengefasst:
Wir haben 2 Regelkreise für den Blutzucker.
1. So was wie der Basiskreis: Die Leber gibt fortlaufend passend Glukose aus ihrem Speicher oderund aus der Produktion aus Eiweiß aus, gesund immer so viel, wie gerade gebraucht wird, um den normalen Nüchtern-BZ zu halten. Und dazu geben die Beta-Zellen der Bauchspeicheldrüse passend zur Glukose, die bei ihnen ankommt Insulin aus, ebenso immer so viel, wie gerade für den Nüchtern-BZ gebraucht wird. Das funktioniert deswegen ein bisschen ungenau, weil immer bis zum letzten Tropfen Blut mit dem höheren Glukose-Spiegel mehr Insulin bestellt wird und das letzte Insulin der Bestellung dann immer schon auf einen Schwall Blut trifft, der seine viele Glukose schon los ist, aber bei den kleinen Unterschieden, um die der Blutzucker hier schwankt, macht das überhaupt nix aus.
Deswegen kannst Du ohne Essen den ganzen Tag lang auf Deinem Crosstrainer rumtoben, ohne zu unterzuckern.
2. Der Regelkreis für's Essen:
Zum Übergang der Glukose aus dem Darm fordern Darmhormone (Inkretine) die passende Menge Insulin bei der Bauchspeicheldrüse an. Die liefert genauso wie der Darm direkt in ein kurzes Venenstück vor der Leber, in die Pfortader.
So treffen sich die Glukose und die einigermaßen passende Menge Insulin in der kurzen Leitung in die Leber und werden in der Leber sofort zum allergrößten Teil verwurstet. Egal wie viel Glukose ein gesunder Mensch gegessen oder getrunken hat, aus der Leber raus kommen maximal 140mg/dl oder 1,4 Gramm pro Liter Blut.
Dieser Futter-Regelkreis ist also auf jede Menge Glukose eingerichtet.
Typ2-defekt funktioniert der 2. Regelkreis mehr oder weniger Mangelhaft. Zur Glukose kommt zu wenig Insulin. Deswegen wird weniger Glukose in der Leber verarbeitet und mehr Glukose aus der Leber raus in den Blutkreislauf gelassen: Der BZ steigt, und zwar mehr oder weniger gewaltig über die gesunden 140 hinaus an z.B. bis 200mg/dl.
Wenn die viele Glukose dann direkt bei den Beta-Zellen ankommt, dann löst die eine Insulin-Ausgabe aus, für die dieser Regelkreis nicht eingerichtet ist. Passend kann der nur bis 140, und da macht es noch nichts aus, wenn er da am Schluss von 140 zu 80-90 noch ein bisschen über's Ziel hinaus liefert. Aber bei so viel zu viel wie z.B. 200 liefert er halt am Schluss, wenn der letzte Tropfen mit 200 durch ist, noch ne Menge Insulin für 200 weiter.
Und die ziehen dann weiter runter, als nur bis zum normalen Nüchternzucker, und besonders tief, wenn Du die Wirkung dieses zu vielen Insulins noch mit körperlichem Einsatz verstärkst. Bis an die 30mg/dl hab ich schon mal recht zuverlässig angegeben gelesen.
Solchen Unterzuckerungen kannst Du ganz einfach vorbeugen, indem Du dir nur so viel einverleibst, dass Dein BZ in der Spitze unter 140 bleibt :)
Bisdann, Jürgen2 Benutzer dankten für diesen Nützlichen Beitrag. -
am 20.06.2014 17:45:08
Moin Jürgen,
woooww!
dein wissen möchte ich gerne haben, aber halb so schlimm du erklärst das ja immer ausfühlich.
Merci!
lg ingo -
am 21.06.2014 07:31:21
Herzlichen Dank Jürgen!
Jetzt ist mir das Ganze schon ein wenig verständlicher. Allerdings habe ich bei mir selbst noch nie Werte über 140 gemessen, auch nicht 1 Std nach einer üppigen Mahlzeit samt 6 Bierchen dazu.
LG Wolfgang -
Gast
Rang: Gast -
Gast
Rang: Gastam 21.06.2014 08:53:28
Hi Wolfgang
Dein letzter hba1c lag doch bei 5,8, da siehst Du wohl selbst das bei Deinem Blutzuckerkreislauf was nicht stimmt; die Grenze der DDG liegt bei unter 5,7 für gesunde, warum hast du nur so eine wahnsinnige Angst vor Diabetes, erzähl das mal einem der eine wirklich schlimme Krankheit hat die er nicht selbst beeinflußen kann.
Gruß Martheo -
am 21.06.2014 09:52:56
Hallo Martheo,
lies dir die Leitlinien der DDG bitte noch mal etwas genauer durch. Darin wird gesagt, dass ein HbA1c zwischen 5,7 und 6,4 nicht aussagefähig genug ist. Deshalb müssen in diesem Bereich weitere Untersuchungen vorgenommen werden, um Diabetes diagnostizieren oder ausschließen zu können.
Die undifferenzierte Betrachtungsweise, bis 5,6 ist es gut, ab 6,5 Diabetes und dazwischen ist es Prädiabetes, ist nicht richtig. Bei einem HbA1c zwischen 5,7 und 6,4 ist alles möglich.
Beste Grüße, Rainer -
Gast
Rang: Gastam 21.06.2014 09:53:40
hba1c unter 5,7 gesund
zwischen 5,7 - 6,5 Prädiabetes (Kontrolle durch Glukosewerte)
über 6,5 Diabetes -
Gast
Rang: Gastam 21.06.2014 10:19:56
Hallo Martheo,
lies dir die Leitlinien der DDG bitte noch mal etwas genauer durch. Darin wird gesagt, dass ein HbA1c zwischen 5,7 und 6,4 nicht aussagefähig genug ist. Deshalb müssen in diesem Bereich weitere Untersuchungen vorgenommen werden, um Diabetes diagnostizieren oder ausschließen zu können.
Die undifferenzierte Betrachtungsweise, bis 5,6 ist es gut, ab 6,5 Diabetes und dazwischen ist es Prädiabetes, ist nicht richtig. Bei einem HbA1c zwischen 5,7 und 6,4 ist alles möglich.
Beste Grüße, Rainer
Hallo Rainer
Dort steht aber nunmal geschrieben das unter 5,7 alles gut ist, sorry dann interpretier ich die Leitlinie wohl falsch, wie siehst du das denn sonst?
Gruß Martheo -
am 21.06.2014 11:06:53
Martheo, du hast aber geschrieben, dass ab 5,7 alles schlecht ist. So steht es dort auf keinen Fall.
Dort steht, dass man zwischen 5,7 und 6,4 anhand des HbA1c keinen Entscheidung über gut oder schlecht treffen kann. Dazu müssen weitere Untersuchungen her, am besten natürlich ein oGTT. -
Gast
Rang: Gastam 21.06.2014 12:20:48
Sorry Rainer aber für mich ist bei hba1c unter 5,7 ein Diabetes ausgeschlossen
Gruß Martheo