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selfish brain Theorie von Prof.Achim Peters

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    am 05.08.2014 18:32:20
    Gast schrieb:
    Diese Nachricht hat es bis heute nicht mal in alle Facharztpraxen geschafft.

    Aber bis zu dir hat sie es geschafft!?! Herzlichen Glückwunsch!


    danke :)

    nachzulesen hier http://www.diabetesincontrol.com/index.php?option=com_content&view=article&id=9287-tight-blood-sugar-control-may-not-harm-diabetes-patients&catid=1&Itemid=8 , wo ich’s zuerst gelesen hab, und direkt im Publikations-Organ der ADA "diabetes care" vom Mai 2010. Wurde nur wenige Wochen später auch auf einer DDG-Tagung besprochen, wie mir von Diabetologen bestätigt wurde, die persönlich dabei waren.
  • Gast

    Rang: Gast
    am 05.08.2014 18:49:16
    ist auf anderen foren schon durch, nur hier wo leute die ihr gewicht mit sinnlos hohem bz senken, und meinen ihrem arzt auf die füße treten zu müssen ohne vom diabetes was zu verstehen, und meinen eine "theorie"
    als absolute wahrheit verteidigen zu müssen, mit studienergebnissen kommen die überholt sind , da wundert man sich noch.
    die peters theorie ist eine theotrie, weiter nichts wenn sie mal bewiesen ist, daß sie richtig ist, und unschädlich für uns ist dann sollte man darüber diskutieren jetzt ist es nichts .
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    am 05.08.2014 19:18:22
    wildflower schrieb:
    Woher kommt denn die Typ2 Schwemme?
    Die kommt doch daher, dass die Grenzwerte gesenkt wurden und es mit jeder offiziellen Senkung, ab wann Diabetes behandlungsbedürftig wird, gab es auf einen Schlag jede Menge mehr Diabetiker.
    Als ich vor über 30 Jahren angefangen habe als Krankenschwester zu arbeiten,


    Die Grenzwerte zur Diagnose Diabetes sind meines Wissens heute noch die selben wie vor 30 Jahren,
    morgens nüchtern über 125mg/dl und beim OGTT-2-Stunden-Wert über 200mg/dl. Hinzu gekommen ist da lediglich vor 3(?) Jahren der HBA1c Wert ab 6,5.

    Allerdings hat es ab Mitte der 90ger Jahre eine Zunahme an Diagnosen gegeben, weil ab da alle Nüchternblut-Abgaben, die die Ärzte jeden Morgen zig-tausendfach einsammeln, automatisch auch auf Glukose überprüft werden.

    Bisdann, Jürgen

    Nachtrag:
    Die MTS-WErbung setzt dieses Forum vollautomatisch selbst. Eine meiner Hauptinfoseiten ist Diabetes in Control,com
    Bearbeitet von User am 05.08.2014 19:21:30. Grund: Ergänzung
  • Gast

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    am 06.08.2014 00:52:36
    hjt_Jürgen schrieb:
    ... und direkt im Publikations-Organ der ADA "diabetes care" vom Mai 2010.


    Vielleicht ist dieser Artikel:
    http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC2858194/
    gemeint?

    Gruß
    Joa
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    am 06.08.2014 14:27:09
    Moinmoin,

    danke für den Link, Joa!

    Übrigens, auch in dem abgebrochenen intensivierten Arm von ACCORD sei aber, so hab ich schon direkt nach dem Abbruch gelesen, sehr viel seltener gestorben worden, als in der Menge ähnlicher Fälle außerhalb der guten ärztlichen Studienbetreuung.

    Und dann schließt sich mit den TeilnehmerInnen an dieser Studie (Hochrisiko-Herzkreislaufpatienten) ja auch der Kreis zu dem Teil der Selfish Brain Theorie, in dem von gesundem sehr viel höherem Blutzucker ausgegangen wird. Denn die Herrschaften hatten ihre HBA1cs bei 8-10 und mehr.

