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Frage zu Diabetes im Alter
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am 09.07.2015 12:20:09
Hallo,
wer kann mir meine Fragen beantworten?
Es geht hierbei nicht um mich. Mein Vater 73 Jahre alt, hat Diabetes. Festgestellt wurde das vor etwa 20 Jahren. Er spritzt noch nicht. ER nimmt Metformin 2 x 1/2 und Glimeperit Morgens u. Abends jew. 1.
Bisher hatte er immer gute Werte. Der HBA1C Wert liegt zwischen 6.0 u. 6.9.
Er hat ca. 25 kg Übergewicht. Kommt aber trotz ausgiebigem Sport (täglich mind. 45 km Radfahren,
meistens mehr) und wenn ich sage täglich, meine ich das auch, nicht von seinem Gewicht runter.
Bisher ist es ihm gelungen, den Wert so bei 6,0-6,3 zu halten. Bei den letzten beiden HBA1C Messungen lag der Zucker aber immer bei 6,8/6,9. Er ist noch mehr Rad gefahren als vorher. Das heißt durch Bewegung lässt sich der Diabetes nicht mehr beeinflussen.
Jetzt meine eigentl. Frage: ist ein Wert von 6,8 noch ok in dem Alter? Der Arzt mein Spritzen müsste
man wenn der Wert dauerhaft über 7 ist??
Wer hat Erfahrung? Über Antworten würde ich mich sehr freuen.
Bearbeitet von User am 10.07.2015 09:15:04. Grund: Rechtschreibfehler -
Diabmonarch
Rang: Gastam 09.07.2015 12:39:26
Hallo Hummeline,
an Deiner Stelle würde ich mir keinerlei Gedanken machen, auch wenn Dir hier einige "Schlaumeier" eine andere Antwort geben werden!
Bin selbst erst seit 53 Jahren Diabetiker (allerdings Typ 1er und Spritze daher ab dem ersten Tag Insulin/e) und habe für mich die Aussage einiger in Deutschland sehr bekannten und führenden Diabetologen verinnerlicht:
"Ein Hba1c bis zu 7,5 ist akzeptabel, darüber allerdings sollten wir uns über die Gründe unterhalten."
Also: 6,9 oder 7.0 ist kein Grund zur Besorgnis, bei der nächsten Hba1c Bestimmung sieht das schon wieder ganz anders aus!
Bearbeitet von User am 09.07.2015 12:43:27. Grund: Korrektur -
am 09.07.2015 13:14:23
Hallo Hummeline,
bevor dein Vater ans Spritzen denkt, wäre zunächst mal eine leichte Erhöhung der Medikamentendosis, bei Metformin und wahrscheinlich auch bei Glimeperit möglich und auch sinnvoll. Wenn dein Vater lieber einen etwas niedrigeren HbA1c haben möchte, dann kann er mit seinem Arzt darüber reden.
Beste Grüße, Rainer
Bearbeitet von User am 09.07.2015 13:19:36. Grund: . -
Tino
Rang: Gastam 09.07.2015 13:49:47
Heinz-Hermann schrieb:
Hallo Hummeline,
an Deiner Stelle würde ich mir keinerlei Gedanken machen, auch wenn Dir hier einige "Schlaumeier" eine andere Antwort geben werden!
Bin selbst erst seit 53 Jahren Diabetiker (allerdings Typ 1er und Spritze daher ab dem ersten Tag Insulin/e) und habe für mich die Aussage einiger in Deutschland sehr bekannten und führenden Diabetologen verinnerlicht:
"Ein Hba1c bis zu 7,5 ist akzeptabel, darüber allerdings sollten wir uns über die Gründe unterhalten."
Also: 6,9 oder 7.0 ist kein Grund zur Besorgnis, bei der nächsten Hba1c Bestimmung sieht das schon wieder ganz anders aus!
Dieser Aussage kann nur beigepflichtet werden. Vor allem bei Menschen über 60 Jahren wird heute auf eine all zu "spitze" Blutzuckereinstellung verzichtet. Die beschriebenen Werte erachte ich als völlig akzeptabel. -
Diabmonarch
Rang: Gastam 09.07.2015 17:15:09
Rainer schrieb:
Hallo Hummeline,
bevor dein Vater ans Spritzen denkt, wäre zunächst mal eine leichte Erhöhung der Medikamentendosis, bei Metformin und wahrscheinlich auch bei Glimeperit möglich und auch sinnvoll. Wenn dein Vater lieber einen etwas niedrigeren HbA1c haben möchte, dann kann er mit seinem Arzt darüber reden.
