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selfish brain Theorie von Prof.Achim Peters
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Gast
Rang: Gastam 05.08.2014 13:19:15
Tina53 schrieb:
.
...mir ging es hier darum, Menschen zu treffen, denen an einer alternativen Möglichkeit liegt den Blutzuckerspiegel in Griff zu kriegen - Mut zur Veränderung!
...
Die "Alternativen" sind doch bekannt.
Diät, Bewegung - all das haben schon die alten Griechen als Therapie angewendet.
Und dennoch gab es immer wieder Patienten, die trotzdem draufgegangen sind - und das waren nicht nur T1er.
Mut zur Veränderung sollten wir alle haben – und das geht nur mit Schulmedizin UND gesunder Lebensweise zusammen.
Warum Schulmedizin?
So verknöchert ist das ganze nämlich nicht.
Früher war eine Blinddarmentzündung tödlich, heute dauert das maximal 3 Tage.
Ein vereiterter Zahn war mal ein Todesurteil - heute ist die Behandlung ein wenig unangenehm.
Und bei all dem Fortschritt haben wir ein Problem: Die Faulheit und die Unvernunft der Menschen.
Natürlich bedeutet eine Umstellung der Lebensgewohnheiten eine große Einschränkung, und da ist der Arzt mit seinen Pillen und Spritzen natürlich ein toller Sündenbock: So richtig besser geht's mir nicht, der Kerl kassiert einen Haufen Kohle, fährt Porsche und das Chemiezeug kann ja nicht gesund sein – und trotzdem sind die Praxen voll mit Patienten.
Eigeninitiative ist gerade bei Diabetes gewünscht - und wer hält sich dran?
Da kommen einige auf die glorreiche Idee, mittels hohem Blutzucker abzunehmen, andere zanken um den Hba1c, der nächste findet Insulin Scheiße und wenn's richtig Dicke kommt ist das alles mit Zimt und Handauflegen zu heilen. -
am 05.08.2014 15:34:20
Gast schrieb:
"Warum erkrankt man an Typ-2-Diabetes?
Die Veranlagung zu Diabetes Typ 2 ist erblich. Wenn ....
Typ 1 ist mehr sowas wie Lotto – Dazu braucht's ....
Dabei macht mich allerdings die Statistik immer ein bisschen nachdenklich. Denn die weist seit Jahrzehnten konstant 5-10% aller diagnostizierten Diabetiker als Typ1 aus. Dabei dürfte bei der seit Jahrzehnten als immens zunehmend beklagten Typ2-Schwemme der Anteil der Typ1 längst kaum mehr als 1% betragen. Oder sollten am Ende doch Typ1 und Typ2 verwandtere Wurzeln haben? -
am 05.08.2014 16:48:18
Woher kommt denn die Typ2 Schwemme?
Die kommt doch daher, dass die Grenzwerte gesenkt wurden und es mit jeder offiziellen Senkung, ab wann Diabetes behandlungsbedürftig wird, gab es auf einen Schlag jede Menge mehr Diabetiker.
Als ich vor über 30 Jahren angefangen habe als Krankenschwester zu arbeiten, da hieß es , na Hauptsache der Wert ist unter 200. Dann ist alles im grünen Bereich.
Und jetzt? Die Grenzwerte sind niedrig wie nie aber es gibt beileibe nicht weniger Spätschäden, sondern eher mehr. Das gibt einem schon zu denken.
Es gab mal eine Studie, (müsste ich jetzt suchen wie die heißt), da hat man 2 Gruppen von Diabetikern verglichen. Bei der einen Gruppe wurde der BZ moderat gesenkt, bei der anderen ganz streng.
Man musste das Experiment abbrechen.
Warum?
Weil es in der Gruppe mit den strengen Werten zu viele Todesfälle gab.
Hallo Gast (der nur die Kleinschreibung beherrscht)
wie oben schon geschrieben gibt es solche Studien doch. da sind z.B. die Accord und die Advance-Studien,von denen ich gerade oben schrieb.
Musst du mal googeln, wenn es interessiert.
Man muss aber aufpassen, bei etlichen Artikeln wo über die Studien berichtet wird, kommt am Ende eine Zusammenfassung, die oft das Gegenteil von dem aussagt, was die Studie gezeigt hat.
Man hofft halt , dass viele sich nicht die Mühe machen die ganze Studie zu lesen,viele lesen nur am Ende die Zusammenfassung und denken sie wissen alles.
Also immer die Studie selber lesen, anstatt etwas über die Studie!
Bearbeitet von User am 05.08.2014 17:03:14. Grund: noch eine -
Gast
Rang: Gastam 05.08.2014 17:06:52
wildflower schrieb:
Weil es in der Gruppe mit den strengen Werten zu viele Todesfälle gab.
Und die Todesfälle konnten eindeudig mit einer durch die zu tief eingestellen Blutzuckerwerte verursachten Schädigung des coronaren Reizleitungssystems in Zusammenhang gebracht werden. -
am 05.08.2014 17:10:23
Lies die Studie, dann weißt du woran die Leute starben.
