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Typ 2 und frustriert

  • Daniela

    Rang: Gast
    am 31.10.2010 00:39:18
    Ja Jürgen,

    es mag sein, dass man mit low carb und viel Bewegung, Abnehmen vorerst was machen kann - trotzdem feuert das Pankreas Insulin vermehrt aus und es wird irgendwann nicht mehr ohne Insulin funktionieren.
    Der eine schafft es euglykämisch ohne Insulin, der andere nicht. Und ich bitte Dich, wieso muss sich ein T2er entgegen seiner Bedürfnisse kasteien, nur um Euglykämie zu bekommen, während bei vielen anderen Krankheiten ohne Eigenaufwand des Patienten Medis verschrieben werden?
    Nein, wer es versucht hat und nicht schafft, dem gehört dasselbe Recht auf eine gute Therapie wie allen anderen auch zugestanden!

    Manchmal glaube ich, dass Dicksein, Diabetes Typ 2 der Gesellschaft nahezu als Feindbild dienen - lasst sie schuften, knechtet sie :x

    Am besten wäre es noch ihnen Bleigewichte anzuhängen, damit sie noch mehr schindern müssen um den Ansprüchen der Gesellschaft zu genügen.
    Ich könnt bei solchen Sprüchen kotzen!

    Und Du hast doch Dein Insulin, versuchs doch mal ohne ;-)

    Liebe Grüße, Daniela
  • Jürgen

    Rang: Gast
    am 31.10.2010 01:19:39
    Moinmoin,

    ich denke schon, dass Ihr etwas lesen solltet: Ich hab von werdenden und frisch diagnosereifen 2ern geschrieben. Nicht etwa von ner Diagnose erst mit HBA1c 10, obwohl ich da einen kenne, der seitdem mehr als 1 Jahr völlig ohne Medis 1c 6,1 schafft, nur mit dem Verlegen seiner ohnehin reichlichen physischen Tätigkeiten auf die Zeiten nach seinem Essen und durch Low-Carb. Und auch nicht von ner Diagnose erst mit HBA1c 7,5 obwohl ich über Jahre ne alte Frau betreut hab, die bei immer gleichem Essen allein dadurch ihren 1c auf 5und gesenkt hat, dass sie ihre 3 täglichen ca 20 Minuten Gänge mit dem Hund von irgendwann am Tag auf die Zeiten direkt nach ihren regelmäßigen Standardmahlzeiten gelegt hat.

    Die meisten frisch diagnosereifen 2er mit HBA1c um 6,5 bleiben 1 Stunde nach dem Essen unter 140, wenn sie statt 2 Brötchen auf einmal zum Frühstück z.B. das eine zum ersten und das zweite 2 Stunden später zum zweiten essen, nix kasteien. Und vom Abnehmen hatte ich sehr deutlich geschrieben, dass es meistens nur zum Unterschreiten der Diagnoseschwellen reicht, aber nicht für einen gesunden BZ. Und wer so rumläuft, wie Du 162 schilderst, hat die Zeit seiner neuen Diagnosereife schon Jahre hinter sich und war mit meiner Schreibe ganz eindeutig in keiner Weise gemeint.

    Sorry, aber Eure Einwände sind voll daneben - oder könnt Ihr am Ende wirklich nicht zwischen einem werdenden oder neu diagnosereifen und einem in der Therapie-Eskalation schon weit fortgeschrittenen 2er unterscheiden?

    Bisdann, Jürgen
  • tghth4w

    Rang: Gast
    am 31.10.2010 02:49:43
    "Sorry, aber Eure Einwände sind voll daneben"
    aha! das ist jedoch deine anke-ähnliche meinung!
    "Aber tatsächlich können ALLE beginnenden 2er sehr viel mehr..." vs. "DIE MEISTEN frisch diagnosereifen 2er ... bleiben 1 Stunde nach dem Essen unter 140,... nix kasteien."
    SORRY, aber wenn du den unterschied zwischen ALLE und DIE MEISTEN nicht kennst.... denk dir schon mal neue ausreden ein!
  • Jürgen

    Rang: Gast
    am 31.10.2010 10:22:30
    Nichts leichter als das: beginnende 2er sind z.B.Prädiabetiker, und frisch diagnosereife sind schon ein bisschen weiter, nämlich solche, deren BZ gerade die geltende Diagnose-Definition überschreitet. Wenn Du den Unterschied nicht kennst, wäre vielleicht ein bisschen mehr Zurückhaltung angebracht ;-) von Jürgen
  • Daniela

    Rang: Gast
    am 31.10.2010 17:51:13
    Hallo Jürgen,

    vielleicht sollte ich das
    "trotzdem feuert das Pankreas Insulin vermehrt aus und es wird irgendwann nicht mehr ohne Insulin funktionieren."

    noch einmal genauer beschreiben.
    Wenn der frische 2er wartet, feuert die Bauchspeicheldrüse zuviel Insuln ab, wenn ich nicht irre, ist diese Quelle dadurch dann auch mal erschöpft. Die 1er wissen sehr genau um die Konsequenzen eines absoluten Insulinmangels, den sie ja bereits zu Beginn kennen. Die Therapie gestaltet sich ohne Eigeninsulin deifnitv schwieriger als mit Eigeninsulin, daher finde ich, dass Eigeninsulin erhalten bleiben sollte und wenn dadurch auch Lebensqualität gewonnen wird, umso besser..

