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warum unsicherheit
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am 02.04.2015 11:45:51
TypEinser schrieb:
purea, auch andere wie joraldo, sturmbine, kristin.... die Beiträge kommen aus ein der derselben Tastatur... und ich hab wohl noch einige nicht aufgezählt.
Déjà-vu...
Die Liste sollte ich mal erweitern. -
am 02.04.2015 11:57:04
MarcHansen schrieb:
Heisst dass dann das purea, jürgen rainer etc. recht haben und diese diagnosemöglichkeit die schlechteste darstellt bzw. ein niedriger wert nichts aussagt?
schon kompliziert, nur die frage wenn ein hba1c 5,2 ist müssten dann nicht auch die anderen blutzuckerwerte bzw der nbz im normalen bereich liegen wennn ich mich normal ernähre? bitte um erklärung
Guten Tag Marc,
ich versuche eine kurze Erklärung.
Der Nüchtern-BZ, der Belastungstest und der HbA1c geben jeweils verschiedene physiologische Prozesse wieder, diskordante Befunde sind möglich. HbA1c- und Glukosewerte sind nicht gleichwertig, wie man seit einigen Jahren bereits weiß. Es werden unterschiedliche Populationen von Diabetern entdeckt, die Übereinstimmung ist eng begrenzt. Es konnte z.B. in einer Studie gezeigt werden, dass der Glukosetoleranztest und der Langzeitwert nur bei einer kleinen Gruppe bei neu diagnostizierten Diabetikern eine Übereinstimmung brachte.
Weitere Forschungen müssen zusätzlich noch zeigen, wie sich die Sensitivität beim HbA1c im Alter und bei der Ethnie verhält. Bei der HbA1c-basierten Diabetesdiagnostik sind bisher eine Reihe von ungeklärten Aspekte zu untersuchen, auch im Hinblick möglicher mikrovaskulärer Komplikationen.
Wann der HbA1c und die Nüchternglukose zur Diagnostik miteinander kombiniert werden müssen ist international offenbar noch nicht abschliessend geklärt, in Deutschland (DDG) ist man hingegen pragmatischer. Die Leitlinien sind bekannt, bei einem Wert unter 5,7 % ist die Erkrankung unwahrscheinlich.
Lasse dich bitte in diesem Forum bei Deinem(?) Wert von 5,2 nicht verrückt machen. Du bist mit hoher Wahrscheinlichkeit gesund! Dein Diabetologe oder qualifizierter Hausarzt ist für weitere Fragen sicherlich der beste Ansprechpartner, auch bzgl. einer möglichen Vorbelastung.
Bearbeitet von User am 02.04.2015 12:12:43. Grund: .2 Benutzer dankten für diesen Nützlichen Beitrag. -
am 02.04.2015 11:58:09
MarcHansen schrieb:
Heisst dass dann das purea, jürgen rainer etc. recht haben und diese diagnosemöglichkeit die schlechteste darstellt bzw. ein niedriger wert nichts aussagt?
schon kompliziert, nur die frage wenn ein hba1c 5,2 ist müssten dann nicht auch die anderen blutzuckerwerte bzw der nbz im normalen bereich liegen wennn ich mich normal ernähre? bitte um erklärung
Der HBA1c ist ein allgemein anerkannter Anhaltspunkt. Ich würde den aber aus eigener Erfahrung nicht (mehr) nur als alleiniges sicheres Kriterium zur Entscheidung Diabetes JA/NEIN heranziehen (wenn es denn schon andere Anzeichen gäbe, dass die Prognose Diabetes zutreffen könnte).
Genau die Fixierung auf den HBA1c hatte seinerzeit bei mir dazu geführt, dass es neben meiner eigenen Unfähigkeit, Diabetes-Symptome gleich korrekt einzuordnen, auch von Ärzten sehr spät erkannt wurde, was los ist. Als das dann exlodierte, war es mit Werten um 500 schon reichlich spät und gefährlich - aber gut, zumindest dann hat das der HBA1c auch unverkenn- und unübersehbar angezeigt.
Vor allem wäre ich mir nicht sicher, ob eben der Weg zum "ausgewachsenen Diabetiker" - also die Zeit vorher - ganz zutreffend allein daraus abgeleitet werden kann. Ich bin kein Arzt und habe mich mit dem Thema dann zu wenig beschäftigt, aber es bliebe vermutlich die Frage zu klären, was unter Umständen den HBA1c niedrig erscheinen lassen könnte, obwohl man bei Betrachtung aller BZ-Werte eigentlich längst einen Diabetiker vor sich sitzen hat. Ich meine bei Leber- oder Nierenkranken kann es zu falschen (zu hohen oder zu niedrigen) HBA1c-Werten kommen, die dann keinen Schluss auf Diabetes mehr zulassen.
