Willkommen Gast! Um alle Funktionen zu aktivieren musst Du Dich Anmelden oder Registrieren.
Teilnehmer für Diabetesstudie gesucht
-
am 02.12.2014 12:01:08
Hallo Zusammen,
im Rahmen des Projektmoduls im Masterstudiengang Psychologie untersuchen wir das Erleben von und den Umgang mit Typ 2 Diabetes sowie deren Einfluss auf mögliche diabetesbezogene Probleme und Belastungen. Das Ziel des Projekts ist es, ein besseres Verständnis über das Zusammenwirken dieser Variablen zu erhalten, um die Behandlung von Typ 2 Diabetes langfristig verbessern zu können.
Es wäre für uns eine große Hilfe und wir wären überaus dankbar, wenn Ihr den Link zu unserer Umfrage an möglichst viele Betroffene weiterreicht oder, falls Ihr selbst Typ 2 Diabetiker seid, direkt an der Studie teilnehmt.
Nähere Informationen sowie Zugang zu der Studie erhaltet Ihr unter dem folgenden Link:
http://ww3.unipark.de/uc/SKT_diabetes/
Für weitere Informationen stehen wir jederzeit bereit und beantworten gerne alle Eure Fragen zu dieser Studie (martin.kueng@fernuni-hagen.de).
Wir danken Euch für Eure Unterstützung!
Das Autorenteam,
Martin Kueng, Peter Sillaro, Kerstin Wittke-Laube -
am 02.12.2014 12:28:54
Wollte eben die Fragen beantworten, aber schon bei Seite 2 hört es auf. Auf die Frage, welche Therapie setzen Sie ein lauten die möglichen Antworten:
- konventionell (Insulingabe nach festem täglichen Schema)
- intensiv konventionell (Verzögerungsinsulin basal, kurz wirksames Insulin vor den Mahlzeiten)
- Insulinpumpentherapie (automatisierte Injektion)
oder z. B. wie oft kontrollieren Sie Ihren Blutzucker:
- 1x täglich
- 2x täglich
- 3x täglich
- 4x täglich
- öfter als 4x täglich
- nie
Das betrifft so nur wenige Typ-2-Diabetiker, nicht alle spritzen, und wenn dann nicht so wie die möglichen Antworten lauten, nicht alle kontrollieren ihren Blutzucker mehrmals täglich.
Also, wenn ihr schon eine Umfrage macht und etwas verbessern wollt, dann solltet ihr euch im Vorfeld schon besser informieren. Insbesondere auch über den Unterschied zwischen Typ 1 und Typ 2.
-
am 02.12.2014 12:49:44
Student8 schrieb:
Das Ziel des Projekts ist es, ein besseres Verständnis über das Zusammenwirken dieser Variablen zu erhalten, um die Behandlung von Typ 2 Diabetes langfristig verbessern zu können.
Hallo!
Im Fragenkatalog geht ihr leider nicht auf die anderen Therapie-Möglichkeiten des Typ 2 ein, und dann habt ihr da durchaus seltsame Fragen, insbesondere, wie lange man meint, an Diabetes Typ 2 erkrankt zu bleiben...
Diese "Diabetesstudien" tauchen ja nun regelmäßig auf. Und jedesmal fehlt den Fragestellern ein nötiges Grundwissen.
Hier wäre ein Besuch beim nächsten Diabetologen, Teilnahme an Schulungen und Fachliteratur angesagt - zumal die Behandlung von Typ 2 Diabetes langfristig verbessert werden soll...
Ich will nicht meckern, - just my 2 cents... -
am 02.12.2014 13:16:46
Das mit dem fehlenden Grundwissen stimmt, (das ist bei diesen Studien meist so) deshalb ist es fast unmöglich manche Fragen zu beantworten, weil es keine passenden Antwortmöglichkeiten gibt.
Was mich besonders stört, ist dieser deprimierende Unterton der Fragen. Sicher, Diabetes ist eine chronische Krankheit, aber eine, mit der man sehr gut leben kann. Diese Weltuntergangsstimmung (Trost im Glauben u.ä.) würde wohl eher zu einem Fragebogen über die Parkinson- oder Huntingtonsche Krankheit passen. Das sind chronische Krankheiten, die einem Menschen deprimieren und am Leben verzweifeln lassen können. Aber nicht Diabetes.
Last not least sollte man vielleicht vermerken, daß diese Fragen in erster Linie für neu diagnostizierte Diabetiker gedacht sind. Für mich als langjährig Betroffene sind viele der Fragen schlichtweg sinnlos.
