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Neuigkeiten (schlechter Höchstwert)
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am 05.02.2015 10:34:38
Leberfasten ist eine super Behandlung für solche Typ2, bei denen eine wesentliche Herausforderung in der Fehlregulierung der Glukose-Ausgabe der Leber infolge individueller Fett-Überlastung besteht. Damit können sich bei denen Glukose- und Insulin-Umsatz verbessern bis normalisieren, wobei noch lange unklar bleiben wird, für wie lange Zeit die gute Wirkung unter welchen Umständen anhalten kann.
Leberfasten ist keine Behandlungs-Option für den typ1-/LADA-mäßigen Verlust von Beta-Zellen. Das gilt auch für intermittent Fasting. Wer Probs mit Abnehmen/Gewichthalten hat, mag fasten. Und damit wird natürlich kein Insulin für das Futter gebraucht, auf das man dabei verzichtet. In den Maße werden in dem Moment selbstverständlich auch die Betas entlastet.
Aber nach aller bisherigen Kenntnis hilft das nix zu deren dauerhafter Erhaltung.
Dok Bernstein predigt ein BZ-Management in den sehr engen Grenzen des unteren Gesund-Bereichs. D.h. vielleicht die Hälfte aller wirklich stoffwechselgesunden Menschen leben in diesem Bereich. Vor allem bei Typ2 mit der chronischen Beta-Überforderung und bei allen Menschen mit schon bestehenden diabetischen Folgekrankheiten schafft das Besserung und Linderung. Und einen Schutz für die vielleicht 1 oder 2 in 1000, die schon leicht über dem gesunden BZ-Verlauf und nicht erst wie meistens bei deutlich größeren BZ-Schwankungen eine Nerven- oder Netzhautschädigung entwickeln.
Durch irgendwelche Maßnahmen den BZ erziehen, geht meines Wissens nicht. Wir können halt alle unsere defekten Automatiken nur in dem Maße mit Bewegung und Essenauswahl unterstützen, in dem wir das alltäglich tun mögen. Und für den Rest zu dem Blutzucker-Verlauf, den wir haben wollen, brauchen wir halt Medis und da Typ1/LADA von Anfang an Insulin.
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Die Freiheit der eigenen Meinung setzt zwingend die Achtung und den Respekt vor jeder anderen Meinung voraus. - Wer's auch so sieht, sagt's bitte einfach weiter. -
am 13.02.2015 15:17:01
Mal etwas Neues von mir:
Neben meinem Sport, den ich schon immer so 1 - 2 x pro Woche zu Hause mache (Mischung aus Pilates + Yoga) habe ich diese Woche mal angefangen, mal wieder den guten alten Billy Blanks zu Hause zusätzlich einzuführen (wer kennt noch die guten alten 90er Tae Bo Videos :D :))))) ). Zum einen, um noch mehr Sport reinzubringen (ich hasse Spazierengehen, Joggen und dergleichen, ist nichts für mich, alleine in der Pampa rumzustapfen), andererseits auch, um meinen Herzschlag runterzubringen, denn nächste Woche beim Arzt hoffe ich, mit dem Betablocker ausschleichen beginnen zu können! (Ist nämlich immer noch eine kleine Hoffnung von mir, dass mein Zuckerstoffwechsel dadurch entgleist ist - es gibt einige Studien dazu!)
Dienstag also wie gewohnt mein halbes (weißes, nicht Vollkorn) Brötchen mit Butter und Käse - nach über 1 h noch ca. 119 (bisher lief das Käsebrötchen immer zwischen 120 und 130 nach 1 h und so um die 110 nach 2 h). Dann nachmittags mein Sport.
Mittwoch: wieder dasselbe Brötchen - nach 1 h: 101, nach 2 h: 90. So "niedrig" ausgeschlagen hat mein BZ noch nie. Die insulinsensitivierende Wirkung von Sport scheint sich also bei mir also niederzuschlagen, auch bis in den nächsten Tag hinein, sehr motivierend! Am Mittwoch nachmittag dann mit Billy Blanks zu Hause trainiert, waren ca. 40 Minuten Mischung aus Kickboxen und Aerobic.
Am Donnerstag habe ich dann zum Mittag Reis (oowwww) und Geschnetzeltes + Salat mit Dressing wie immer gehabt, muss aber fairerweise dazu sagen, dass ich nicht den ganzen Reis gegessen habe, ich würde mal sagen, so eine halbe Kelle. Nach 1 h: 126, ganz gut für den bösen Reis, würde ich sagen!
Gestern dann kein Sport, habe mich nach der Arbeit zu Hause faul auf die Couch geschmissen.
Heute hatte ich dann Fisch mit Kartoffelbrei und einer widerlichen Soße, und wieder Salat. Auch vom Kartoffelbrei hatte ich nur ein paar Löffel, zum einen weil er nicht so das Wahre war, zum anderen, weil ich las, dass Kartoffelbrei vom GI her sowieso schlimmer ist als normale Kartoffeln.
