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Neu mit Verdacht Prädiabetes - speziell auch an Jürgen

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    am 20.12.2014 17:05:15
    Hallo!

    Ich war am Mittwoch gegen 14 Uhr zur betriebsärztlichen Untersuchung, dort wurde mir im Rahmen der üblichen Untersuchung Blut aus der Vene genommen. Am Donnerstag kam der Brief mit dem Hinweis, leicht erhöhter Glukosewert, ich soll doch mal meinen Hausarzt aufsuchen.

    Mein Wert war 127 - der Oberwert des Labors ist 120 (da venöses Blut) - deshalb der Hinweis.

    Wenn ich das hier auf die Obergrenze von 140 des kapillären Bluts umrechne - denn laut Wikipedia haben kapilläres und venöses Blut einen Unterschied im obersten Grenzwert von 20 - also 120 und 140 - (wobei ich gelesen habe, dass seit 2010 alle BZ-Messgeräte plasmakalibriert wurden) - muss ich also einen Wert von 147 gehabt haben. Ich war ca. 1 - 1.5 Stunden vor der Blutabnahme in der Kantine zum essen - Kartoffeltaschen, Tomatensoße, Salat mit Dressing...dann hinterher noch einen Kaffee - aber egal wie KH-reich das Essen war; nach allem was ich hier gelesen habe, wäre ein Stoffwechselgesunder ohne Probleme längst wieder bei 80 gewesen, und nun mache ich mir totale Sorgen!

    Habe mich in den letzten Tagen also ganz viel belesen, auch meinen Hausarzt angerufen, aber natürlich bekomme ich zwischen den Feiertagen keinen Termin mehr und kann erst im neuen Jahr zum möglichen Glukosetoleranztest und der Bestimmung des hb1ac (oder so).

    Ich habe mich nun nach intensiver Lektüre hier (und beim Lesen durch die ganzen Links, Fachartikel über bereits diabetische Stoffwechsellage und möglichen angiopathischen Schäden ab über 110) total verrückt gemacht und mir heute in der Apotheke ein BZ-Gerät geholt und führe nun ein Tagebuch, um mal einen Überblick zu bekommen und schon vor dem Arztbesuch mit der Beobachtung anzufangen.

    Mein Ergebnis 2 Stunden nach dem Frühstück (250 g Quark 20% Fett, 3 EL Haferflocken und Erdbeeren - alles in allem ca. 80 g KH) : 135!
    3 Stunden später: 104
    5 Stunden später (vor der nächsten Mahlzeit): 91

    Das deutet schon alles auf Prädiabetes hin, oder? Ich bin jetzt beunruhigt, da ich schlank bin, erst 32 Jahre und niemand, wirklich niemand in meiner Verwandtschaft (auch nicht in der entfernten) Diabetes hat.

    Ich nehme allerdings seit 5 Jahren Betablocker - ich habe gelesen, dass diese sich auf den Zuckerstoffwechsel auswirken können, hat jemand Erfahrungen dazu?

    Könnt ihr mir eure Einschätzungen und Erfahrungen geben - bis zum Arztbesuch ist es noch so lange hin und seit 3 Tagen verbringe ich meine Zeit mit nichts anderem, als in Diabetesforen zu lesen. :(

    Danke :(


    Bearbeitet von User am 20.12.2014 17:07:53. Grund: Ergänzung
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    am 20.12.2014 17:17:00
    So, jetzt habe ich nochmal einen Test gemacht - vor und nach meiner Mahlzeit.

    Da ich mich schon seit einiger Zeit low carb ernähre, stört mich die Umstellung nicht so sehr.

    Wie gesagt, heute morgen hatte ich Erdbeeren, Haferflocken und Quark - 2 Stunden nach dem Essen den Wert von 135 (1 Stunden nach dem Essen ging nicht, da ich erst dann aus der Apotheke zurück war).

    5 Stunden nach dem Essen waren es 91 - dies war vor meiner jetzigen Mahlzeit: selbstgemachter Eiersalat mit Mayonnaise, Remoulade und Senf - sehr KH-arm (so ca. 5 KH). Und siehe da: 1 Stunde nach dem Essen: 94.

    Also hält wohl nur absolutes low carb Essen meinen BZ-Spiegel auf einem akzeptablen Level und ich kann davon ausgehen, prädiabetisch zu sein, da ein GESUNDER ja auch bei einem Eimer purer Cola immer zwischen 60 und 80 bleibt (und meine 94 ja also selbst aus der Sicht noch schlecht sind), oder? :(

    P.S. Im Juni hatte ich mal ein großes Blutbild machen lassen und da war der Glukosewert nachmittags halb 5 bei 99. Also im Referenzrahmen bis 120, jedoch trotzdem nicht die als ideal gesehenen 60 - 80. Also muss ich innerhalb von 6 Monaten nun in eine prediabetische Lage gerutscht sein - aber wie?
    Bearbeitet von User am 20.12.2014 17:34:24. Grund: Ergänzung
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    am 20.12.2014 18:21:03
    Hallo Joralo,

    ich weiß nicht, ob speziell Jürgen dir Recht gibt, ich sehe aber keinen Grund für Verdacht auf eine größere Störung der BZ-Automatik. Nachmittags um 14.00 Uhr, also nicht lange nach dem Mittagessen, warst du ganz bestimmt nicht nüchtern. Verdächtig wären die 127 nur als Nüchternwert am Morgen. Deine anderen Selbstmessungen bringen dir auch nicht viel Erkenntnisse, weil du die Ungenauigkeiten deines Messgerätes beachten musst. Du bekommst als Aussage lediglich heraus, dass kein besonders verdächtiger BZ vorliegt. Ein Stoffwechselgesunder bleibt übrigens nach deinem Eimer Cola nicht zwischen 60 und 80, sondern zwischen 60 und 140, wobei zwischen 60 und 160 auch noch vollkommen unproblematisch wäre.

