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selfish brain Theorie von Prof.Achim Peters
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am 05.08.2014 10:20:57
wildflower schrieb:
Hallo, Rainer,
wenn ich Werte von 250 aufwärts habe, versiegt bei mir jeglicher Hunger. Ich bekomme dann erst wieder Hunger bei Werten unter 200.
Ja, ich mache ICT, spritze so ca.90IE pro Tag. Dazu Metformin.
Von daher wäre es ideal , ich könnte meine Werte so um die 250 halten. Aber mein Diabetologe ist da natürlich anderer Meinung....
Mich würde das mal interessieren, was passiert, wenn ich gar nicht mehr spritze. Klar, ich hätte horrende Werte. Aber ich würde auch ziemlich schnell meine 20kg Übergewicht loswerden. Und wenn ich dann mein Normalgewicht hätte, bräuchte ich vielleicht kein Insulin mehr und könnte meinen Diabetes mit Sport und wenig Kohlehydraten in Zaum halten.
Deswegen interessiert mich dieses Thema ja so sehr.
250 als Basis oder als Spitzenwerte nach den Mahlzeiten?
Dass du mit 20 Kilo weniger vom Insulin wegkommst, halte ich nur für möglich, wenn dein Diabetes erst wenige Jahre besteht. Ansonsten ist dein Ziel: wenig KH, viel Sport und dann ergänzend die noch erforderlchen Medikamente vollkommen richtig. Den Weg den du dorthin gehen willst, halte ich aber für sehr riskant. So viel Vertrauen hätte ich nicht in diei Thesen von einem Prof. Peters. Zumal es dahin auch andere gut funktionierende und nicht so risikoreiche Wege gibt.
Kurz meine Meinung zu Peter und selfish brain:
Er hält die Energieversorgung des Gehirns mit Ketonkörpern für einen Ausnahmefall und das halte ich für falsch. Seine Theorie passt ziemlich genau, wenn man davon ausgeht, dass das Gehirn sich im Normalfall nur mit Glukose versorgen kann. Dass das nicht so ist und welche Vorteile es hat, wenn das Gehirn bei Bedarf einfach auf Versorgung mit den leicht und schnell verfügbaren Ketonkörpern umschalten kann, das kannst du dir bei Peter Mersch z. B. in diesem Buch sehr gut durchlesen. Vielleicht schärfen diese Informationen deinen Blick auf die Thesen von selfish brain.
LG Rainer
Bearbeitet von User am 05.08.2014 10:25:26. Grund: . -
am 05.08.2014 10:31:10
Hallo Bettina,
das ist ja fast schon wieder ein neues Thema.
Ich war vor ca. 2 Jahren zu einer Diabetesschulung in einer Klinik. In der Gruppe war u.a. auch eine 80jährige Dame, schlank, mit leicht erhöhten Werten, die sollte nun auf Insulin umgestellt werden. Unglaublich. Sie hatte von dem ganzen 0 Ahnung -woher auch. Hat das mit den Werten, dem Spritzen, dem Berechnen kaum verstanden. Nach der 1 Woche sollte sie nun zu hause damit klarkommen. Ich wette, sie hat inzwischen einige Unterzuckerungen hinter sich, wenn sie es denn überhaupt überlebt hat.
Dazu sollte sie auch noch ihre Ernährung umstellen, mit 80!!
Ich wünsche mir das auch, dass die Diabetiker aufwachen, wachgerüttelt werden, was hier läuft.
Ein gutes, wichtiges Buch kam gerade raus, von Dr. Gunter Frank: " Gebrauchsanweisung für ihren Arzt".
Es geht darum die Therapien, Tabletten u.ä. zu hinterfragen, eine Anleitung wie man auf Augenhöhe mit seinem Arzt diskutieren kann. Nicht nur ehrfürchtig alles schlucken was Leitlinien und Ärzte vorgeben, ohne dass es aussagekräftige Studien dazu gibt.
Ich denke der Ansatz, dass die Patienten anfangen aufzustehen und das nicht mehr mitmachen, ist der einzig richtige und erfolgversprechende.Aber es ist nicht leicht und erfordert Mut.
Aber dieses Buch begleitet die Patienten auf diesem Weg. Es ist machbar.Und ich hoffe dass allmählich ein Umdenken stattfindet.
LG, wildflower -
Gast
Rang: Gastam 05.08.2014 10:32:16
wildflower schrieb:
Hallo, Rainer,
wenn ich Werte von 250 aufwärts habe, versiegt bei mir jeglicher Hunger. Ich bekomme dann erst wieder Hunger bei Werten unter 200.
Ja, ich mache ICT, spritze so ca.90IE pro Tag. Dazu Metformin.
Von daher wäre es ideal , ich könnte meine Werte so um die 250 halten. Aber mein Diabetologe ist da natürlich anderer Meinung....
Mich würde das mal interessieren, was passiert, wenn ich gar nicht mehr spritze. Klar, ich hätte horrende Werte. Aber ich würde auch ziemlich schnell meine 20kg Übergewicht loswerden. Und wenn ich dann mein Normalgewicht hätte, bräuchte ich vielleicht kein Insulin mehr und könnte meinen Diabetes mit Sport und wenig Kohlehydraten in Zaum halten.
Deswegen interessiert mich dieses Thema ja so sehr.
Abnehmen mit Keto....
Wenn Du die Kilos gegen kaputte Nieren, schmerzende Beine, schwarze Zehen und Retinophatie tauschen möchtest - keine gute Idee.
Auch Dein Arzt sieht das wohl so....
Mein Tipp wäre: Gewöhne Deinen Körper an den vom Arzt vorgegebenen Blutzucker-Zielbereich, reduziere Kohlenhydrate, knabber Gemüse und mach Sportarten, die Dir gut gefallen.
Nordic-Walking ist besser als Dauerlauf, Radfahren ist besser als Rugby. -
Gast
Rang: Gastam 05.08.2014 10:37:33
wildflower schrieb:
Hallo Bettina,
In der Gruppe war u.a. auch eine 80jährige Dame, schlank, mit leicht erhöhten Werten, die sollte nun auf Insulin umgestellt werden. Unglaublich. Sie hatte von dem ganzen 0 Ahnung -woher auch. Hat das mit den Werten, dem Spritzen, dem Berechnen kaum verstanden. Nach der 1 Woche sollte sie nun zu hause damit klarkommen. I
ch wette, sie hat inzwischen einige Unterzuckerungen hinter sich,
wenn sie es denn überhaupt überlebt hat.
Die Dame mit ihren 80 Jahren wird wohl nicht zum Spaß auf Insulin eingestellt.
