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Neu mit Verdacht Prädiabetes - speziell auch an Jürgen
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am 20.12.2014 17:05:15
Hallo!
Ich war am Mittwoch gegen 14 Uhr zur betriebsärztlichen Untersuchung, dort wurde mir im Rahmen der üblichen Untersuchung Blut aus der Vene genommen. Am Donnerstag kam der Brief mit dem Hinweis, leicht erhöhter Glukosewert, ich soll doch mal meinen Hausarzt aufsuchen.
Mein Wert war 127 - der Oberwert des Labors ist 120 (da venöses Blut) - deshalb der Hinweis.
Wenn ich das hier auf die Obergrenze von 140 des kapillären Bluts umrechne - denn laut Wikipedia haben kapilläres und venöses Blut einen Unterschied im obersten Grenzwert von 20 - also 120 und 140 - (wobei ich gelesen habe, dass seit 2010 alle BZ-Messgeräte plasmakalibriert wurden) - muss ich also einen Wert von 147 gehabt haben. Ich war ca. 1 - 1.5 Stunden vor der Blutabnahme in der Kantine zum essen - Kartoffeltaschen, Tomatensoße, Salat mit Dressing...dann hinterher noch einen Kaffee - aber egal wie KH-reich das Essen war; nach allem was ich hier gelesen habe, wäre ein Stoffwechselgesunder ohne Probleme längst wieder bei 80 gewesen, und nun mache ich mir totale Sorgen!
Habe mich in den letzten Tagen also ganz viel belesen, auch meinen Hausarzt angerufen, aber natürlich bekomme ich zwischen den Feiertagen keinen Termin mehr und kann erst im neuen Jahr zum möglichen Glukosetoleranztest und der Bestimmung des hb1ac (oder so).
Ich habe mich nun nach intensiver Lektüre hier (und beim Lesen durch die ganzen Links, Fachartikel über bereits diabetische Stoffwechsellage und möglichen angiopathischen Schäden ab über 110) total verrückt gemacht und mir heute in der Apotheke ein BZ-Gerät geholt und führe nun ein Tagebuch, um mal einen Überblick zu bekommen und schon vor dem Arztbesuch mit der Beobachtung anzufangen.
Mein Ergebnis 2 Stunden nach dem Frühstück (250 g Quark 20% Fett, 3 EL Haferflocken und Erdbeeren - alles in allem ca. 80 g KH) : 135!
3 Stunden später: 104
5 Stunden später (vor der nächsten Mahlzeit): 91
Das deutet schon alles auf Prädiabetes hin, oder? Ich bin jetzt beunruhigt, da ich schlank bin, erst 32 Jahre und niemand, wirklich niemand in meiner Verwandtschaft (auch nicht in der entfernten) Diabetes hat.
Ich nehme allerdings seit 5 Jahren Betablocker - ich habe gelesen, dass diese sich auf den Zuckerstoffwechsel auswirken können, hat jemand Erfahrungen dazu?
Könnt ihr mir eure Einschätzungen und Erfahrungen geben - bis zum Arztbesuch ist es noch so lange hin und seit 3 Tagen verbringe ich meine Zeit mit nichts anderem, als in Diabetesforen zu lesen. :(
Danke :(
Bearbeitet von User am 20.12.2014 17:07:53. Grund: Ergänzung -
am 20.12.2014 17:17:00
So, jetzt habe ich nochmal einen Test gemacht - vor und nach meiner Mahlzeit.
Da ich mich schon seit einiger Zeit low carb ernähre, stört mich die Umstellung nicht so sehr.
Wie gesagt, heute morgen hatte ich Erdbeeren, Haferflocken und Quark - 2 Stunden nach dem Essen den Wert von 135 (1 Stunden nach dem Essen ging nicht, da ich erst dann aus der Apotheke zurück war).
5 Stunden nach dem Essen waren es 91 - dies war vor meiner jetzigen Mahlzeit: selbstgemachter Eiersalat mit Mayonnaise, Remoulade und Senf - sehr KH-arm (so ca. 5 KH). Und siehe da: 1 Stunde nach dem Essen: 94.
Also hält wohl nur absolutes low carb Essen meinen BZ-Spiegel auf einem akzeptablen Level und ich kann davon ausgehen, prädiabetisch zu sein, da ein GESUNDER ja auch bei einem Eimer purer Cola immer zwischen 60 und 80 bleibt (und meine 94 ja also selbst aus der Sicht noch schlecht sind), oder? :(
P.S. Im Juni hatte ich mal ein großes Blutbild machen lassen und da war der Glukosewert nachmittags halb 5 bei 99. Also im Referenzrahmen bis 120, jedoch trotzdem nicht die als ideal gesehenen 60 - 80. Also muss ich innerhalb von 6 Monaten nun in eine prediabetische Lage gerutscht sein - aber wie?
Bearbeitet von User am 20.12.2014 17:34:24. Grund: Ergänzung -
am 20.12.2014 18:21:03
Hallo Joralo,
ich weiß nicht, ob speziell Jürgen dir Recht gibt, ich sehe aber keinen Grund für Verdacht auf eine größere Störung der BZ-Automatik. Nachmittags um 14.00 Uhr, also nicht lange nach dem Mittagessen, warst du ganz bestimmt nicht nüchtern. Verdächtig wären die 127 nur als Nüchternwert am Morgen. Deine anderen Selbstmessungen bringen dir auch nicht viel Erkenntnisse, weil du die Ungenauigkeiten deines Messgerätes beachten musst. Du bekommst als Aussage lediglich heraus, dass kein besonders verdächtiger BZ vorliegt. Ein Stoffwechselgesunder bleibt übrigens nach deinem Eimer Cola nicht zwischen 60 und 80, sondern zwischen 60 und 140, wobei zwischen 60 und 160 auch noch vollkommen unproblematisch wäre.
Eine Kontrolle beim Arzt ist nicht verkehrt, aber verrückt würde ich mich an deiner Stelle nicht machen lassen.
Beste Grüße, Rainer
Bearbeitet von User am 20.12.2014 18:22:22. Grund: .2 Benutzer dankten für diesen Nützlichen Beitrag. -
am 20.12.2014 18:23:16
Hmm jetzt nach 2 Stunden auf 97, also leicht gestiegen.
Das würde zwar nach allem, was ich gelesen habe, zu der These passen, dass reine Eiweiß- und Fettmahlzeiten den BZ wegen der Gluconeogenese später als KH-reiche Mahlzeiten ansteigen lassen....aber auf die berühmte 60 - 80er Marke komme ich wohl nicht mehr in meinem Leben.
Mal sehen, was morgen der Nüchternblutzucker sagt und vor allem wie mein BZ durch die Decke schiesst, wenn ich mal eine WIRKLICH KH-reiche Mahlzeit esse...
Was sagt ihr zu den bisherigen Verläufen und Ergebnissen, vor allem das beunruhigende Laborergebnis? -
am 20.12.2014 18:28:28
Oh danke Rainer, ich habe jetzt erst gesehen, dass du geantwortet hast. Deine Antworten sind genauso geschätzt - wie ich schon sagte, habe ich den letzten 3 Tagen nichts anderes getan als hier zumzulesen, und da sah ich deine superkompetenten Beiträge natürlich auch öfters! Du und Jürgen scheint mit diejenigen mit dem tiefsten Fachwissen zu sein, und ich mag eure 140-120-100 Formel und werde mich da rantasten.
127 nicht beunruhigend? Aber der Labor-Oberwert war doch 120, also war doch etwas nicht in Ordnung. Und wie gesagt, im Verhältnis Vollblut aus dem Labor vs. BZ-Messung aus der Fingerbeere darf man wohl die hier zitierten 140 NICHT mit einbeziehen, da beide einen unterschiedlichen Oberwert haben.
Also, was ich meine ist: wenn man die 120 umrechnet in die 140, die hier oft als gesunde Obergrenze genannt werden, hatte ich wohl 147 (um es in den hier viel zitierten Obergrenzen auszudrücken)...und das ist doch beunruhigend oder zumindest nicht stoffwechselgesund, oder?
Umsonst markiert doch das Labor das nicht an, und umsonst hätte mir der Betriebsarzt doch dann nicht gesagt, dass ich meinen Hausarzt aufsuchen soll?
Bearbeitet von User am 20.12.2014 18:39:19. Grund: Ergänzung -
am 20.12.2014 18:52:12
joralo schrieb:
127 nicht beunruhigend? Aber der Labor-Oberwert war doch 120, also war doch etwas nicht in Ordnung.
Das gilt nur für den Nüchternwert. Warst du wirklich um 14.00 Uhr noch nüchtern?
Das Labor markiert den Wert, weil es normal davon ausgehen kann, dass es nur Glukosewerte von nüchternen Leuten geschickt bekommt. Mache mal Theater bei deinem Betriebsarzt und bringe ihm bei, wie sinnlos das Verfahren ist. Er müsste einfach nur den HbA1c bestimmen zu lassen, um eine verwendbare Aussage zu bekommen. Der HbA1c ist im Gegensatz zum Glukosewert nicht abhängig von den Mahlzeiten.1 Benutzer dankte für diesen Nützlichen Beitrag. -
am 20.12.2014 19:43:43
Danke für deine Beruhigung - nein, ich war 14 Uhr nicht nüchtern, sondern war um ca. 12.30 Uhr beim Essen, und da er vor der Blutentnahme erst den Sehtest gemacht hat, war es wohl eher 14.30, als er das Blut entnommen hat. Also 2 Stunden postprandial.