Das Betrachten aller anderen Ergebnisse im Zusammenhang bringt meines Erachtens ein aussagekräftigeres Bild - jedenfalls bei mir war das so, das mag nicht die Regel sein.
Wenn man das für sich persönlich genau festmachen möchte, hilft eigentlich wirklich nur ein Besuch beim Arzt zur regelmäßigen Feststellung des HBA1c und dann Dauermessungen der anderen BZ-Werte über einen längeren Zeitraum um ein durchgehendes Bild mit allen beeinflusssenden Parametern zu bekommen.
Im Grunde wird das eine Frage sein, wie Du mit Deinem Gefühl zu diesem Thema umgehst. Im Allgemeinen wird man das "große Programm" anlasslos aus Kosten- und auch Komfortgründen (für den Patienten) nicht machen.
Wenn Du das selbst ohne großen Aufwand wissen möchtest, kannst Du Dich ja mal um ein FGM bewerben und so ein Teil holen - nach 14 Tagen oder einen ganzen Monat wirst Du zumindest mit Blick auf Diabetes dann einen besseren Anhaltspunkt haben - aber auch darüber sollte man sich dann abschliessend mit einem Arzt austauschen um nicht falsche Diagnosen abzuleiten.
Beste Grüße,
Ulf -
ferrato
Rang: Gastam 02.04.2015 12:26:57
Ulf schrieb:
.....
Wenn man das für sich persönlich genau festmachen möchte, hilft eigentlich wirklich nur ein Besuch beim Arzt zur regelmäßigen Feststellung des HBA1c und dann Dauermessungen der anderen BZ-Werte über einen längeren Zeitraum um ein durchgehendes Bild mit allen beeinflusssenden Parametern zu bekommen.
...
Das kann doch nicht wahr sein, noch jemand, der jemanden mit einem völlig gesunden HBA1C zu massiven Stechorgien, natürlich auf eigene Kosten, denn kein Arzt wird hier Teststreifen verordnen, verleitet. :-(
Und was verstehst Du unter regelmäßiger Feststellung des HBA1C?
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am 02.04.2015 12:46:42
Ulf schrieb:
Wenn Du das selbst ohne großen Aufwand wissen möchtest, kannst Du Dich ja mal um ein FGM bewerben und so ein Teil holen - nach 14 Tagen oder einen ganzen Monat wirst Du zumindest mit Blick auf Diabetes dann einen besseren Anhaltspunkt haben - aber auch darüber sollte man sich dann abschliessend mit einem Arzt austauschen um nicht falsche Diagnosen abzuleiten.
Beste Grüße,
Ulf
Ist es wirklich dein ernst, jemandem, bei dem noch kein Diabetes festgestellt wurde, zu empfehlen sich um ein Flash Glucose Monitoring (FGM) zu bewerben? Abgesehen davon. Was ist mit Diabetikern die es nötiger haben? Wird ja immer besser hier...
Vielleicht sollte ich mich in einem Knochenbruchforum anmelden und jedem, dessen Bein juckt, zu einem Gipsverband raten...möglicherweise PräBruch...kann man nicht vorsichtig genug sein...regelmäßige Gipspartys gibs natürlich auch...
Sir Terry Pratchett (*28. April 1948 - † 12. März 2015) ... R.I.P.3 Benutzer dankten für diesen Nützlichen Beitrag. -
am 02.04.2015 12:50:40
DungeonKeeper schrieb:
Ulf schrieb:
Wenn Du das selbst ohne großen Aufwand wissen möchtest, kannst Du Dich ja mal um ein FGM bewerben und so ein Teil holen - nach 14 Tagen oder einen ganzen Monat wirst Du zumindest mit Blick auf Diabetes dann einen besseren Anhaltspunkt haben - aber auch darüber sollte man sich dann abschliessend mit einem Arzt austauschen um nicht falsche Diagnosen abzuleiten.
Beste Grüße,
Ulf
Ist es wirklich dein ernst, jemandem, bei dem noch kein Diabetes festgestellt wurde, zu empfehlen sich um ein Flash Glucose Monitoring (FGM) zu bewerben? Abgesehen davon. Was ist mit Diabetikern die es nötiger haben? Wird ja immer besser hier...
Vielleicht sollte ich mich in einem Knochenbruchforum anmelden und jedem, dessen Bein juckt, zu einem Gipsverband raten...möglicherweise PräBruch...kann man nicht vorsichtig genug sein...regelmäßige Gipspartys gibs natürlich auch...