Und dazu: Wer geistig nicht mehr in der Lage ist, eine CT oder gar ICT zu verstehen und umzusetzen, der wird wohl nicht allein und nur zum "Wohle der bösen Pharma-Mafia" mit einem Pen ausgerüstet. -
Gast
Rang: Gastam 05.08.2014 10:40:53
danke endlich mal wieder ein nützlicher beitrag.
wer mit über 200 rumläuft und sich über das abnehmen freut, hat völlig vergessen, welch anteil der glucose (da über der nierenschwelle), über den urin ins wc abgeleitet wird. und das nennt ihr gesund ? -
Gast
Rang: Gastam 05.08.2014 10:48:30
wildflower schrieb:
Es geht darum die Therapien, Tabletten u.ä. zu hinterfragen, eine Anleitung wie man auf Augenhöhe mit seinem Arzt diskutieren kann. Nicht nur ehrfürchtig alles schlucken was Leitlinien und Ärzte vorgeben, ohne dass es aussagekräftige Studien dazu gibt.
Ich denke der Ansatz, dass die Patienten anfangen aufzustehen und das nicht mehr mitmachen, ist der einzig richtige und erfolgversprechende.Aber es ist nicht leicht und erfordert Mut.
Ein wunderschöner Beitrag.
Gerade Diabetes in all seine Formen und Schattierungen erfordert das MITDENKEN und VERSTEHEN dessen, was der Arzt sagt.
Da erlebt man die tollsten Dinger: Pro Stück Kuchen 1 Tablette Metformin, Zimt mit dem großen Löffel hilft und der Fernheiler macht auch einen Super Zucker.
Würde man sich nur EINMAL vernünftig mit dem Arzt unterhalten und das Angebot der DiaBeraterinnen öfters mal in Anspruch nehmen.... aber NÖÖÖÖÖÖ, der Arzt macht ja was er will.... -
am 05.08.2014 10:50:22
Dankeschön, dass ihr euch Gedanken um meine Gesundheit macht. Ist aber gar nicht nötig.
Kann mir einer eine Studie nennen, die besagt, dass man mit Zuckerwerten um 250 länger lebt als mit Werten um 150? Aber nur IA Studien.
Das würde mich sehr interessieren.
Nochmal zu dieser Dame:
Ich bin der Meinung man hätte ihr die letzten Jahre die sie noch hat, diesen Stress ersparen sollen. Okay vielleicht hätte sie dann mit 100 Jahren ein paar Spätschäden gehabt, vielleicht aber auch nicht . Wahrscheinlich wäre sie aber schon gestorben bevor sie 100 wird, und deswegen finde ich das einen Wahnsinn.
Wir haben damals auch dort vor den Augen der Diätberater und Diabetes- Schwestern Mittagessen müssen. Die Dame nahm sich viel Gemüse und eine Scheibe Fleisch und einen kleinen Löffel Kartoffelmus (dieser Pulverbrei-örgs)
Sie musste dann vom Fleisch und Gemüse was zurücktun um mehr von der Pampe zu essen, weil sie ja nun gespritzt hatte....Sie hat das überhaupt nicht verstanden. -
am 05.08.2014 11:00:13
wildflower schrieb:
Hallo, Rainer,
wenn ich Werte von 250 aufwärts habe, versiegt bei mir jeglicher Hunger. Ich bekomme dann erst wieder Hunger bei Werten unter 200.
Ja, ich mache ICT, spritze so ca.90IE pro Tag. Dazu Metformin.
Von daher wäre es ideal , ich könnte meine Werte so um die 250 halten. Aber mein Diabetologe ist da natürlich anderer Meinung....
Mich würde das mal interessieren, was passiert, wenn ich gar nicht mehr spritze. Klar, ich hätte horrende Werte. Aber ich würde auch ziemlich schnell meine 20kg Übergewicht loswerden. Und wenn ich dann mein Normalgewicht hätte, bräuchte ich vielleicht kein Insulin mehr und könnte meinen Diabetes mit Sport und wenig Kohlehydraten in Zaum halten.
Deswegen interessiert mich dieses Thema ja so sehr.
Moin Wildflower,
mit BZs um 200 und mehr konnte ich ohne Ende essen und war den ganzen Tag hundemüde. Nach ner halben Stunde Autofahrt musste ich fürn Nicherchen anhalten, weil mir sonst unkontrolliert die Augen zufallen wollten. Hab ich mit HBA1c bis um 15 und stetig zunehmendem Gewicht einige Jahre genossen.
Deutlich weniger schläfrig wurde ich erst mit dem BZ zuverlässig unter 200, dann als INSULINER mit ICT und um die 140 Einheiten gesamt pro Tag bei so um 12BEs und HBA1c 7-8. Mit der weiteren Absenkung meines BZ auf HBA1c max 5,5 bin ich dann für 6-8 BEs mit insgesamt so um 80 Einheiten Insulin ausgekommen.
Diese Absenkung war nicht ganz einfach, und in eine meiner schweren Episoden damit fielen damals die ersten Nachrichten vom “Selfish Brain”. Hab alles davon verschlungen, was ich irgend kriegen konnte. Denn damit wär ich ja bei Funktionieren meine Einstellschwierigkeiten einfach los gewesen. Hab also meinem BZ für so um 3 Monate wieder freien Lauf gelassen. Und war sofort wieder in meinem trägen und schläfrigen Modus und konnte den Gürtel mit jedem Tag enger werden fühlen. Hatte dabei übrigens auch einen recht munteren Flüssigkeits-Umsatz.
War dann mit dem Zurückshalten zu max 140-120-100mg/dl 1-2-3 Stunden nach dem Essen und HBA1c bis max 5,5 wieder Job-mäßig voll belastbar und brauchte nachts nicht mehr zur Toilette. Und vor nem Jahr hab ich dann als bisher letzten Selbstversuch die VLCD-Alternative zur bariatrischen OP gemacht. Mit schlagartig deutlich verringertem Insulin-Bedarf, deutlich erhöhter Vitalität und auch körperlicher Leistungsfähigkeit und inzwischen 25kg leichter. Und mit dem Gewichthalten brauche ich aktuell noch etwa 20-30 IEs Insulin insgesamt.
Damit hast Du eine Skizze meiner Erfahrungen und wirst verstehen, dass ich manches bei Professor Peters nicht nachvollziehen kann.
Auf der anderen Seite kann ich nun sehr gut verstehen, dass Du Deine Erfahrungen in seiner Theorie voll bestätigt findest. Und an Deiner Stelle wäre ich auch versucht, so einen Insulin-Auslassversuch zu machen und zu schauen, wie viel ich damit z.B. in nem halben Jahr abnehmen und meine Situation insgesamt verbessern könnte.
Auch wenn ich hier als Hardliner für den gesunden BZ verrufen bin, sehe ich keinen gewichtigen Grund, warum ich’s an Deiner Stelle nicht versuchen würde. Kann mir nicht vorstellen, dass ein halbes Jahr mit höherem BZ schon schwarze Füße und kaputte Nieren macht.