Das war keine 0815 Studie , informier dich erstmal, ehe du es bezweifelst. -
am 05.08.2014 17:24:22
wildflower schrieb:
Es gab mal eine Studie, (müsste ich jetzt suchen wie die heißt), da hat man 2 Gruppen von Diabetikern verglichen. Bei der einen Gruppe wurde der BZ moderat gesenkt, bei der anderen ganz streng.
Man musste das Experiment abbrechen.
Warum?
Weil es in der Gruppe mit den strengen Werten zu viele Todesfälle gab.
Moin Wildflower,
die Studie, die Du meinst, heißt ACCORD. Da wurde der Arm mit der tiefsten BZ-Absenkung vorzeitig abgebrochen, weil darin mehr Todesfälle auftraten, als in den übrigen Studienarmen.
Wegen der häufigen Unterzuckerungen, wurde damals sofort erklärt und innerhalb von 2 Tagen rund um die Welt verbreitet. War ja auch plausibel - nur hat überhaupt nicht gestimmt.
ACCORD ist nämlich eine Studie der höchsten Qualitätsstufe. Das heißt doppelt blind: Weder der Behandelte noch der Behandler wissen, welche Medikamente in welcher Dosierung verabreicht werden.
Die Studie lief gleichzeitig verteilt auf mehrere Kliniken in USA und Kanada. Um überhaupt ernsthafte Aussagen zu den Verläufen machen zu können, mussten die Daten da erst einmal alle zusammen getragen und ausgewertet werden.
Und das Auswertungs-Ergebnis so an die 2 Jahre nach dem spektakulären Abbruch war weit weniger spektakulär: Nicht von denen waren auffällig mehr Patienten gestorben, bei denen der BZ bis in den gesunden Bereich abgesunken war, also nicht von denen mit dem niedrigen BZ. Sondern gestorben waren auffällig viele von denen mit dem hohen BZ in der Gegend von HBA1c 10, bei denen sich der BZ trotz massivster Medikation (sehr viel mehr, als in der normalen Praxis) nicht hatte senken lassen.
Diese Nachricht hat es bis heute nicht mal in alle Facharztpraxen geschafft. Da steht wie ja auch bei Dir immer noch die spektakuläre Fehlmeldung.
Bisdann, Jürgen -
Gast
Rang: Gastam 05.08.2014 17:56:53
Diese Nachricht hat es bis heute nicht mal in alle Facharztpraxen geschafft.
Aber bis zu dir hat sie es geschafft!?! Herzlichen Glückwunsch! -
Gast
Rang: Gastam 05.08.2014 17:58:56
Dass, nicht nur in der Diabetologie, Normwerte immer weiter abgesenkt werden ist sicher richtig und ob das in allen Fällen immer sinnvoll ist kann man sicher in Frage stellen. Es gibt da ja auch schon wieder gegenläufige Stimmen.
Zum Anteil der Typ 1er an der Gesamtzahl der Diabetiker sollte man natürlich bedenken, dass "5-10%" eine mehr als vage Angabe ist, sie unterscheidet sich nämlich locker um 100%!!
Hinzu kommt auch, dass heutzutage die meisten Typ 1er auch einigermaßen schnell als solche erkannt werden (leider immer noch nicht alle), wohingegen früher ein großer Teil z.B. der Lada- 1er stumpf jahrelang als 2er eingestuft wurden.
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Gast
Rang: Gastam 05.08.2014 17:59:59
wildflower schrieb:
Lies die Studie, dann weißt du woran die Leute starben.
Das war keine 0815 Studie , informier dich erstmal, ehe du es bezweifelst.
Die Studie ist bekannt wird nicht bezweifelt. Der Verweis auf die Schädigungen des Reizleitungssystems ist ernst gemeint. Schliesslich hat dies dazu geführt das die empfohlenen HbA1C-Werte, je nach Lebensalter, nach oben angepasst wurden.
Die erwähnte Studie brachte also ganz wertvolle Erkenntnisse. -
am 05.08.2014 18:19:56
Okay, dann hab ich dich falsch verstanden.Tut mir leid.
Inzwischen bin ich hier schon ganz misstrauisch geworden, weil einem (fast) niemand glaubt.
Aber bei Jürgen sieht man genau auf welchen Seiten er gelesen hat. Witzig.
So ein Arzneiblatt , stimMTS? Da weiß man doch gleich was für Interessen dahinterstecken.
Ja, ich finde auch dass diese Studie sehr wertvoll ist, aber die Erkenntnisse daraus werden leider nicht oder nicht schnell genug umgesetzt.
Deswegen, wer es verstanden hat, sollte seinem Arzt auf die Füße treten.
Diese MTS-Werbung hab ich nicht eingefügt. Das illustriert aber sehr schön das was ich geschrieben habe.
Bearbeitet von User am 05.08.2014 18:23:03. Grund: Ergänzung