    Bisdann, Jürgen
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    am 06.08.2014 17:20:05
    Hallo Jürgen und Gäste,
    ich hab den Eindruck , du hast ganz andere Schlüsse aus den Studien gezogen als ich.
    Fakt ist, dass die Studie abgebrochen werden musste, weil es in der Gruppe der scharf eingestellten Probanden, also mit niedrigem BZ, zu viele Todesfälle gab.
    ich hab jetzt mal ein bischen noch rumgegoogelt und festgestellt , dass auf etlichen Seiten (Arznei telegramm u.ä.) tatsächlich das Ergebnis verdreht wurde .Jeder hat dann seine Schlussfolgerungen gezogen je nachdem welche Meinung er vertritt. Unglaublich.
    Ich habe mich über die Studie informiert bei A. Peters und Gunter Frank, zwei Ärzten und Wissenschaftlern, die mir vertrauenswürdig erscheinen.
    Weiß jemand die Seite wo man die Studie nachlesen kann ohne irgendwelche Kommentare? gibt's die überhaupt im Inet?
    Irgendwie hab ich nichts gefunden.
    LG, wildflower
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    am 06.08.2014 17:27:12
    http://www.focus.de/magazin/archiv/wissen-wird-diabetes-falsch-behandelt_id_3852703.html
    Das hab ich auch noch gefunden, ganz interessant.
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    am 06.08.2014 18:19:54
    Moin Wildflower,

    schrieb:
    Jeder hat dann seine Schlussfolgerungen gezogen je nachdem welche Meinung er vertritt.


    das scheint mir nirgendwo so normal, wie in der Medizin :(

    Als die Nachricht vom Abbruch des intensiven Studienarms wegen der auffällig mehr Todesfälle damals die Runde machte, hab ich die auch sofort als Bestätigung dafür verstanden, dass die armen Teufel da aus den Hypos gar nicht wieder raus gekommen sind. Denn den BZ mehrerer hundert Leute doppelt blind im nahezu gesunden Bereich zu führen, und das über mehrere Monate und praktisch ohne nennenswerte Hypos, hatte ich nicht für möglich gehalten.

    Ich hatte mir dabei allerdings auch nicht vor Augen geführt, dass das frühe Urteil ja nur Spekulation sein konnte. Denn zum Zeitpunkt des Abbruchs konnte ja noch niemand wissen, mit welchen BZ-Verläufen welche Todesfälle denn nun zu verzeichnen gewesen waren. Das konnte erst die recht komplizierte Auswertung aller Studiendaten ergeben. Also Daten von über 10.000 TeilnehmerInnen losmäßig den einzelnen Studiearmen zugeordnet über nationale und regionale Grenzen hinweg in verschiedenen Behandlungs-Zusammenhängen.

    Und dann hat mich die Veröffentlichung mit dem eindeutigen Widerspruch zu den vorher so lautstark propagierten Erwartungen doch sehr gewundert. Denn einen der federführenden ACCORDler, Professor John Buse, hatte ich als ähnlichen Hardliner für den großzügigen Umgang mit BZ und HBA1c auf dem Schirm wir hier den langjährigen Chef vom IQWIG, Dr. Peter Sawicki. Mich hätte daher nicht gewundert, wenn die Auswertung einfach so völlig lautlos unter den Tisch gefallen wäre.

    Bisdann, Jürgen
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    am 06.08.2014 19:14:51
    Jürgen,
    die Erwartung bestand ja darin, dass die niedrigen BZ-Werte mit einer höheren Lebenserwartung einhergehen und weniger Spätschäden.
    Als Ergebnis kam das Gegenteil raus.
    Wenn Buse und Sawicki (ich kenne beide nicht) für großzügigen Umgang mit BZ und Hba1c stehen, dann müsste sie diese Studie doch eher bestätigt haben. Warum sollten sie die Auswertung dann lautlos unter den Tisch fallen lassen?
  • Gast

    Rang: Gast
    am 06.08.2014 19:31:07
    sag mal merkst du garnicht daß du tatsachen verdrehst, was du als
    - die Erwartung bestand ja darin, dass die niedrigen BZ-Werte mit einer höheren Lebenserwartung einhergehen und weniger Spätschäden.
    Als Ergebnis kam das Gegenteil raus.-
    hast du immer noch nicht mitbekommen daß dies nicht rausgekommen ist?