Daumendrück, Jürgen -
Gast
Rang: Gastam 05.08.2014 11:02:10
wildflower schrieb:
Dankeschön, dass ihr euch Gedanken um meine Gesundheit macht. Ist aber gar nicht nötig.
Kann mir einer eine Studie nennen, die besagt, dass man mit Zuckerwerten um 250 länger lebt als mit Werten um 150? Aber nur IA Studien.
Das würde mich sehr interessieren.
DU kannst mit Deinem Körper ja gerne machen, was Du willst.
Was aber gar nicht geht: Anderen mit Deinen Beiträgen den Floh in's Ohr zu setzen, mittels einer Keto die angefutterten Kilos wieder loszuwerden.
Es ist erschreckend: Werte über der Nierenschwelle SIND schädlich und erhöhen das Risiko für Folgeschäden enorm.
Mach doch einfach mal einen Rundgang in den Diabetes-Zentren.
Aber is klar, die Ärzte sind ja alle Mafia-Mitglieder und wollen DIr ja nur das Insulin aufschwatzen.
Mal ehrlich: Du nimmst uns doch hier auf den Arm, oder? -
Gast
Rang: Gastam 05.08.2014 11:09:16
meinst du nicht daß deine forderung nach studien mit erhöhtem bz etwas abseits sind ? oder weißt du nicht daß solche studien die absichtlich die menschen schädigen überhaupt nicht genehmigt werden?
und zwar weil man seit es aufzeichnungen über folgeerkrankungen gibt
(und das ist sehr lange schon) über die folgen von zu hohem bz bescheid weiß, anscheinend ist es noch nicht bis zu dir durchgedrungen, daß nur in deutschland pro jahr 6-7000 erblindungen, 30 000 amputationen,
der größte teil der dialysepatienten, auf zu hohen blutzucker zurück zuführen sind.
und bitte schließe nicht daraus daß andere ihre folgen nicht verarbeitet haben, doch das haben sie und genau deshalb damit andere dieses nicht erleben müssen , wird hier gewarnt.
und mit der schulung hat bei dir auch nicht alles funktioniert, sonst wüßtest du daß von deinen 90ie/d mindestens 45 wegen des überhöhten bz verballert werden(ohne nutzen) -
Gast
Rang: Gastam 05.08.2014 11:09:36
Gast schrieb:
Mal ehrlich: Du nimmst uns doch hier auf den Arm, oder?
Gibt es denn überhaupt einen Grund, diese Forum und die darin schrebenden User ernst zu nehmen? Eigentlich doch nicht. -
Gast
Rang: Gastam 05.08.2014 11:31:18
Gast schrieb:
.....
und mit der schulung hat bei dir auch nicht alles funktioniert, sonst wüßtest du daß von deinen 90ie/d mindestens 45 wegen des überhöhten bz verballert werden(ohne nutzen)
So ein leckeres auf und ab, zwischendurch mal ne Abspeck-Keto...
Die Up- und Down-Regulation ist nicht gerade Inhalt einer Schulung, doch wer mit seinem Gesundheits-Zustand unzufrieden ist, sollte vielleicht auch mal näher die Wirkungsweise des Insulins und deren Folgen bei falscher Anwendung anschauen.
http://flexikon.doccheck.com/de/Downregulation
http://www.chrostek.de/neues-aus-althausen/up-und-down-teil-1.html
Damit sollte Wildblume besser geholfen sein als mit Dauerhoch-BZ. -
am 05.08.2014 11:55:18
Hallo...danke für Deinen Kommentar,
genau darum geht es mir im Allgemeinen und speziell bei Diabetikern:
nicht nur den Göttern in Weiß zu glauben, sondern auch zu hinterfragen, sich auf Augenhöhe unterhalten: der zuhörende Mediziner mit seinem Wissen und der ernstgenommene Patient.
Fakt ist, dass Diabetes Typ II eine Zivilisationskrankheit ist und in ERSTER Linie etwas mit der heutigen Ernährungsweise/ den veränderten Lebensmitteln zu tun hat. In "Weizenwampe" wird sehr gut dargestellt, wie sich der heutige Weizen entwickelt hat, was er heute ist und welche Auswirkungen das auf unsere Gesundheit hat.
Der menschliche Körper sollte auch als ein Ganzes verstanden werden, nicht jedes Teil separat. So spielt auch der Leberfettwert eine Rolle bei Diabetes. Leider ist ein Blutbild nicht immer Aussagekräftig.
Das mußte ich am eigenen Leib erfahren. Während ich laut Blutbild gesünder nicht sein kann, hat z. B. die Dunkelfeldmikroskopie des Blutes mehr gezeigt.
Lest Euch bitte oben genanntes Buch , sowie "Menschenstopfleber" einfach mal durch und betrachtet die Thematik von dieser Seite, dann möchte ich Eure Meinung dazu hören.
Eure Werte hin und her, da kann und muß ich nicht mitreden. Ich weiß wie schlimm die Schwankungen des Blutzuckers sein können.
Hoch betagte Menschen kann man vielleicht nicht ändern in den Gewohnheiten, aber wenn jüngere Menschen alles hin nehmen und sich keine konstruktiven Gedanken machen ist es ....naja, schade.
Ich finde es schlimm, wenn auf Grund extremen Übergewicht (und Schmerzen beim Gehen) zwar nach wie vor relativ alles gegessen werden kann, der Blutzucker einigermaßen im Zaum gehalten werden kann, aber jegliche Lebensqualität dahin ist. Das allein wäre doch ein Grund etwas zu verändern und ggf. auf KH zu verzichten.
Nun seid Ihr wieder dran, aber bitte mit Niveau. Ich hoffe auch, Euch nicht zu nahe getreten zu sein, das lag jedenfalls nicht in meiner Absicht.
Also bis dann....
Tina53
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am 05.08.2014 11:58:52
Gast schrieb:
So ein leckeres auf und ab, zwischendurch mal ne Abspeck-Keto...
jibbet bei Typ2 erst nach Abklingen der eigenen Insulin-Produktion weit jenseits von nem Spritzbedarf von 200 Einheiten und bei BZs eher über Hi. -
Gast
Rang: Gastam 05.08.2014 12:06:28
Tina53 schrieb:
Fakt ist, dass Diabetes Typ II eine Zivilisationskrankheit ist und in ERSTER Linie etwas mit der heutigen Ernährungsweise/ den veränderten Lebensmitteln zu tun hat.
Ganz so ist die Sache mit dem Typ II ja nun auch nicht.
Bewegungsmangel und/oder Übergewicht erhöhen das Risiko an Typ 2 zu erkranken.
Da spielen die Gene die größere Rolle!
Ich persönlich kenne mehr schlanke und aktive Typ 2er als den "typischen Zivilisationskranken". -
am 05.08.2014 12:35:51
....wie erwähnt: in ERSTER Linie, bei zu wenig Bewegung und der Erblast und dann die falschen Nahrungsmittel....
wenn man meint, die Krankheiten sind nur Schicksal oder eine Alterserscheinung, dann liegen wir falsch!!!