Aber nochmal: der Wert ist der Vollblutwert - nicht der Plasmawert!
Wenn man also
- nach den Links hier geht, denen zufolge Gesunde nach 1 h postprandial bei 120 (Plasmawert) MAXIMUM stehen ("Most normal people are under 100 mg/dl (5.5 mmol/L) two hours after eating." ---- Link: http://www.phlaunt.com/diabetes/16422495.php )
- UND meinen Vollblutwert in den Plasmawert umrechnet (Plasmawert = Vollblutwert * 1.11)
......dann war mein REALER Wert 2 Stunden postprandial bei 140 ! Also noch nicht bedenklich hoch, aber auch nicht in dem gesunden Bereich!
Deshalb würde mich ja eine Einschätzung interessieren, ob dies schon auf Insulinresistenz hinweist, so dass ich JETZT schon gegensteuern kann. :)
Bearbeitet von User am 20.12.2014 19:51:03. Grund: Änderung -
am 20.12.2014 19:55:37
Das Labor misst im Serum bzw. im Plasma.
Auch die Handmessgeräte sind schon seit mehreren Jahren alle plasmakalibriert. Sie messen zwar im Vollblut, das Ergebnis wird aber intern entsprechend umgerechnet. Du hast es also heute durchgängig mit Plasma-Werten zu tun. Im www findest du noch viele alte Artikel und vielleicht auch einige neue Artikel mit veralteten Fakten.2 Benutzer dankten für diesen Nützlichen Beitrag. -
am 20.12.2014 20:17:09
Ja, ich sehe du hast recht.
Hier : http://www.laborlexikon.de/Lexikon/Infoframe/g/Glukose_Serum.htm
steht auch: "postprandiale Bestimmung:
1-2 Stunden nach normaler Mahlzeit (schlecht standardisiert, nur zu Orientierung geeignet, ggf. Glukose-Toleranz-Test durchführen)"
und
"postprandial (1-2h): normal:
Plasma/Serum : unter 130 mg/dl
Vollblut: unter 130 mg/dl"
Komisch....warum macht mich das Labor dann so verrückt? Ich hatte jetzt 3 Tage die Krise....ich werde es aber zum Anlass nehmen, meinen BZ-Wert von nun an zu beobachten - schaden kann es zur Prävention nicht...und werde trotzdem einen oGGT beim Hausarzt durchführen lassen.
Wobei....bei meiner eigenen Selbstmessung heute hatte ich ja 2 h postprandial einen Wert von 135...Oh Gott...also doch nicht ganz im normalen Rahmen. :( Und das noch nichtmal bei einer reinen Zuckerflash-Mahlzeit (purer Zucker wie in Cola oder Schoki), sondern bei einer Mahlzeit, die recht ausgewogen war. Wenn es 135 2 h postprandial war. dann lag der Wert nach 1 h bestimmt schon bei 180. :(
Ich mache mich wirklich schon seit 3 Tagen fertig und muss noch so lange bis zum Test beim Hausarzt warten.
Bearbeitet von User am 20.12.2014 20:21:36. Grund: edit -
am 21.12.2014 00:49:50
joralo schrieb:
Komisch....warum macht mich das Labor dann so verrückt? Ich hatte jetzt 3 Tage die Krise....ich werde es aber zum Anlass nehmen, meinen BZ-Wert von nun an zu beobachten - schaden kann es zur Prävention nicht...und werde trotzdem einen oGGT beim Hausarzt durchführen lassen.
bei meiner eigenen Selbstmessung heute hatte ich ja 2 h postprandial einen Wert von 135...Oh Gott...also doch nicht ganz im normalen Rahmen. :( Und das noch nichtmal bei einer reinen Zuckerflash-Mahlzeit (purer Zucker wie in Cola oder Schoki), sondern bei einer Mahlzeit, die recht ausgewogen war.
das labor hat dich nicht verrückt gemacht, das warst du selber :-). rainer hat es ja gut auf den punkt gebracht: das labor ging von nüchternwerten aus.
aber ich finde es wirklich toll, wie sportlich du an die sache herangehst. bei deinen guten werten wird dir der hba1c nicht viel helfen und nur so viel verraten können, dass du keinen manifesten diabetes hast. viel interessanter wäre aber zu sehen, wie du auf einen belastungstest reagierst. deshalb finde ich deine idee gut, das ganze durch einen ogtt für dich noch transparenter zu machen. dann weißt du recht genau, ob da irgendwas im anmarsch ist.
wär super, wenn du dich nach dem ergebnis mal hier meldest. daumen gedrückt.1 Benutzer dankte für diesen Nützlichen Beitrag. -
Michaelheuer
Rang: Gastam 21.12.2014 08:07:57
das stimmt dann koennte dir purea das ergebniss analysieren -
am 21.12.2014 09:57:48
Purea, danke für deine Antwort! Doch, das Labor hat mich verrückt gemacht, da sie diesen Wert ja "ankreideten" und der Betriebsarzt meinte, ich solle zum Hausarzt. Dass das Labor bei den Grenzwerten von nüchternen Proben ausgeht, habe ich noch gar nicht bedacht.
Macht aber Sinn, wenn man die Nüchterngrenzen der Diabetesgesellschaften etc. anschaut, entweder sind es 60-110 oder (wie im Fall des Labors) 70-120. Wobei es ab 100 schon als prädiabetisch gesehen wird, und zwischen 90 und 100 das Risiko stark steigt, in den nächsten Jahren Diabetes zu entwickeln
(http://www.phlaunt.com/diabetes/16422495.php) "A truly normal fasting blood sugar (which is also the blood sugar a normal person will see right before a meal) is: Between 70 mg/dl (3.9 mmol/L) and 92 mg/dl (5.0 mmol/L) . This is the finding of a considerable body of research. People whose blood sugar tests at this level do not develop diabetes over the next decade or longer. Those with supposedly normal blood sugars above 92 mg/dl often do.)."
Deshalb beunruhigt mich mein heutiges Ergebnis: heute morgen vor dem Aufstehen Nüchternblutzucker von 94. Ich hätte weniger erwartet, richtig gesund ist das ja nicht. Ich glaube, es geht zumindest schon Richtung Stoffwechselstörung.... :(
Dies habe ich gefunden:
"Viel Fett und Eiweiß
Wenn Sie abends eiweißreich essen, zum Beispiel ein großes Steak, viel Käse oder Quark, kann das den Morgenwert erhöhen"
(http://www.diabetes-ratgeber.net/Blutzucker/Blutzucker-Was-tun-gegen-hohe-Morgenwerte-109047.html)
War bei mir der Fall...abends nach 21 Uhr noch einen Eiweißshake aus 250 g Quark, 400 ml Milch und Eiweißpulver. Alles ab in den Mixer und runter damit....
Muss das mal weiter beobachten...
Sorry wenn ich hier Selbstgespräche führe, aber ich werde meinen Thread auch nutzen, um mein BZ-Tagebuch zu führen. Das Heft, das man von Accu check mitbekommt, ist ne Katastrophe...und ich werde auf jeden Fall meinen Hausarzt darauf ansprechen, die Betablocker abzusetzen, egal wie das Ergebnis des oGTT ausfällt.
Bearbeitet von User am 21.12.2014 10:13:54. Grund: edit -
am 21.12.2014 10:25:15
Hallo Joralo,
Achtsamkeit und Umsicht sind sehr gut, wenn es um die Gesundheit geht - Angst ist nur Mist und bringt nichts Gutes.. Du brauchst bei deinen Werten auch gar keine Angst zu haben. Warte in Ruhe das Ergebnsi bei deinem Arzt ab. Selbst wenn sich dabei eine Störung herausstellt, bist du mit deinen Werte sehr wahrscheinlich meilenwit von Diabetes entfernt. Vielleicht ist es nicht mal Prädiabetes, sondern eine nocht geringere Störung. Du wirst ja sehen und berichten was rauskommt. Von den 94 mit einem Handmessgerät, über dessen Genauigkeit du keine Kenntnis hast, brauchst du dich nun wirklich nicht verrückt machen zu lassen.
Wenn dein Arzt einen oGTT machen will, dann denke daran, dass du die 3 Tage zuvor mindestens 150g KH essen musst. Wenn du das nicht machst, dann kommen falsche zu hohe Werte raus, was dich wieder umsonst verrückt machen würde.
Beste Grüße, Rainer2 Benutzer dankten für diesen Nützlichen Beitrag. -
am 21.12.2014 11:40:53
Interessant:
"a protein snack, which can be thought of as "slow release carbohydrate" since about 60% of protein turns into carbohydrate over a seven hour period."
"BACKGROUND:
Whey protein increases postprandial serum insulin levels.