    Eine Kontrolle beim Arzt ist nicht verkehrt, aber verrückt würde ich mich an deiner Stelle nicht machen lassen.

    Beste Grüße, Rainer
    Bearbeitet von User am 20.12.2014 18:22:22. Grund: .
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    am 20.12.2014 18:23:16
    Hmm jetzt nach 2 Stunden auf 97, also leicht gestiegen.

    Das würde zwar nach allem, was ich gelesen habe, zu der These passen, dass reine Eiweiß- und Fettmahlzeiten den BZ wegen der Gluconeogenese später als KH-reiche Mahlzeiten ansteigen lassen....aber auf die berühmte 60 - 80er Marke komme ich wohl nicht mehr in meinem Leben.

    Mal sehen, was morgen der Nüchternblutzucker sagt und vor allem wie mein BZ durch die Decke schiesst, wenn ich mal eine WIRKLICH KH-reiche Mahlzeit esse...


    Was sagt ihr zu den bisherigen Verläufen und Ergebnissen, vor allem das beunruhigende Laborergebnis?
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    am 20.12.2014 18:28:28
    Oh danke Rainer, ich habe jetzt erst gesehen, dass du geantwortet hast. Deine Antworten sind genauso geschätzt - wie ich schon sagte, habe ich den letzten 3 Tagen nichts anderes getan als hier zumzulesen, und da sah ich deine superkompetenten Beiträge natürlich auch öfters! Du und Jürgen scheint mit diejenigen mit dem tiefsten Fachwissen zu sein, und ich mag eure 140-120-100 Formel und werde mich da rantasten.

    127 nicht beunruhigend? Aber der Labor-Oberwert war doch 120, also war doch etwas nicht in Ordnung. Und wie gesagt, im Verhältnis Vollblut aus dem Labor vs. BZ-Messung aus der Fingerbeere darf man wohl die hier zitierten 140 NICHT mit einbeziehen, da beide einen unterschiedlichen Oberwert haben.

    Also, was ich meine ist: wenn man die 120 umrechnet in die 140, die hier oft als gesunde Obergrenze genannt werden, hatte ich wohl 147 (um es in den hier viel zitierten Obergrenzen auszudrücken)...und das ist doch beunruhigend oder zumindest nicht stoffwechselgesund, oder?

    Umsonst markiert doch das Labor das nicht an, und umsonst hätte mir der Betriebsarzt doch dann nicht gesagt, dass ich meinen Hausarzt aufsuchen soll?
    Bearbeitet von User am 20.12.2014 18:39:19. Grund: Ergänzung
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    am 20.12.2014 18:52:12
    joralo schrieb:
    127 nicht beunruhigend? Aber der Labor-Oberwert war doch 120, also war doch etwas nicht in Ordnung.


    Das gilt nur für den Nüchternwert. Warst du wirklich um 14.00 Uhr noch nüchtern?

    Das Labor markiert den Wert, weil es normal davon ausgehen kann, dass es nur Glukosewerte von nüchternen Leuten geschickt bekommt. Mache mal Theater bei deinem Betriebsarzt und bringe ihm bei, wie sinnlos das Verfahren ist. Er müsste einfach nur den HbA1c bestimmen zu lassen, um eine verwendbare Aussage zu bekommen. Der HbA1c ist im Gegensatz zum Glukosewert nicht abhängig von den Mahlzeiten.
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    am 20.12.2014 19:43:43
    Danke für deine Beruhigung - nein, ich war 14 Uhr nicht nüchtern, sondern war um ca. 12.30 Uhr beim Essen, und da er vor der Blutentnahme erst den Sehtest gemacht hat, war es wohl eher 14.30, als er das Blut entnommen hat. Also 2 Stunden postprandial.

    Aber nochmal: der Wert ist der Vollblutwert - nicht der Plasmawert!

    Wenn man also

    - nach den Links hier geht, denen zufolge Gesunde nach 1 h postprandial bei 120 (Plasmawert) MAXIMUM stehen ("Most normal people are under 100 mg/dl (5.5 mmol/L) two hours after eating." ---- Link: http://www.phlaunt.com/diabetes/16422495.php )

    - UND meinen Vollblutwert in den Plasmawert umrechnet (Plasmawert = Vollblutwert * 1.11)

    ......dann war mein REALER Wert 2 Stunden postprandial bei 140 ! Also noch nicht bedenklich hoch, aber auch nicht in dem gesunden Bereich!

    Deshalb würde mich ja eine Einschätzung interessieren, ob dies schon auf Insulinresistenz hinweist, so dass ich JETZT schon gegensteuern kann. :)
    Bearbeitet von User am 20.12.2014 19:51:03. Grund: Änderung
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    am 20.12.2014 19:55:37
    Das Labor misst im Serum bzw. im Plasma.

    Auch die Handmessgeräte sind schon seit mehreren Jahren alle plasmakalibriert. Sie messen zwar im Vollblut, das Ergebnis wird aber intern entsprechend umgerechnet. Du hast es also heute durchgängig mit Plasma-Werten zu tun. Im www findest du noch viele alte Artikel und vielleicht auch einige neue Artikel mit veralteten Fakten.
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    am 20.12.2014 20:17:09
    Ja, ich sehe du hast recht.

