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Ich bin neu
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am 05.11.2015 10:24:30
Hallo zusammen, ich heisse Katharina und habe einen 13 jähringen Sohn mit einer Diabetes Typ1, dies wurde vor 2,5 Wochen im Krankenhaus diagnostiziert...Danach war er dann bis gestern auch dort zum schulen und einstellen...Seit gestern ist er daheim, das ist ganz schön aufregend und anstregend, ich muss ja auch Nachts messen :)
Ich muss dazu sagen das mein Sohn noch weitere Autoimmunerkrankungen hat, wir sind also was das Positive Denken angeht doch geübt, so traurig das auch ist...
Mein Sohn ist aufgrund meiner Arbeit auch einige Zeit alleine, demnach muss er das dann auch mehr oder minder alleine managen...
Ich rechne abends oder morgens den Tag bis zum Abend mit ihm zusammen aus, essen und spritzen muss er dann aber selbst.
Da ich noch nicht so geübt bin mach ich mir gerade wegen dem Mittagessen Sorgen..Ich suche nun schon seit einiger Zeit im Internet nach einem Kochbuch...Nach dem man auch kochen kann und nicht erst was weiß ich was besorgen muss...Es sollte einfach nicht ZU ausgefallen sein...Teenies essen ja auch nicht unbedingt alles...Einfach Menüs, die man gut machen kann und die schmecken...Habt da jemand einen Tip??
Desweiteren wollte ich noch nach Euren Sporterlebnissen fragen...Da muss man ja auch ne Menge beachten...Das wird auch eine Herausforderung....
Wie ist das, ihr habt dann morgens das Frühstück, ( vorher gespritzt ) ...Dann 2 Stunden nachdem ihr gespritzt habt kommt dann die Zwischenmahlzeit, also vorher messen..Ist klar...Er würde dann um 13 Uhr erst Schulschluss haben, er sollte wahrscheinlich vorher nochmal messen und gucken ob er doch noch was kleines zu sich nimmt oder??...Vielleicht eine BE oder so? Ne nach BZ..Wie handhabt ihr das so?? Ich muss mich da echt noch etwas zurechtfinden....Hoffentlich klappt das alles...
Ich freue mich auf reichlich Infos und Nachrichten von Euch -
am 05.11.2015 10:41:19
Hallo!
Positv an die Sache ran – das ist Klasse!
Mit dem Essen ist das bei den Kids ja so eine Sache. Mach doch zusammen mit Deinem Sohnemann eine Liste, was alles gut schmeckt, da dürfen auch Pizza, Nudeln und allerhand "ungesundes Zeug" dabei sein. Normal eben... nimmt Deinem Sohn einen Haufen Druck. Außerdem: Bis jetzt hat er ja auch was gegessen – behalte das doch einfach bei und ergänze die Palette nach euren Wünschen.
Er muss eh ein Tagebuch führen, da ist genug Platz für Notizen. So kriegst Du im Laufe der Zeit einen schönen Überblick:
Wieviel BE stecken in welchem Essen und wie läuft der Blutzucker.
Die Anpassung an Sport – da hilft am Anfang messen und ausreichend schnelle Kohlenhydrate mitgeben. Das kann dann ruhig auch mal ne Cola sein! Traubenzucker in der Hosentasche krümelt, besser sind die Mini-Tüten von Haribo.
Der Tagesablauf
Zum Frühstück passend spritzen, wenn dann nach 2 Stunden die nächste Mahlzeit kommt wird er wohl einen hohen Wert messen. Je nach Insulin dann aber NICHT korrigieren! Sondern nur die Zwischenmahlzeit mit Insulin abdecken! Weil: Der Bolus vom Frühstück erst nach 3 – 5 Stunden (abhängig von der Dosis) erst nicht mehr wirkt.
Zum Schulschluss noch mal messen und für den Nachhauseweg je nach BZ Kohlenhydrate nachfüllen macht Sinn.