Zudem stört mich auch die Unterstellung, man sei an seinem Diabetes selbst schuld. Ich dachte, Behauptungen dieser Art hätten wir hinter uns.
Inwieweit diese Studie eine Verbesserung der Behandlung von Diabetes bewirken soll, ist mir schleierhaft.
Bearbeitet von User am 02.12.2014 13:20:22. Grund: *3 Benutzer dankten für diesen Nützlichen Beitrag. -
am 04.12.2014 09:15:03
Vielen Dank für Ihre Rückmeldungen.
Für die Fragestellung, die wir mit dieser Untersuchung beantworten wollen, sind die Antwortmöglichkeiten ausreichend. Es geht hier nicht darum eine völlig erschöpfende Studie durchzuführen. Allein der zeitliche Rahmen lässt das für uns gar nicht zu.
Dennoch freut es uns, dass hier darüber diskutiert wird und Anregungen und Bedenken geäußert werden. Wenn die Fragen einen deprimierenden Unterton haben, dann tut uns das natürlich sehr leid, aber Emotionen entstehen in erster Linie in einer Person selbst und werden viel weniger von außen induziert als das manchmal von Personen angenommen wird. Es mag sein, dass Sie keinen Trost im Glauben suchen oder dergleichen (was auch völlig ok ist), aber nur weil Sie diese Auffassung haben, heißt das noch lange nicht, dass das auf JEDEN anderen Menschen ebenso zutrifft. Allzu gerne glauben wir, dass unsere eigene Auffassung die einzige, richtige und mögliche ist. Das ist ein fataler Irrtum!
Auch tut es uns leid, wenn viele Fragen von Ihnen als sinnlos interpretiert werden. Das war sicher nicht unsere Absicht. Allerdings kann man jedem Statement zustimmen oder es ablehnen. Es geht um Ihre Meinung und nicht um unumstößliche Tatsachen. Das ist ein großer Unterschied!
Auf keinen Fall wollten wir unterstellen, dass Diabetiker ihre Krankheit selbstverschuldet haben! Das ist nun eine grobe Unterstellung ihrerseits und das können wir so auf keinen Fall stehen lassen, weil es schlichtweg nicht korrekt ist. Erneut muss ich nachdrücklich darauf hinweisen, dass es um Ihre Einschätzungen geht und nicht darum jemandem wegen seiner Krankheit Schuldzuweisungen zu machen. Wenn Sie diese Aussage für nicht korrekt halten, dann lehnen Sie diese bitte einfach ab, damit wäre uns schon sehr weitergeholfen.
Ich möchte mich abschließend dennoch bei Allen bedanken, die sich trotz Einwände und Bedenken die Zeit und das Interesse genommen habe, um an der Befragung teilzunehmen. Ihre Meinung zählt und ist uns wichtig!
Beste Grüße
Martin Küng -
am 04.12.2014 09:33:40
Hallo!
Zuerst habe ich das gelesen:
" Das Ziel des Projekts ist es, ein besseres Verständnis über das Zusammenwirken dieser Variablen zu erhalten, um die Behandlung von Typ 2 Diabetes langfristig verbessern zu können."
Und im letzten Beitrag dann das:
"Für die Fragestellung, die wir mit dieser Untersuchung beantworten wollen, sind die Antwortmöglichkeiten ausreichend."
Natürlich hat jeder Patient seine eigene individuelle Art, mit seiner Erkrankung umzugehen.
Mir ist allerdings jetzt erst recht schleierhaft, was mit dieser Umfrage in Bezug auf Verbesserung der Behandlung von Typ 2 erreicht werden soll.
Besteht denn die Absicht, ein Ergebnis zu publizieren? -
am 04.12.2014 10:30:50
Ein Fragebogen, der bei Betroffenen weit überwiegend negative Empfindungen und Erfahrungen und bestenfalls neutrale zu ihrer Krankheit/Behinderung (ich halte Diabetes heute für eine leichte und leicht gesund ausgleichbare Behinderung - war im Fragebogen an keiner Stelle zum Ankreuzen vorgesehen!) und ihrem Umgang damit abfragt, kommuniziert damit eine grundsätzlich megatiefe Einstellung dazu und gibt damit zwangsläufig die Ergebnistendenz vor.
Meine laienhaften 2 Cents. Ein Psychologe mag das anders sehen. -
am 04.12.2014 10:48:24
hjt_Jürgen schrieb:
Ein Fragebogen, der bei Betroffenen weit überwiegend negative Empfindungen und Erfahrungen und bestenfalls neutrale zu ihrer Krankheit/Behinderung (ich halte Diabetes heute für eine leichte und leicht gesund ausgleichbare Behinderung - war im Fragebogen an keiner Stelle zum Ankreuzen vorgesehen!) und ihrem Umgang damit abfragt, kommuniziert damit eine grundsätzlich megatiefe Einstellung dazu und gibt damit zwangsläufig die Ergebnistendenz vor.