    Hier : http://www.laborlexikon.de/Lexikon/Infoframe/g/Glukose_Serum.htm

    steht auch: "postprandiale Bestimmung:
    1-2 Stunden nach normaler Mahlzeit (schlecht standardisiert, nur zu Orientierung geeignet, ggf. Glukose-Toleranz-Test durchführen)"

    und

    "postprandial (1-2h): normal:

    Plasma/Serum : unter 130 mg/dl

    Vollblut: unter 130 mg/dl"


    Komisch....warum macht mich das Labor dann so verrückt? Ich hatte jetzt 3 Tage die Krise....ich werde es aber zum Anlass nehmen, meinen BZ-Wert von nun an zu beobachten - schaden kann es zur Prävention nicht...und werde trotzdem einen oGGT beim Hausarzt durchführen lassen.


    Wobei....bei meiner eigenen Selbstmessung heute hatte ich ja 2 h postprandial einen Wert von 135...Oh Gott...also doch nicht ganz im normalen Rahmen. :( Und das noch nichtmal bei einer reinen Zuckerflash-Mahlzeit (purer Zucker wie in Cola oder Schoki), sondern bei einer Mahlzeit, die recht ausgewogen war. Wenn es 135 2 h postprandial war. dann lag der Wert nach 1 h bestimmt schon bei 180. :(

    Ich mache mich wirklich schon seit 3 Tagen fertig und muss noch so lange bis zum Test beim Hausarzt warten.
    Bearbeitet von User am 20.12.2014 20:21:36. Grund: edit
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    am 21.12.2014 00:49:50
    joralo schrieb:


    Komisch....warum macht mich das Labor dann so verrückt? Ich hatte jetzt 3 Tage die Krise....ich werde es aber zum Anlass nehmen, meinen BZ-Wert von nun an zu beobachten - schaden kann es zur Prävention nicht...und werde trotzdem einen oGGT beim Hausarzt durchführen lassen.

    bei meiner eigenen Selbstmessung heute hatte ich ja 2 h postprandial einen Wert von 135...Oh Gott...also doch nicht ganz im normalen Rahmen. :( Und das noch nichtmal bei einer reinen Zuckerflash-Mahlzeit (purer Zucker wie in Cola oder Schoki), sondern bei einer Mahlzeit, die recht ausgewogen war.


    das labor hat dich nicht verrückt gemacht, das warst du selber :-). rainer hat es ja gut auf den punkt gebracht: das labor ging von nüchternwerten aus.

    aber ich finde es wirklich toll, wie sportlich du an die sache herangehst. bei deinen guten werten wird dir der hba1c nicht viel helfen und nur so viel verraten können, dass du keinen manifesten diabetes hast. viel interessanter wäre aber zu sehen, wie du auf einen belastungstest reagierst. deshalb finde ich deine idee gut, das ganze durch einen ogtt für dich noch transparenter zu machen. dann weißt du recht genau, ob da irgendwas im anmarsch ist.

    wär super, wenn du dich nach dem ergebnis mal hier meldest. daumen gedrückt.
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  • Michaelheuer

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    am 21.12.2014 08:07:57
    das stimmt dann koennte dir purea das ergebniss analysieren
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    am 21.12.2014 09:57:48
    Purea, danke für deine Antwort! Doch, das Labor hat mich verrückt gemacht, da sie diesen Wert ja "ankreideten" und der Betriebsarzt meinte, ich solle zum Hausarzt. Dass das Labor bei den Grenzwerten von nüchternen Proben ausgeht, habe ich noch gar nicht bedacht.

    Macht aber Sinn, wenn man die Nüchterngrenzen der Diabetesgesellschaften etc. anschaut, entweder sind es 60-110 oder (wie im Fall des Labors) 70-120. Wobei es ab 100 schon als prädiabetisch gesehen wird, und zwischen 90 und 100 das Risiko stark steigt, in den nächsten Jahren Diabetes zu entwickeln

    (http://www.phlaunt.com/diabetes/16422495.php) "A truly normal fasting blood sugar (which is also the blood sugar a normal person will see right before a meal) is: Between 70 mg/dl (3.9 mmol/L) and 92 mg/dl (5.0 mmol/L) . This is the finding of a considerable body of research. People whose blood sugar tests at this level do not develop diabetes over the next decade or longer. Those with supposedly normal blood sugars above 92 mg/dl often do.)."

    Deshalb beunruhigt mich mein heutiges Ergebnis: heute morgen vor dem Aufstehen Nüchternblutzucker von 94. Ich hätte weniger erwartet, richtig gesund ist das ja nicht. Ich glaube, es geht zumindest schon Richtung Stoffwechselstörung.... :(

    Dies habe ich gefunden:

    "Viel Fett und Eiweiß

    Wenn Sie abends eiweißreich essen, zum Beispiel ein großes Steak, viel Käse oder Quark, kann das den Morgenwert erhöhen"

    (http://www.diabetes-ratgeber.net/Blutzucker/Blutzucker-Was-tun-gegen-hohe-Morgenwerte-109047.html)

    War bei mir der Fall...abends nach 21 Uhr noch einen Eiweißshake aus 250 g Quark, 400 ml Milch und Eiweißpulver. Alles ab in den Mixer und runter damit....

    Muss das mal weiter beobachten...


    Sorry wenn ich hier Selbstgespräche führe, aber ich werde meinen Thread auch nutzen, um mein BZ-Tagebuch zu führen. Das Heft, das man von Accu check mitbekommt, ist ne Katastrophe...und ich werde auf jeden Fall meinen Hausarzt darauf ansprechen, die Betablocker abzusetzen, egal wie das Ergebnis des oGTT ausfällt.
    Bearbeitet von User am 21.12.2014 10:13:54. Grund: edit
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    am 21.12.2014 10:25:15
    Hallo Joralo,

    Achtsamkeit und Umsicht sind sehr gut, wenn es um die Gesundheit geht - Angst ist nur Mist und bringt nichts Gutes.. Du brauchst bei deinen Werten auch gar keine Angst zu haben. Warte in Ruhe das Ergebnsi bei deinem Arzt ab. Selbst wenn sich dabei eine Störung herausstellt, bist du mit deinen Werte sehr wahrscheinlich meilenwit von Diabetes entfernt. Vielleicht ist es nicht mal Prädiabetes, sondern eine nocht geringere Störung. Du wirst ja sehen und berichten was rauskommt. Von den 94 mit einem Handmessgerät, über dessen Genauigkeit du keine Kenntnis hast, brauchst du dich nun wirklich nicht verrückt machen zu lassen.