RESULTS:
Postprandial amino acids, glucose-dependent insulinotropic polypeptide (GIP) and glucagon-like peptide 1 (GLP-1) responses were higher after whey compared to white wheat bread.
CONCLUSIONS:
Compared with white wheat bread meal, whey causes an increase of postprandial insulin..."
http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/22647249
(Wheyprotein = Molkeprotein, zu 20% im Quark enthalten).
Molkeprotein hat also einen höheren Insulinspike als Weißbrot. Interessant...muss man bei Low Carb Ernährung mit im Hinterkopf behalten.
Da ich vor 30 Minuten einen Quark-Beeren-Smoothie zum "Frühstück" hatte, werde ich in den nächsten 30 Minuten mal schauen, wie mein Blutzucker sich 1 h postprandial verhält...
Bearbeitet von User am 21.12.2014 11:42:32. Grund: . -
Kato01
Rang: Gastam 21.12.2014 12:09:23
Hallo,
die Betablocker kann man nicht einfach absetzen,
kontrollierst du deinen Blutdruck regelmäßig ???
Mach keine unnötige Panik,deine Werte sind nicht beunruhigend und Stress ist auch nicht gut für Herz u Zucker.
LG -
am 21.12.2014 12:23:31
Hallo Kato, danke für deinen Beitrag. Ich weiß, dass man die nicht absetzen kann - ich werde das Ausschleichen mit dem Doc besprechen. Deswegen warte ich damit ja auch, bis ich beim Doktor war.
Ich nehme die Dinger nicht wegen erhöhtem Blutdruck, sondern weil ich vor 5 Jahren eine Herzmuskelentzündung hatte und noch einige Zeit danach mit schnellem Puls zu kämpfen hatte. Bzw. hatte man mich damals im Krankenhaus darauf eingestellt, nachdem ich morgens einen Spitzenpuls von 140 Schlägen / Minute hatte. Über die Jahre ist es nun zu einer Stütze geworden, da ich recht schnell zu Stress- und Panikreaktionen neige, und nach jährlichen kardiologischen Untersuchungen ist alles i.O am Herzen, Blutdruck bei 110/70, aber ich neige nunmal zu Panikattacken (wie man hier sieht :D ) und deshalb wollte ich die BBs bisher ungern ausschleichen, da ich Angst vor erhöhtem Puls hatte. Es ist einfach zu einem Selbstläufer geworden. Nachdem ich nun aber diesen "Schreckenswarnschuss" mit den BZ-Werten hatte UND gelesen habe, dass BBs auf den Zuckerstoffwechsel im negativen Sinne wirken können, werde ich definitiv nun das Ausschleichen besprechen - natürlich erst nach 24h-EKG-Gerätmessung. Das ist so mein Plan....
Mein "Frühstück" vor 1 Stunde war:
3 Tassen Kaffee mit Milch, 5 Mandeln, TK Beerenmischung, 250 g Quark, 400 ml Milch
- Gesamt KH: 40 g, Eiweiß ~ 44 g, Fett: ~ 30 g, Gesamtkalorien: 609
Blutzucker 1 h postprandial: 121
Also scheint diese Kombination schonmal eine akzeptable Mahlzeit für meinen Blutzucker zu sein, gut zu wissen...ich werde weiter meine Mahlzeiten testen, um zu wissen was ich essen kann und was nicht.
Leider habe ich soeben meinen letzten Teststreifen verbraucht und die neu bestellten werden wohl erst am Dienstag geliefert. Somit kann ich erstmal nicht weiter testen, aber ist vielleicht nicht das schlechteste für meine Psyche...
Ich werde über die Weihnachtsfeiertage mal testen, wie sich mein Blutzucker bei richtigen KH-Bomben (Schoki usw, Marmelade mit Brötchen etc.) verhält, denn ich denke, nur daraus werde ich wirkliche Rückschlüsse auf meine BZ-Gesundheit schließen können. Denn auf den zweiten Blick sind zwar 121 nicht schlecht, aber kein Wunder bei langsamen Kohlenhydraten.
Interessant wäre zu wissen, wie es bei schnellkettigen KHs abläuft...mir graut es schon vor den Ergebnissen, aber den Kopf in den Sand stecken hilft ja nichts. Und das würde mich dann auch motivieren, die Finger endgültig von Süßem zu lassen (einen ganzen Becher Ben & Jerrys Eis mit 1200 kcal pro Becher und 135 KHs am Stück wegzuputzen war für mich bis vor kurzem noch nochmal....)
Bearbeitet von User am 21.12.2014 12:42:34. Grund: . -
am 22.12.2014 03:24:00
danke für die infos und insbesondere die angaben zur quelle.
reines whey nimmt man ja gerne beim sport als ergänzung. zb. vor und nach einer krafteinheit. in dem fall sind die kh-speicher so leergeballert, dass das nachtanken mit whey und etwas kh unbedenklich ist im stadium deiner störung.
quark mit ein paar früchten ist da auch völlig unbedenklich, nach meiner einschätzung. unsere werte scheinen recht nahe beeinander zu liegen. einmal hatte ich 500g quark, bananenscheiben reingeschnibbelt und ordentlich haferflocken mit drin. das wurde dann schon grenzwertig und ich passierte die 140.
und wie gesagt: glückwunsch zu deinem sportlichen verhalten. testen, testen, testen und dann aufgrund vollständiger informationen die lebensstiländerung motiviert einleiten. das geht dann ganz automatisch, kann ich dir aus eigener erfahrung bestätigen. -
am 18.01.2015 12:30:09
Interessant für Frauen: 1 Woche vor Menstruation scheint es (auch in gesunden Frauen, wie in der Kontrollstudie gezeigt) "normal" zu sein, etwas höhere Glukosewerte zu haben:
Variation of Glucose Concentration During Different Phases of Menstrual Cycle
Maysaa Jalal Majeed, Department of Medical of Biochemistry, College of Medicine, University of Baghdad, 2011
ABSTRACT:
A woman's menstrual cycle (and accompanying hormonal changes) can cause variations in blood glucose levels. Many women may note an increase in their blood glucose after ovulation, which then decreases once menstruation starts. These changes are caused by the hormones estrogen and progesterone, which occur at higher levels before period. They influence insulin in causing blood glucose to rise. It is important to test blood glucose levels during this cycle to be certain that blood sugar variations are attributed to menstruation.
OBJECTIVE:
To study the effect of sex hormones (testosterone, estradiol and progesterone) on the level of glucose; as well as it may shed light on suitable dose of diabetic treatment during different phases of menstrual cycle.
SUBJECTS & METHODS:
This study included 50 healthy female with regular menstrual cycle aged 25-40 years (control group) and 25 diabetic type2 (well controlled) female with regular menstrual cycle aged 30-40 years. Serum fasting glucose and sex hormones (testosterone, progesterone and estradiol ) were evaluated in these two groups of patients and controls during follicular and luteal phases of sexual cycle. Colorimetric method was used in the serum glucose concentration determination, Enzyme Linked Immune Sorbent assay (ELISA) was used in the determining sex hormones level.
RESULTS:
The results of the present revealed significant increase in mean (+SD) values of serum glucose and serum progesterone levels with significant decrease of serum estradiol mean values in lateual phase than follicular phase of menstrual cycle of healthy women.
Similar findings were found in diabetic women who have regular menstrual cycle. Serum glucose and serum progesterone showed significant increase, while serum estradiol showed significant decrease in the luteal phase compared with follicular phase. No significant difference was found serum testosterone level in the above studied groups between the phases. It was found that 22% of healthy women with regular menstrual cycle showed elevation in their serum glucose concentration during the luteal phase of their sexual cycle.
CONCLUSION:
The study revealed that blood glucose level changes along the period of menstrual cycle , due to the interaction between the hormones that control menstruation (estrogen and progesterone ) and the insulin hormone.
www.iasj.net/iasj?func=fulltext&aId=42830
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Habe nochmal nachgeschaut, der Labortest war am Mittwoch, 1 Woche später am Donnerstag darauf....ihr wisst schon.
Auch ein interessanter Aspekt, wobei die Studie natürlich nicht verrät, wie genau die "healthy women" definiert wurden. Da es "nur" 22 % der healthy women betraf, sind es vielleicht genau die, die schon für späteren Diabetes prädestiniert sind - oder es sind solche Frauen, die grundsätzlich höhere Progesteronwerte aufweisen und somit doch eher die Hormone einen Einfluss auf die Glukosespiegel haben, ohne gleich ein Marker für spätere Manifestation von Diabetes zu sein - aber ein interessanter Aspekt ist der Einfluss des Zyklus natürlich allemal.
Ich habe gerade auch in Richtung PCOS überlegt, da diese Frauen ja besonders zu IR neigen und ein höheres Diabetesrisiko haben - aber bei diesen Frauen sind ja eher die Androgene erhöht und das Progesteron wird in der Lutealphase nicht ausreichend lange produziert, also hat die obige Studie im Hinblick auf PCOS wohl eher eine geringe Aussagekraft.
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"Significant increase observed in glucose concentration of healthy female with regular menstrual cycle, as well as significant increase observed in progesterone concentration of healthy female with regular menstrual cycle."
