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  • v

    Rang: Gast
    am 08.04.2009 13:48:10
    Und diese Themen diskutiert man dann in der Männergruppe im täglichen Morgenkreis aus anstatt die im Alleingespräch mit einem Psychologen und vielleicht seiner Partnerin zu besprechen? Na danke.
    Macht Ihr auch gemeinsame Ausflüge und Radtouren?
  • Günther

    Rang: Gast
    am 11.04.2009 17:02:41
    Die lokalen Selbsthilfegruppen treffen sich einmal im Monat, einen "täglichen Morgenkreis" gibt es nicht. Außerdem sind Selbsthilfegruppen keinesfalls ein Ersatz für das Gespräch mit der Partnerin oder den Gang zum Arzt oder Psychotherapeuten. Andererseits bedarf aber auch nicht jedes psychische Problem gleich einer Psychotherapie. Ein Gespräch mit vertrauenswürdigen Menschen, die mit dem betreffenden Problem vertraut sind, kann die Situation entspannen und neue Wege öffnen.

    Günther
    Selbsthilfegruppe Erektile Dysfunktion (Impotenz)
  • sgdhftr

    Rang: Gast
    am 13.04.2009 17:20:17
    wie sagte schon otto (wahlkes): einen hab ich noch! Ich frage mich nur, wozu man diese blauen dinger braucht, aber der glaube versetzt ja berge...:
    www.schweizerbauer.ch/htmls/artikel_18015.html
  • Pia

    Rang: Gast
    am 15.04.2009 12:52:13
    Hi Günni,

    also, wenn ich das als "Weib" so lese, habe ich den vorsichtigen Eindruck von Selbsthilfegruppen aller Themen, dass der eigentliche Gewinn (natürlich neben den Themengesprächen...) darin liegt, dass man zusammen Freizeit verbringt, so an Lebenssqualität gewinnt und die "Problemchen", die sonst vielleicht einen viel zu großen Teil des Tages ausmachten, die zum Zugang zu der SHG führte, an Priorität verlieren. Was ja positiv ist. Kann das sein? von Pia
  • Günther

    Rang: Gast
    am 15.04.2009 21:22:29
    Hallo Pia,
    deine Vorstellungen über Selbsthilfegruppen mögen für manche Gruppen zutreffen und bei einigen Themen ja auch hilfreich sein. Bei uns ist das anders.

    Eine Selbsthilfegruppe (Shg) lebt vom Informations- und Erfahrungsaustausch. Der wichtigste Schritt ist, erst einmal das Problem anzusprechen. Das fällt vielen Männern gerade bei sexuellen Störungen unendlich schwer. Offensichtlich ist in unseren Männergehirnen die Vorstellung fest eingebrannt, dass Männlichkeit und sexuelle Potenz untrennbar zusammengehören. Männer mit Erektionsstörungen erleben sich als "Versager" und "Schlappschwanz". Das erzeugt Scham, Verzweiflung und Sprachlosigkeit. Wenn ein Mann den Mut aufbringt, zu einem Gruppentreffen zu gehen, dann wird er schnell erleben, dass dort gestandene Männer und eben keine Schlappschwänze zusammenkommen. Und er wird die Erfahrung machen, dass Reden über das Problem befreiend wirkt und neue Perspektiven eröffnet.

    Natürlich gibt es viele konkrete Themen, die in einer Shg angesprochen werden. Ein paar Beispiele:

    * Wie wichtig ist ein Arztbesuch?
    * Wie erkenne ich einen auf dem Gebiet der Potenzstörungen kompetenten Arzt?
    * Was kann man bei der Einnahme von Viagra und Co. falsch machen?
    * Welche Möglichkeiten gibt es, wenn Viagra und Co. nicht wirken?
    * Wer hat Erfahrung mit welchen Behandlungsmethoden?
    * Welche Kosten übernehmen die Krankenkassen, welche nicht?
    * Was bedeutet es für mein Selbstwertgefühl, Erektionsstörungen zu haben?
    * Welche Ängste kommen in mir hoch in Bezug auf meine Partnerin?
    * Wie kann ich mit meiner Partnerin darüber reden?
    * Wie kann ich trotz Erektionsstörung eine sexuell befriedigende Partnerschaft führen?

