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Metformin (Uff!) / Therapiealternativen
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am 27.02.2015 18:39:28
Hallo Allerseits,
bin neu hier... also erstmal herzliche Grüße an Alle!
Bei mir wurde vor einigen Jahren (2011) eine Diabetes, Typ 2 diagnostiziert. Liegt in der Familie, ich bin aber auch ziemlich übergewichtig: 48 Jahre, männlich, 193 cm, 125kg.
Ich habe seit damals dann so eine Low-Carb-Diät und viel Sport gemacht. Hab auch einiges an Gewicht verloren bin auch relativ fitt trotz fett :-) aber am Langzeitzucker hat sich nichts getan. Der ist aktuell bei 6,7 %
Seit einiger Zeit habe ich nach dem Essen starke Erschöpfungsgefühle. Mein Hausarzt meint, das wäre ernstzunehmen und ich solle Metformin nehmen - einschleichen beim Essen beginnend bei 500 mg bis 1500 mg.
Letzten Sonntag habe ich damit angefangen (500mg). Mit der Folge von Durchfall, Blähungen, Übelkeit, Bauchschmerzen, Kopfschmerzen, Schlaflogsigkeit, Unruhe, Krankheitsgefühl, körperliche und geistige Schwächegefühle, also so ziemlich die volle Palette Nebenwirkungen. Wirklich wirklich ätzend.
Da ich heute und Montag wichtige berufliche Termine hatte bzw. habe, habe ich gestern das Metform abgesetzt. Es geht mir heute wieder besser, aber eigentlich ist mir immer noch übel und ich fühle mich geschwächt.
Nach dem Termin am Dienstag könnte ich nochmal einen Anlauf starten, weiß aber nicht, ob das wirklich sinnvoll ist. Eigentlich war das schon der zweite Gewöhnungsversuch. Mein HA scheint irgendwie unwillig, mir was anderes zu verschreiben.
Deshalb meine Frage in die Runde:
(1) Wird das denn besser und mit welcher Eingewöhnungszeit muss man rechnen (mein Hauarzt meint eine Woche, lach....)
(2) Welche Alternativmedikamente gibt es und wie sind die Erfahrungen damit?
Ich habe natürlich auch schon selber Sachen im Internet recherchiert, aber mich würden eher persönliche Erfahrungen von Mit-Diabetikern interessieren.
Liebe Grüße,
Peter
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am 27.02.2015 20:13:54
Hallo Peter
Ich habe vor 3 Jahren mit Metformin angefangen und hatte auch fast die selben Nebenwirkungen.
Nach einer Zeit besserte es sich ein wenig, aber dann bekam ich es wieder zurück. Kopfschmerzen, Schwindel, Bauchschmerzen und Durchfall. Ich konnte nicht mal einkaufen gehen, ohne Angst zu haben, eventuell zu müssen. Groß weg fahren war auch unmöglich. Es ging soweit, dass ich sogar zur Darmspiegelung gegangen bin. (da stand der verdacht, dass es vielleicht am Metformin liegt noch nicht). Es wurde ein Polyp gefunden und entfernt, aber die Symptome sind geblieben. Meine Freundin ist Ärztin und meinte, vielleicht liegt es an den Tabletten und darauf hin setzte ich sie eigenwillig ab. Und siehe da- die Symptome waren weg. Schon am zweiten Tag hatte ich nichts mehr. Habe von meiner Diabetologin jetzt Xelevia (eine morgens) und Repaglimid (vor jedem essen eine) bekommen und teste das momentan noch. Ich würde es 1-2 Wochen testen und wenn es nicht besser wird, nochmal mit dem Arzt sprechen und wenn er nicht Kompromiss bereit ist, einfach wechseln.
Mit diesen Nebenwirkung fühlt man sich echt schlecht und es beeinträchtigt auch die Lebensqualität.
Versuche Dein Glück :)
Lg Andrea1 Benutzer dankte für diesen Nützlichen Beitrag. -
am 28.02.2015 11:53:31
Hallo Andrea,
lieben Dank für Deine Antwort! Das hört sich wirklich sehr ähnlich an, wobei Du es wohl etwas länger ausgehalten hast als ich bislang.
