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Neuigkeiten (schlechter Höchstwert)
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am 29.01.2015 18:17:39
Hallo Leute,
als erstes: JA, ich habe einen Arzttermin beim Diabetologen/Endokrinologen! Allerdings erst Anfang März einen bekommen. Deshalb bitte ich euch nochmal um Hilfe, ich möchte nämlich gern einiges verstehen.
Nachdem ich in den letzen Tagen einfach still vor mich hingetestet habe und inzwischen gut weiß, was ich frühs und abends gut wegstecken kann, teste ich immer noch am Mittagessen herum (da ich mal alle Mittagsmenüs in der Kantine durchprobiere, um zu wissen, was ich in Zukunft noch essen kann und was nicht).
Nüchtern, frühs und abends ist wie immer alles voll im Rahmen, da ich da schon immer das Gleiche esse. Das Mittagessen variiert jedoch, und die letzten Mittagsmenüs waren ganz ok von den Werten - gestern hatte ich 2 Stunden nach dem Mittagessen sogar noch eineinhalb große Stücke Marmorkuchen gegessen (konnte nicht widerstehen und wollte mal wissen, wie der BZ drauf reagiert) und in schlimmer Erwartung auf einen dramatischen peak häufig gemessen: nach 45 Minuten "nur" 150, 15 Minuten später (also 1 Stunde nach Verzehr) 146, und nach 1.5 Stunden bei 132, nach 3 Stunden dann bei 84 (lag es daran, dass meine BSD noch "in Fahrt war" durch die Mahlzeit 2 Stunden vorher und ich vermutlich mit 5 Stunden Essenspause eher einen überschießenderenden Wert gehabt hätte?)
Jedenfalls, hätte ich nicht erwartet, war etwas "angenehm" überrascht - genauso wenig, wie ich die heutigen schlimmsten Werte aller Zeiten erwartet hätte:
Heute gab es 1 Kloß (habe extra nur EINEN Kloß gegessen), Rotkraut und Bratensoße und wie immer Salat mit Dressing. (Den Braten, den es dazu gab, esse ich nicht gerne, also alles ohne "verlangsamendes" Protein heute. Da ich vor einer Woche bei 3 Kartoffeln, Kraut und 2 Würsten nach 1 Stunde "nur" 150 hatte, dachte ich, mit einem Kloß bewege ich mich wohl in einem ähnlichen KH-Rahmen und habe wieder einen ähnlichen Wert erwartet).
ABER - nach 1 Stunde: 234 (!!!!)
Extra gleich nochmal nachgemessen, um Messfehler auszuschließen: 229.
Also....Schock. Soviel hatte ich noch nie. Meine letzten Hoffnungen auf einen lediglich "leichten Defekt in der BZ-Automatik" - wie hier von einigen damals angedeutet - damit endgültig zerschlagen.
Nach 1.5 Stunden: 181
Nach 2 Stunden: 125
Nach 3 Stunden: 79
(Bei so einer "rasanten Achterbahn" hatte ich mir dann in Erwartung einer möglichen alimentären Hypoglykämie schnell eine normale Cola geholt und weiter beobachtet).
Nach 4 Stunden: 82. Dann nicht mehr weiter gemessen, da eine Hypoglykämie nun wohl unwahrscheinlich.
(Übrigens: wenn ich richtig gelesen habe, bildet der Hba1c doch nur die Werte ab, die ca. nach 3 - 4 Stunden noch im Blut sind und erfasst gar nicht solche postprandialen Spitzen. Habe den Hausarzttermin deshalb erst gar nicht wahr genommen, weil der eh nur den Nüchternzucker und maximal den Hba1c bestimmen wollte, und habe mir gleich einen Termin beim richtigen Experten geholt).
Das komische war jedenfalls: Ich war echt so geschockt von den Werten, da mich im Gegensatz zu den anderen Tagen echt super gefühlt hatte. Habe erwartet "so wie ich mich fühle, muss der Wert ja voll im Rahmen sein". Wäre fast vor Schreck umgefallen, als 234 angezeigt wurden.