Ob es mit dem PMS zusammenhängt, wonach man ja kurz vor Einsetzen der Menstruation sowieso mehr Heißhunger auf Süßes hat?
"Other studies (13,14) which showed that it is possible that eating patterns change in the week before menstrual cycle and affect glucose levels; that women often have increased appetites and cravings during the days leading up to menstruation “ many women experience cravings for high-carbohydrate foods during the late luteal phase of their cycle”, However these studies suggest that this cannot be the sole cause of premenstrual hyperglycemia."
Der "significant increase" war im Detail: 2 Wochen vor Ovulation war der Median des Glukosewerts bei 90, während er die 2 Wochen nach Ovulation auf 110 stieg! (Klingt für mich jedoch leider so, als ob hier nur Nüchternwerte gemessen wurde, die ja, wie wir hier wissen, weniger aussagekräftig sind).
"It was found that 22% of these 50 healthy female with regular menstrual cycle showed elevation in serum glucose concentration (reference value 100 mg/dl) with mean 107 mg/dl during the luteal phase of menstrual cycle, while the reminders have normal glucose concentration during this period."
Der Schuldige scheint der Progesteronanstieg in der Zeit nach dem Eisprung zu sein:
"Many studies(15,16) found that progesterone is thought to be the main culprit in decreased insulin sensitivity during the luteal, or post-ovulation, phase, it’s not completely understood. The hormone progesterone plays a vital role in controlling blood sugar levels. One of the many functions of progesterone is blood sugar regulation in all vertebrates."
Wobei das NICHT die bekannte Korrelation zwischen PCOS und IR erklärt, da ja gerade diese Frauen oftmals eben NICHT genug Progesteron und somit eine insuffiziente Lutealphase haben. Hmmm...wer mag hier mit mir weiter diskutieren und Licht ins Dunkle bringen? :D
edit: Hier vielleicht doch schon ein wenig Licht ins Dunkle, erklärt auch den Zusammenhang zwischen geringem Progesteron bei PCOS und IR:
"Progesterone is involved in the regulation of the lower sugar baseline, so if it is too low, as in the days before menstruation, during post natal depression or the years before menopause, the lower baseline is RAISED."
Und hier die Erklärung:
"What causes premenstrual changes in blood glucose? One theory is that increased levels of progesterone cause increased insulin resistance. This in turn leads to hyperglycemia. While most women report premenstrual increases in blood sugar, some do experience hypoglycemia during this time. This could be due to high levels of estrogen causing increased insulin sensitivity. For more information on this please read Diabetes Control and a Woman's Menstrual Cycle by David Fitz-Patrick, M.D. of the Diabetes & Hormone Center of the Pacific in Hawaii.
Another explanation that is frequently given is that the cravings for carbohydrates which accompany premenstrual syndrome are to blame for elevated blood sugars. While it is true that women often have increased appetites and cravings during the days leading up to menstruation, this cannot be the sole cause of premenstrual hyperglycemia. Women who use an insulin infusion pump have the advantage of being able to deliver precise amounts of insulin and can balance the insulin to the amount of carbohydrate intake. Several women who are diligent about bolusing the correct insulin dose for everything that crosses their lips still report having a premenstrual blood sugar rise. THIS SUGGESTS THAT THE HORMONAL CHANGES ARE THE REAL REASON FOR THE INCREASE."
Die letzten 2 Sätze sind eigentlich das super Spannende: Selbst Frauen, die Insulin spritzen und die Menge genau der Essensmenge anpassen (können) - selbst DIESE Frauen erleben TROTZDEM einen Glukoseanstieg vor dem Einsetzen der Menstruation!
Auf jeden Fall super interessant, das alles!
Bearbeitet von User am 18.01.2015 13:36:19. Grund: . -
am 18.01.2015 13:44:58
"Pre-menstrual hormones tend to make a woman's blood glucose higher at breakfast than it normally would be. Pre-menstrual hormones also make a woman's typical blood glucose fluctuations during the day even greater than usual. Usually, a woman's insulin requirement goes up 10 to 15% during the last 3 to 5 days of the menstrual cycle due to the hormone progesterone. This is the hormone that prepares the uterus to be full of extra tissue and blood to receive the egg, if it is fertilized. Rising levels of progesterone counteract that action of insulin. During these days, bedtime insulin doses may need to be increased, and possibly morning insulin doses as well."
Da meine Anstiege, die mich ja erst zu meinem ersten sorgenvollen Beitrag veranlasst hatten (nüchtern: 94 am Sonntag, also 4 Tage vor Menstruation), in die Lutealphase fielen, werde ich mal an mir selbst testen, inwieweit es da wirklich Unterschiede zwischen diesen beiden Zyklusphasen gibt.
Dazu müsste ich natürlich einen Monat lang dasselbe essen, hmmm, mal sehen, was für einen Essensplan ich mir da erstelle....
Summa summarum: da meine Tests und Selbsttests in die Phase vor der Menstruation fielen und all meine zitierten Studien sagen, dass durch den Progesteronanstieg in der 2. Zyklushälfte ein erhöhter Gluskosewert festgestellt wurde, sind (hoffentlich) meine im Dezember gemessenen Selbstwerte darauf zurückzuführen - und (hoffentlich) noch kein Grund zur Beunruhigung.
Der oGTT steht natürlich noch aus und nur der wird Klarheit bringen - aber jetzt verstehe ich wenigstens, warum eines der requirements für den oGTT ist, dass Frauen ihn möglichst NICHT kurz vor und nach der Menstruation durchführen sollten.
Bearbeitet von User am 18.01.2015 13:59:41. Grund: . -
am 18.01.2015 14:24:18
Hier nochmal ein anderer wissenschaftlicher Beitrag aus dem "Review of Endocrinology" Journal (Oktober 2008):
"Research suggests that decreased insulin sensitivity during the luteal phase may be a result of increased progesterone levels, either alone or in combination with estrogen.
[...]
In women WITHOUT DIABETES (!), changes in insulin sensitivity during the menstrual cycle have been demonstrated.6-9 In one study,6 a frequently sampled intravenous glucose tolerance test (FSIGT) was administered to 12 women with regular menstrual periods. A decrease in insulin sensitivity was found during the luteal phase of the menstrual cycle. The mechanisms that would mediate a change in insulin sensitivity are not precisely known, although studies in animals and humans suggest that the hormone progesterone may play a key role. Jovanovic10 suggests that the "anti-insulin action of progesterone" is the major contributor in the need for increased insulin during the luteal phase of the menstrual cycle.
[...]
Progesterone levels rise gradually after ovulation, reaching a coincidental peak at about the same time that estrogen peaks in the luteal phase, around days 21 to 23 of a normal 28-day menstrual cycle.
(Sowohl der Labortest als auch meine Selbstmessungen fielen genau in diese 5-7 Tage davor.)
[...]
Several in vitro animal studies indicate that progesterone impairs glucose uptake in skeletal muscle and adipose tissue from rats.13,14 Progesterone was shown to augment pancreatic insulin release in animals, presumably in response to concurrent insulin resistance. In rats, pancreatic insulin response was greater when progesterone and estradiol were administered simultaneously compared to administering either substance alone.15 Higher doses of estradiol and progesterone produced significant islet cell hypertrophy in treated rats.
In a human study, Trout2 examined glucose disposal at various phases of the menstrual cycle in reproductive-aged women. Although the numbers in this pilot study were small, women reported a 24% average decline in insulin sensitivity in the luteal phase compared to the follicular phase. Although not statistically significant, there was a trend of decreased insulin sensitivity with increased plasma progesterone levels (R= -0.50, P=.14).
Another possible mechanism that may decrease insulin sensitivity around the time of menses could possibly be low-grade inflammation. Puder et al16 found that serum concentrations of high-sensitivity C-reactive protein changed with menstrual cycle phase. Levels of C-reactive protein correlated positively with premenstrual/menstrual physical and mood symptoms.
Other studies also suggest that premenstrual symptoms may play a role in decreased insulin sensitivity. In a study of 406 diabetic women, Cawood et al17 showed that women with premenstrual syndrome (PMS) had increases in blood or urine glucose premenstrually and during menstruation as compared with women who did not have PMS. In the previously described study by Trout,2 a trend of decreased insulin sensitivity was noted with increasing premenstrual symptoms."
http://bmctoday.net/reviewofendo/2008/10/article.asp?f=review1008_03.php
____________________________________________________________________________________
Und noch eine Studie dazu:
Blood glucose levels, insulin concentrations, and insulin resistance in healthy women and women with premenstrual syndrome: a comparative study
(Juni 2013)
The elevated glucose during the luteal phase in healthy women due to increased progesterone levels prevents the entry of glucose into the insulin-sensitive tissues, either in combination with estrogen or alone [14]. Some other studies performed in healthy women have documented that blood glucose did not change across different phases of the menstrual cycle [15,16]. On the other hand, others have theorized that the energy consumption during the luteal phase is due to fat instead of carbohydrate metabolism, resulting in the increased glucose levels in the luteal phase. This metabolism pattern is also attributed to the role of estradiol in relation to carbohydrate metabolism and loading in the luteal phase [17,18]. In the present study, the authors found an increase in insulin resistance and the progesterone level in healthy women during the luteal phase of the menstrual cycle in comparison to the follicular phase. This suggests that the reduction in insulin sensitivity during the luteal phase depends on the increased level of progesterone. In the study of Escalante Pulido and Alpizar Salazar [19] a trend was shown towards a correlation between increased plasma progesterone levels and decreased insulin sensitivity.