    Diese Liste ließe sich noch beliebig fortsetzen. In der Regel können aufkommende Fragen durch die Gruppenmitglieder beantwortet werden. Ab und zu ergibt sich aber auch ein Thema, zu dem wir einen Experten einladen.

    Aber wichtiger als alle sachlichen Informationen ist die Erfahrung, dass die Gruppe Mut macht, das Problem aktiv zu bekämpfen. Aus den Erfahrungen der anderen Teilnehmer kann jeder Anregungen für seine eigene Situation bekommen. Das Ziel unserer Gruppentreffen ist letzendlich, dass jeder Teilnehmer erlebt, dass Erektionsstörungen niemals das Ende einer befriedigenden Sexualität sein müssen.

    Günther
    Selbsthilfegruppe Erektile Dysfunktion (Impotenz)
  • Pia

    Rang: Gast
    am 16.04.2009 12:21:25
    Hi Günther,
    Zitat: Männer mit Erektionsstörungen erleben sich als "Versager" und "Schlappschwanz". Zitatende.

    Und GENAU das ist doch der wunde Punkt. Der Mann kann sich NUR dann so fühlen, wenn seine Partnerin ihm das vermittelt.
    Und ich bin mir wirklich sicher, dass das die wenigsten Frauen tun. Also andere Frage:
    Sind wir dann bei der Grundsatzdiskussion:
    Wie definiert sich eine Frau, wie definiert sich ein Mann? Bzw. worüber definiert sich ein Mann? So, wie ich das mitbekomme, sind auch z.B. viele Männer immer noch der Meinung und Sklave des Irrglaubens, dass die Qualität von Sex abhängig ist von der Länge des Penis?
    Warum läuft erotische Werbung nur im Zusammenhang mit Frauen oder schwlen Männern? Ich habe noch keine gesehen, in der der ganz normale heterosexuelle Mann dargestellt wurde und schon gar nicht völlig nackt. Warum nicht? Vielleicht interessiert es Frauen einfach nicht?
    Also, Günther, worüber definieren sich Männer?
    von Pia
  • dhfgrt

    Rang: Gast
    am 16.04.2009 21:42:02
    In einer SHG über den Gedankenaustausch, weil ja jeder gleich ist!
  • Pia

    Rang: Gast
    am 17.04.2009 10:24:05
    Das war nicht gemeint.
    Wenn ein Mann sich als Versager fühlt oder es ihn psychisch so sehr belastet, dass er eine SHG aufsucht, dann stimmt doch etwas Anderes nicht.

    Hat er Errektionsschwierigkeiten, sieht es gelassen: OK, hier passt mir was nicht, ich geh zum Arzt, besprech das mit ihm und suche gemeinsam nach dem Grund.

    Die Frage ist: WARUM fühlt er sich als Versager? Das tut er bei einer anderen Erkrankung auch nicht. Setzt er sich nicht selbst unter einen Erwartungsdruck, den es von Seiten der Partnerin am Ende überhaupt nicht gibt?
    Oder liegt es daran, dass der "Mann an sich" eher zögerlicher zum Arzt geht, wenn überhaupt und wegen SOWAS schon gar nicht, weil er Schiss hat, darüber zu sprechen, denn er fühlt sich vor dem Arzt ja dann wieder als Versager?
    Meinen Männer vielleicht, der Urologe ist nur ein Arzt zu dem man geht, wenn man so alt wie Joopi ist und man das Wasser nicht mehr halten kann?
    Haben Errektionsstörungen organische Ursachen oder läuft das hauptsächlich über die Psyche ab?
    Gibt es SHG auch für Frauen, die kein Interesse an Sex haben und sich als Versagerinnen fühlen? von Pia
  • PiaNachtrag

    Rang: Gast
    am 18.04.2009 19:21:37
    ..aber vielleicht ist das ja eine Fragestellung oder ein Problem nur für Männer und will auch nur von Männern beantwortet werden... von PiaNachtrag
  • Wunderfrau

    Rang: Gast
    am 23.04.2009 10:39:44
    Schade, keine Antworten mehr, also das erweckt nun wirklich den Eindruck, dass die betroffenen Männer möglicherweise gar kein Interesse daran haben, dass es eine Ursachenforschung gibt? Dann müsste man sich mit sich selbst befassen...
    Oder hat man sich sooo hübsch gemütlich in der SHG eingerichtet?
    von Wunderfrau