Meine Fragen jetzt:
1. Mir ist im Zuge meiner Messungen aufgefallen, dass mein BZ immer genau dann nach 3 Stunden in den "idealen Bereich" von um die 80 runtergeht, wenn er vorher richtig hochging (Also alles über 150). Wenn ich aber etwas esse, wo mein BZ um die 105, 110, 120 anklettert, bleibt er viel länger auf einem flachen Niveau von um die 94, ohne in den 80er Bereich runterzugehen.
Wie erklärt sich das physiologisch? Möchte das alles besser verstehen. Kann mir das jemand erklären?
2. Aus meinen 1 - 2 Stunden peaks und den "guten" Werten in der 3. Stunde lässt sich wohl schlussfolgern, dass meine Erstantwort komplett im Bobbes ist, meine Inkretine nicht mehr funktionieren oder zu wenige vorhanden sind und die 2. Phase dann umso mehr den Motor anschmeißt (? - oder wie? Warum genau funktioniert der Inkretineffekt eigentlich grundsätzlich nicht mehr? Oder bestellen die Darmhormone GLP-1 und GIP eben doch, aber die BSD "antwortet" nicht mehr, oder mit nicht ausreichend Insulin in den ersten Minuten? Wie kann man sich diesen Defekt genau vorstellen? Habe ich bisher nach mehrtägigen Recherchen immer noch nirgends nachlesen können)
3. Frage und eigentlich meine wichtigste: durch meinen guten BMI, keine Diabetes in der Verwandtschaft, mein (relativ) junges Alter und die Schilddrüsenerkrankungen meiner Eltern, vor allem aber durch meine dramatischen Anstiege - wurde mir hier ja der LADA-Verdacht / schneller Typ 1er nahe gelegt. Da mein Diabetologen-Termin aber erst Anfang März ist, würde ich gerne wissen - was genau heißt "schnell fortschreitend" bei LADA? :O Muss ich mir jetzt bis März Sorgen machen, bis dahin so schnell abzubauen, dass ich bis dahin schon Insulin brauche (und nicht bekomme)?
Was genau heißt ein schnell fortschreitender LADA - wie "schnell" ist schnell? Falls es bei mir LADA ist (und mehr als 2 Kriterien hier: http://www.diabetes-deutschland.de/archiv/archiv_4434.htm ) treffen definitiv auf mich zu - "schaffe" ich es dann noch bis März? Oder muss ich jetzt in der Erwartung leben, bald durch Hypos umzufallen, weil der LADA so schnell ausbricht?
Bearbeitet von User am 29.01.2015 19:14:53. Grund: . -
am 29.01.2015 19:09:07
hallo jarolo,
super, wie Du am Ball bleibst :)
was Du beobachtest, funzt wie ne alimentäre Hypo, nur nicht so tief. Denn die Tiefe hängt einmal von der Höhe ab, wie Du ja an dem wenigeren Absinken nach wenigerem Anstieg siehst, und dann von den persönlichen Eigentümlichkeiten, die bei Dir offenbar nicht für's Absinken unter 50mg/dl und damit für ne Hypo reichen. Deinen Marmorkuchen hast Du wohl gerade passend in so eine noch etwas länger anhaltende Insulin-Lieferung geschoben ;)
Bei Deinem Kloß mit Soße kannst Du getrost davon ausgehen, dass Du da praktisch nur Mehl und Zucker und Wasser hattest. Und im Rotkraut ist normal auch ne gute Portion Zucker.
Die wenigsten Betroffenen fühlen übrigens nen BZ um 200-300, wenn der nicht mehrere Stunden anhält und dann manchmal, längst nicht immer und bei allen, ein bisschen müde macht.
DER Diabetes kommt tatsächlich auch sehr gut ohne Erkrankungen in der Verwandtschaft aus. Denn wenn er auf's Vererben angewiesen wäre, könnte er sich bei abnehmenden Geburtenzahlen nicht beständig munter vermehren.
Auch wenn ich sehe, dass viele Betroffene damit irgendwie sowas wie'n Identitäts-Problem haben, welchem Typ der Dok sie schließlich zuordnet, ist für's alltägliche gesunde Auskommen damit nicht die Zuordnung wichtig, sondern der gesunde Blutzucker, den man sich nur selbst machen kann. Zuerst einmal mit der Auswahl und Portionierung vom Essen und dann mit passender und ggf. zusätzlicher Bewegung (passt häufig auch bei Typ1!) und schließlich mit jeweils der Medikation, die dann noch für den Ausgleich zum gesunden BZ nötig ist.
