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    am 09.01.2015 11:28:09
    Hallo. Bei mir wurde im November Diabetes Typ 2 festgestellt. Kam mit einem Wert von 490 ins Krankenhaus. Dort wurde ich aber nicht richtig eingestellt und die Schulung war auch nicht besonders gut. Danach ging es mir zu Hause richtig schlecht. .ich kam mit dem ganzen überhaupt nicht klar. .dann kam ich nochmal weil ich plötzlich zu hohen Blutdruck hatte, in ein anderes Krankenhaus. .was leider auch nichts gebracht hat. Jetzt würde meine Ärztin mir eine Einweisung für die Klinik in Bad Mergentheim geben.Kennt einer von euch die Klinik? Oder weiß jemand eine hier in Nordrhein Westfalen. Aber ich geh nur in die Klinik. .wenn es Einzelzimmer gibt. Ach so..ich spritze Levemir und Actrapid Insulin. Und nehme abends Metformin 500. Lg marilyn
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    am 09.01.2015 13:45:06
    Moin Marilyn,

    Bad Mergentheim ist weltweit wahrscheinlich noch ein bisschen bekannter als das Deutsche Diabeteszentrum in Ddorf. Wenn Deine Ärztin Bad Mergentheim vorschlägt, hat sie vielleicht damit die besseren Erfahrungen gemacht?

    Generell zu bedenken: Auch wenn der Diabetes/Blutzucker im Medizinsprech eingestellt wird, geht da nix so, wie z.B. bei der Heizung eine bestimmte Temperatur einstellen. Wer das erwartet und nach einer sogenannten Einstellung in der Klinik die Medikation 1:1 für zuhause übernimmt, kommt damit in den seltensten Fällen zurecht. Denn Alltag und Ernährung zuhause unterscheiden sich doch meistens erheblich von Alltag und Ernährung in der Klinik.

    Ich vergleiche Einstellung und Schulung immer mit Fahrschule und Fahrstunden. Da lernen wir Grundsätzliches zum Verhalten im Verkehr und zum Umgang mit dem Fahrzeug. Und der Fahrlehrer sitzt auch für ein paar Beispielfahrten neben uns und kann direkt eingreifen. Aber Ziel ist ja, dass wir selbst dabei lernen, wie wir selbst unser Verhalten ohne Fahrlehrer an die jeweiligen Verkehrssituationen am besten anpassen.

    Wir müssen also bei Einstellung und Schulung lernen - abgucken, uns selbst erarbeiten - wie unser persönlicher Blutzucker funktioniert und wie wir ihn am besten in dem Rahmen halten, in dem wir ihn halten wollen. Das ist beim selben Blutzuckerrahmen bei jedem Menschen mit Diabetes ein bisschen bis ganz viel anders, so dass jeder seinen eigenen Weg erkunden und gehen muss.
    Ein guter Arzt kann Dich beim Erkunden begleiten, aber er kann Dir die Arbeit nicht abnehmen und auch nicht das passende Anwenden der Ergebnisse in Deinem Alltag.

    Daumendrück, Jürgen
    Bearbeitet von User am 09.01.2015 13:48:11. Grund: Ergänzung
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    am 09.01.2015 15:08:55
    Hallo Jürgen. Vielen Dank für deine Antwort! Ich wusste garnicht, daß in Düsseldorf auch eine gute Klinik ist. Da werde ich mich mal erkundigen. Ich hoffe mal. .daß ich endlich damit zurecht komme mit dem Diabetes. Ich weiß z.b. garnicht was ich essen darf und was nicht..nun ich muss wohl noch viel lernen. .bin froh, daß ich dieses Forum hier gefunden habe. Lg marilyn
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    am 27.01.2015 18:11:26
    Hallo, ich war heute bei einer neuen Diabetologin in einer Nachbarstadt. Sie meinte. .ich hätte vielleicht Typ1 Diabetes. Ich war 2mal im Krankenhaus deswegen und dort sagte man mir ich wäre Typ 2. Das verstehe ich nicht. Was ist der Unterschied zwischen den beiden Typen? Vielleicht könnt ihr mir helfen. Lg Marilyn
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    am 27.01.2015 20:29:14
    Wenn der höher als gesunde Blutzucker durch sehr wenig bis gar kein eigenes Insulin kommt, heißt das Typ1. Wenn bei anfangs ausreichender bis sogar eigentlich zu großer Menge an eigenem Insulin durch irgendwelche Fehlregelungen höher als gesundr BZ entsteht, heißt das Typ2.