Unsere Gesundheit liegt in unserer Hand!
Natürlich gibt es immer Ausnahmen, wie Du schreibst, schlank, aktiv....trotzdem ist und bleibt Diabetes, Herz-Kreislauf....ein Resultat der Ernährung, dies bestätigen auch die Wissenschaftler.
Habt Ihr vielleicht von dem Buch G. Schatalowa "Wir fressen uns zu Tode?" und "Heilkräftige Ernährung"gehört?
Diese Ärztin und Wissenschaftlerin schildert von ihren praktischen Erfahrungen bei der Heilung ihrer Patienten und beweist, das es in den meisten Fällen ohne Medikamente möglich ist.
Ich möchte Euch Anregungen geben, sich mit weiterer Literatur zu beschäftigen, es selbst auszuprobieren und auszutauschen. Ich würde mich freuen, wenn Ihr dazu bereit wäret. -
am 05.08.2014 12:50:38
...bei Typ I keine Frage, genetisch programmiert, bei Typ II siehts ja wohl anders aus.
...Schulmedizin und Pharmaindustrie haben es nicht nötig, von betroffenen Diabetikern in Schutz genommen bzw. verteidigt zu werden,
...wie bereits andere Teilnehmer bemerkten, scheint es hier doch recht schlicht zu zugehen,
...mir ging es hier darum, Menschen zu treffen, denen an einer alternativen Möglichkeit liegt den Blutzuckerspiegel in Griff zu kriegen - Mut zur Veränderung!
... -
Gast
Rang: Gastam 05.08.2014 12:56:27
Tina53 schrieb:
....wie erwähnt: in ERSTER Linie, bei zu wenig Bewegung und der Erblast und dann die falschen Nahrungsmittel....
wenn man meint, die Krankheiten sind nur Schicksal oder eine Alterserscheinung, dann liegen wir falsch!!!
Unsere Gesundheit liegt in unserer Hand!
Natürlich gibt es immer Ausnahmen, wie Du schreibst, schlank, aktiv....trotzdem ist und bleibt Diabetes, Herz-Kreislauf....ein Resultat der Ernährung, dies bestätigen auch die Wissenschaftler.
Habt Ihr vielleicht von dem Buch G. Schatalowa "Wir fressen uns zu Tode?" und "Heilkräftige Ernährung"gehört?
Diese Ärztin und Wissenschaftlerin schildert von ihren praktischen Erfahrungen bei der Heilung ihrer Patienten und beweist, das es in den meisten Fällen ohne Medikamente möglich ist.
Ich möchte Euch Anregungen geben, sich mit weiterer Literatur zu beschäftigen, es selbst auszuprobieren und auszutauschen. Ich würde mich freuen, wenn Ihr dazu bereit wäret.
Hab grad mal Unterlagen zu einem Kurs durchgelesen...
Die Frau hatte ja gar nicht so unrecht.
Blöderweise stürzen sich gleich mal wieder die Esoteriker auf solche Ansätze.
Und weenn ich schon sowas lese:
"Artgerechte Ernährung – leichte, naturgemäß vorbereitete Kost, die den Körper ernährt, ohne ihn dabei zu belasten."
Rein natürlich und biologisch vorgesehen haut sich der Mensch das rein, was erreichbar ist und schmeckt. Und in schlechten Zeiten schmeckt vieles... -
Gast
Rang: Gastam 05.08.2014 13:04:25
Tina53 schrieb:
...bei Typ I keine Frage, genetisch programmiert, bei Typ II siehts ja wohl anders aus.
...Schulmedizin und Pharmaindustrie haben es nicht nötig, von betroffenen Diabetikern in Schutz genommen bzw. verteidigt zu werden,
...wie bereits andere Teilnehmer bemerkten, scheint es hier doch recht schlicht zu zugehen,
...mir ging es hier darum, Menschen zu treffen, denen an einer alternativen Möglichkeit liegt den Blutzuckerspiegel in Griff zu kriegen - Mut zur Veränderung!
...
"Warum erkrankt man an Typ-2-Diabetes?
Die Veranlagung zu Diabetes Typ 2 ist erblich. Wenn nahe Verwandte (vor allem Eltern, Geschwister) Typ-2-Diabetiker sind, beträgt die Wahrscheinlichkeit, im Laufe des Lebens ebenfalls zu erkranken, bis zu 60 Prozent.
Gefördert wird das Entstehen eines Typ-2-Diabetes durch Übergewicht und Bewegungsmangel. Beides leistet einer Insulinresistenz Vorschub, die eine der wichtigsten Ursachen für Typ-2-Diabetes ist."
Diese böse Schulmedizin ist aber auch sowas von...
Typ 1 ist mehr sowas wie Lotto – Dazu braucht's die genetische Veranlagung und dazu noch den Trigger um den autoimmunologischen Prozess auszulösen.
Aber das ist ja Schulmedizin. Völlig irrelevant. -
Gast
Rang: Gastam 05.08.2014 13:06:02
die "wissenschaftler" sind sich ja noch nicht mal darüber einig was denn überhaupt gesunde ernährung ist. alle anderen noch weniger.
das ist das feld der alternativen und denen kann man glauben oder nicht.
mm sicherer für die eigene gesundheit ist, besser nicht glauben. -
Gast
Rang: Gastam 05.08.2014 13:19:15
Tina53 schrieb:
.
...mir ging es hier darum, Menschen zu treffen, denen an einer alternativen Möglichkeit liegt den Blutzuckerspiegel in Griff zu kriegen - Mut zur Veränderung!
...
Die "Alternativen" sind doch bekannt.
Diät, Bewegung - all das haben schon die alten Griechen als Therapie angewendet.
Und dennoch gab es immer wieder Patienten, die trotzdem draufgegangen sind - und das waren nicht nur T1er.
Mut zur Veränderung sollten wir alle haben – und das geht nur mit Schulmedizin UND gesunder Lebensweise zusammen.
Warum Schulmedizin?
So verknöchert ist das ganze nämlich nicht.
Früher war eine Blinddarmentzündung tödlich, heute dauert das maximal 3 Tage.
Ein vereiterter Zahn war mal ein Todesurteil - heute ist die Behandlung ein wenig unangenehm.
Und bei all dem Fortschritt haben wir ein Problem: Die Faulheit und die Unvernunft der Menschen.
Natürlich bedeutet eine Umstellung der Lebensgewohnheiten eine große Einschränkung, und da ist der Arzt mit seinen Pillen und Spritzen natürlich ein toller Sündenbock: So richtig besser geht's mir nicht, der Kerl kassiert einen Haufen Kohle, fährt Porsche und das Chemiezeug kann ja nicht gesund sein – und trotzdem sind die Praxen voll mit Patienten.