    Wenn dein Arzt einen oGTT machen will, dann denke daran, dass du die 3 Tage zuvor mindestens 150g KH essen musst. Wenn du das nicht machst, dann kommen falsche zu hohe Werte raus, was dich wieder umsonst verrückt machen würde.

    Beste Grüße, Rainer
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    am 21.12.2014 11:40:53
    Interessant:

    "a protein snack, which can be thought of as "slow release carbohydrate" since about 60% of protein turns into carbohydrate over a seven hour period."

    "BACKGROUND:

    Whey protein increases postprandial serum insulin levels.

    RESULTS:

    Postprandial amino acids, glucose-dependent insulinotropic polypeptide (GIP) and glucagon-like peptide 1 (GLP-1) responses were higher after whey compared to white wheat bread.

    CONCLUSIONS:

    Compared with white wheat bread meal, whey causes an increase of postprandial insulin..."

    http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/22647249

    (Wheyprotein = Molkeprotein, zu 20% im Quark enthalten).

    Molkeprotein hat also einen höheren Insulinspike als Weißbrot. Interessant...muss man bei Low Carb Ernährung mit im Hinterkopf behalten.

    Da ich vor 30 Minuten einen Quark-Beeren-Smoothie zum "Frühstück" hatte, werde ich in den nächsten 30 Minuten mal schauen, wie mein Blutzucker sich 1 h postprandial verhält...
    Bearbeitet von User am 21.12.2014 11:42:32. Grund: .
  • Kato01

    Rang: Gast
    am 21.12.2014 12:09:23
    Hallo,
    die Betablocker kann man nicht einfach absetzen,
    kontrollierst du deinen Blutdruck regelmäßig ???
    Mach keine unnötige Panik,deine Werte sind nicht beunruhigend und Stress ist auch nicht gut für Herz u Zucker.
    LG
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    am 21.12.2014 12:23:31
    Hallo Kato, danke für deinen Beitrag. Ich weiß, dass man die nicht absetzen kann - ich werde das Ausschleichen mit dem Doc besprechen. Deswegen warte ich damit ja auch, bis ich beim Doktor war.

    Ich nehme die Dinger nicht wegen erhöhtem Blutdruck, sondern weil ich vor 5 Jahren eine Herzmuskelentzündung hatte und noch einige Zeit danach mit schnellem Puls zu kämpfen hatte. Bzw. hatte man mich damals im Krankenhaus darauf eingestellt, nachdem ich morgens einen Spitzenpuls von 140 Schlägen / Minute hatte. Über die Jahre ist es nun zu einer Stütze geworden, da ich recht schnell zu Stress- und Panikreaktionen neige, und nach jährlichen kardiologischen Untersuchungen ist alles i.O am Herzen, Blutdruck bei 110/70, aber ich neige nunmal zu Panikattacken (wie man hier sieht :D ) und deshalb wollte ich die BBs bisher ungern ausschleichen, da ich Angst vor erhöhtem Puls hatte. Es ist einfach zu einem Selbstläufer geworden. Nachdem ich nun aber diesen "Schreckenswarnschuss" mit den BZ-Werten hatte UND gelesen habe, dass BBs auf den Zuckerstoffwechsel im negativen Sinne wirken können, werde ich definitiv nun das Ausschleichen besprechen - natürlich erst nach 24h-EKG-Gerätmessung. Das ist so mein Plan....


    Mein "Frühstück" vor 1 Stunde war:

    3 Tassen Kaffee mit Milch, 5 Mandeln, TK Beerenmischung, 250 g Quark, 400 ml Milch

    - Gesamt KH: 40 g, Eiweiß ~ 44 g, Fett: ~ 30 g, Gesamtkalorien: 609


    Blutzucker 1 h postprandial: 121

    Also scheint diese Kombination schonmal eine akzeptable Mahlzeit für meinen Blutzucker zu sein, gut zu wissen...ich werde weiter meine Mahlzeiten testen, um zu wissen was ich essen kann und was nicht.

    Leider habe ich soeben meinen letzten Teststreifen verbraucht und die neu bestellten werden wohl erst am Dienstag geliefert. Somit kann ich erstmal nicht weiter testen, aber ist vielleicht nicht das schlechteste für meine Psyche...


    Ich werde über die Weihnachtsfeiertage mal testen, wie sich mein Blutzucker bei richtigen KH-Bomben (Schoki usw, Marmelade mit Brötchen etc.) verhält, denn ich denke, nur daraus werde ich wirkliche Rückschlüsse auf meine BZ-Gesundheit schließen können. Denn auf den zweiten Blick sind zwar 121 nicht schlecht, aber kein Wunder bei langsamen Kohlenhydraten.