Manch einer, der's so früh in der Entwicklung wie Du entdeckt bekommt, macht sich einen Sport draus, wie lange er seinen BZ wohl völlig ohne Medis gesund halten kann. Denn die Medis ändern ja alle nix am irgendwie (niemand weiß wirklich, wie) defekten organischen Hintergrund, sondern taugen lediglich dazu, den BZ in dem Rahmen zu halten, den man haben will.
Bisdann, Jürgen
Bisher ist meines Wissens noch niemand ohne zuckersenkende Medikation in einen Unterzucker mit Ohnmacht gefallen. Es sei denn in einem Hollywood-Film. Darin is auch schon ein Diabetiker an Unterzucker gestorben, weil er nicht rechtzeitig Insulin spritzen konnte ;)
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Die Freiheit der eigenen Meinung setzt zwingend die Achtung und den Respekt vor jeder anderen Meinung voraus. - Wer's auch so sieht, sagt's bitte einfach weiter. -
am 29.01.2015 19:40:13
hjt_Jürgen schrieb:
Auch wenn ich sehe, dass viele Betroffene damit irgendwie sowas wie'n Identitäts-Problem haben, welchem Typ der Dok sie schließlich zuordnet, ist für's alltägliche gesunde Auskommen damit nicht die Zuordnung wichtig, sondern der gesunde Blutzucker, den man sich nur selbst machen kann.
Hi Jürgen,
ich hatte gehofft, dass u.a. du hier antworten würdest. :D
Mir geht es weniger um ein "Identitätsproblem" (mir wäre es nämlich am liebsten - wie wohl den meisten hier - wenn ich überhaupt keine "Diabetes-Identität" hätte :D ), sondern vor allem darum, dass man sich wohl bei LADA irgendwann - und da wohl in einem dramatischen Verlauf - den BZ nicht mehr selbst steuern kann, sondern tatsächlich auf Insulin angewiesen ist - und zwar viel schneller und dramatischer als bei Typ 2, den ich in meinem Stadium wohl noch mit Ernährung zumindest etwas aufschieben könnte. Was ich aber hier von den LADA-Verläufen gelesen habe, kippt das wohl irgendwann voll dramatisch um. Vor allem sei es wohl beim LADA besser, von Anfang an Insulin zu spritzen, um die Betas zu entlasten. Eigentlich nur aus DEM Grund - und auch wegen dem super dramatischen Verlauf - geht es mir um die Typisierung.
Dass die nur Der Diabetologe bestimmen kann, ist mir schon klar - aber meine Frage war: wie schnell ist "schnell" beim LADA-Ausbruch? Kommen da erst die hohen Nüchternwerte (habe ich noch nicht) und ich kann mir somit sagen, bis März zur Diagnose und hoffentlicher C-Peptid-Bestimmung "schaffe" ich es noch? Oder muss ich jetzt jeden Tag regelrecht darauf warten, dass ein LADA volle Granate losgeht?
Verstehst du meine Sorge?
Bearbeitet von User am 29.01.2015 19:54:04. Grund: . -
am 29.01.2015 20:38:07
Moin jarolo,
mit Deiner Achtsamkeit gibt es keine dramatische Entwicklung. Und mit dem BZ mit dem Essen im gesunden Bereich mit in der Spitze bis maximal 140 kannst Du die bisherige Entwicklung mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit noch länger als bis zu Deinem Termin strecken.
Wenn dabei dann Dein Nüchtern-BZ wider Erwarten doch über 200 springen sollte, hast Du noch immer alle Zeit der Welt, auf eigenen Füßen zum Diabetologen oder direkt ins kranke Haus zu gehen. Also praktisch Dein Sicherheits-Netz.
Mach Dich also nicht verrückt und nutz einfach weiter die Zeit zur Entwicklung Deiner Fähigkeiten als Pankreas-Helfer :)
Daumendrück, Jürgen
LADAS kenn ich einige, die weit über Jahre als Typ2er behandelt wurden und ohne Insulin ausgekommen sind.
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am 01.02.2015 17:42:52
Hallo,
heute mal mit 2 Bio-Roggenvollkornbrot (ja, ich weiß, das Bio sagt nichts aus) getestet, müssten ca. 40 KH gewesen sein.