Sir Terry Pratchett (*28. April 1948 - † 12. März 2015) ... R.I.P.
also bin ich dann mit 5,2 blutzuckertechnisch vielleicht doch nicht gesund? -
am 02.04.2015 12:52:26
Genau das waren auch gerade meine Gedanken...auch in ein paar anderen Threads bewirbt er sein FGM und empfiehlt es gesunden Leuten...
Da kann man nur noch mit dem Kopf schütteln...
P.S.: Das ging an DungeonKeeper
Bearbeitet von User am 02.04.2015 12:53:21. Grund: Zusatz -
am 02.04.2015 12:55:30
MarcHansen schrieb:
also bin ich dann mit 5,2 blutzuckertechnisch vielleicht doch nicht gesund?
Das hat dir dein Arzt doch schon beantwortet...und falls du ihm nicht glaubst, dann frag einen anderen Arzt...der wird dir aber das gleiche sagen...
Menno....das wird ja immer doller hier...4 Benutzer dankten für diesen Nützlichen Beitrag. -
am 02.04.2015 13:02:47
MarcHansen schrieb:
also bin ich dann mit 5,2 blutzuckertechnisch vielleicht doch nicht gesund?
Da Du es ja offensichtlich hören möchtest:
Stelle unbedingt sofort die Ernährung um.
Quark, Wasser, sonst nichts.
Dazu lass auf jeden Fall einen oGTT machen, aber 3 x hintereinander, bevor da Fehler passieren.
Sage dem Arzt, er kann sich den HbA1c rektal einverleiben.
Und dann jeden Tag Blutzucker messen:
Nüchtern (direkt nach dem Aufstehen)
Vor dem Essen,
1 Stunde nach dem Essen,
2 Stunden nach dem Essen,
3 Stunden nach dem Essen.
Dazu führst Du ein Tagebuch mit allen relevanten Daten.
Vergiss nicht, 3 x die Woche auf die Waage zu steigen und die Werte zu dokumentieren.
Dann bitte noch 3 x täglich den Blutdruck Ruhezustand messen.
Der Podologe hilft bei den Füßen gern für bar Münze, und 2 x Paar Schuhe beim Orthopäden müssen auch drin sein. Eventuell gibt er Diabetiker-Strümpfe gratis mit.
Im Netz findest Du viele Sorten Pillen, Zimt & Co., eventuell auch was homöopatisches. Je nach Geldbeutel kannst Du da ordentlich einkaufen.3 Benutzer dankten für diesen Nützlichen Beitrag. -
am 02.04.2015 13:08:16
ferrato schrieb:
Das kann doch nicht wahr sein, noch jemand, der jemanden mit einem völlig gesunden HBA1C zu massiven Stechorgien, natürlich auf eigene Kosten, denn kein Arzt wird hier Teststreifen verordnen, verleitet. :-(
Und was verstehst Du unter regelmäßiger Feststellung des HBA1C?
Hier hatte jemand eine Frage, weil es offenbar Verunsicherung gab. Und diese Verunsicherung kann hier niemand ausräumen, in dem man einfach erklärt, HBA1c ist in Ordnung (ist er aus meiner Sicht augenscheinlich auch), also KANN nichts anderes sein.
Hätte derjenige z.B. eine Leberzirrhose (die man im Anfangsstadium auch nicht bemerkt), ist der HBA1c als Dignosemittel für Diabetes nicht mehr unbedingt geeignet und er kann trotzdem "richtiger" Diabetiker sein.
So eine Diagnose will ich um Gottes Willen gar nicht unterstellen - aber es ist eben falsch, wenn man einfach sich jetzt nur auf Diabetes + HBA1c im ganz engen Sinn konzentriert, ohne über den Tellerrand zu schauen.
Im benannten Extremfall z.B. würde die Aussage HBA1c ist = nichts tun eben falsch sein (je nachdem sogar schlimm falsch).
"Regelmäßig" - sicher der falsche Begriff, angemessen oder Feststellung während des Monitorings wäre sicher zutreffender.
Zur anderen Anmerkung (Nicht-ferrato):
Nein die FGMs sind natürlich kein Spielzeug und einfach aus Spaß zu "missbrauchen". Allerdings ist es tatsächlich eben auch so, dass die Teile (von Ärzten) und als eine Empfehlung des Herstellers genau zu diesem Zweck - dem (auch "nur") vorübergehenden Monitoring eingesetzt werden können. Dazu sind die nämlich im Vergleich auch noch bezahlbar, was beim CGM als einfaches mal eben Monitoring nicht unbedingt der Fall ist (und dort wird das auch gemacht).
Also - alles im grünen Bereich! :)
Beste Grüße,
Ulf