Ich hatte mal eine OP am Dickdarm... bin da diesbezüglich ziemlich empflindlich. Aber bei mir ist kein Zweifel, dass es von den Tabletten lausgelöst wird. Heute, nach drei Tagen absetzen, gehts mir wieder super.
Ich werde mir mal Xelevia und Repaglimid merken. Die Therapie scheint teurer zu sein als Metformin... könnte deshalb wohl ein Problem sein für meinen Hausarzt.
Wer auch nochmal einen Anlauf nehmen mit dem Gewichtsverlust. Das mit dem Low-Carb hat irgendwann nichts mehr gebracht. Muss evtl. einfach mal fasten.
LG
Peter -
am 28.02.2015 12:48:49
Low Carb habe ich auch schon durch. Bin mir da auch nicht sicher, ob es das Richtige ist.
Ich muss zu meiner Schande gestehen, dass ich Schokolade über alles liebe :@. Ja was soll man machen. Es ist ein blöder Kreislauf. Ich bin 159 cm und wiege 78. Das ist natürlich zu viel und auch ich muss runter vom Gewicht. Leider habe ich noch nicht das passende für mich gefunden :o(.
Ja wegen Xelevia und Repaglimid erkunde dich mal. Vielleicht hilft Dir das besser.
Lg Andrea
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am 06.03.2015 15:07:35
Hallo Andrea, hallo Forenteilnehmer,
ein kleines Update meinerseits: mein Hausarzt hat mich zu einem Diabetlogen geschickt, bei dem ich gestern auch war. Der meinte, eine mögliche Alternative sei in der Tat "Xelevia", welches aber "ungünstiger" sei - in welcher Hinsicht habe ich dann vergessen zu fragen. Aber bei einem Hb1ac-Wert von 6,7% solle ich jetzt nochmal Sport und Ernährung versuchen, erst bei 7,0 % und mehr mit einem Medikament anfange. Ach ja, 20 % der Patienten würden Metformin nicht vertragen, also bin ich keine Ausnahme.
Naja... ist mir auch recht, kein Medikament nehmen zu müssen. Habe jetzt mal mit Almased angefangen, werde dann mit Low Carb weitermachen, wenn ich ein paar Kilos verloren habe. Auf der ARD war am Montag so eine Reportage - scheint schon was zu bringen.
Mich stört an Low Carb eigentlich nicht, dass man auf Zucker verzichten muss - das fällt mir relativ leicht. Aber man kann keine Nudeln oder Reis oder Kartoffeln oder Brot essen. Das ist echt ganz schön blöd. Aber: was soll man machen :-)
Viele Grüße,
Peter -
am 07.03.2015 17:24:22
Ich habe jetzt auch mit Low Carb angefangen und versuche damit auch meine Werte in den Griff zu bekommen. Du musst nicht auf Nudeln oder so ganz verzichten, denn mit Low Carb darfst Du einmal in der Woche sündigen. Das ist ein Tag mit Kohlenhydraten. Den soll man auch einhalten. Ich liebe auch Spaghetti und co und muss mich auch echt am Riemen reißen :-)
Gutes gelingen :)
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Der Mensch kann nicht tausend Tage
ununterbrochen gute Zeit haben,
so wie die Blume nicht hundert Tage blühen kann.
Tseng-Kuang -
am 09.03.2015 12:57:32
Andrea schrieb:
Ich muss zu meiner Schande gestehen, dass ich Schokolade über alles liebe...
Hallo Andrea,
Ich habe zwar keine Ahnung welche Schoki du magst, aber ich habe von 'Lindt' eine gefunden mit 99% Kakaoanteil (gibt es nur in 50g Abpackungen). Die ist zwar extrem bitter (vielleicht herantasten über 50% und dann immer höher), hat aber nur 8,0gr KH auf 100g (davon 2g Zucker). Also kann man auch mal 'sündigen'. Bei mir hat der bittere Geschmack noch den Vorteil, dass dieser den Hunger/Appetit bremst.