It is known that vitamin D stimulates insulin secretion via its direct action on the pancreatic beta cells and its indirect action by extracellularly normalizing calcium levels [20].
Previous studies have indicated differences in insulin resistance during the menstrual cycle in nondiabetic women. In the laboratory study of Valdes and Elkind-Hirsch [29], significant differences in the insulin resistance of healthy women during the follicular and luteal phases were observed. In one other study, no significant differences in insulin resistance during the menstrual cycle phases were seen either in healthy women or in patients with PMS [11]. Widom et al. [30] indicated that women who exhibited significantly higher estradiol levels in the luteal phase were observed to have significantly lower insulin resistance during this same phase of the menstrual cycle. In contrast, women who did not show differences in estradiol levels between the follicular and luteal phases of the menstrual cycle exhibited no phase dependent-changes in insulin resistance. As a result, in this particular study the estradiol levels seemed to influence possible menstrual cycle changes in insulin resistance.
http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC3714432/
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Andere Faktoren, die den Wert beeinflussen können:
Factors that Cause Temporary Rises in Blood Glucose Test Results
And there are a lot of factors that the researchers don't check for that can push your blood sugar up or down 10 or 20 mg/dl. For example, if your body is fighting off a cold, long before you start to sniffle, your blood sugar will rise perhaps by 20 mg/dl or more. This additional glucose is used by the immune system as it tools up to fight the invader.
Another factor that researchers miss is that women often see a significant boost in their blood sugars during certain parts of the menstrual cycle. Birth control pills and hormone replacement can also push their blood sugars up or down. And these hormonal changes may cause blood sugars to rise or fall by a significant amount--10 mg/dl for fasting blood sugar and 20 or 30 mg/dl in a post-meal value. So it is possible that some of the subjects in population studies who revert to normal from impaired may have been tested during a high blood sugar phase of their menstrual cycle. Remember, a rise of only 5 to 10 mg/dl could push you from the normal category into the impaired category if you are already near the cutoff point.
Another factor that can push your blood sugars up or down, particularly if you are closer to impaired than to truly normal, is what you've been eating over the week before your test. Paradoxically, eating a very low carbohydrate diet or a very high carbohydrate diet can skew your results higher.
Medications can also push your blood sugars up and down enough to push you from one category to another. Sulfa antibiotics like Septra, for example, lower blood sugars, while cortisones and some mood-changing drugs can push it up.
But in all these situations, we're talking about a small difference, the difference between a post meal test blood sugar concentration of 145 and 125 mg/dl, not the difference between 145 and 87. And though this small difference doesn't really mean that much has changed in your health, it will move you from one category to the next when researchers use hard cutoffs.
So Who is Truly Normal?
So although it is possible to move back into the "normal" category based on a relatively small fluctuation from test to test, if your readings are in the mid-90s fasting and over 100 mg/dl two hours after a meal tolerance test consider your blood sugars borderline abnormal and start working on improving them now, when it is easiest to do it.
http://www.phlaunt.com/diabetes/14046669.php
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Noch eine interessante Studie mit einem interessanten Ausblick auf den Nüchternblutzucker:
A study of 344 people published in November 2007 examined the relationship of their fasting blood sugar to the presence of metabolic syndrome. They broke their study subjects into four groups by fasting blood sugar rather than the usual three. The groups were: Normal (below 101 mg/dl or 5.6 mmol/L), FBG1 (101-109 mg/dl 5.6 and 6.0 mmol/L), FBG2 (110-124 mg/dl 6.1-6.9 mmol/L) and Diabetic (above 125 mg/dl 7 mmol/L).
This is unusual, because most studies will lump people with fasting blood sugars between 100 and 110 mg/dl (the FBG1 group) with the either the normal or the pre-diabetic group. By breaking that group out separately it was possible to discover a relationship between fasting blood sugar and health that might have otherwise been missed. And that is exactly what happened.
This study found that people in the FBG2 group had the same cardiovascular and metabolic syndrome incidence as people with diabetes. Which backs up what we have seen above: for most people, the deterioration of fasting blood sugar over 110 mg/dl occurs only after many years of exposure to very high post-meal blood sugars and by the time fasting blood sugar deteriorates this much, diabetic complications, most notably heart disease are well established.
In contrast, the intermediate FBG1 group was a lot more normal as far as cardiovascular and metabolic syndrome markers went. This suggests that the fasting blood sugar between 100 mg/dl and 110 mg/dl, should be treated as a major watershed and that if you test into this fasting blood sugar range on a screening, you should take aggressive steps to lower your post-meal blood sugars, because you have caught the abnormality early enough to be able to prevent cardiovascular deterioration.
Classical cardiovascular risk factors according to fasting plasma glucose levels Sergio Martinez-Hervasa, et al. European Journal of Internal Medicine Volume 19, Issue 3, May 2008, Pages 209-213
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Werde natürlich trotzdem noch den oGTT durchführen und weiter berichten!
Bearbeitet von User am 18.01.2015 15:16:11. Grund: . -
am 18.01.2015 17:11:09
Ganz schön fleißig, Respekt. Aber für die Übersichtlichkeit würden jeweils Schlüsselsätze oder -abschnitte und die zugehörigen Links reichen :)
Zum Verständnis ist wichtig, dass weniger Insulinempfindlichkeit erst einmal nicht im BZ sichtbar wird, sondern nur durch mehr Insulin bei gleichem BZ. Und erst wenn das Mehr nicht mehr ausreichend geliefert werden kann oder/und wenn die Regelung nicht mehr ausreichend funzt, steigt der BZ.
Die Freiheit der eigenen Meinung setzt zwingend die Achtung und den Respekt vor jeder anderen Meinung voraus.
Bearbeitet von User am 18.01.2015 17:33:51. Grund: Ergänzung2 Benutzer dankten für diesen Nützlichen Beitrag. -
am 18.01.2015 17:53:05
hjt_Jürgen schrieb:
Die Freiheit der eigenen Meinung setzt zwingend die Achtung und den Respekt vor jeder anderen Meinung voraus.
Ein super Satz. Ich hoffe er regt manche zum Nachdenken an.
„Jeder Mensch hat die Chance, jeden Tag einen Teil der Welt zu verbessern, nämlich sich selbst“(Paul Anton de Lagarde)1 Benutzer dankte für diesen Nützlichen Beitrag. -
am 18.01.2015 21:16:08
Hallo Jürgen, da du dich ja hier zu Wort gemeldet hast - was hältst du denn von meinen Werten aus meinen ersten Beiträgen?
Danke. :) -
am 18.01.2015 22:04:39
hjt_Jürgen schrieb:
Die Freiheit der eigenen Meinung setzt zwingend die Achtung und den Respekt vor jeder anderen Meinung voraus.
Danke Jürgen für diesen schönen Satz!
Darf ich ihn zu gegebener Zeit an passender Stelle zitieren? -
am 18.01.2015 23:46:49
Hab selbst aus der örtlichen Selbsthilfe einige Screenings gemacht und dabei immer 140mg/dl als Schwelle verwendet, über der den Betroffenen der Arztbesuch empfohlen wurde. Mit dem Hinweis, dass da was sein könnte - nicht dass da was ist.
Zu Deinen Werten:
BZ Messen ist wie beim Auto vorn zur Frontscheibe raus schauen. Und wenn da was im Weg steht, kann das nicht beunruhigen, sondern dann is gut, dass man's sieht und passend reagieren kann.
Plusminus 10-15%.
Deine Messungen bewegen sich alle zahlenmäßig wenigstens auf den ersten Blick am oberen Rand von gesund. Wie Du sie für Dich einordnen kannst, hast Du längst mit vielen Beispielen für Dich selbst raus gefunden, also zwischen ganz gesund und nicht ganz gesund. Die Bewertung kann nur Deine Entscheidung sein.
Nur noch einmal, auch eine nicht-ganz-gesund-Entscheidung würde ich nicht als beunruhigend krank bewerten, sondern mit David Mendosa eher recht beruhigend gesund :)
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Die Freiheit der eigenen Meinung setzt zwingend die Achtung und den Respekt vor jeder anderen Meinung voraus. - Wer's auch so sieht, sagt's bitte einfach weiter.
Bearbeitet von User am 18.01.2015 23:49:59. Grund: Ergänzung -
am 19.01.2015 19:16:45
So, heute war ich mal beim Arzt und nächste Woche will er erstmal nur den NBZ nehmen - wenn der auffällig ist, dann oGTT.
Selbst der Arzt meinte jedoch, von jungen, gesunden Menschen erwartet man eigentlich unter 120....
