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Umstellung von Protaphan auf anderes
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am 09.12.2015 17:51:46 | IP (Hash): 38944274
Hallo,
ich wollte mal in die Runde fragen, ob einer von euch von Protaphan (oder einem Äquivalent wie Huminsulin von Lilly) auf etwas anderes umgestellt wird oder kürzlich wurde, Levimir o.ä.
Ich bin ein Typ-1 Diabetiker und will versuchen, vor meinem Studium eine weltreise zu machen. Da ich dies gerne ohne einen Zwischenstopp in Deutschland alle drei Monate zum Insulin nachtanken machen würde, brauche ich einen entsprechenden Vorrat an Protaphan und Novorapid. Wie ihr sicherlich wisst, zahlen die Krankenkassen euer Insulin nur in Deutschland und Rezepte mitzunehmen oder sich schicken lassen klappt leider auch nicht. Mein Problem ist aber, dass man so viel Insulin nicht bekommen, da macht die Kasse nicht mit. Fazit meiner diversen Telefonate ist, dass man als Diabetiker dazu angehalten wird, nicht länger als drei Monate am Stück zu reisen, weil man einfach nicht mehr Insulin bekommen als für ein Quartal.
Durch meinen Arzt habe ich dank eines wahren Husarenstücks von ihm 78 Ampullen Novorapid zur Verfügung, allerdings war ihm so etwas mit Protaphan nicht möglich, verfügbar hier habe ich 19 Ampullen. Wenn jemand von euch also von Protaphan auf ein anderes Langzeitinsulin umgestellt wurde, würde ich gerne fragen, ob ihr vom Protaphan noch etwas im Kühlschrank habt, was ihr mir schicken könntet. Rein rechnerisch bräuchte ich bei einer geschätzten Reisedauer von zwei Jahren 150 Ampullen Novorapid und 75 Ampullen Protaphan.
Ich würde mich über Antworten freuen, hier im Forum oder als private Nachricht.
Lg
Tarzan/ Matthias -
am 10.12.2015 08:57:56 | IP (Hash): 1422844714
Hallo
ich hatte bis vor ein paar Monaten, vllt sogar schon 1 Jahr (?), auch noch Protaphan - und zwar 15 Jahre lang. Bin dann umgestiegen auf Lantus und dann auf Toujeo, weil ich das Lantus wohl nicht vertragen habe.
Ich versteh ehrlich gesagt nicht, wieso du noch Protaphan benutzt, ist doch veraltet...also warum 2-3x spritzen, wenn auch nur 1x geht und es gut klappt...?
Jedenfalls vom Protaphan hätte ich zwar nichts mehr, aber Lantus geschätzt 7 Pens. Kannst ja evtl. mal mit deinem Diabetologen sprechen ob das geht oder so.
Ich finde die Menge an Ampullen die du benötigst und mitnimmst echt Wahnsinn... da muss es doch noch eine andere Möglichkeit geben :-/
Und 2 Jahre sind echt lang... aber wirst du in den 2 Jahren wirklich kein einziges mal deine Familie besuchen oder sie dich...? -
am 10.12.2015 16:40:45 | IP (Hash): 58826164
Könnte mir nicht vorstellen, mit nem 2-Jahres-Vorrat an Insulin für 2 Jahre auf ne weltweite Wanderschaft zu gehen. Ganz einfach, weil ich befürchten würde, dass bei den zwangsläufig großen Schwankungen bei den Lagertemperaturen die Haltbarkeit im besten Fall nach einem Jahr erschöpft wäre.
Ich würde jeweils das Insulin nehmen, das ich vor Ort kriegen könnte. Ok, dafür müsste ich halt zuhause vorher trainieren, wie ich meinen BZ mit den verschiedenen Insulinen am besten in meinem Rahmen steuern könnte.
Einfaches Beispiel: Brauche als Basal alle 12 Stunden ne Injektion Lantus oder alle 8 Stunden ne Injektion Protaphane und dabei für den gleichen Verlauf mit Protaphane für 24 Stunden 20% mehr Einheiten als mit Lantus. Ähnliche Unterschiede würde ich auch zwischen einem schnellen Analog wie etwa Novorapid und nem Human wie Actrapid erwarten.
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Dieser Beitrag ist kein Ersatz für eine persönliche ärztliche Diagnose oder/und Behandlung. -
am 04.01.2016 01:53:47 | IP (Hash): 1358710186
Die zwei Jahre sind quasi durch das Insulin gesetzt, länger hält sich das nicht. Dass man während dieses Zeitraums seine Familie und Freunde nicht sieht, ist leider schwierig zu ändern, aber da ich ja anschließend wiederkomme, ist das für sie und mich ok und durch Internet etc. auch ganz gut zu überbrücken (Skype, WhatsApp, Mails etc.)
Ich bin nach wie vor ein Fan von Protaphan, da man sich eben zweimal täglich spritzt. Dadurch kann man seinen Zucker, finde ich zumindest, besser auf die jeweilige Situation einstellen. Wenn ich schon vorher weiß, dass ein Tag sehr anstrengend wird, reduziere ich morgens die Dosis oder alternativ nach einem anstrengenden Tag abends, um nächtlichen Hyphos vorzubeugen. Oder wenn ich mal eine Nacht durchmache, kommt zumindest gelegentlich vor, reduziere ich das morgendliche Basal sehr stark oder lasse es komplett weg, da mein Tagesbedarf an Normalinsulin dadurch auch normal bleibt. Ansonsten würde ich definitiv mehrfach unterzuckern, auch wenn ich den Faktor anpasse. Wenn man sich, wie bei Lantus, nur einmal alle 24 h spritzt, ist dies nicht ohne weiteres möglich. Trotzdem vielen Dank für das Angebot :)
Wegen der Lagerung unterwegs habe ich sowohl mit meinem Diabetologen als auch mit meinem Apotheker gesprochen. Große Temperaturschwankungen sollte ich natürlich meiden, aber ansonsten solle es funktionieren.
Wie ich auf verschiedene Insuline reagiere, weiß ich (noch?) nicht, ich habe aber zumindest eine Liste mit Insulinen anderer Hersteller etc., die "meinen" Inhaltsstoff haben.