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Hypos. Wie können sie sich noch äußern? Was kann noch kommen?
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DM1Diabetes
Rang: Gastam 30.04.2015 13:34:19
Also, ich wäre genervt wenn meine Nichtdiabetiker Freundin mir etwas über mein Diabetesmanegemant erzählen würde.
Mit wachen Augen und einem Lächeln lebt auch der chronisch Kranke einfach besser. (Konrad Beikircher) -
am 30.04.2015 19:01:15
Nach meiner Meinung bin ich für meine BZ-Steuerung selbst verantwortlich. Auch für die Böcke, die ich dabei schon geschossen habe und noch schießen werde.
Nachdem sie mich vor Jahren 2 mal vom Notarzt hat wecken lassen, hab ich meiner Frau fest zugesagt, mir keine nächtliche Hypo mehr zu leisten. Bedeutet für mich: Nach 20.00 Uhr allenfalls noch ne halbe Portion Basal oderund Bolus und keine Korrektur mehr zu spritzen.
Und vor allem nicht vor dem Schlafengehen zu messen. Denn 200 und mehr, wo ICH(keine Vorschrift für andere!) da eigentlich keine 100 haben will, würden mich dann trotz aller besten Vorsätze doch sehr zum Nachspritzen reizen.
Denke vor dem Hintergrund, dass aus der Sicht von Frau oder Freundin nicht das Reinreden ins Management angemessen wäre, sondern eine gemeinsame Vereinbarung. Die könnte ja bei anderen durchaus auch ne hinundwiedere schwere Hypo einschließen und das jeweils entsprechend gewünschte "Zuschauer"-Verhalten.
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Die Freiheit der eigenen Meinung setzt zwingend die Achtung und den Respekt vor jeder anderen Meinung voraus. - Wer's auch so sieht, sagt's bitte einfach weiter. -
DM1Diabetes
Rang: Gastam 01.05.2015 11:42:58
Persönlich begleitet mich der Diabetes fast mein gesamtes Lebenlang. Dadurch habe ich praktisch keine Erinnerungen an ein Leben ohne Diabetes. Ich bin sehr gewissenhaft was dass Diabetesmanegemant angeht und halte mich möglichst auf den neusten Stand der Therapiemethoden und Möglichkeiten. dennoch gibt es Phasen in denen Hypoglykämien gehäuft auftreten z.B. im Zuge einer Up-und Down-Regulation. Meine Partnerin würde ich davon berrichten. Wenn in solchen Phasen meine Partnerin etwas zum Thema Hypoglykämie erzählen würde, würde ich mich missverstanden fühlen.
Es mag auch Menschen geben bei denen es anders ist. Die, trotz langer Erfahrung, tatsächlich ihre Partner zum Zuschauer degradieren. Allerdings sind nächtliche Hypoglykämien, auch als langjähriger Diabetiker, schwer auszumachen. Viele, warscheinlich auch ich, verschlafen diese. Das eine Partnerin sich da sorgen macht ist verständlich.
Und daran kann man erkennen wie sehr Diabetes in die Partnerschaft eingreift.
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Mit wachen Augen und einem Lächeln lebt auch der chronisch Kranke einfach besser. (Konrad Beikircher) -
am 01.05.2015 17:05:07
DM1Diabetes schrieb:
Also, ich wäre genervt wenn meine Nichtdiabetiker Freundin mir etwas über mein Diabetesmanegemant erzählen würde.
Mit wachen Augen und einem Lächeln lebt auch der chronisch Kranke einfach besser. (Konrad Beikircher)
Damit bräuchte ich und will auch garn nicht anfangen. Das weiß ich selber. Ich versuche nur schnellstmöglich zu erkennen wann was nicht stimmt. Also wenn er z.b. vor dem schlafen gehen bei 70/80 liegt bin ich für den fall vor gewarnt. Ich weiß das ich ihm da nicht reinreden könnte/wollte.
Nur mal zum genervt sein.... ein männlicher Typ 1er ist manchmal schon schwierig. Ich denke ich spreche da für alle partner. Sie sehen das immer ziemlich locker und haben wohl brenzlige Situationen oft erlebt. ..also ein alter Hut. Aber für den anderen der dabei zusehen muss, ist es schlimm. Man muss sich vielleicht auch mal in sein gegenüber herein versetzten. wie würde sich der typ1er damit umgehen wenn der den er liebt da liegt und nicht ansprechbar ist oder sich nur schwer helfen lassen will auch wenn klar ist dass er Hilfe bräuchte. Euer Vorteil ist das ihr euch am die schlimmen Momente nicht mehr erinnern könnt, wir aber schon. -
DM1Diabetes
Rang: Gastam 01.05.2015 17:56:46
Ich denke dass die meiste langjährigen Typ 1 Diabetiker_INEN (unabhängig vom Geschlecht) über Werte (ob hoch oder niedrig) nur müde Lächeln wo andere schon den Tod vermuten und einen riesen Aufstand betreiben. Das beteutet aber nicht das Anfängerfehler wie mit 70er Werten Schlafen gehen oder 10 BE Spritzen ohne das Essen in greifbarer Nähe zu haben dazu gehören.