    Es soll auch Menschen geben, die von low carb angewidert sind und für die es eine Tortour ist, sich KH-arm/-frei zu ernähren.
    Im Übrigen vestehe ich nicht wieso jemand, der stoffwechselkrank ist, sich mehr bewegen muss als jemand, der es nicht ist, nur um eine Insulintherapie herauszuschieben, die eh irgendwann kommt.. Ich halte diese "Vorschriften" von wegen Abnehmen, mehr Bewegung, gesünder essen für Augenwischerei und denke es muss jedem selbst überlassen sein, ohne dass irgendjemand darüber urteilt..

    LG, Daniela
  • Jürgen

    Rang: Gast
    am 31.10.2010 19:21:28
    Moin Daniela,

    vom täglichen Gesamtumsatz an Blutzucker kommt bei DGE-gesunder Ernährung nur etwa eine Hälfte extern direkt durch die Futterluke, während die andere Hälfte intern von Leber und Nieren dazu gegeben wird. Und schon auf dem Weg zum Prädiabetes steigt die interne Ausgabe immer häufiger immer höher über den gesunden Rahmen hinaus an.

    Was Du vielleicht mit "abfeuern" meinst, ist der relativ hohe Insulin-Wert, der bei Prädiabetikern und 2ern gemessen wird. Traditionell wird das mit der Insulinresistenz der Zellen erklärt. Tatsächlich entspricht die auffällig zu viele Menge recht weitgehend dem, was man als fehlgesteuert zu viele interne Glukose-Ausgabe beobachten kann, die für ihre Verstoffwechselung ja auch Insulin braucht. Und die einfachste Möglichkeit, die zu viele Ausgabe dieser Fehlsteuerung zu begrenzen, scheint in der Begrenzung der postprandialen Spitzen auf max 140mg/dl zu liegen. Was sich auch deswegen zu empfehlen scheint, weil BZs über 140 bei gesunden Menschen wohl die Vermehrung der Betas stimulieren, während sie schon bei werdenden 2ern vor Erreichen des Prädiabetes für ein Abnibbeln von Betas sorgen :-(

    Bisdann, Jürgen
  • Daniela

    Rang: Gast
    am 31.10.2010 20:14:12
    Verstehe ich, glaub ich.
    Das kann man aber auch mit Insulintherapie und KH-reicher Ernährung schaffen - wer es denn so will..
    Allerdings schaffen das meist nur Teupe-Kunden oder sehr ausdauernde, die sich da viel Zeit mit dem SEA nehmen ^^

    Also, sollte ich doch mal Bock auf Fritten haben, weiß ich wie ich die unter 140 mg/% pp abdecken kann ;-)

    LG, Daniela
  • Jürgen

    Rang: Gast
    am 31.10.2010 20:56:25
    Moin Daniela,

    sorry, aber Du hast offenbar schon länger keine Zeit zu lesen, was Dich nicht direkt betrifft. Sonst wär Dir längst aufgefallen, dass häufig beschrieben wird, dass wir 2er zumindest mehrheitlich mit KHs auch dann auffällig schnell zunehmen, wenn wir unseren BZ dabei im völlig gesunden Rahmen halten. Schon enn wir unser Gewicht nur halten wollen, kommen wir um weniger Insulinumsatz mit weniger KHs häufig nicht rum :-(

    Bisdann, Jürgen
  • zrhjreh

    Rang: Gast
    am 31.10.2010 21:04:54
    bei "denk dir schon mal neue ausreden aus!" kommt
    "Nichts leichter als das..." , was ja logisch ist! wer deine selbstdefinierten "tatsachen" bezweifelt, soll sich in zurückhaltung üben - auch das ist verständlich. selbst wenn ich es verstehen würde, was glaubst du, wieviele neulinge und laien deinen hochtrabenden ausführungen folgen können - 20%? dein ständiges "verschlimmbessern" und gönnerhaftes gebabbel kann hoffentlich jeder für sich auslegen, wie er mag - ich mag es nicht! jedesmal. wenn du an leute (und da rede ich NICHT von mir) gerätst, die ahnung haben, geht dein möchte-gern-diabetologe-geschwurbel los (war bisher in allen foren so). selbst wenn du medizin + diabetologie studiert hättest, würde dich das noch lange nicht fehlerfrei machen - aber: ein hjt hat immer recht! so sei es denn... (denn durch viele shg + gespräche mit führenden diabetologen weiss er bescheid!)
  • Jürgen

    Rang: Gast
    am 31.10.2010 23:08:10
    hey ...148, würdest Du mir 1 Forenbeitrag nachweisen, in dem ich mich eines Gesprächs mit einem führenden Diabetologen gerühmt hätte? von Jürgen