Meine laienhaften 2 Cents. Ein Psychologe mag das anders sehen.
So sehe ich das auch und ich finde es schlimm, daß Diabetes einen derart schlechten Ruf in der Öffentlichkeit hat. Wenn man manche Beiträge in den diversen Foren liest, kann man manchmal den Eindruck bekommen, die Betroffenen sehen darin ihr Todesurteil. Daß es heutzutage möglich ist, ein ganz normales Leben zu führen, wird viel zu wenig erwähnt, wenn überhaupt.
Wozu derartige Studien gut sein sollten, erschließt sich mir nicht, sie verstärken diese Untergangsstimmung nur und das braucht keiner.1 Benutzer dankte für diesen Nützlichen Beitrag. -
am 04.12.2014 10:55:54
Student8 schrieb:
Vielen Dank für Ihre Rückmeldungen.
Für die Fragestellung, die wir mit dieser Untersuchung beantworten wollen, sind die Antwortmöglichkeiten ausreichend. Es geht hier nicht darum eine völlig erschöpfende Studie durchzuführen. Allein der zeitliche Rahmen lässt das für uns gar nicht zu.
Dennoch freut es uns, dass hier darüber diskutiert wird und Anregungen und Bedenken geäußert werden. Wenn die Fragen einen deprimierenden Unterton haben, dann tut uns das natürlich sehr leid, aber Emotionen entstehen in erster Linie in einer Person selbst und werden viel weniger von außen induziert als das manchmal von Personen angenommen wird. Es mag sein, dass Sie keinen Trost im Glauben suchen oder dergleichen (was auch völlig ok ist), aber nur weil Sie diese Auffassung haben, heißt das noch lange nicht, dass das auf JEDEN anderen Menschen ebenso zutrifft. Allzu gerne glauben wir, dass unsere eigene Auffassung die einzige, richtige und mögliche ist. Das ist ein fataler Irrtum!
Auch tut es uns leid, wenn viele Fragen von Ihnen als sinnlos interpretiert werden. Das war sicher nicht unsere Absicht. Allerdings kann man jedem Statement zustimmen oder es ablehnen. Es geht um Ihre Meinung und nicht um unumstößliche Tatsachen. Das ist ein großer Unterschied!
Auf keinen Fall wollten wir unterstellen, dass Diabetiker ihre Krankheit selbstverschuldet haben! Das ist nun eine grobe Unterstellung ihrerseits und das können wir so auf keinen Fall stehen lassen, weil es schlichtweg nicht korrekt ist. Erneut muss ich nachdrücklich darauf hinweisen, dass es um Ihre Einschätzungen geht und nicht darum jemandem wegen seiner Krankheit Schuldzuweisungen zu machen. Wenn Sie diese Aussage für nicht korrekt halten, dann lehnen Sie diese bitte einfach ab, damit wäre uns schon sehr weitergeholfen.
Ich möchte mich abschließend dennoch bei Allen bedanken, die sich trotz Einwände und Bedenken die Zeit und das Interesse genommen habe, um an der Befragung teilzunehmen. Ihre Meinung zählt und ist uns wichtig!
Beste Grüße
Martin Küng
Wie kommen Sie darauf, daß die Antwortmöglichkeiten ausreichend sind? Sind Sie selbst Diabetiker?
Sie wollen meine Meinung hören, lehnen Sie aber im selben Moment ab, da sie Ihrer Meinung nach nicht richtig ist. Ja was denn nun?
Was die Schuldzuweisungen wegen der Krankheit betrifft, so mag es sein, daß ich in dieser Hinsicht besonders hellhörig und empfindlich bin. Ich hab mir schon zu viel in dieser Hinsicht anhören müssen.
Sie haben aber doch ausdrücklich die Frage gestellt, ob man sich an seiner Krankheit selbst schuldig fühlt. Warum dies? Sind Sie wirklich der Ansicht, daß es selbstverschuldete Krankheiten gibt?
Sie wollen Meinungen haben, aber keine Kritik hören. So geht es meiner Meinung nach nicht.1 Benutzer dankte für diesen Nützlichen Beitrag. -
am 04.12.2014 11:06:26
.... die Antworten hier im Thread sind mittlerweile für Psychologie-Studenten, Facharbeit "Verbesserung der Behandlungsmöglichkeiten für insulinpflichtige Typ2er" wertvoller als die von 50 Fragebogen-Interviewten...