Dein Sohn wird die Sache schneller im Griff haben als man denkt – wenn man sich nicht unbedingt an die "Ess-Vorgaben" und "BE-Mengen" hält... Verbote bringen rein gar nichts, ein Snickers zwischendurch mit Insulin abgedeckt im Tagebuch und vorher "geübt" ist besser als heimlich und mit schlechten Werten quittiert ;-)
Natürlich klappt das!
Bearbeitet von User am 05.11.2015 10:55:44. Grund: . -
am 05.11.2015 11:16:13
Danke schön, das klingt immer alles so einfach...Da muss man sich wohl erst dran gewöhnen :)
Also ihr kocht offentsichtlich nicht wirklich low carb oder? :)
Das wäre dann ja relativ "einfach" -
am 05.11.2015 11:25:39
Mit einem Kind bzw. Jugendlichen mit Diabetes empfehle ich die die Seite
www.diabetes-kids.de
Dort tauschen sich Eltern und Jugendliche aus. -
am 05.11.2015 11:29:06
.
Bearbeitet von User am 03.02.2016 02:12:33. Grund: .1 Benutzer dankte für diesen Nützlichen Beitrag. -
am 05.11.2015 11:34:02
Das klingt tatsächlich einfach – ist es aber leider oft nicht.
Genau deshalb würde ich beim Essen gar keine Experimente machen!
Lieber jetzt am Anfang öfter messen (auch nach dem Essen die sogenannten PP-Werte) und dafür das Essen, was schmeckt. So lernt ihr, was wie der Blutzucker reagiert und was man so alles für gute Werte bei NORMALEM Essen machen kann. Für schnelle BE mal einen Spritz-Ess-Abstand einhalten ist in der Pupertät einfacher als ganz zu verzichten!
Wenn Dein Sohn auf Low-Carb steht, kann das natürlich auch mit auf den Plan, keine Frage. Gerade im Sommer, wenn gerne gegrillt wird, statt dem Nudelsalat ein Steak mehr... wir Jungs stehen drauf! ;-)
Es wird in den nächsten Wochen/Monaten oft Gelegenheit geben, die Sache ordentlich zu verfluchen. Und auch nach Jahren Typ 1 wird man manchmal noch staunen...
Das gehört aber irgendwie dazu. Um wieder postitiv zu werden: Es ist keine Hundert Jahre her, da wäre für Typ1er nach spätestens 2 Jahren strengster Diät das Leben zu Ende – und er Weg bis dahin wäre alles andere als angenehm gewesen.
Dein Sohn kann mit ICT, wenn er später möchte auch mit Insulinpumpe, bis auf Pilot (in Deutschland) und Astronaut so ziemlich alle werden und machen, was er möchte.
Übrigens: Du musst nicht permanent Nachts messen – Frag Deinen Arzt, er wird Dir sagen, wann es wirklich nötig ist.
Hier ein schönes Buch eines Typ1 über seine Weltreisen:
http://www.amazon.de/Sieben-Welten-Summits-h%C3%B6chsten-Kontinente/dp/370223120X
Und hier ein Olympiasieger (nicht Paralympics, ohne diese abwerten zu wollen):
https://de.wikipedia.org/wiki/Matthias_Steiner
PS. Der Insulinclub bietet auch sehr gute Infos, Fragen werden fachgerecht beantwortet, außerdem ist das Forum moderiert – ein Umstand, der diese Forum hier leider zu einer Sammlung "eigenartiger Tipps" führt.
Bearbeitet von User am 05.11.2015 11:37:38. Grund: PS. -
am 05.11.2015 12:30:28
VORSICHT
Tipps von erwachsenen Diabetikern können nicht 1:1 auf den Diabetes eines Kindes oder Jugendlichen übertragen werden.
Die "Funktionsweise" des Diabetes ist bei Kindern und Jugendlichen anders, als bei Erwachsenen.