Eigeninitiative ist gerade bei Diabetes gewünscht - und wer hält sich dran?
Da kommen einige auf die glorreiche Idee, mittels hohem Blutzucker abzunehmen, andere zanken um den Hba1c, der nächste findet Insulin Scheiße und wenn's richtig Dicke kommt ist das alles mit Zimt und Handauflegen zu heilen. -
am 05.08.2014 15:34:20
Gast schrieb:
"Warum erkrankt man an Typ-2-Diabetes?
Die Veranlagung zu Diabetes Typ 2 ist erblich. Wenn ....
Typ 1 ist mehr sowas wie Lotto – Dazu braucht's ....
Dabei macht mich allerdings die Statistik immer ein bisschen nachdenklich. Denn die weist seit Jahrzehnten konstant 5-10% aller diagnostizierten Diabetiker als Typ1 aus. Dabei dürfte bei der seit Jahrzehnten als immens zunehmend beklagten Typ2-Schwemme der Anteil der Typ1 längst kaum mehr als 1% betragen. Oder sollten am Ende doch Typ1 und Typ2 verwandtere Wurzeln haben? -
am 05.08.2014 16:48:18
Woher kommt denn die Typ2 Schwemme?
Die kommt doch daher, dass die Grenzwerte gesenkt wurden und es mit jeder offiziellen Senkung, ab wann Diabetes behandlungsbedürftig wird, gab es auf einen Schlag jede Menge mehr Diabetiker.
Als ich vor über 30 Jahren angefangen habe als Krankenschwester zu arbeiten, da hieß es , na Hauptsache der Wert ist unter 200. Dann ist alles im grünen Bereich.
Und jetzt? Die Grenzwerte sind niedrig wie nie aber es gibt beileibe nicht weniger Spätschäden, sondern eher mehr. Das gibt einem schon zu denken.
Es gab mal eine Studie, (müsste ich jetzt suchen wie die heißt), da hat man 2 Gruppen von Diabetikern verglichen. Bei der einen Gruppe wurde der BZ moderat gesenkt, bei der anderen ganz streng.
Man musste das Experiment abbrechen.
Warum?
Weil es in der Gruppe mit den strengen Werten zu viele Todesfälle gab.
Hallo Gast (der nur die Kleinschreibung beherrscht)
wie oben schon geschrieben gibt es solche Studien doch. da sind z.B. die Accord und die Advance-Studien,von denen ich gerade oben schrieb.
Musst du mal googeln, wenn es interessiert.
Man muss aber aufpassen, bei etlichen Artikeln wo über die Studien berichtet wird, kommt am Ende eine Zusammenfassung, die oft das Gegenteil von dem aussagt, was die Studie gezeigt hat.
Man hofft halt , dass viele sich nicht die Mühe machen die ganze Studie zu lesen,viele lesen nur am Ende die Zusammenfassung und denken sie wissen alles.
Also immer die Studie selber lesen, anstatt etwas über die Studie!
Bearbeitet von User am 05.08.2014 17:03:14. Grund: noch eine -
Gast
Rang: Gastam 05.08.2014 17:06:52
wildflower schrieb:
Weil es in der Gruppe mit den strengen Werten zu viele Todesfälle gab.
Und die Todesfälle konnten eindeudig mit einer durch die zu tief eingestellen Blutzuckerwerte verursachten Schädigung des coronaren Reizleitungssystems in Zusammenhang gebracht werden. -
am 05.08.2014 17:10:23
Lies die Studie, dann weißt du woran die Leute starben.
Das war keine 0815 Studie , informier dich erstmal, ehe du es bezweifelst. -
am 05.08.2014 17:24:22
wildflower schrieb:
Es gab mal eine Studie, (müsste ich jetzt suchen wie die heißt), da hat man 2 Gruppen von Diabetikern verglichen. Bei der einen Gruppe wurde der BZ moderat gesenkt, bei der anderen ganz streng.
Man musste das Experiment abbrechen.
Warum?
Weil es in der Gruppe mit den strengen Werten zu viele Todesfälle gab.
Moin Wildflower,
die Studie, die Du meinst, heißt ACCORD. Da wurde der Arm mit der tiefsten BZ-Absenkung vorzeitig abgebrochen, weil darin mehr Todesfälle auftraten, als in den übrigen Studienarmen.
Wegen der häufigen Unterzuckerungen, wurde damals sofort erklärt und innerhalb von 2 Tagen rund um die Welt verbreitet. War ja auch plausibel - nur hat überhaupt nicht gestimmt.
ACCORD ist nämlich eine Studie der höchsten Qualitätsstufe. Das heißt doppelt blind: Weder der Behandelte noch der Behandler wissen, welche Medikamente in welcher Dosierung verabreicht werden.
Die Studie lief gleichzeitig verteilt auf mehrere Kliniken in USA und Kanada. Um überhaupt ernsthafte Aussagen zu den Verläufen machen zu können, mussten die Daten da erst einmal alle zusammen getragen und ausgewertet werden.
Und das Auswertungs-Ergebnis so an die 2 Jahre nach dem spektakulären Abbruch war weit weniger spektakulär: Nicht von denen waren auffällig mehr Patienten gestorben, bei denen der BZ bis in den gesunden Bereich abgesunken war, also nicht von denen mit dem niedrigen BZ. Sondern gestorben waren auffällig viele von denen mit dem hohen BZ in der Gegend von HBA1c 10, bei denen sich der BZ trotz massivster Medikation (sehr viel mehr, als in der normalen Praxis) nicht hatte senken lassen.
Diese Nachricht hat es bis heute nicht mal in alle Facharztpraxen geschafft. Da steht wie ja auch bei Dir immer noch die spektakuläre Fehlmeldung.
Bisdann, Jürgen -
Gast
Rang: Gastam 05.08.2014 17:56:53
Diese Nachricht hat es bis heute nicht mal in alle Facharztpraxen geschafft.
Aber bis zu dir hat sie es geschafft!?! Herzlichen Glückwunsch! -
Gast
Rang: Gastam 05.08.2014 17:58:56
Dass, nicht nur in der Diabetologie, Normwerte immer weiter abgesenkt werden ist sicher richtig und ob das in allen Fällen immer sinnvoll ist kann man sicher in Frage stellen. Es gibt da ja auch schon wieder gegenläufige Stimmen.
Zum Anteil der Typ 1er an der Gesamtzahl der Diabetiker sollte man natürlich bedenken, dass "5-10%" eine mehr als vage Angabe ist, sie unterscheidet sich nämlich locker um 100%!!
Hinzu kommt auch, dass heutzutage die meisten Typ 1er auch einigermaßen schnell als solche erkannt werden (leider immer noch nicht alle), wohingegen früher ein großer Teil z.B. der Lada- 1er stumpf jahrelang als 2er eingestuft wurden.
