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  • Morrowind

    Rang: Gast
    am 04.02.2009 22:27:25
    Hallo,
    Ich habe heute das erste mal ein Tagesprofil gemacht.
    Zuerst einmal, ich habe Typ zwei.
    Ich nehme auf Anweisung meiner Ärztin seit Montag je Morgens und Abends eine halbe Metformin 1000-1 A
    Gegessen habe ich die letzten Tage wie angewiesen Dunkles Brot Käse Wurst Omega 3 Eier magers Fleich Gemüse 3 Kartoffeln ein Reibekuchen,Vollkornnudeln mal ein Zucker freies Citronenbonbon ja und Wasser getrunken. Nun hatte ich heute folgende Werte
    Ich Rauche nicht, und mache auch dreimal die Woche Trimmradsport.
    Alkohohl auch vor feststellung des Zuckers nur ab und an mal eine Flasche Bier.
    Ich nehme zusätzlich Täglich eine Blutdrucktablette.
    Ich habe beim letzten Einkauf extra darauf geachtet das ich möglichst wenig Produkte mit Kohlenhydrate gekauft habe.Ansonste Käse & Wurst soll ja unbedenklich sein.
    So nun zu den Werten
    174 vF. 324 nF.220 vM. 223 nM. 168vA. 310 nA
    Warum so grosse Unterschiede?
  • Stefan

    Rang: Gast
    am 05.02.2009 00:30:38
    Also zuerst einmal keine Panik....die Frage die sich mir hier stellt ist wie lange hast du schon Diabetes?Wenn das erst seit kurzem der Fall ist muß du deinem Körper und dem Metformin Zeit geben zu wirken.2 x Metformin 500 ist eh oft ne "Einstiegsdosis",hat man bei mir auch versucht bevor sich rausstellte das ich einen sehr späten Typ 1 habe....
    Der Mensch hat zu verschiedenen Zeiten ein anderes Insulinbedürfnis...kann sein das du einfach mehr Metformin morgens brauchst...beobachte deinen Zucker mal ein paar Tage lang....dann sprich mit dem Arzt drüber...und immer dran denken.....das hat man nicht von heut auf morgen alles im Griff!!!!!!!! von Stefan
  • Rainer

    Rang: Gast
    am 05.02.2009 16:23:26
    Hallo Anonyme(r),

    Stefan sagt es richtig, jetzt bloß nicht in Panik verfallen. Du hast genug Zeit um ein bischen rumzuprobieren. Guck dir genau an, durch was dein BZ besonders hochgetrieben wird und reduziere das. Das Frühstück ist oft die kritischste Mahlzeit, da könntest du z.B. eine Scheibe Brot weniger und dafür ein paar Scheiben Käse mehr essen.

    Die 2 mal 500mg Metformin erscheinen mir bei deinen Werten recht wenig. Wenn sich die in den nächsten Tagen nicht groß verbessern, dann kannst du ruhig 2 ganze Tabletten nehmen. Das musst du dann deiner Ärztin sagen und ihr die Auswirkung auf die Werte zeigen.

    Wenn dein Blutdrucksenker ein Betablocker ist, dann bitte deine Ärztin auch um ein anderes Mittel. Betablocker beeinflussen den BZ negativ.

    Viel Erfolg, Rainer
  • pst

    Rang: Gast
    am 05.02.2009 16:58:17
    Das ist mal wieder ein exzellentes Beispiel, wie in Internetforen gegen geltendes Recht leichtsinnig verstoßen wird. Niemand außer einem approbierten Arzt darf Dosierungen von verschreibungspflichtigen Medikamenten ändern. Ein seriöser Arzt wird dies zudem niemals, ohne den Patienten zu kennen, über das Internet tun.

    Man kann sich wirklich nur wundern, was mancher Zeitgenosse sich so erlaubt.

    Die optimale Dosis des o.a.AntiDiabetikums ist sehr stark vom allgemeinen Gesundheitszustand des Patienten abhängig. Es senkt auch nicht unmittelbar aktuelle Blutzuckerwerte, sondern hat andere Angriffspunkte im Organismus.
    Beim Versagen sind weitere Wirkstoffe angezeigt. Das kann aber nur der Arzt
    beurteilen.