    Interessant wäre zu wissen, wie es bei schnellkettigen KHs abläuft...mir graut es schon vor den Ergebnissen, aber den Kopf in den Sand stecken hilft ja nichts. Und das würde mich dann auch motivieren, die Finger endgültig von Süßem zu lassen (einen ganzen Becher Ben & Jerrys Eis mit 1200 kcal pro Becher und 135 KHs am Stück wegzuputzen war für mich bis vor kurzem noch nochmal....)
    Bearbeitet von User am 21.12.2014 12:42:34. Grund: .
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    am 22.12.2014 03:24:00
    danke für die infos und insbesondere die angaben zur quelle.

    reines whey nimmt man ja gerne beim sport als ergänzung. zb. vor und nach einer krafteinheit. in dem fall sind die kh-speicher so leergeballert, dass das nachtanken mit whey und etwas kh unbedenklich ist im stadium deiner störung.

    quark mit ein paar früchten ist da auch völlig unbedenklich, nach meiner einschätzung. unsere werte scheinen recht nahe beeinander zu liegen. einmal hatte ich 500g quark, bananenscheiben reingeschnibbelt und ordentlich haferflocken mit drin. das wurde dann schon grenzwertig und ich passierte die 140.

    und wie gesagt: glückwunsch zu deinem sportlichen verhalten. testen, testen, testen und dann aufgrund vollständiger informationen die lebensstiländerung motiviert einleiten. das geht dann ganz automatisch, kann ich dir aus eigener erfahrung bestätigen.
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    am 18.01.2015 12:30:09
    Interessant für Frauen: 1 Woche vor Menstruation scheint es (auch in gesunden Frauen, wie in der Kontrollstudie gezeigt) "normal" zu sein, etwas höhere Glukosewerte zu haben:


    Variation of Glucose Concentration During Different Phases of Menstrual Cycle

    Maysaa Jalal Majeed, Department of Medical of Biochemistry, College of Medicine, University of Baghdad, 2011

    ABSTRACT:
    A woman's menstrual cycle (and accompanying hormonal changes) can cause variations in blood glucose levels. Many women may note an increase in their blood glucose after ovulation, which then decreases once menstruation starts. These changes are caused by the hormones estrogen and progesterone, which occur at higher levels before period. They influence insulin in causing blood glucose to rise. It is important to test blood glucose levels during this cycle to be certain that blood sugar variations are attributed to menstruation.

    OBJECTIVE:
    To study the effect of sex hormones (testosterone, estradiol and progesterone) on the level of glucose; as well as it may shed light on suitable dose of diabetic treatment during different phases of menstrual cycle.

    SUBJECTS & METHODS:
    This study included 50 healthy female with regular menstrual cycle aged 25-40 years (control group) and 25 diabetic type2 (well controlled) female with regular menstrual cycle aged 30-40 years. Serum fasting glucose and sex hormones (testosterone, progesterone and estradiol ) were evaluated in these two groups of patients and controls during follicular and luteal phases of sexual cycle. Colorimetric method was used in the serum glucose concentration determination, Enzyme Linked Immune Sorbent assay (ELISA) was used in the determining sex hormones level.

    RESULTS:
    The results of the present revealed significant increase in mean (+SD) values of serum glucose and serum progesterone levels with significant decrease of serum estradiol mean values in lateual phase than follicular phase of menstrual cycle of healthy women.

    Similar findings were found in diabetic women who have regular menstrual cycle. Serum glucose and serum progesterone showed significant increase, while serum estradiol showed significant decrease in the luteal phase compared with follicular phase. No significant difference was found serum testosterone level in the above studied groups between the phases. It was found that 22% of healthy women with regular menstrual cycle showed elevation in their serum glucose concentration during the luteal phase of their sexual cycle.

    CONCLUSION:
    The study revealed that blood glucose level changes along the period of menstrual cycle , due to the interaction between the hormones that control menstruation (estrogen and progesterone ) and the insulin hormone.

    www.iasj.net/iasj?func=fulltext&aId=42830
    ____________________________________________________________________________________

    Habe nochmal nachgeschaut, der Labortest war am Mittwoch, 1 Woche später am Donnerstag darauf....ihr wisst schon.

    Auch ein interessanter Aspekt, wobei die Studie natürlich nicht verrät, wie genau die "healthy women" definiert wurden. Da es "nur" 22 % der healthy women betraf, sind es vielleicht genau die, die schon für späteren Diabetes prädestiniert sind - oder es sind solche Frauen, die grundsätzlich höhere Progesteronwerte aufweisen und somit doch eher die Hormone einen Einfluss auf die Glukosespiegel haben, ohne gleich ein Marker für spätere Manifestation von Diabetes zu sein - aber ein interessanter Aspekt ist der Einfluss des Zyklus natürlich allemal.

    Ich habe gerade auch in Richtung PCOS überlegt, da diese Frauen ja besonders zu IR neigen und ein höheres Diabetesrisiko haben - aber bei diesen Frauen sind ja eher die Androgene erhöht und das Progesteron wird in der Lutealphase nicht ausreichend lange produziert, also hat die obige Studie im Hinblick auf PCOS wohl eher eine geringe Aussagekraft.

    ____________________________________________________________________________________

    "Significant increase observed in glucose concentration of healthy female with regular menstrual cycle, as well as significant increase observed in progesterone concentration of healthy female with regular menstrual cycle."

    Ob es mit dem PMS zusammenhängt, wonach man ja kurz vor Einsetzen der Menstruation sowieso mehr Heißhunger auf Süßes hat?

    "Other studies (13,14) which showed that it is possible that eating patterns change in the week before menstrual cycle and affect glucose levels; that women often have increased appetites and cravings during the days leading up to menstruation “ many women experience cravings for high-carbohydrate foods during the late luteal phase of their cycle”, However these studies suggest that this cannot be the sole cause of premenstrual hyperglycemia."

    Der "significant increase" war im Detail: 2 Wochen vor Ovulation war der Median des Glukosewerts bei 90, während er die 2 Wochen nach Ovulation auf 110 stieg! (Klingt für mich jedoch leider so, als ob hier nur Nüchternwerte gemessen wurde, die ja, wie wir hier wissen, weniger aussagekräftig sind).