"Forenbehandlungen" sind bei Erwachsenen nicht unbedenklich, bei Kindern und Jugendlichen können sie gefährliche Auswirkungen haben. -
am 05.11.2015 13:16:01
TypEinser schrieb:
Die "Funktionsweise" bei Typ 1 ist immer gleich – es fehlt Insulin. Und zwar komplett.
Ob da jetzt Wachstumshormone, dann Trotz in der Pupertät, Streß im Job, Trauer,Krankheiten oder die monatliche Periode bei Frauen ärger machen ist dabei ziemlich wurscht.
Diese Aussage zeugt nicht von grossem Sachverstand. Ein Typ1 Diabetes verhält sich bei einem Kind oder Jugendlichen wesentlich anders als bei einem Erwachsenen. Grade deshalb habe ich der Fragestellerin in meinem ersten Posting diabetes-kids.de empfohlen.
Das ist leider eine Eigenschaft dieses Forums: Jeder ist Experte und versucht, sich möglichst geschwollen auszudrücken, selbst wenn er keine Ahnung hat. -
am 05.11.2015 13:32:58
Leser schrieb:
Diese Aussage zeugt nicht von grossem Sachverstand. Ein Typ1 Diabetes verhält sich bei einem Kind oder Jugendlichen wesentlich anders als bei einem Erwachsenen. Grade deshalb habe ich der Fragestellerin in meinem ersten Posting diabetes-kids.de empfohlen.
Das ist leider eine Eigenschaft dieses Forums: Jeder ist Experte und versucht, sich möglichst geschwollen auszudrücken, selbst wenn er keine Ahnung hat.
Mangels Erklärung Deinerseits, in wieweit das Alter bei Typ 1 eine Rolle spielt, ist Dein Experten-Status ziemlich wackelig.
Was bei Kindern den Unterschied macht:
Der Kinder-Diabetologie-Praxis, in der Kathis Sohn die nächsten Jahre betreut wird (werden sollte), ist rund um die Uhr erreichbar und kompetent um die seelischen Dinge, die Kinder mit einer chronischen Erkrankung so erleben können. Dazu kommt: Die kleinen Patienten haben eine völlig andere Sicht auf die Dinge als Erwachsene... das ist hier doch aber nicht das Thema. Fragen stellt hier ein Elternteil.
Eltern lernen genauso wie Kids die Grundlagen der ICT – halt ohne Erfahrungen am eigenen Körper.
Das macht die Sache nicht leichter! Und dazu kommt die Sorge, ob das Kind nicht doch Folgeschäden kriegt oder während einer Hypo was passiert.
Insofern sind alle GUTEN Quellen rund um den Typ 1 empfehlenswert. Insbesondere Erfahrungen Betroffener. Man fragt sich, was mancher Leser sich unter Forenaustausch vorstellt...
Bearbeitet von Moderator am 05.11.2015 17:42:34. Grund: Unsachlicher Angriff2 Benutzer dankten für diesen Nützlichen Beitrag. -
am 05.11.2015 14:01:27
Oh je, noch jemand, der auf Tino-Trauma aufgesprungen ist.
Deine Ausführen belegen, dass du von kindlichem Diabetes keine Ahnung hast. Das Grundlegende in der Behandlung von Kindern mit Diabetes liegt nicht in der seelischen, sondern in der somatischen Betreuung. Und es ist nun einmal so, dass der kindliche Körper anders auf den Diabetes reagiert. Wie deine Meinung dazu ist, interessiert mich eigentlich nicht, da es Tatsachen gibt, die nicht von deiner Meinung abhängig sind. Wichtig ist, dass die betroffene Mutter weiss, dass sie Empfehlungen von erwachsenen Diabetikern bei ihrem Kind nicht einfach unbesehen umsetzen darf. Die hat gerade in diesem Forum, in welchem mit Empfehlungen sehr weit gegangen wird, eine hohe Relevanz.
In dieser Frage geht es um den Schutz eines Kindes und um den Hinweis an eine Mutter, welche für das Kind verantwortlich ist!