    Für beide Typen gilt als erstes Ziel nüchtern 100-140mg/dl und in der Spitze nach dem Essen nicht wesentlich mehr als 200mg/dl. Dafür kann auch mit Insulin notwendig sein, dass man weniger Kohlenhydrate als gewohnt isst. Denn Kohlenhydrate sind verdauungsmäßig alle zum allergrößten Teil nichts anderes als Glukose.

    Mit Insulin ist der Blutzucker am besten steuerbar, wenn man einmal von dem Verzicht auf Kohlenhydrate absieht. Und auch wenn man keine Kohlenhydrate isst, gelangt Glukose ins Blut. Denn aus Eiweiß und auch aus einem Teil vom Fett produziert der Organismus Glukose. Und auch die erhöht den Blutzucker und macht Insulin notwendig, entweder eigenes oder aus dem Pen.

    Einen ersten Einstieg in die ausreichende Blutzuckersenkung macht der Arzt mit seinen Vorgaben zur Medikation und vielleicht auch zum Essen. Das nennt sich Einstellung. Und dann müssen wir Betroffene die Initiative selbst übernehmen und systematisch ausprobieren, wie wir unseren Blutzucker in unserem Alltag am besten so gesund wie möglich steuern können.

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    am 28.01.2015 09:17:34
    Hallo Jürgen. Danke für deine ausführliche Antwort! Das ist ja alles sehr kompliziert. Ich soll jetzt erstmal alles aufschreiben. .was ich so esse. Und ich hab ein anderes Insulin bekommen. .Novorapid..ist es richtig, daß ich das nach dem essen spritzen muß? Lg Marilyn
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    am 28.01.2015 11:15:30
    Moin Marilyn

    wenn ich meinem Blutzucker wieder mal ein bisschen genauer auf den Grund gehen will, drucke ich mir einfache Tagesblätter aus

    ….........01.00........................................
    …..........................................................
    ….........02.00........................................
    …..........................................................


    ….........23.00........................................
    …..........................................................
    ….........24.00........................................
    …..........................................................

    In das kurze Stückchen vor der Zeitreihe trag ich den Blutzucker ein, und hinter die Zeit schreibe ich, wovon ich wie viel gegessen und was ich jeweils sonst körperlich getan hab.
    Auf diese Weise wird die Auswirkung vom Faktor ZEIT sichtbar, der für den Blutzucker sehr wichtig sein kann.

    Mit dem Novorapid bist Du mit Deinen Insulinen jetzt top ausgestattet. Jetzt würde ich an Deiner Stelle erst einmal nach der ärztlichen Anweisung spritzen und dazu täglich wie skizziert Buch führen. Aus dieser Buchführung wirst auch Du schon in 14 Tagen sehen, wo Du was als nächstes verbessern kannst. Und Deiner Ärztin wird der Aufschrieb eine genauso große Hilfe für die weitere Behandlung sein.

    Daumendrück, Jürgen

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    am 28.01.2015 16:14:30
    Hallo Jürgen. .danke für deine Antwort! Ja so werde ich es machen. Muß ich denn auch für jede Zwischenmahlzeit Insulin spritzen ? Lg Marilyn
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    am 28.01.2015 17:00:35
    Ich mach das. Aber an Deiner Stelle würde ich mich erst einmal danach richten, was die Ärztin gesagt hat. Ach ja, und auch jeweils wie viel von welchem Insulin aufschreiben :)

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    am 28.01.2015 17:56:00
    Hallo Jürgen. .ja ich hab eine Tabelle. .wo draufsteht was ich bei welchem Blutzuckerwert spritzen soll. Aber ich hab das so verstanden. .daß ich immer zu den Hauptmahlzeiten spritzen soll. Also das Novorapid zu den Mahlzeiten und das Levemir abends so gegen 22.30. Lg Marilyn