    "It was found that 22% of these 50 healthy female with regular menstrual cycle showed elevation in serum glucose concentration (reference value 100 mg/dl) with mean 107 mg/dl during the luteal phase of menstrual cycle, while the reminders have normal glucose concentration during this period."


    Der Schuldige scheint der Progesteronanstieg in der Zeit nach dem Eisprung zu sein:

    "Many studies(15,16) found that progesterone is thought to be the main culprit in decreased insulin sensitivity during the luteal, or post-ovulation, phase, it’s not completely understood. The hormone progesterone plays a vital role in controlling blood sugar levels. One of the many functions of progesterone is blood sugar regulation in all vertebrates."

    Wobei das NICHT die bekannte Korrelation zwischen PCOS und IR erklärt, da ja gerade diese Frauen oftmals eben NICHT genug Progesteron und somit eine insuffiziente Lutealphase haben. Hmmm...wer mag hier mit mir weiter diskutieren und Licht ins Dunkle bringen? :D

    edit: Hier vielleicht doch schon ein wenig Licht ins Dunkle, erklärt auch den Zusammenhang zwischen geringem Progesteron bei PCOS und IR:

    "Progesterone is involved in the regulation of the lower sugar baseline, so if it is too low, as in the days before menstruation, during post natal depression or the years before menopause, the lower baseline is RAISED."

    Und hier die Erklärung:

    "What causes premenstrual changes in blood glucose? One theory is that increased levels of progesterone cause increased insulin resistance. This in turn leads to hyperglycemia. While most women report premenstrual increases in blood sugar, some do experience hypoglycemia during this time. This could be due to high levels of estrogen causing increased insulin sensitivity. For more information on this please read Diabetes Control and a Woman's Menstrual Cycle by David Fitz-Patrick, M.D. of the Diabetes & Hormone Center of the Pacific in Hawaii.

    Another explanation that is frequently given is that the cravings for carbohydrates which accompany premenstrual syndrome are to blame for elevated blood sugars. While it is true that women often have increased appetites and cravings during the days leading up to menstruation, this cannot be the sole cause of premenstrual hyperglycemia. Women who use an insulin infusion pump have the advantage of being able to deliver precise amounts of insulin and can balance the insulin to the amount of carbohydrate intake. Several women who are diligent about bolusing the correct insulin dose for everything that crosses their lips still report having a premenstrual blood sugar rise. THIS SUGGESTS THAT THE HORMONAL CHANGES ARE THE REAL REASON FOR THE INCREASE."

    Die letzten 2 Sätze sind eigentlich das super Spannende: Selbst Frauen, die Insulin spritzen und die Menge genau der Essensmenge anpassen (können) - selbst DIESE Frauen erleben TROTZDEM einen Glukoseanstieg vor dem Einsetzen der Menstruation!

    Auf jeden Fall super interessant, das alles!
    Bearbeitet von User am 18.01.2015 13:36:19. Grund: .
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    am 18.01.2015 13:44:58
    "Pre-menstrual hormones tend to make a woman's blood glucose higher at breakfast than it normally would be. Pre-menstrual hormones also make a woman's typical blood glucose fluctuations during the day even greater than usual. Usually, a woman's insulin requirement goes up 10 to 15% during the last 3 to 5 days of the menstrual cycle due to the hormone progesterone. This is the hormone that prepares the uterus to be full of extra tissue and blood to receive the egg, if it is fertilized. Rising levels of progesterone counteract that action of insulin. During these days, bedtime insulin doses may need to be increased, and possibly morning insulin doses as well."

    Da meine Anstiege, die mich ja erst zu meinem ersten sorgenvollen Beitrag veranlasst hatten (nüchtern: 94 am Sonntag, also 4 Tage vor Menstruation), in die Lutealphase fielen, werde ich mal an mir selbst testen, inwieweit es da wirklich Unterschiede zwischen diesen beiden Zyklusphasen gibt.

    Dazu müsste ich natürlich einen Monat lang dasselbe essen, hmmm, mal sehen, was für einen Essensplan ich mir da erstelle....

    Summa summarum: da meine Tests und Selbsttests in die Phase vor der Menstruation fielen und all meine zitierten Studien sagen, dass durch den Progesteronanstieg in der 2. Zyklushälfte ein erhöhter Gluskosewert festgestellt wurde, sind (hoffentlich) meine im Dezember gemessenen Selbstwerte darauf zurückzuführen - und (hoffentlich) noch kein Grund zur Beunruhigung.

    Der oGTT steht natürlich noch aus und nur der wird Klarheit bringen - aber jetzt verstehe ich wenigstens, warum eines der requirements für den oGTT ist, dass Frauen ihn möglichst NICHT kurz vor und nach der Menstruation durchführen sollten.
    Bearbeitet von User am 18.01.2015 13:59:41. Grund: .
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    am 18.01.2015 14:24:18
    Hier nochmal ein anderer wissenschaftlicher Beitrag aus dem "Review of Endocrinology" Journal (Oktober 2008):

    "Research suggests that decreased insulin sensitivity during the luteal phase may be a result of increased progesterone levels, either alone or in combination with estrogen.

    [...]

    In women WITHOUT DIABETES (!), changes in insulin sensitivity during the menstrual cycle have been demonstrated.6-9 In one study,6 a frequently sampled intravenous glucose tolerance test (FSIGT) was administered to 12 women with regular menstrual periods. A decrease in insulin sensitivity was found during the luteal phase of the menstrual cycle. The mechanisms that would mediate a change in insulin sensitivity are not precisely known, although studies in animals and humans suggest that the hormone progesterone may play a key role. Jovanovic10 suggests that the "anti-insulin action of progesterone" is the major contributor in the need for increased insulin during the luteal phase of the menstrual cycle.

    [...]