-
Gast
Rang: Gastam 05.08.2014 17:59:59
wildflower schrieb:
Lies die Studie, dann weißt du woran die Leute starben.
Das war keine 0815 Studie , informier dich erstmal, ehe du es bezweifelst.
Die Studie ist bekannt wird nicht bezweifelt. Der Verweis auf die Schädigungen des Reizleitungssystems ist ernst gemeint. Schliesslich hat dies dazu geführt das die empfohlenen HbA1C-Werte, je nach Lebensalter, nach oben angepasst wurden.
Die erwähnte Studie brachte also ganz wertvolle Erkenntnisse. -
am 05.08.2014 18:19:56
Okay, dann hab ich dich falsch verstanden.Tut mir leid.
Inzwischen bin ich hier schon ganz misstrauisch geworden, weil einem (fast) niemand glaubt.
Aber bei Jürgen sieht man genau auf welchen Seiten er gelesen hat. Witzig.
So ein Arzneiblatt , stimMTS? Da weiß man doch gleich was für Interessen dahinterstecken.
Ja, ich finde auch dass diese Studie sehr wertvoll ist, aber die Erkenntnisse daraus werden leider nicht oder nicht schnell genug umgesetzt.
Deswegen, wer es verstanden hat, sollte seinem Arzt auf die Füße treten.
Diese MTS-Werbung hab ich nicht eingefügt. Das illustriert aber sehr schön das was ich geschrieben habe.
Bearbeitet von User am 05.08.2014 18:23:03. Grund: Ergänzung -
am 05.08.2014 18:32:20
Gast schrieb:
Diese Nachricht hat es bis heute nicht mal in alle Facharztpraxen geschafft.
Aber bis zu dir hat sie es geschafft!?! Herzlichen Glückwunsch!
danke :)
nachzulesen hier http://www.diabetesincontrol.com/index.php?option=com_content&view=article&id=9287-tight-blood-sugar-control-may-not-harm-diabetes-patients&catid=1&Itemid=8 , wo ich’s zuerst gelesen hab, und direkt im Publikations-Organ der ADA "diabetes care" vom Mai 2010. Wurde nur wenige Wochen später auch auf einer DDG-Tagung besprochen, wie mir von Diabetologen bestätigt wurde, die persönlich dabei waren. -
Gast
Rang: Gastam 05.08.2014 18:49:16
ist auf anderen foren schon durch, nur hier wo leute die ihr gewicht mit sinnlos hohem bz senken, und meinen ihrem arzt auf die füße treten zu müssen ohne vom diabetes was zu verstehen, und meinen eine "theorie"
als absolute wahrheit verteidigen zu müssen, mit studienergebnissen kommen die überholt sind , da wundert man sich noch.
die peters theorie ist eine theotrie, weiter nichts wenn sie mal bewiesen ist, daß sie richtig ist, und unschädlich für uns ist dann sollte man darüber diskutieren jetzt ist es nichts . -
am 05.08.2014 19:18:22
wildflower schrieb:
Woher kommt denn die Typ2 Schwemme?
Die kommt doch daher, dass die Grenzwerte gesenkt wurden und es mit jeder offiziellen Senkung, ab wann Diabetes behandlungsbedürftig wird, gab es auf einen Schlag jede Menge mehr Diabetiker.
Als ich vor über 30 Jahren angefangen habe als Krankenschwester zu arbeiten,
Die Grenzwerte zur Diagnose Diabetes sind meines Wissens heute noch die selben wie vor 30 Jahren,
morgens nüchtern über 125mg/dl und beim OGTT-2-Stunden-Wert über 200mg/dl. Hinzu gekommen ist da lediglich vor 3(?) Jahren der HBA1c Wert ab 6,5.
Allerdings hat es ab Mitte der 90ger Jahre eine Zunahme an Diagnosen gegeben, weil ab da alle Nüchternblut-Abgaben, die die Ärzte jeden Morgen zig-tausendfach einsammeln, automatisch auch auf Glukose überprüft werden.
Bisdann, Jürgen
Nachtrag:
Die MTS-WErbung setzt dieses Forum vollautomatisch selbst. Eine meiner Hauptinfoseiten ist Diabetes in Control,com
Bearbeitet von User am 05.08.2014 19:21:30. Grund: Ergänzung -
Gast
Rang: Gastam 06.08.2014 00:52:36
hjt_Jürgen schrieb:
... und direkt im Publikations-Organ der ADA "diabetes care" vom Mai 2010.
Vielleicht ist dieser Artikel:
http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC2858194/
gemeint?
Gruß
Joa -
am 06.08.2014 14:27:09
Moinmoin,
danke für den Link, Joa!
Übrigens, auch in dem abgebrochenen intensivierten Arm von ACCORD sei aber, so hab ich schon direkt nach dem Abbruch gelesen, sehr viel seltener gestorben worden, als in der Menge ähnlicher Fälle außerhalb der guten ärztlichen Studienbetreuung.
Und dann schließt sich mit den TeilnehmerInnen an dieser Studie (Hochrisiko-Herzkreislaufpatienten) ja auch der Kreis zu dem Teil der Selfish Brain Theorie, in dem von gesundem sehr viel höherem Blutzucker ausgegangen wird. Denn die Herrschaften hatten ihre HBA1cs bei 8-10 und mehr.
Bisdann, Jürgen -
am 06.08.2014 17:20:05
Hallo Jürgen und Gäste,
ich hab den Eindruck , du hast ganz andere Schlüsse aus den Studien gezogen als ich.
Fakt ist, dass die Studie abgebrochen werden musste, weil es in der Gruppe der scharf eingestellten Probanden, also mit niedrigem BZ, zu viele Todesfälle gab.
ich hab jetzt mal ein bischen noch rumgegoogelt und festgestellt , dass auf etlichen Seiten (Arznei telegramm u.ä.) tatsächlich das Ergebnis verdreht wurde .Jeder hat dann seine Schlussfolgerungen gezogen je nachdem welche Meinung er vertritt. Unglaublich.
Ich habe mich über die Studie informiert bei A. Peters und Gunter Frank, zwei Ärzten und Wissenschaftlern, die mir vertrauenswürdig erscheinen.
Weiß jemand die Seite wo man die Studie nachlesen kann ohne irgendwelche Kommentare? gibt's die überhaupt im Inet?
Irgendwie hab ich nichts gefunden.
LG, wildflower
-
am 06.08.2014 17:27:12
http://www.focus.de/magazin/archiv/wissen-wird-diabetes-falsch-behandelt_id_3852703.html
Das hab ich auch noch gefunden, ganz interessant.