Extra dick mit Butter und Leberwurst bestrichen, um den verzögernden Fett-Protein-Effekt beim BZ zu erzielen.
Nach 1 Stunde "Erleichterung": 133 (nicht wie bei einem Gesunden, schon klar, aber immerhin unter den hier propagierten 140).
Nach 1.5 Stunden nochmal aus einer Eingebung heraus gemessen: 175
Nach 2 Stunden: 165
Nach 3 Stunden: 129
Nach 4 Stunden endlich mal wieder unter 100 angelangt.
Also ab in den Müll mit dem restlichen Brot, der Versuch ging ja nun auch voll in die Tonne...
Zusammenfassend kann ich nach meinen Beobachtungen nun feststellen, dass "Müll-KHs" (Fertigmehlprodukte, Süßkram etc.) meinen BZ nach 1 Stunde extrem in die Höhe jagen (siehe den 1 Kloß mit Rotkraut, der vom KH-Profil ja ungefähr quantitativ gleich den 2 Broten sein müsste) aber ich dann nach 2 und 3 Stunden bei um die 120 bis 90 liege
- und so genannte "langsame KHs" zwar meinen BZ tatsächlich "langsam" (na ja....) in die Höhe klettern lassen, aber der 2 Stunden Wert höher (und jenseits von gut und böse) ist als der 1 Stunden Wert.
Wie erklärt sich das? Was war da los?
So ganz grundsätzlich scheint meine BSD immer erst in 3. Stunde aufzuwachen.
Bearbeitet von User am 01.02.2015 17:45:35. Grund: . -
am 02.02.2015 10:36:47
Mit Deinem Input hätte ich mit passender Insulin-Dosis nen ähnlich langen aber wahrscheinlich zwischendurch deutlich höheren Verlauf gesehen. Wo Du noch nix zum BZ-Senken nimmst, bedeutet das, Deine Automatik tut und schafft noch ne Menge. Nur eben nicht mehr alles.
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am 04.02.2015 17:32:09
Überraschend heute:
Nüchtern 87 (na ja....................... laut phlaunt / Jenny Ruhl stehe ich allein mit dem Wert ja schon verdammt schlecht da).
Zum Frühstück (ich würde mal sagen, das war so 3 Stunden vor dem Mittag) ein halbes Käse-Vollkornbrötchen, da ich ein ganzes nicht vertrage (bei einem ganzen hatte ich schon unterschiedliche Werte wie einmal 120 nach 1 Stunde, und 150 nach 1 Stunde, also habe ich es auf ein halbes reduziert. Heute konnte ich aber vor Arbeitsstress nicht messen.)
Dann Mittag: Kartoffelsuppe (pürriert, also keine Ahnung wieviele "Kartoffeln" oder carbs da drin waren), Kartoffeln mit Spinat und Hühnchenbrust (habe aber nicht alle Kartoffeln aufgegessen, ich würde mal sagen ich hatte so 3 kleine Kartoffeln), und Salat mit Dressing (wie immer).
1 PP: 136
2 PP: 98 (ich bin in meinen ganzen Messungen bisher noch nie unter 100 zwei Stunden nach dem Mittag gewesen)
3 PP: 90
Also heute hatte ich m.M.n. zum ersten Mal einen wirklich guten Verlauf, und dass obwohl ich die Kartoffelsuppe und die Kartoffeln beim Mittag wohl recht viele carbs (im Vergleich zu anderen Mahlzeiten) zu mir genommen habe.
Hatte ich heute nur mal einen besonders guten Tag oder beobachtet ihr solche bizarren Verläufe auch öfters mal?
(An den Kartoffeln in der Kombination mit Eiweiß lag es nicht, da ich auch schon zu anderen Mittagsmahlzeiten ähnliche Kombinationen hatte und der BZ-Verlauf höher war).
Allerdings hatte ich bisher zwischen Frühstück und Mittag immer so 5 Stunden Pause, und heute nur 3. Liegt es daran, dass dann beim Mittag die BSD noch in Fahrt war? Empfiehlt man deshalb also Diabetikern, alle 3 Stunden was zu essen ? Wäre das der Schlüssel für mich (eigentlich hasse ich es, mir alle 3 Stunden was zwischen die Kiemen schieben zu müssen, ich bin mehr der alle 5 Stunden Typ Esser, und 3 Mahlzeiten. Heute kam ich einfach erst aus Zeitmangel um 9.30 zum Frühstück und 12.30 Mittag).