    Progesterone levels rise gradually after ovulation, reaching a coincidental peak at about the same time that estrogen peaks in the luteal phase, around days 21 to 23 of a normal 28-day menstrual cycle.

    (Sowohl der Labortest als auch meine Selbstmessungen fielen genau in diese 5-7 Tage davor.)

    [...]

    Several in vitro animal studies indicate that progesterone impairs glucose uptake in skeletal muscle and adipose tissue from rats.13,14 Progesterone was shown to augment pancreatic insulin release in animals, presumably in response to concurrent insulin resistance. In rats, pancreatic insulin response was greater when progesterone and estradiol were administered simultaneously compared to administering either substance alone.15 Higher doses of estradiol and progesterone produced significant islet cell hypertrophy in treated rats.

    In a human study, Trout2 examined glucose disposal at various phases of the menstrual cycle in reproductive-aged women. Although the numbers in this pilot study were small, women reported a 24% average decline in insulin sensitivity in the luteal phase compared to the follicular phase. Although not statistically significant, there was a trend of decreased insulin sensitivity with increased plasma progesterone levels (R= -0.50, P=.14).

    Another possible mechanism that may decrease insulin sensitivity around the time of menses could possibly be low-grade inflammation. Puder et al16 found that serum concentrations of high-sensitivity C-reactive protein changed with menstrual cycle phase. Levels of C-reactive protein correlated positively with premenstrual/menstrual physical and mood symptoms.

    Other studies also suggest that premenstrual symptoms may play a role in decreased insulin sensitivity. In a study of 406 diabetic women, Cawood et al17 showed that women with premenstrual syndrome (PMS) had increases in blood or urine glucose premenstrually and during menstruation as compared with women who did not have PMS. In the previously described study by Trout,2 a trend of decreased insulin sensitivity was noted with increasing premenstrual symptoms."

    http://bmctoday.net/reviewofendo/2008/10/article.asp?f=review1008_03.php
    ____________________________________________________________________________________

    Und noch eine Studie dazu:

    Blood glucose levels, insulin concentrations, and insulin resistance in healthy women and women with premenstrual syndrome: a comparative study

    (Juni 2013)

    The elevated glucose during the luteal phase in healthy women due to increased progesterone levels prevents the entry of glucose into the insulin-sensitive tissues, either in combination with estrogen or alone [14]. Some other studies performed in healthy women have documented that blood glucose did not change across different phases of the menstrual cycle [15,16]. On the other hand, others have theorized that the energy consumption during the luteal phase is due to fat instead of carbohydrate metabolism, resulting in the increased glucose levels in the luteal phase. This metabolism pattern is also attributed to the role of estradiol in relation to carbohydrate metabolism and loading in the luteal phase [17,18]. In the present study, the authors found an increase in insulin resistance and the progesterone level in healthy women during the luteal phase of the menstrual cycle in comparison to the follicular phase. This suggests that the reduction in insulin sensitivity during the luteal phase depends on the increased level of progesterone. In the study of Escalante Pulido and Alpizar Salazar [19] a trend was shown towards a correlation between increased plasma progesterone levels and decreased insulin sensitivity.

    It is known that vitamin D stimulates insulin secretion via its direct action on the pancreatic beta cells and its indirect action by extracellularly normalizing calcium levels [20].

    Previous studies have indicated differences in insulin resistance during the menstrual cycle in nondiabetic women. In the laboratory study of Valdes and Elkind-Hirsch [29], significant differences in the insulin resistance of healthy women during the follicular and luteal phases were observed. In one other study, no significant differences in insulin resistance during the menstrual cycle phases were seen either in healthy women or in patients with PMS [11]. Widom et al. [30] indicated that women who exhibited significantly higher estradiol levels in the luteal phase were observed to have significantly lower insulin resistance during this same phase of the menstrual cycle. In contrast, women who did not show differences in estradiol levels between the follicular and luteal phases of the menstrual cycle exhibited no phase dependent-changes in insulin resistance. As a result, in this particular study the estradiol levels seemed to influence possible menstrual cycle changes in insulin resistance.

    http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC3714432/
    ____________________________________________________________________________________

    Andere Faktoren, die den Wert beeinflussen können:

    Factors that Cause Temporary Rises in Blood Glucose Test Results
    And there are a lot of factors that the researchers don't check for that can push your blood sugar up or down 10 or 20 mg/dl. For example, if your body is fighting off a cold, long before you start to sniffle, your blood sugar will rise perhaps by 20 mg/dl or more. This additional glucose is used by the immune system as it tools up to fight the invader.

    Another factor that researchers miss is that women often see a significant boost in their blood sugars during certain parts of the menstrual cycle. Birth control pills and hormone replacement can also push their blood sugars up or down. And these hormonal changes may cause blood sugars to rise or fall by a significant amount--10 mg/dl for fasting blood sugar and 20 or 30 mg/dl in a post-meal value. So it is possible that some of the subjects in population studies who revert to normal from impaired may have been tested during a high blood sugar phase of their menstrual cycle. Remember, a rise of only 5 to 10 mg/dl could push you from the normal category into the impaired category if you are already near the cutoff point.

    Another factor that can push your blood sugars up or down, particularly if you are closer to impaired than to truly normal, is what you've been eating over the week before your test. Paradoxically, eating a very low carbohydrate diet or a very high carbohydrate diet can skew your results higher.

    Medications can also push your blood sugars up and down enough to push you from one category to another. Sulfa antibiotics like Septra, for example, lower blood sugars, while cortisones and some mood-changing drugs can push it up.