Die eine oder andere brenzlige Situation wird jeder erlebt haben.Ich persönlich habe keine große Angst vor einer Unterzuckerung sie ist mir aber Peinlich. Deswegen versuche ich sie zu vermeiden bzw. rechtzeitig zu korrigieren. Das gelingt mal gut und mal weniger gut.
Du hast aber ein sehr wichtiges Thema angesprochen. Unterzuckerungen während des Schlafes. Diese läuft leider oftmals unbemerkt ab wenn keine technischen Hilfsmittel zur Verfügung gestellt werden, die dieses Erkennen und ist deswegen besonders gefährlich, nicht nur weil man sofort daran sterben kann sondern wegen der spätschäden. Leider sind die von mir aufgezeigt Punkte kein Garant für 100% Sicherheit gegen Unterzuckerung im Schlaf. Es sind nur einige Tips um das Risiko zu minimieren. :-(
Persönlich hate ich eine Zeitlang unerklärliche Unterzuckerung weil die Nadel am Pen zu lang war. Auf diesen Fehler muss man erst mal kommen.
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Mit wachen Augen und einem Lächeln lebt auch der chronisch Kranke einfach besser. (Konrad Beikircher) -
am 01.05.2015 18:57:18
DM1Diabetes schrieb:
Persönlich hate ich eine Zeitlang unerklärliche Unterzuckerung weil die Nadel am Pen zu lang war. Auf diesen Fehler muss man erst mal kommen.
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Hallo DM1Diabetes,
wie lang war denn Deine Nadel und wie ist jetzt die Länge?
MFG Wolle -
DM1Diabetes
Rang: Gastam 01.05.2015 19:02:46
Ich hatte eine 8 mm und habe nun eine 5mm Nadel. Das liegt daran das ich kein oder sehr wenig Fett gewebe habe. Dadurch habe ich mal Adern und mal Muskeln erwischt obwohl ich versuchte Falten zu bilden.
Mit wachen Augen und einem Lächeln lebt auch der chronisch Kranke einfach besser. (Konrad Beikircher) -
am 01.05.2015 19:05:04
Also an ner Unterzuckerung sofort sterben kommt praktisch nur im Spielfilm vor und dann auch nur deswegen, weil nicht sofort Insulin greifbar war - [/Ironie]
In der traurigen alltäglichen Wirklichkeit haben sich schon viele mit gewaltigen Überdosen aus dem Verstand gespritzt, aber nicht wie eigentlich beabsichtigt aus dem Leben. Das passiert dann allerdings in den Medien, in denen nicht das bewusstlose Umfallen und Ersaufen in der Pfütze zum Tode führt, sondern das Insulin, mit dem der Betroffene sich die Bewusstlosigkeit geleistet hat.
Und auch der Verstand ist seeehr widerstandsfähig. Denn selbst aus der Zeit vor der heute üblichen BZ-Messung mit diesen niedlichen kleinen Geräten (fing etwa Mitte der 80ger Jahre des vorigen Jahrhunderts an und hat bis Mitte der 90ger gedauert, bis jeder so ein Teil haben konnte, der's haben und ggf. bezahlen wollte) hat wenigstens eine schwerere Unterzuckerung pro Monat wenn nicht pro Woche zu ner guten INSULINER-Einstellung gehört. Und von kognitiven Beeinträchtigungen der Betroffenen war da abgesehen von den konkreten Ereingnissen nie die Rede oder Schreibe.
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DM1Diabetes
Rang: Gastam 01.05.2015 19:48:00
Ohne CGM erkennt man es nicht aber durchschnittlich sollen Typ 1 Diabetiker ca 10 % des Tages in einer mitleren Hypo stecken. 55 % sollen im Schlaf erfolgen. Genau in der Zeit, in der die Gegenreaktion gemindert ist, mit Erhöhung des Risikos eines Kordovaskulären Ereignises in der Zukunft.
Was davon zu halten ist? Keine Ahnung.
Mit wachen Augen und einem Lächeln lebt auch der chronisch Kranke einfach besser. (Konrad Beikircher)
Bearbeitet von User am 02.05.2015 00:04:38. Grund: . -
am 03.05.2015 18:11:41
Also meine Frage war ursprünglich nicht wie "ich" Hypos bei ihm vermeiden kann...
Ich war nur sehr überrascht in welcher Weise sich der Unterzucker bemerkbar machen kann. Und befürchte das sich Hypos noch ganz anders äußern könnten, vor allem nachts.
Ich hab beim letzten mal echt erst überlegt, ob er jetzt träumt oder sogar einfach krass gesagt "überschnappt". Ich hatte erst das Gefühl er wäre voll da/wach. Verhält sich nur äußerst merkwürdig.
Da fragt man sich einfach, welche Varianten können nachts noch auftreten. Und wie sollte man (also ich) bestenfalls reagieren.
Ich denke, dass nicht nur ich an solchen Tipps und Infos Interesse hätte.
LG
die Freundin