Habe mir also wieder Teststicks besorgt und gerade mal beim Nachhausekommen gemessen: 89
Allerdings:
- habe ich seit dem Mittagsessen um 12.30 nichts mehr gegessen (keine Zeit), mittags hatte ich Kartoffeln mit Spinat und Ei, Salat mit Dressing.
- bin ich davor mit einer schweren Einkaufstüte aus der Tiefgarage die Treppen hoch, also kann man wohl sagen, ich habe vor der Messung etwas "Sport gemacht", was den BZ ja runtertreibt.
Habe mir beim Einkaufen bewusst 2 Kinder Country und 1 Kinder Bueno gekauft, um endlich mal mit Zuckerbomben zu testen (wobei, wenn ich auf die Verpackung schaue, haben diese 3 Riegel zusammen gerade mal 36 g KH, also nicht so aussagekräftig für mein Experiment, wie ich anfangs gedacht hatte)...
Ich werde nun mal wieder messen wenn 45 - 60 Minuten rum sind (wegen den peaks) und liege gerade nur faul rum und werde mich null bewegen, damit nicht wieder der Wert durch Bewegung falsch runtergesetzt ist....dann habe ich hoffentlich etwas mehr Klarheit.
Hab echt Angst...wobei mein Experiment ja nun durch die unerwartet geringe KH-Zahl (hätte ich mal beim Einkaufen nach etwas mit 80 g KH geschaut - aber wer vermutet denn, dass diese Süßigkeiten echt nur so wenige KH haben...) sowieso nicht ganz aussagekräftig wäre, oder was meint ihr Erfahrenen?
Bearbeitet von User am 19.01.2015 19:25:08. Grund: . -
am 19.01.2015 20:08:26
Ich habe Klarheit....
Gerade gemessen, also nach ca. 45 - 60 Minuten nach (eigentlich) recht wenigen KHs aus den Süßigkeiten:
160.
(von 89!)
Bin also definitiv in einer prädiabetischen Stoffwechsellage mit diesen gefährlichen postprandialen Spitzen drin und werde ab nun endgültig meine Ernährung und Lebensweise umstellen, täglich messen und mich essensmäßig danach richten, was den BZ gesund hält.
Und natürlich dem Forum erhalten bleiben (müssen).
Ach ja...ich wünschte, es wäre nicht so, aber besser jetzt erkennen, bevor es in einigen Jahren endgültig entgleist, nicht wahr...
Bearbeitet von User am 19.01.2015 20:10:42. Grund: . -
am 19.01.2015 20:30:50
Hallo Joralo,
ich habe zwei Korrekturen:
1.) 36 g schnell ins But gehende KH sind nicht wenig, das ist schon eine ganz schön große Belastung für die BZ-Automatik und
2,) 160 ist keine "gefährliche" postprandiale Spitze, sie liegt gerade mal ein kleines bisschen über normal.
Dein Vorhaben, deine Mahlzeiten so einzurichten, dass dein BZ möglichst oft unter 140 bleibt, halte ich für sehr gut. Du kannst das aber sehr viel entspannter angehen, als du es jetzt tust. Bei dir wird das bei den meisten Mahlzeiten schon von sich aus der Fall sein. Darüber solltest du dich freuen - die Panikmache hilft dir kein Stück weiter.
Viel Erfolg, Rainer -
am 19.01.2015 20:54:12
Danke Rainer, aber die KH-Menge war ja noch nichtmal die Hälfte von dem, was beim oGTT angewendet wird (75 mg, wenn ich mich richtig erinnere). Also kann man sich ja denken, wie der Verlauf beim oGTT gewesen wäre.
Außerdem heißt es hier doch immer, dass selbst Spitzen von lediglich 110 bereits angiopathische Schäden am Endothel hervorrufen?
"Lustigerweise" habe ich die Spitze auch ganz genau gemerkt, wurde total müde nach 30 - 45 Minuten (bin ich immer noch leicht), und das Messergebnis hat es ja auch bestätigt.
Zumindest kann man ja nun feststellen, dass die Phase 1 der Insulinantwort - wie es hier so schön heißt - bei mir nicht mehr richtig funktioniert.
Bearbeitet von User am 19.01.2015 20:58:56. Grund: . -
am 19.01.2015 21:05:48
Moinmoin,
zuerst mal Glückwunsch zum durchgerungenen Experiment!
Nur mal zur Einordnung: 36g KH sind grad mal anderhalb Scheiben Brot und mit dem Schoki-Fettanteil nicht wirklich schnell. Und auf dem normalen DGE-Teller finden sich pro Mahlzeit schnell mal doppelt so viele. Verglichen damit wären 36g schon beinahe KH-arm ;)
Ok, wie ich den Thread hier lese, würde ich erwarten, dass Dir mit dem zuverlässig gesund begrenzten postprandialen Anstieg auch wieder ein Nüchtern-BZ unter 90mg/dl gelingen wird.
Daumendrück, Jürgen
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am 19.01.2015 23:31:13
Hallo Joralo,
du hast gewonnen, ich gebe es auf und werde dich nicht mehr davon überzeugen wollen, dass du keine Angst haben musst. Bitte schön, hab ruhig weiter Angst und bade dich darin. Du richtest dich ja doch nach Jürgens übertriebenen Vorstellungen und spitzt sie noch dadurch zu, dass du z.B. die 140, die ein Gesunder nach den Mahlzeiten erreichen kann, auch noch auf 110 absenkst.
Ich kann dir nur noch mal sagen, dass Angst kein gutes Rezept bei Diabetes ist. Mit Umsicht und vernünftigen Handeln würdest sehr viel weiter kommen und dabei würdest du dich auch noch viel besser fühlen - nämlich als Sieger und nicht als ängstliche Kranke.2 Benutzer dankten für diesen Nützlichen Beitrag. -
am 20.01.2015 03:43:47
Hallo joralo!
Ich finde es erstaunlich, eine "Spitze" von 160 macht müde?
Und woher willst Du wissen, dass die 160 tatsächlich bz-peak war? Und hast Du fein vor dem messen Hände gewaschen und die Toleranz Deines Schätzeisens mit einkalkuliert?
Ich persönlich finde es sehr bedenklich, wie geil man hier im Forum darauf ist, Diabetiker zu sein.
Mein Tipp: Gesunde Ernährung und Sport sind nicht erst seit gestern der Beste Weg, gesund zu bleiben.
Wobei ja auch ausgewiesene Sportgranaten hier im Forum mit völlig gesundem HbA1c... warum rege ich mich eigentlich auf...3 Benutzer dankten für diesen Nützlichen Beitrag. -
am 20.01.2015 12:11:57
Moin EH
der gesunde BZ-Verlauf hat sich in all den Jahren nicht verändert. Und auch die Idee, dass man den als Diabetiker möglichst weitgehend nachbauen sollte, ist nicht neu.
Dass man damit nicht erst warten muss, bis der BZ hoch genug für die Diagnose ansteigt, und mit dem Nichtwarten dann vielleicht nicht nur Zuckermedis vermeiden kann, sondern auch Blutfett- und Blutdruck- und Blutverdünnungsmittel, ist ein noch relativ junger Ansatz, der ein bisschen Eigeninitiative erfordert.
Wieso sollten wir die so ablehnen, wo wir sie so schön freiwillig vorgelebt finden?
Bisdann, Jürgen
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Bearbeitet von User am 20.01.2015 13:22:17. Grund: Ergänzung -
am 20.01.2015 13:09:18
TypEinser schrieb:
Ich finde es erstaunlich, eine "Spitze" von 160 macht müde?
Und woher willst Du wissen, dass die 160 tatsächlich bz-peak war? Und hast Du fein vor dem messen Hände gewaschen und die Toleranz Deines Schätzeisens mit einkalkuliert? ..
Bei mir ist es genauso, Spitzen machen teilweise extremst müde. Eine leichte dizzyness kommt dazu. Habe erst vor ein paar Tagen seit langer Zeit mal wieder eine Scheibe Toast gegessen. Es war beinahe ein Narkose, um bildlich zu sprechen.
Den exakten Wert braucht sie gar nicht. 160 ist eben leicht erhöht, mit Toleranz oder ohne. -
am 20.01.2015 14:02:24
hjt_Jürgen schrieb:
Moin EH
der gesunde BZ-Verlauf hat sich in all den Jahren nicht verändert. Und auch die Idee, dass man den als Diabetiker möglichst weitgehend nachbauen sollte, ist nicht neu.
Dass man damit nicht erst warten muss, bis der BZ hoch genug für die Diagnose ansteigt, und damit dann vielleicht nicht nur Zuckermedis vermeiden kann, sondern auch Blutfett- und Blutdruck- und Blutverdünnungsmittel, ist ein noch relativ junger Ansatz, der ein bisschen Eigeninitiative erfordert.
Wieso sollten wir die so ablehnen, wo wir sie so schön freiwillig vorgelebt finden?
Bisdann, Jürgen
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Auch wenn es dir nicht gefällt, nicht jeder, der einmal erhöhte BZ-Werte hat, ist ein potentieller Diabetiker.