Da meine BSD aus meinen bisherigen Messungen wohl erst in der 3. Stunde aufwacht (nach ner KH-reichen Mahlzeit bin ich ja bisher immer erst in der 3. Stunde wieder unter 100 angekommen), muss es wohl daran liegen, oder?
Wäre dieser Zusammenhang so erklärbar?
Bearbeitet von User am 04.02.2015 19:20:26. Grund: . -
am 04.02.2015 17:48:13
Eine interessante Beobachtung ist es allemal, ich werde das mal mit Messungen weiter verfolgen, ob alle 3 Stunden etwas essen tatsächlich so meinem Körpertyp entspricht (denn von meinen vielen Messungen heraus weiß ich ja inzwischen, dass meine Werte immer erst nach 3 Stunden in den 70er, 80er,90er Bereich [je nach KH-Menge] runtergehen, also erst dann genügend Insulin ausgeschüttet wurde - warum bin ich da nicht schon früher drauf gekommen?)
Dieser Dr. Bernstein schreibt ja etwas ähnliches (in abgewandelter Form) in seinem Buch (kann man in kostenlosen excerpts auf seiner Seite nachlesen, falls es jemanden interessiert): er führt da eine D1 Patientin an, die mit nur Langzeitinsulin klar kommt und ihren BZ-Spiegel konstant "flach" hält, in dem sie alle 20 Minuten etwas Protein snackt.
("If you eat a small amount of slow-acting carbohydrate, you might get by with a very small or no postprandial blood sugar increase. If you double the amount of slow-acting carbohydrate, you’ll more than double the potential increase in blood sugar (and remember that high blood sugar leads to even higher blood sugar). If you fill up on slowacting carbohydrate, it will work as fast as a lesser amount of fast-acting carbohydrate, and if you feel stuffed, you’ll compound it with the Chinese restaurant effect.
All of this not only points toward eating less carbohydrate, it also implies eating smaller meals 4 or 5 times a day rather than three large meals. If you’re a type 2 diabetic and require no medication, eating like this may work well for you. The difficulty with this sort of plan is its inconvenience, but some people don’t mind and actually prefer to eat this way. One of my patients, a type 1 diabetic who still makes some insulin, eats a couple of bites of protein every 20 minutes and takes long-acting insulin. In a 16-hour day, that adds up to a lot of minimeals and a lot of clock-watching. This routine would drive many people nuts, but it almost works for her. As long as she keeps up with her frequent little meals and covers the insulin, she’s fine. When she misses a few “meals,” there inevitably is trouble.
For the type 2 diabetic who doesn’t need insulin injections, smaller meals throughout the day can be a very effective way of maintaining a constant level of blood sugar. Since this kind of diet would be tailored to work with a phase II insulin response, blood sugars should never go too high.") http://www.diabetes-book.com/book/chapter7_2.shtml
(Indeed - den Effekt habe ich heute selbst erlebt, obwohl das Mittag nach den 3 Stunden doch etwas größer ausfiel).
Und ein in gleicher Weise ähnliches Beispiel ist wohl das von vielen genutzte Prinzip hier, nach dem Aufstehen ein kleines Stück Brot zu essen, um damit die BSD schonmal auf das dann folgende KH-Frühstück "vorzustimulieren".
Interessant.
Bearbeitet von User am 04.02.2015 18:14:07. Grund: .. -
am 04.02.2015 18:21:05
Allerdings hätte dann beim "alle 3 Stunden etwas essen" die BSD auch niemals lange genug "Ruhe", um endlich mal ein paar Stunden im Bereich um die 90 zu bleiben, sondern wäre konstant gefordert (auch nicht so das Optimale), Außerdem bin ich überhaupt nicht der alle 2-3 Stunden Esser, schon beim Gedanken daran dreht sich mir der Magen um.
Also, da muss ich ja nun echt mal abwägen, was nun das kleinere Übel wäre und wie ich weiter vorgehe.