Nach 1h: 147 :( , aber ich habe mich dann gleich nach der Messung an meinen Sport gemacht, war also 2 h nach dem Essen mit dem Sport fertig: 97! Gar nicht so schlecht, wenn ich bisher zu faul war, mein Sportpensum zu erhöhen, so motiviert mich spätestens jetzt der recht jute Zuckerverlauf (ich werde mein Ben&Jerry's Eis vermissen - ein Gesunder könnte davon sicher einen ganzen 500 g Becher essen und wäre unter 100 :( Also vom Gesunden bin ich noch weit entfernt, versuche aber ebenfalls, meinen BZ nun gesund zu führen und sehe da einige Lifestyle-Korrelationen bei mir, die ich hoffentlich noch ausbauen kann.
Ich werde dann mal sehen, wie das Ausschleichen der BBs verläuft - ich kann mir einfach keine andere Erklärung vorstellen, da niemand bei mir Diabetes hat. http://www.pharmazeutische-zeitung.de/index.php?id=41783 und http://www.deutsche-apotheker-zeitung.de/pharmazie/news/2010/06/17/haeufiger-diabetes-durch-betablocker-und-diuretika.html
Lada behalte ich natürlich im Hinterkopf und werde das Anfang März testen. Im Moment lasse ich das mal so laufen, habe irgendwo gelesen, dass man spätestens alle 2 Tage Sport machen muss, weil die insulinsensitivierende Wirkung nur so ca. 48 h anhält. Scheint nach meinem kurzem Experiment bei mir so zuzutreffen...denn aus meinen Aufzeichnungen, die ich ja so Mitte Januar angefangen habe, kam ich bisher noch nie (außer einmal letzten Mittwoch - keine Ahnung was ich da richtig gemacht habe - ich glaube, da hatte ich am Dienstag davor auch Sport gemacht ) nach 2 h unter 100, egal ob wenig Kohlenhydrate oder nur ein halbes Brötchen oder oder oder....und nun hatte ich schon ein paar Mal "Erfolg" in der Richtung.
Bearbeitet von User am 13.02.2015 15:38:20. Grund: . -
am 13.02.2015 15:38:18
Super Ansatz! Daumendrück für's Durchhalten!
Wenn Diabetes nur vererbt werden könnte, müssten unsere Eltern-Generationen ein irre abwechslungsreiches Sex-Leben gehabt haben ;)
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am 13.02.2015 15:57:09
Habe gerade mal meine letzten Beiträge in diesem Thread hier gelesen ... schon irgendwie komisch, dass ich so ein "ungesundes" helles Brötchen besser vom BZ vertrage als angeblich so gesundes "Vollkornbrot".
DGE-Empfehlungen sind wirklich zum in die Tonne klopfen...
Bearbeitet von User am 13.02.2015 16:00:58. Grund: . -
am 13.02.2015 16:01:54
hjt_Jürgen schrieb:
Super Ansatz! Daumendrück für's Durchhalten!
Wenn Diabetes nur vererbt werden könnte, müssten unsere Eltern-Generationen ein irre abwechslungsreiches Sex-Leben gehabt haben ;)
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Hä? Was hat denn eine genetische Disposition mit irrem Sex zu tun? Sehr viele Krankheiten sind genetisch bedingt, warum sollte das für eine Stoffwechselstörung nicht gelten?
Schau halt mal über deinen Tellerrand, dann merkst du vielleicht in wie vielen Familien bestimmte Krankheiten gehäuft vorkommen, z.B. Brustkrebs oder Herzinfarkt. Ach sorry, ich vergaß, für dich gibt es ja nur eine Krankheit, nämlich Diabetes und den haben alle - auch wenn man sich dazu einen Prädiabetes aus den Fingern saugen muß.
Möchte gerne wissen wie viele Menschen an Prä-Herzinfarkt oder Prä-Schlaganfall leiden. -
am 13.02.2015 17:26:42
EH schrieb:
Hä? Was hat denn eine genetische Disposition mit irrem Sex zu tun? Sehr viele Krankheiten sind genetisch bedingt, warum sollte das für eine Stoffwechselstörung nicht gelten?...
Nix dagegen, nur nicht so gaaanz schlüssig, wenn mit abnehmender Geburtenrate zunehmende und zunehmend jüngere Erkrankungs-Rate, oder?
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am 13.02.2015 17:48:32
hjt_Jürgen schrieb:
EH schrieb:
Hä? Was hat denn eine genetische Disposition mit irrem Sex zu tun? Sehr viele Krankheiten sind genetisch bedingt, warum sollte das für eine Stoffwechselstörung nicht gelten?...
Nix dagegen, nur nicht so gaaanz schlüssig, wenn mit abnehmender Geburtenrate zunehmende und zunehmend jüngere Erkrankungs-Rate, oder?