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am 06.08.2014 18:19:54
Moin Wildflower,
schrieb:
Jeder hat dann seine Schlussfolgerungen gezogen je nachdem welche Meinung er vertritt.
das scheint mir nirgendwo so normal, wie in der Medizin :(
Als die Nachricht vom Abbruch des intensiven Studienarms wegen der auffällig mehr Todesfälle damals die Runde machte, hab ich die auch sofort als Bestätigung dafür verstanden, dass die armen Teufel da aus den Hypos gar nicht wieder raus gekommen sind. Denn den BZ mehrerer hundert Leute doppelt blind im nahezu gesunden Bereich zu führen, und das über mehrere Monate und praktisch ohne nennenswerte Hypos, hatte ich nicht für möglich gehalten.
Ich hatte mir dabei allerdings auch nicht vor Augen geführt, dass das frühe Urteil ja nur Spekulation sein konnte. Denn zum Zeitpunkt des Abbruchs konnte ja noch niemand wissen, mit welchen BZ-Verläufen welche Todesfälle denn nun zu verzeichnen gewesen waren. Das konnte erst die recht komplizierte Auswertung aller Studiendaten ergeben. Also Daten von über 10.000 TeilnehmerInnen losmäßig den einzelnen Studiearmen zugeordnet über nationale und regionale Grenzen hinweg in verschiedenen Behandlungs-Zusammenhängen.
Und dann hat mich die Veröffentlichung mit dem eindeutigen Widerspruch zu den vorher so lautstark propagierten Erwartungen doch sehr gewundert. Denn einen der federführenden ACCORDler, Professor John Buse, hatte ich als ähnlichen Hardliner für den großzügigen Umgang mit BZ und HBA1c auf dem Schirm wir hier den langjährigen Chef vom IQWIG, Dr. Peter Sawicki. Mich hätte daher nicht gewundert, wenn die Auswertung einfach so völlig lautlos unter den Tisch gefallen wäre.
Bisdann, Jürgen -
am 06.08.2014 19:14:51
Jürgen,
die Erwartung bestand ja darin, dass die niedrigen BZ-Werte mit einer höheren Lebenserwartung einhergehen und weniger Spätschäden.
Als Ergebnis kam das Gegenteil raus.
Wenn Buse und Sawicki (ich kenne beide nicht) für großzügigen Umgang mit BZ und Hba1c stehen, dann müsste sie diese Studie doch eher bestätigt haben. Warum sollten sie die Auswertung dann lautlos unter den Tisch fallen lassen?
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Gast
Rang: Gastam 06.08.2014 19:31:07
sag mal merkst du garnicht daß du tatsachen verdrehst, was du als
- die Erwartung bestand ja darin, dass die niedrigen BZ-Werte mit einer höheren Lebenserwartung einhergehen und weniger Spätschäden.
Als Ergebnis kam das Gegenteil raus.-
hast du immer noch nicht mitbekommen daß dies nicht rausgekommen ist?
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Gast
Rang: Gastam 06.08.2014 19:58:51
@wildblume , nur eine ganz deutliche frage: was bekommst du dafür daß du diese dümmliche "theorie" denn mehr ist es ja nicht. selbst mit lügen und verdrehungen, ignorieren von wissenschaftlichen veröffentlichungen,
hier so propagierst ?
läßt sich das buch so schlecht verkaufen ?
-- hast du dich auch nur ein einziges mal gefragt, daß die erfahrungen mit dem diabetes und seiner behandlung in den letzten 90 jahren, die eine erhöhung der lebenserwartung eine verbesserung des lebens, eine verringerung der folgen (also "praxis")-- mit sich gebracht haben , gegen eine "theorie" mehr gewicht haben ? -
am 06.08.2014 20:11:40
Ah, wieder der Gast, der die Groß-und Kleinschreibung nicht beherrscht.
Da hat die allgemein vorherrschende Meinung ganze Arbeit bei dir geleistet, dass du es nicht fertig bringst auch mal was zu hinterfragen.
Wenn dich dieses Thema so erregt, dann lies doch einfach diesen Thread nicht mehr.
Du hast dich scheinbar überhaupt nicht mit dieser Studie beschäftigt . Deswegen diskutier ich da auch nicht mehr mit dir, wenn du davon nichts begriffen hast.
Diese "dümmliche Theorie" stammt von einem Professor der mit Sicherheit mehr auf dem Kasten hat als du, der immer bloß nachplappert was in der Apotheken-Umschau steht.
-
am 06.08.2014 20:24:50
Hallo Gast , der meint ich verdrehe die Tatsachen,
hast du immer noch nicht mitbekommen, dass das dabei rausgekommen ist:
Schlimmer war, dass im härtesten Endpunkt klinischer Studien überhaupt, der Zahl der Todesfälle, das Ergebnis der aggressiven Strategie schlechter ausfiel als die Standardstrategie – und zwar signifikant schlechter: Nach 3,5 Jahren waren 257 Teilnehmer der aggressiven Therapie verstorben gegenüber 203 Teilnehmern unter der Standardstrategie. Dieser absolute Unterschied von 54 Todesfällen bedeutet eine Hazard Ratio von 1,22 (95-Prozent-Konfidenzintervall 1,01 bis 1,46; p = 0,04). Mit anderen Worten: Die aggressive Senkung des HbA1c in den Bereich des Normalwertes ging mit einem Anstieg der Sterblichkeit um 22 Prozent einher.
Die Ursachen dieser Übersterblichkeit sind nach Einschätzung des NHLBI unklar und man kann unschwer vorhersagen, dass die intensive Diskussion unter den Diabetologen in den nächsten Monaten anhalten wird.
Langsam geb ich es hier auf. Kaum einer hat Ahnung von dieser Studie, und trotzdem tun (fast) alle so, als hätten sie die Weisheit mit Löffeln gefressen.
Bearbeitet von User am 06.08.2014 20:26:22. Grund: Ergänzung -
Gast
Rang: Gastam 06.08.2014 20:25:16
Blöd ist nur, dass eigentlich immer noch nicht wirklich klar geworden ist, was Prof. Peters uns denn nun sagen will.
Dass das Gehirn sich immer zuerst bedient bevor der Rest des Körpers drankommt, ist ja allgemein unbestritten.
Dass aber das Gehirn zu wenig Glucose abbekommt, wenn der Blutzucker niedriger ist, das wurde -nach meinem Wissen- noch nirgends belegt.
Außerdem gilt natürlich nach wie vor:Glaube keiner Studie, die du nicht selbst gefälscht hast....Natürlich nicht du, wildrose, aber jede Studie lässt sich so drehen, dass das Ergebnis dem gewünschten näherkommt. Das ist ja nun eine Binsenweisheit.
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Gast
Rang: Gastam 06.08.2014 20:26:53
Ist denn eigentlich irgend jemanden hier bekannt, nach welchen Kriterien die Patienten in der Klinik des Prof. Peters therapiert werden? Das wäre doch jetzt mal interessant. -
am 06.08.2014 20:35:22
Peters will uns sagen, dass man über diese ganzen Zusammenhänge nachdenken muss und vor allem Therapieansätze verändern muss.