Mein Mann hatte nach einer schweren Herz-OP einen HbA1c von 6 und mein Vater hatte erhöhte BZ-Werte nach einer schweren Grippe. Da wurde auch gleich Diabetes diagnostiziert, aber er hatte keinen Diabetes. so wenig wie mein Menn. Die Werte habens sich wieder normalisiert. Zu einer Diabetesdiagnose gehört mehr als einmal ein erhöhter Wert.
-
am 20.01.2015 14:09:04
und wo bitte geht es hier um ne Diabetes-Diagnose?
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Michaelheuer
Rang: Gastam 20.01.2015 15:56:13
mein sohn hatte nach seiner OP auf der intensivstation liegend werte von über 200........der arzt sagte dies sei normal auf der intensivstation und hätte rein garnichts mit diabetes zu tun sondern käme auch vom stress den der koerper hätte, aber hier habe ich jetzt gelernt dass er irgendwann diabetes haben kann..bzw. es bestimmt bekommt, genauso wie alle damen mit schwangerschaftsdiabetes ............und genau dieser schwachsinn ist das gefährliche hier. -
am 20.01.2015 16:38:55
EH schrieb:
Auch wenn es dir nicht gefällt, nicht jeder, der einmal erhöhte BZ-Werte hat, ist ein potentieller Diabetiker.
Mein Mann hatte nach einer schweren Herz-OP einen HbA1c von 6 und mein Vater hatte erhöhte BZ-Werte nach einer schweren Grippe. Da wurde auch gleich Diabetes diagnostiziert, aber er hatte keinen Diabetes. so wenig wie mein Menn. Die Werte habens sich wieder normalisiert. Zu einer Diabetesdiagnose gehört mehr als einmal ein erhöhter Wert.
EH schrieb:
hjt_Jürgen schrieb:
und wo bitte geht es hier um ne Diabetes-Diagnose?
Es geht hier um nichts anderes. An Wortklaubereien bin ich nicht interessiert.
Warum nimmst du nicht einfach zu meinem Beitrag Stellung?
Ich warte.
Zu Befehl! Ich nehme Stellung:
Doch, "jeder, der einmal erhöhte BZ-Werte hat, ist ein potentieller Diabetiker." Das Schlüsselwort ist potenziell=möglich. Ist ausdrücklich keine Diagnose, sondern besagt, dass die Entwicklung zur Diagnose möglich werden kann. Deswegen ist ja auch ist es ja keineswegs Wortklauberei, wenn man nicht sofort von einem erhöhten Wert auf einen Diabetes schließt.
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am 20.01.2015 17:41:08
Ich wollte hier niemanden verärgern, aber es ist doch besser, ich nehme das JETZT ernst, als in ein paar Jahren endgültig an der Diabetes-Schwelle zu stehen.
Außerdem;
"The dangers of high glucose are so strongly evident that the International Diabetes Federation has warned that non-diabetics with postprandial glucose above 140 mg/dL (normally measured two hours after a meal) are at significant risk for many diseases including:
Retinal damage to the eye
Arterial blockage
Oxidative stress
Increased inflammation
Endothelial dysfunction
Reduced coronary blood flow
Increased cancer risk"
Wer hat da schon Lust drauf..also ich nicht. Bin immer noch ratlos, woher bei mir die gestörte Glukosetoleranz kommt, da ich weder übergewichtig bin noch Fälle in der Verwandtschaft habe, aber trotzdem muss ich handeln.
Heute mit 91 aufgewacht.
PP1 Frühstück (Quark-Beeren-Smoothie): 110
PP1 Mittag (Vollkornbrötchen mit Käse): 120
PP1 Snack (Cashewkerne): 93
Jetzt nach 20 Minuten Sport: 94 (also nix gebracht, aber ich mache sowieso schon seit Ewigkeiten mind. 3 x pro Woche Sport, also muss es bei mir an der Ernährung liegen).
Nachher noch nen Eiweßshake.
Da scheine ich nun einige Lebensmittel gefunden zu haben, die meinen BZ 1h postprandial (PP1) auf ganz gutem Level halten (kein Vergleich zu den Top-Gesunden natürlich).
Wie man sieht, scheint generell mein "Grundlevel" immer bei über 90 zu liegen, da will ich noch runter. Mal sehen, ich will auf jeden Fall erstmal den PP1 - Wert so beibehalten und unbedingt den NBZ (und meinen allgemeinen Tageslevel zwischen den Mahlzeiten) auf unter 85 bringen!
(Denn: "Those with glucose above 85 mg/dL are at increased risk of heart attack.34 This was shown in a study of nearly 2,000 men where fasting blood glucose levels were measured over a 22-year period. The startling results showed that men with fasting glucose over 85 (mg/dL) had a 40% increased risk of death from cardiovascular disease.")
VIelleicht klingt meine "Panik" hier in so einem Forum, wo sich natürlich Leute tummeln, die noch wesentlich schlimmer betroffen sind - VERSTÄNDLICHERWEISE! - wie Jammern auf hohem Niveau, das könnte ich verstehen.. Wenn ich hier also jemandem in meiner "Panik" auf die Füße getreten bin, tut mir das leid...aber ich bin einfach froh, es so früh erkannt zu haben und handeln zu können!
Bearbeitet von User am 20.01.2015 17:48:58. Grund: . -
am 20.01.2015 17:48:09
joralo schrieb:
"The dangers of high glucose are so strongly evident that the International Diabetes Federation has warned that non-diabetics with postprandial glucose above 140 mg/dL (normally measured two hours after a meal) are at significant risk for many diseases ...
Two hours heißt 2 Stunden.
Falls du uns nichts vorgeflunkert hast, hast du deine 160 in weniger als 1 Stunde nach der Mahlzeit gemessen. Zwischen dem 1h-Wert und dem 2h-Wert bestehen, außer bei weit fortgeschrittenem Diabetes, riesige Unterschiede.
Genau auf diese Art machst du dir unnötige Panik. Hast du dir eigentlich schon mal den normalen BZ-Verlauf in Abhängigkeit von der Mahlzeit genauer betrachtet? Wenn nicht dann kanst du das hier gut sehen. Sieh dir nicht nur die blaue Mittellinie an, sondern auch den großen Bereich, in welchem der BZ als normal angesehen werden kann.
P.S.: Wenn du etwas zitierst, solltest du unbedingt die Quelle angeben.
Bearbeitet von User am 20.01.2015 17:59:15. Grund: . -
Michaelheuer
Rang: Gastam 20.01.2015 18:10:24
Rainer schrieb:
joralo schrieb:
"The dangers of high glucose are so strongly evident that the International Diabetes Federation has warned that non-diabetics with postprandial glucose above 140 mg/dL (normally measured two hours after a meal) are at significant risk for many diseases ...
Two hours heißt 2 Stunden.
Falls du uns nichts vorgeflunkert hast, hast du deine 160 in weniger als 1 Stunde nach der Mahlzeit gemessen. Zwischen dem 1h-Wert und dem 2h-Wert bestehen, außer bei weit fortgeschrittenem Diabetes, riesige Unterschiede.
Genau auf diese Art machst du dir unnötige Panik. Hast du dir eigentlich schon mal den normalen BZ-Verlauf in Abhängigkeit von der Mahlzeit genauer betrachtet? Wenn nicht dann kanst du das hier gut sehen. Sieh dir nicht nur die blaue Mittellinie an, sondern auch den großen Bereich, in welchem der BZ als normal angesehen werden kann.
P.S.: Wenn du etwas zitierst, solltest du unbedingt die Quelle angeben.
Hi Rainer
Er hat doch noch nicht einmal seinen hba1c bestimmen lassen. Aber dass sind halt die gesunden die sich hier schön von den Usern verunsichern lassen bis in sich selbst einen Diabetiker sehen. Glücklicherweise gehörst Du zu den sachlichen Vertretern -
am 20.01.2015 18:21:13
joralo schrieb:
Ich wollte hier niemanden verärgern, aber es ist doch besser, ich nehme das JETZT ernst, als in ein paar Jahren endgültig an der Diabetes-Schwelle zu stehen....aber ich bin einfach froh, es so früh erkannt zu haben und handeln zu können!
Man wird dir bald vorwerfen, du seist ein purea-fake :-)
Ich halte es ja genauso und habe auch Spaß daran. Da unsere Werte recht nahe beieinander liegen, kann ich dir bezüglich NBZ folgende Erfahrungen aufzeigen:
Der NBZ sinkt erst deutlich, wenn ich Sport an der Leistungsgrenze treibe. Z.B. am Vorabend 1-2 Stunden intensiver Laufsport (bis 100% in Intervallen. Das kann man durch Spiele sehr viel angenehmer erreichen als durch reines Lauftraining: Bspw. Fußball, Tennis, Badminton.....überall, wo schnell gelaufen wird). Die KH-Speicher also wirklich leerballern. Ich weiß ja nicht, was du für Sport machst. Aber 3x/Woche moderate Bewegung bringt entsprechend (nur) eine moderate Senkung. 20 Minuten sind da ein nettes Aufwärmprogramm :-)
BZ unter 85 erfordert da eine Steigerung der Intensität. Weil du noch jung bist und im Training, kannst du 90% und drüber versuchen. Bzw. je nach Trainingsstand dich langsam rantesten.