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Die Freiheit der eigenen Meinung setzt zwingend die Achtung und den Respekt vor jeder anderen Meinung voraus. - Wer's auch so sieht, sagt's bitte einfach weiter.
Durchaus schlüssig, wenn man bedenkt, daß sogar noch in den Siebzigern Typ2 gar nicht als Krankheit erkannt wurde. Dazu kommt, daß meine 'Elterngeneration zwei Kriege erlebt hat. Die Bilder aus dieser Zeit sprechen Bände. Meine Mutter wäre fast verhungert, weil in erster Linie Mann und Kinder versorgt werden mußten. Wie hätte da ein Diabetes erscheinen können?
Wie gesagt: Tellerrand! -
am 13.02.2015 18:11:07
Apropos Tellerrand:
Typ1 nimmt seit wenigstens 20 Jahren mit abnehmender Geburtenzahl im erstaunlich selben Maße zu wie Typ2, und der lässt sich nicht "weghungern".
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am 13.02.2015 18:29:12
hjt_Jürgen schrieb:
Apropos Tellerrand:
Typ1 nimmt seit wenigstens 20 Jahren mit abnehmender Geburtenzahl im erstaunlich selben Maße zu wie Typ2, und der lässt sich nicht "weghungern".
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Die Freiheit der eigenen Meinung setzt zwingend die Achtung und den Respekt vor jeder anderen Meinung voraus. - Wer's auch so sieht, sagt's bitte einfach weiter.
Es wäre wirklich mal nett zu erleben, daß du zu Argumenten Stellung nimmst, anstatt mit einer Story daherzukommen, die nicht mit der Sache zu tun hat. -
am 14.02.2015 14:16:26
Also, heute mal wieder rumgetestet: Hatte mir diese Pumpernickel Partyrolle gekauft, wo das Brot in kleine runde Scheiben rationiert ist, die kennt ihr ja sicher. So lässt sich alles besser portionieren und überschauen und austesten.
4 kleine "Rollen" entsprechen dabei ziemlich genau 1 BE (13 g Kohlenhydrate). Die habe ich vorhin mit 2 x Leberwurst und 2 x Salami verputzt.
Summa summarum: nach 45 Minuten 120, nach 60 Minuten 123, nach 1.5 Stunden 124, nach 2 Stunden nun 111, also langsam wieder sinkend, wenn auch in unbefriedigender Weise.
Meine BSD veträgt also ziemlich genau nur eine einzige BE, ohne Ausflüge in gefährliche Höhen zu unternehmen (wobei ja 120 schon die Obergrenze von Gesunden sind, wenn die sich das 10fache an KHs einverleiben). Deckt sich übrigens auch mit meinem berühmten halben Brötchen, was ja auch lediglich 1 BE (12,5 g KHs) enthält.
Eine Bemerkung am Rande: 2013 hatte ich so eine Phase, wo ich mir eigentlich fast jedes Wochenende Pizza und dann zum Nachtisch 1 ganzen 500 g Becher Ben & Jerry's Eis "gegönnt" hatte (war mein Refeed Day, als ich die ganze Woche low carb durchgezogen hatte und dann am Wochenende mal wieder "aufgetankt" hatte. Andere schießen sich eben am Wochenende mit Party und Alkohol ab, ich mit meinem geliebten Eis).
Wenn ich nun nochmal die Nährwertangaben durchschaue, kann einem ja echt schlecht werden :)))) Der ganze Becher (den ich in einem sitting weggeputzt habe), enthält ziemlich genau 150 g KHs / Zucker, und 50 g Fett, und 1250 Kalorien. Und das fast jedes Wochenende über Monate hinweg. Ich will gar nicht wissen, was ich da meiner Pankreas angetan habe und in welchen Höhen mein BZ gewesen sein muss, wenn ich jetzt schon bei lediglich EINER EINZIGEN BE an die Obergrenze komme.
Dass ich da noch nicht ketoazidosisch umgefallen bin...wobei ich rückblickend nun weiß, woher meiner "Fresskoma-Anfälle" (also Einschlafen) direkt nach so einem Becher herkamen. Möchte gar nicht wissen, wie weit ich Artherosklerose und sonstiges in dieser Zeit bei mir voran getrieben habe.
Vielleicht rührt ja aus der Zeit her auch meine jetzige Diabetes, who knows? Wobei es ja überall heißt, dass man sich Diabetes nicht "anfrisst". Und wenn ich so einen Becher sehe, muss ich mich echt unheimlich zusammen reißen, keinen zu kaufen, ich bin ein echter Süßigkeiten-Junkie, "Gott sei Dank" hat Diabetes so schreckliche Folgekrankheiten, dass mich allein der Respekt davor bewahrt, wieder in alte geliebte Fressmuster zu fallen.