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gestörte glukose intolenanz

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    Mitglied seit: 20.02.2011
    am 06.07.2014 15:49:09
    hier hast Du eine seit vielen Jahren weltweit bewährte Anleitung wenigstens erst einmal für’s Rausfinden, wie gesund Du Deinen BZ noch ohne Medis schaffst. Also einfach mal 6-8 Wochen durch und dann eine erste Bilanz ziehen :)
  • Gast

    Rang: Gast
    am 06.07.2014 16:07:57
    würde dann auch der nüchternblutzucker runter gehen?
  • Gast

    Rang: Gast
    am 06.07.2014 16:12:21
    Hallo Jürgen
    Kann man eigentlich bei der Diagnostik des Diabetes den hba1c so mit dem NBZ vergleichen das man sagen kann bei hba1c 5,0 ist der NBZ x zu erwarten, oder halt bei 5,5 der NBZ x?
    Gruß Michael
  • Gast

    Rang: Gast
    am 06.07.2014 16:58:34
    Hi Michael
    Ja so ähnlich, deswegen ist er ja in die Diagnostik aufgenommen worden, wobei der hba1c mittlerweile als genauer gilt als der NBZ
    Gruß
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    Rang: Erweitertes Mitglied
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    Mitglied seit: 20.02.2011
    am 06.07.2014 17:01:07
    Meistens bildet der Blutzucker zunächst nach den Mahlzeiten immer höhere und breitere Hügel, die auf immer höherem Niveau zusammenwachsen und in der Folge irgendwann auch den Nüchternzucker mitnehmen. Rückwärts kann häufig die umgekehrte Reihenfolge beobachtet werden.
    Allerdings offenbar keine direkt berechenbaren kausalen Zusammenhänge.

    Ebenso gibt es zwischen Nüchternwert und HBA1c keinen direkten Zusammenhang. Höhere Nüchtern- und HBA1c-Werte scheinen parallel zu verlaufen, aber unter HBA1c 7,5 und sinkend überwiegen zunehmend die Nachessens-Verläufe mit ihrem “Einfluss” auf den HBA1c.
  • Gast

    Rang: Gast
    am 06.07.2014 17:24:10
    Dann ist es doch so zu verstehen, dass der Nüchternblutzucker keinen Einfluß auf den hba1c hat, weswegen ist dieser dann in die Diagnostik mitaufgenommen worden wenn der hba1c und der Nüchternblutzucker keinen Zusammenhang haben. Also hätte es ja doch sein können dass dieses Beispiel nüchtern 130 und hba1c 5,2 bei einem undiagnostizierten hätte stimmen können , oder liege ich falsch Jürgen?
    Gruß Michael
  • Gast

    Rang: Gast
    am 06.07.2014 17:42:49
    Hi Michael
    Der Nüchternblutzucker hat auf den hba1c den Einfluß wie jeder postprandiale Wert auch. Wie Jürgen oben schon geschrieben hat, gehen bei einem beginnenden Diabetes zunächst der Blutzucker nach dem essen in ungesunde Höhen, welche sich dann schon im hba1c wiederspiegeln. Erst später geht dann auch der Nüchternblutzucker hoch wobei dies aber dann auch schon im hba1c sichtbar ist. Sollte nun wirklich jemand einen Blutzucker nüchtern von über 130 haben, so werden auch die postprandialen Werte zu hoch sein und so im hba1c angezeigt werden. Daher würde jeder mit nüchtern über 130 unbehandelt niemal einen hba1c von 5,2 haben oder auch nicht unter 6,5
    Der hba1c ist daher dazu genommen worden, da er früher Veränderungen der postprandialen Werte anzeigt als der Nüchternblutzucker der noch im verträglichen Bereich liegen kann wenn der hba1c schon erhöht ist. Habe ich dies so richtig wiedergegeben Jürgen?
    Gruß Maren
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    Mitglied seit: 20.02.2011
    am 06.07.2014 18:39:28
    In der Medizin wird vieles aus der geschichtlichen Entwicklung und Tradition verständlich. Zuerst wurde in der Medizin ganz generell das morgendliche Nüchternblut untersucht, denn es ist ja noch frei von den vielen möglichen verschiedenen Einflüssen des Tages. Jede Diagnose, die im Verlaufe der Geschichte dazu gekommen ist, wurde praktisch auf den entsprechenden Nüchternwert ausgerichtet, also darauf, dass man dann aus dem Nüchternwert auf die Wahrscheinlichkeit bzw. den Entwicklungsstand einer entsprechenden Krankheit schließen konnte. Und eine der jüngsten Krankheiten, die man so auf den morgendlichen Nüchternwert zurecht gebogen hat, ist der Diabetes mellitus. Dann kam in den 70ger bis 80ger Jahren des vorigen Jahrhunderts erst der HBA1-Wert dazu und stattdessen schließlich immer mehr der HBA1c-Wert und bei dem die 7 als wahrscheinlich diabetisch.

    Sowohl der Nüchtern-Wert bei 125mg/dl und weniger, wie auch der HBA1c-Wert unter 7 zeigten mit der Überprüfung beim Zuckerwassertest OGTT, dass ein guter Prozentsatz an Diabetikern nicht erkannt wurde. Das war lange Zeit der ganz normale Zustand.
    Bis schließlich vor 2 oder 3 Jahren(?) die praktische Einsicht endlich Raum gegriffen hat. Denn immer mehr Betroffenen ist es immer unmöglicher, morgens nüchtern beim Dok zum Bluttest anzutreten, und immer mehr Betroffenen ist es noch unmöglicher morgens nüchtern beim Dok zum OGTT anzutreten. Und so hat man sich im Zuge der weltweiten Vereinheitlichung der HBA1c-Bestimmung schließlich international auf den niedrigeren HBA1c-Wert von 6,5% als ersten Grenzwert für die Diagnose Diabetes geeinigt.

    Freilich hätte man sich aus rein sachlichen Gründen im Interesse einer wirksameren früheren und insgesamt gesünderen Behandlung von Typ2 zumindest eben für den Typ2 auf eher 6 einigen sollen. Aber da war halt dann doch die Tradition vor.
  • Gast

    Rang: Gast
    am 06.07.2014 19:26:23


    Hi Jürgen
    Also stimmt es so wie Michael es geschrieben hat nicht?
    Gruß
  • Gast

    Rang: Gast
    am 06.07.2014 20:53:43
    Also ist der hba1c von 6,5 niedriger angesetzt als der NBZ von 126 bzw. der ogtt von 200, sprich damit erkennt man früher einen diabetiker?
    Gruß Michael