In seinem Buch geht es ja vorrangig um das Thema Übergewicht. Diabetes ist halt oft damit verbunden.
In seinem buch schreibt er ausführlich darüber, dass bei niedrigem BZ das Gehirn leidet.
Aber ich schreib jetzt nicht das ganze Buch ab. Man kann es käuflich erwerben. Und dann darüber nachdenken.
Was die Studien betrifft, da war diese Accord Studie eine sehr gute, vom höchsten Rang. Das Schlimme ist nur, dass dann viele die Ergebnisse völlig verdrehen nach ihren Wünschen. Und das wird dann als bare Münze genommen von solchen Leuten wie sie hier im Forum zu hauf vorkommen.
Sorry, bin etwas gereizt heute.
Ist nicht gut für den BZ.
Also, schönen Abend noch allerseits.
wildflower -
Gast
Rang: Gastam 06.08.2014 20:38:07
siehst du das mag ich so an dir, was hat die "theorie" von peters mit groß oder kleinschreibung zu tun? nichts! kannst du nicht begreifen daß ich absichtlich kleinschreibe, notfalls um dich zu ärgern.
und nochmals ich habe mich wie auch andere schon mit dieser studie beschäftigt als du davon noch nichts wußtest.
du kannst nur die tatsachen nicht vertragen.
mich amüsiert nur deine inkompetenz, eher belustigst du mich.
wer hier schreibt oder nicht hast du überhaupt nicht zu bestimmen.
ja endlich hast du es begriffen es ist eine "theorie", weiter nichts, von dieser sorte auch von professoren sogar von nobelpreisträgern gibt es tausende.
die mehrzahl ist inzwischen in der versenkung verschwunden.
das erstaunliche an dir ist, du hast von diabetes und seiner therapie null ahnung, verteidigst aber eine theorie die du nicht verstehst, nciht begründest,
aber alle die nicht deiner meinung sind werden diskreditiert.
genau deshalb die knallharte frage -- wer bezahlt dich für deine werbung?
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am 06.08.2014 20:39:43
wildflower schrieb:
Die Ursachen dieser Übersterblichkeit sind nach Einschätzung des NHLBI unklar und man kann unschwer vorhersagen, dass die intensive Diskussion unter den Diabetologen in den nächsten Monaten anhalten wird.
Ich sehe aus der Selbsthilfe beim Blick in die alltägliche Praxis nirgendwo ne Diskussion. Die Vorverurteilung des gesunden Blutzuckers steht wie am ersten Tag ihrer Weltumrundung. Und wo man nun so genau weiß, dass gesunder BZ Typ2er tötet, braucht man den doch bloß nicht so gesund zu halten und zu vergessen, dass da noch ne anderslautende Auswertung war, oder? -
Gast
Rang: Gastam 07.08.2014 00:28:15
Gast schrieb:
Blöd ist nur, dass eigentlich immer noch nicht wirklich klar geworden ist, was Prof. Peters uns denn nun sagen will.
Dass das Gehirn sich immer zuerst bedient bevor der Rest des Körpers drankommt, ist ja allgemein unbestritten.
Das ist nicht nur nicht unbestritten, sondern das ist falsch. Jede Nahrungszufuhr bedient zuerst die Glycogenspeicher der Leber, zumindest dann, wenn dafür eine ausreichende Insulinwirkung am Start ist.
Das dient dann natürlich auch wieder der Aufrechterhaltung einer ausreichenden und kontinuierlichen Glucoseversorgung von Gehirn, Nerven, Erythrozyten, wenn kein Glucosenachschub aus der Nahrung ankommt. Der Vorgang wird Glucose-Homöostase genannt.
Ich hätte aber gerne eine Erklärung von Dir (oder dem Professor), wie sich aus dem Sachverhalt, dass das Gehirn im Unterschied zu Muskeln und Organen nach Hungerperioden keine Masseverluste zeigt, eine Selbstsucht des Gehirns ableiten lässt.
Muskeln und Organe geben in solchen Zeiten fehlendem KH-Nachschubs von ihrer Eiweißmasse ab, die aufgelöst und zu Glucose und Ketonen umgewandelt wird. Das sind erst mal keine lebenswichtigen Anteile, die sich auch wieder regenerieren, wenn der Nachschub an Nahrung einsetzt. Nur nach sehr langen Hungerperioden kommt es auch zu irreperablen Schäden, wenn der Organismus nicht zuvor gänzlich verhungert und gestorben ist.
Welche Teile des zentralen Steuerungsorgans Gehirn sollte der Körper nach Deiner Meinung auflösen, um eine ausreichende Glucoseversorgung zu leisten? Was passiert, wenn das Gehirn Masse verliert? Welche Anteile Deines Gehirns würdest Du zur Auflösung anbieten wollen?
Und bei all der Fixierung auf das angeblich selbstsüchtige Gehirn könnte es wohl sein, dass der eigentliche Übeltäter völlig übersehen wird? Die egoistischen roten Blutkörperchen. Denn die sind viel schlimmer als das Gehirn. Sie können nur Glucose, insulinunabhängig, zur Energiegewinnung nutzen und sie bedienen sich auch immer zuallererst, denn sie schwimmen im Blut, mit dem die Glucose transportiert wird.
Und das ist auch gute so, und das wollen wir nicht ändern. Denn stellen die roten Blutkörperchen ihre Arbeit ein, dann bekommt der ganze Körper, einschließlich des Gehirns keinen Sauerstoff mehr. Das ist dann dumm, denn die Toleranzzeit des Gehirns für Sauerstoffmangel ist sehr kurz. Weit unterhalb derer für einen Glucosemangel.
Ansonsten denke ich, dass mit Wildblumen schlecht diskutieren ist. Du hast Dir eine Meinung gebildet und die ist offenbar sehr zementiert.
Behalte sie, werde glücklich damit und suche Dir eine Plattform mit Gleichgesinnten, wo ihr euch dann gegenseitig an Euren Meinungen erfreuen könnt.
Na ja, hier im Forum ist so wie so ein schlechtes Diskutieren nicht unüblich. Daher kannst Du natürlich auch hier weiter Hick-Hack machen.
EOD
Gruß
Joa -
Gast
Rang: Gastam 07.08.2014 07:17:09
http://diabetes-news.de/nachrichten/langzeitergebnisse-der-studien-ukpd-accord-advance
Es ist doch nun wirklich nichts neues:
Je älter der Patient, umso höher wird der Ziel-Hba1c ausfallen.
Je jünger der Patient, desto mehr sollte man das Risiko der Folgeschäden halten.
Dazu gehört auch ein niedriger Hba1c - und der sollte nicht mit Hypos erkauft werden...
genau das war ein großes Problem der "hart eingestellten" Patienten in der ACCORD-Studie.