Beste Grüße, Rainer
Hallo Rainer,
wäre es nicht besser wenn wir hier keinerlei Änderungen irgendwelcher Therapien -egal ob "Antibabypille" oder blutzuckersenkender Medikamente- abgeben würden?
Diese Entscheidungen gehören in die Hände der behandelnden Ärzte u n d des Patienten! Diese müssten dann vom Patienten -nicht von Bruder, Tante Onkel, Tochter oder sonst einer anderen Person- umgesetzt werden, wenn er denn dazu noch fähig ist. Einem 73-jährigen -dazu noch sehr sportlich aktivem- Mann traue ich das durchaus zu.
Also Finger weg von irgendwelchen Therapievorschlägen, auch an irgendwelche Angehörigen!
Übrigens war die Eingangsfrage nach einem akzetablen HbA1c gestellt, hier antworte ich nochmals:
Aus meiner Erfahrung- und dies ist auch die der mich in meiner Diabetestherapie begleitenden Ärzte- ist dieser Wert mehr als nur akzeptabel.
Bearbeitet von User am 09.07.2015 17:32:47. Grund: Korrektur -
am 09.07.2015 20:06:48
Moin Heinz-Hermann,
wenn Du mal in die Literatur schaust, also in das, was zu Typ2 veröffentlicht ist und wird, dann gilt auch noch alles im Rahmen von HBA1c 8-10 als von ärztlicher Seite in Ordnung. Doppelt verblindete Studien, also die mit dem größten Aussagewert, werden gern in diesem Bereich gemacht, weil sich bei so hohen Blutzucker-Verläufen praktisch beständig oberhalb der Nierenschwelle die deutlichsten Unterschiede in der Medikamenten-Wirkung ausweisen lassen.
Von daher kann ich beim besten Willen nicht erkennen, wieso Du hier tief in diesem Rahmen eine Angelegenheit siehst, die nur Arzt und Patient was angeht. Zumal die Fragestellung ja völlig offen an alle hier gerichtet ist - und Du ja selbst sogar als erster eine Empfehlung abgegeben hast ;)
Bisdann, Jürgen
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Der Austausch über Erfahrungen und Behandlungen mit Diabetes ist völlig normal in einem funktionierenden Diabetes-Forum. Also alles um BZ und HBA1c, Bewegen, Essen, Medikamente und Dosierungen und medizinische Hintergründe usw.
Kein Beitrag kann und will als Ersatz für eine persönliche ärztliche Diagnose und Behandlung verstanden werden.1 Benutzer dankte für diesen Nützlichen Beitrag. -
Tino
Rang: Gastam 10.07.2015 06:48:20
Stets die gleichen und altbekannten Verhaltensweisen von Rainer, welcher sich als medizinischer Forenguru wähnt und stets die gleichen und altbekannten Rechtfertigungsversuche von hjt_Jürgen, welcher sich als Forenweiser wähnt. -
Diabmonarch
Rang: Gastam 10.07.2015 08:49:59
Tino schrieb:
Stets die gleichen und altbekannten Verhaltensweisen von Rainer, welcher sich als medizinischer Forenguru wähnt und stets die gleichen und altbekannten Rechtfertigungsversuche von hjt_Jürgen, welcher sich als Forenweiser wähnt.
Richtig,
deshalb antworte ich auch nicht auf deren Einräge!!! -
am 10.07.2015 09:10:24
Oh, ich wollte hier keine Diskussion anzetteln.
Ich wollte lediglich wissen ob der HBA1c er bis 7,00 akzeptabel ist.
Danke für die Antworten. Ich bin ein wenig beruhigter.
Es ist halt verwirrend wie unterschiedlich die Grenzwerte gesehen werden.
Der eine Arzt schreit bei 7 schon "spritzen" für den anderen ist 8 die Toleranzgrenze.
Da kommt man doch ins Grübeln.... -
am 10.07.2015 12:46:02
hummeline412 schrieb:
Oh, ich wollte hier keine Diskussion anzetteln.
Ich wollte lediglich wissen ob der HBA1c er bis 7,00 akzeptabel ist.
Danke für die Antworten. Ich bin ein wenig beruhigter.
Es ist halt verwirrend wie unterschiedlich die Grenzwerte gesehen werden.
Der eine Arzt schreit bei 7 schon "spritzen" für den anderen ist 8 die Toleranzgrenze.
Da kommt man doch ins Grübeln....
Denk dir nichts, zu Diskussionen kommt es hier immer.
Ich bin 71 Jahre alt und habe einen Langzeitwert von 7,4. Ich habe seit 40 Jahren Diabetes, spritze seit 20 Jahren und mein Diabetologe hat mir letzte Woche gesagt, er sei hochzufrieden.
Bearbeitet von User am 10.07.2015 13:26:46. Grund: .