    But in all these situations, we're talking about a small difference, the difference between a post meal test blood sugar concentration of 145 and 125 mg/dl, not the difference between 145 and 87. And though this small difference doesn't really mean that much has changed in your health, it will move you from one category to the next when researchers use hard cutoffs.
    So Who is Truly Normal?
    So although it is possible to move back into the "normal" category based on a relatively small fluctuation from test to test, if your readings are in the mid-90s fasting and over 100 mg/dl two hours after a meal tolerance test consider your blood sugars borderline abnormal and start working on improving them now, when it is easiest to do it.

    http://www.phlaunt.com/diabetes/14046669.php
    ____________________________________________________________________________________

    Noch eine interessante Studie mit einem interessanten Ausblick auf den Nüchternblutzucker:

    A study of 344 people published in November 2007 examined the relationship of their fasting blood sugar to the presence of metabolic syndrome. They broke their study subjects into four groups by fasting blood sugar rather than the usual three. The groups were: Normal (below 101 mg/dl or 5.6 mmol/L), FBG1 (101-109 mg/dl 5.6 and 6.0 mmol/L), FBG2 (110-124 mg/dl 6.1-6.9 mmol/L) and Diabetic (above 125 mg/dl 7 mmol/L).

    This is unusual, because most studies will lump people with fasting blood sugars between 100 and 110 mg/dl (the FBG1 group) with the either the normal or the pre-diabetic group. By breaking that group out separately it was possible to discover a relationship between fasting blood sugar and health that might have otherwise been missed. And that is exactly what happened.

    This study found that people in the FBG2 group had the same cardiovascular and metabolic syndrome incidence as people with diabetes. Which backs up what we have seen above: for most people, the deterioration of fasting blood sugar over 110 mg/dl occurs only after many years of exposure to very high post-meal blood sugars and by the time fasting blood sugar deteriorates this much, diabetic complications, most notably heart disease are well established.

    In contrast, the intermediate FBG1 group was a lot more normal as far as cardiovascular and metabolic syndrome markers went. This suggests that the fasting blood sugar between 100 mg/dl and 110 mg/dl, should be treated as a major watershed and that if you test into this fasting blood sugar range on a screening, you should take aggressive steps to lower your post-meal blood sugars, because you have caught the abnormality early enough to be able to prevent cardiovascular deterioration.

    Classical cardiovascular risk factors according to fasting plasma glucose levels Sergio Martinez-Hervasa, et al. European Journal of Internal Medicine Volume 19, Issue 3, May 2008, Pages 209-213
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    Werde natürlich trotzdem noch den oGTT durchführen und weiter berichten!
    Bearbeitet von User am 18.01.2015 15:16:11. Grund: .
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    am 18.01.2015 17:11:09
    Ganz schön fleißig, Respekt. Aber für die Übersichtlichkeit würden jeweils Schlüsselsätze oder -abschnitte und die zugehörigen Links reichen :)

    Zum Verständnis ist wichtig, dass weniger Insulinempfindlichkeit erst einmal nicht im BZ sichtbar wird, sondern nur durch mehr Insulin bei gleichem BZ. Und erst wenn das Mehr nicht mehr ausreichend geliefert werden kann oder/und wenn die Regelung nicht mehr ausreichend funzt, steigt der BZ.

    Die Freiheit der eigenen Meinung setzt zwingend die Achtung und den Respekt vor jeder anderen Meinung voraus.
    Bearbeitet von User am 18.01.2015 17:33:51. Grund: Ergänzung
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    am 18.01.2015 17:53:05
    hjt_Jürgen schrieb:
    Die Freiheit der eigenen Meinung setzt zwingend die Achtung und den Respekt vor jeder anderen Meinung voraus.


    Ein super Satz. Ich hoffe er regt manche zum Nachdenken an.

    „Jeder Mensch hat die Chance, jeden Tag einen Teil der Welt zu verbessern, nämlich sich selbst“(Paul Anton de Lagarde)
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    am 18.01.2015 21:16:08
    Hallo Jürgen, da du dich ja hier zu Wort gemeldet hast - was hältst du denn von meinen Werten aus meinen ersten Beiträgen?

    Danke. :)
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    am 18.01.2015 22:04:39
    hjt_Jürgen schrieb:

    Die Freiheit der eigenen Meinung setzt zwingend die Achtung und den Respekt vor jeder anderen Meinung voraus.



    Danke Jürgen für diesen schönen Satz!

    Darf ich ihn zu gegebener Zeit an passender Stelle zitieren?
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    am 18.01.2015 23:46:49
    Hab selbst aus der örtlichen Selbsthilfe einige Screenings gemacht und dabei immer 140mg/dl als Schwelle verwendet, über der den Betroffenen der Arztbesuch empfohlen wurde. Mit dem Hinweis, dass da was sein könnte - nicht dass da was ist.

    Zu Deinen Werten:
    BZ Messen ist wie beim Auto vorn zur Frontscheibe raus schauen. Und wenn da was im Weg steht, kann das nicht beunruhigen, sondern dann is gut, dass man's sieht und passend reagieren kann.

    Plusminus 10-15%.

    Deine Messungen bewegen sich alle zahlenmäßig wenigstens auf den ersten Blick am oberen Rand von gesund. Wie Du sie für Dich einordnen kannst, hast Du längst mit vielen Beispielen für Dich selbst raus gefunden, also zwischen ganz gesund und nicht ganz gesund. Die Bewertung kann nur Deine Entscheidung sein.

    Nur noch einmal, auch eine nicht-ganz-gesund-Entscheidung würde ich nicht als beunruhigend krank bewerten, sondern mit David Mendosa eher recht beruhigend gesund :)

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    Die Freiheit der eigenen Meinung setzt zwingend die Achtung und den Respekt vor jeder anderen Meinung voraus. - Wer's auch so sieht, sagt's bitte einfach weiter.
    Bearbeitet von User am 18.01.2015 23:49:59. Grund: Ergänzung