Denn wenn ich nur 2 x täglich esse (wäre mir eigentlich am genehmsten und entspricht mir am besten), um der BSD zwischen den Mahlzeiten mal ein paar flache Kurven und etwas "Erholung" zu gönnen, muss ich dementsprechend mehr bei den wenigen Mahlzeiten essen und nehme dadurch größere postprandiale Spitzen in Kauf.
Wenn ich aber 5 oder 6 mal etwas kleineres esse, geht der BZ-Spiegel zwar flacher hoch (sagen wir um die 110 bis 120), wird dort jedoch alle paar Stunden hin hochgejagt und hat nie mal die Möglichkeit, ein paar Stunden flach zu bleiben.
Denn DIE Nahrungsmittel, die meinen BZ überhaupt nicht erhöhen oder nur bis 100 erhöhen, habe ich bisher noch nicht gefunden (außer sowas wie Eiersalat,wo 5 KHs drin sind, aber das liefe ja fast auf NO carb hinaus, außerdem - wer hat da schon jeden Tag Bock drauf?).
Hm, decisions, decisions.
Vielleicht teste ich mal das Intermittent Fasting, in dem man seine gesamte Tagesration innerhalb eines Zeitfensters von maximal 8 Stunden zu sich nimmt, in diesen also 3 x oder 4 x allle 2 Stunden was zwischen die Zähne schiebt (was ja in etwa meinem eigenen Nach-3-Stunden-endlich-voll-aktiv-BSD-Rhythmus entsprechen würde) und dann hat meine BSD für 16 Stunden Ruhe und der BZ bleibt flach (meine nüchterne Leberglukose-Ausgabe ist da zum Glück noch nicht beeinträchtigt; ich weiß das, weil ich auch zwischendrin immer wieder mal messe und immer in den 80ern liege. So hätte dann meine BSD ein bisschen Ruhe und Schonung und ich bleibe für 16 Stunden im 80 - 90er Bereich, während sich im 8 Stunden-Zeitraum die Spitzen gegenseitig "abfangen", da nach der 1. Mahlzeit meine BSD ja nach 3 Stunden endlich in Fahrt ist und sich das dann bei den nächsten Mahlzeiten überträgt und den BZ nicht rasant ansteigen lässt. Auf diese Weise hätte ich da nämlich auch etwas Spielraum für ein paar carbs, so wie ich das eben heute erlebt hatte [oder auch damals beim Kuchen]. So hoffe ich jedenfalls.)
Da ja beim Leberfasten gute Erfolge erzielt werden, und da Intermittent Fasting sowieso ne Reihe lebensverlängernder und anti aging Effekte mit sich zu bringen scheint (ich weiß, dass Leberfasten und Intermittent Fasting zwei völlig verschiedene Paar Schuhe sind, falls mich gleich ein Worm-Anhänger belehren möchte - ich hatte beides nur in einem Atemzug erwähnt, um die generellen Vorteile des Fastens zu erwähnen) und sich auch rühmt, für die BSD gut zu sein, könnte das ein akzeptabler Kompromiss für meinen BSD-Rhythmus sein, ohne mir von frühs bis abends alle 3 Stunden etwas reinzwängen zu müssen.
Bearbeitet von User am 04.02.2015 19:11:21. Grund: . -
am 05.02.2015 07:50:09
joralo schrieb:
.... also erst dann genügend Insulin ausgeschüttet wurde - warum bin ich da nicht schon früher drauf gekommen?)
Dieser Dr. Bernstein schreibt ja etwas ähnliches (in abgewandelter Form) in seinem Buch (kann man in kostenlosen excerpts auf seiner Seite nachlesen, falls es jemanden interessiert): er führt da eine D1 Patientin an, die mit nur Langzeitinsulin klar kommt und ihren BZ-Spiegel konstant "flach" hält, in dem sie alle 20 Minuten etwas Protein snackt.
Hallo!
Typ 1 ist eine ganz andere Nummer, und wenn die Dame das Langzeit-Insulin so ansetzt, dass eine permanente BZ-Talfahrt programmiert ist, wird sie eben alle 20 Minuten nachfüllen müssen. Und das dann permanent mit Protein... was für ein tolles Leben....
Und so neu ist das Verfahren nicht... in etwas bequemerer Form kannst Du Dir ne CT-Therapie aufdrängeln lassen. Ist in etwa das gleiche.