Wenn du nach 20 Minuten Sport keine Senkung des BZ erlebst, dann bist du eindeutig zu unintensiv. Wenn du anaerob trainierst, dann reichen auch ein paar Minuten aus, um den BZ bei T2 sichtbar zu senken. 50 Liegestütze z.B., danach ein paar Kniebeugen, dann nochmal Liegestütze bis zum Versagen. Das sind keine 10 Minuten und der BZ rutscht sofort nach unten.
Du solltest vielleicht nicht nur PP1 betrachten. Je nach Lebensmittel kommt der Peak auch viel später. Linsen wären z.B. so ein Fall. Oder wenn du KH mit viel Fett und anderem Drumherum "verschleierst". Da habe ich sehr oft den Peak erst weit nach 1h. -
am 20.01.2015 18:28:00
joralo schrieb:
Retinal damage to the eye
Arterial blockage
Oxidative stress
Increased inflammation
Endothelial dysfunction
Reduced coronary blood flow
Increased cancer risk"
Beitrag gekürzt
Wow! Ich hab jetzt seit gut 40 Jahren Diabetes und ich habe nichts davon. Naja, die Arterien sind nicht mehr ganz neu - aber das wären sie ohne Diabetes auch. Mit 70 kann das schon vorkommen.
Ich kann nicht umhin mich zu fragen, zu wessen Vorteil diese "Warnungen" sein sollen. Ich will keine Verschwörungstheorien verbreiten, aber seltsam ist es schon.
Eine Frage hätte ich aber doch: Welche Werte glaubst du, daß du haben müßtest um nicht in Panik zu verfallen?
Bearbeitet von User am 20.01.2015 18:28:36. Grund: Nachtrag -
am 20.01.2015 18:34:14
joralo wird vielleicht Dank des ambitionierten Verhaltens 40 Jahre lang gar keinen Diabetes haben ;-)
Aber auch unter Unsicherheit der Wirksamkeit macht es in jedem Falle Sinn, engagiert die eigene Gesundheit anzugehen. Es wird immer von Vorteil sein, egal wie es schließlich ausgeht. -
am 20.01.2015 18:39:34
purea schrieb:
joralo wird vielleicht Dank des ambitionierten Verhaltens 40 Jahre lang gar keinen Diabetes haben ;-)
Aber auch unter Unsicherheit der Wirksamkeit macht es in jedem Falle Sinn, engagiert die eigene Gesundheit anzugehen. Es wird immer von Vorteil sein, egal wie es schließlich ausgeht.
Natürlich wird sie keinen haben, sie hat ja auch jetzt keinen.
Ich habe einen genetisch bedingten Diabetes, dagegen kann man schlecht "angehen". Aber wer darauf erpicht ist, sich das Leben so schwer wie möglich zu machen - dem soll man nicht im Weg stehen.
Auf diese Art und Weise erhält man sich seine Gesundheit nicht - abgesehen davon, daß diese "ach so große Engagiertheit" nicht lange bestehen wird. 40 Jahre lang wird sie jedenfalls nicht anhalten.
Und dann?? -
am 20.01.2015 19:09:01
EH schrieb:
Natürlich wird sie keinen haben, sie hat ja auch jetzt keinen.
Ich habe einen genetisch bedingten Diabetes, dagegen kann man schlecht "angehen". Aber wer darauf erpicht ist, sich das Leben so schwer wie möglich zu machen - dem soll man nicht im Weg stehen.
Auf diese Art und Weise erhält man sich seine Gesundheit nicht - abgesehen davon, daß diese "ach so große Engagiertheit" nicht lange bestehen wird. 40 Jahre lang wird sie jedenfalls nicht anhalten.
Und dann??
Dann wird sie vor einer neuen Situation stehen, die irgendwo in der unbestimmten Zukunft liegt. Und das hat dementsprechend keine zwingende Auswirkung auf die Gegenwart, auf das, was sie jetzt tun kann und will. Eher ist es doch so, wenn sie in jungen Jahren schon so abgeklärt wie du reagieren würde, wäre das bemerkenswert. Ich finde ihr Verhalten eher ganz normal. In dem Alter ist so ein Verhalten subjektiv auch keineswegs belastend, wie du es ihr unterstellst.
Außerdem hat sie ja dann auch bereits sehr wichtige Erfahrungen mit Diabates gemacht, wenn sich aus Prädiabetes mal Diabetes entwickeln sollte. Du stellst das viel zu negativ als "bringt eh nischt" dar. Es ist also so oder so nicht umsonst.
Bearbeitet von User am 20.01.2015 19:14:00. Grund: . -
am 20.01.2015 19:19:40
purea schrieb:
EH schrieb:
Natürlich wird sie keinen haben, sie hat ja auch jetzt keinen.
Ich habe einen genetisch bedingten Diabetes, dagegen kann man schlecht "angehen". Aber wer darauf erpicht ist, sich das Leben so schwer wie möglich zu machen - dem soll man nicht im Weg stehen.
Auf diese Art und Weise erhält man sich seine Gesundheit nicht - abgesehen davon, daß diese "ach so große Engagiertheit" nicht lange bestehen wird. 40 Jahre lang wird sie jedenfalls nicht anhalten.
Und dann??
Dann wird sie vor einer neuen Situation stehen, die irgendwo in der unbestimmten Zukunft liegt. Und das hat dementsprechend keine zwingende Auswirkung auf die Gegenwart, auf das, was sie jetzt tun kann und will. Eher ist es doch so, wenn sie in jungen Jahren schon so abgeklärt wie du reagieren würde, wäre das bemerkenswert. Ich finde ihr Verhalten eher ganz normal. In dem Alter ist so ein Verhalten subjektiv auch keineswegs belastend, wie du es ihr unterstellst.
Außerdem hat sie ja dann auch bereits sehr wichtige Erfahrungen mit Diabates gemacht, wenn sich aus Prädiabetes mal Diabetes entwickeln sollte. Du stellst das viel zu negativ als "bringt eh nischt" dar. Es ist also so oder so nicht umsonst.
Bemerkenswert, was du alles über die Befindlichkeiten anderer User weißt. Und in die Zukunft sehen kannst du auch. Faszinierend, würde Mr. Spock sagen. -
am 20.01.2015 19:34:29
EH schrieb:
Bemerkenswert, was du alles über die Befindlichkeiten anderer User weißt. Und in die Zukunft sehen kannst du auch. Faszinierend, würde Mr. Spock sagen.
Ich habe mit dem Hinweis auf eine unbestimmte Zukunft an entscheidender Stelle eigentlich genau das Gegenteil gesagt, EH. Du nimmst ihre nicht bekannte Zukunft zum Anlass, ihr engagiertes Verhalten in der Gegenwart als wirkungslos und belastend zu diffamieren, damit auch zu entmutigen. DU hast doch ihre Zukunft destruktiv mit "das hälste eh nich durch, gibs am besten gleich auf" vorgezeichnet.
Ich halte ihr Verhalten keinesfalls für wirkungslos. Ganz unabhängig davon, wie sich ihre Zukunft manifestieren wird, hat sie Vorteile davon.
Bearbeitet von User am 20.01.2015 19:37:55. Grund: . -
am 20.01.2015 20:29:33
EH schrieb:
Eine Frage hätte ich aber doch: Welche Werte glaubst du, daß du haben müßtest um nicht in Panik zu verfallen?
Wie ich gelesen habe, bewegt sich der BZ bei völlig Stoffwechselgesunden zwischen tagsüber 70 - 120 (also nüchtern optimal 70-85 und nach einer Mahlzeit mal bis 120 und darüber). Deswegen (und weil ich alles mögliche im Internet an Studien gelesen hatte) hatte ich mir Sorgen gemacht.
Außerdem hatte nicht ICH zuerst mir die Panik gemacht, sondern das Labor. DIE hatten das markiert, und auch mein Arzt meinte ja gestern: "normalerweise erwartet man bei jungen, gesunden Leuten unter 120."
Auch manche Kassen und zahlreiche Studien sagen doch inzwischen, dass ein NBZ von über 90 und postprandiale peaks über 140 schädlich sind, also mache ich mir keine Panik aus irgendwelchen Fantasiewerten, sondern eben aus dem, was viele Diabetesexperten inzwischen auch vertreten.
Zumal meine KH-Mengen keine riesigen waren und mein BZ trotzdem die Spitze hatte. Und ja, ich wasche meine Hände immer vor dem Messen und mein Gerät ist das Accu Chek Aviva, was wohl die geringsten Abweichungen haben soll.
Mit den mehr auf die 2h - 3h Werte je nach Peakabhängigkeit ist gut zu wissen, auch das mit dem Sport.
Ich denke, meine Anfangspanik ist ganz normal, ich bin ja nicht die erste hier. Es wird sich mit der Zeit alles einspielen, ich werde für mich selbst weiter beobachten und messen und wenn ich dadurch künftige Gesundheitsschäden verhindern kann, hat es sich ja gelohnt.
Bearbeitet von User am 20.01.2015 20:37:13. Grund: . -