  • dipa

    Rang: Gast
    am 06.02.2009 22:15:06
    Hallo Anonym vom 05.02.,

    ich nenne dich A2 und den Fragesteller A1.
    Rainer und Stefan benutzen das Wort "kann" und nicht "musst". Es ist ein Ratschlag und kein Befehl. Wenn du Ratschläge als Verstoss gegen geltendes Recht ansiehst, müssen alle Diabetikerforen geschlossen werden!
    Bei den Werten von A1 wird seine Ärztin die Dosis erhöhen. Befolgt er die Ratschläge, greift er nur der Entscheidung vor.
    Wären die Ratschläge unverantwortlich, wären sie schon von anderen Forennutzer niedergemacht worden.
    Da Metformin von der Ärztin verschrieben wird, kriegt sie auf jeden Fall eine Erhöhung mit.

    Falls du es noch nicht weisst, Insulin ist verschreibungspflichtig und Diabetiker dürfen bei ICT selbstständig ihre Dosis bestimmen.

    Ein Arzt wird niemals eine Diagnose übers Internet stellen. Ich rede jetzt nicht von Scherzbolden oder der Haftung.
    Wenn er irgendwelchen Bockmist erzählt, steht das im Internet und er wird dann von seinen Kollegen aufgezogen.

    mfg dipa

  • ps

    Rang: Gast
    am 07.02.2009 13:37:14
    Leider gibt es Internetforen, die sich nicht an gesetzliche Bestimmungen halten.
    Wo kein Kläger ist allerdings auch kein Richter.

    Bezüglich Pharma- und Medizinrecht
    gilt als bespielhaft und korrekt das DMF.
    So werden Handelsnamen von Medikamenten und insbesondere individuelle Dosierungsratschläge von verschreibungspflichtigen Medikamenten konsequent gelöscht.

    Ein wenig merkwürdiges, wenn nicht gar dummes Argument bzgl.Insulin.
    Zur ICT gehört eine besondere Schulung,
    die den Anwender in die Lage versetzen soll, erforderliche Insulineinheiten tages- und essensabhängig einzuschätzen.
    Zur CT gehört eine vom Arzt festgelegte IE-Menge, die nicht einmal eine approbierte Gesundheitspflegerin ohne Zustimmung des Arztes im Pflegebereich ändern darf.

    Im übrigen ist es ein Unterschied, ob der Patient selbst seine empfohlene oder festgelegte Dosis ändert oder ein anonymer Dritter Ratschläge dazu erteilt.
    Das ist den Augen eines Richters im Ernstfall grob fahrlässige Körperverletzung oder gar Tötung.

    Im Falle Metformin schon mal was gehört von Todesfällen infolge Übersäuerung des Blutes(Laktatzidose) bei zu hoher Dosierung?
  • Pozilei

    Rang: Gast
    am 07.02.2009 14:46:51
    Hallo und ein paar Fragen u. Hinweise an den/die. Fragesteller/in (?):

    1) Dein 1. Wert am Tag sollte direkt nach dem Aufstehen gemessen werden (unklar ist, ob das bei dir mit 174 vF so war).
    2) Wann misst du nach den Mahlzeiten? Du solltest zu Anfang ruhig öfter messen: 1+2+3 Std. nach dem Essen.
    Notier dir auch deine Aktivitäten (jede Tageszeit kann da ganz anders ausfallen).
    3) Käse u. Wurst sollten nicht zu fett u. nicht zu viel sein.
    Empfehlenswert sind zum Sattwerden auch viel Gemüse u. Salat, leckere Suppen/Eintöpfe/Aufläufe (wühl mal im I-net nach Rezepten mit Nährstoffangaben).
    Etwas Obst, Quark, Joghurt (ggf. selber machen u. mit Süßstoff süßen) sind gut als Zwischenmalzeiten, ausprobieren, was u. wieviel.
    Ansonsten, "wenn der kleine Hunger kommt", viel trinken (Wasser, Ungesüßtes) und ablenken/beschäftigen, Spazieren gehen usw.

    4) Metformin alleine u. in der Mini-Dosierung wird bei dir nicht viel bringen. Metf. senkt auch nicht direkt den BZ, sondern hindert die Leber daran, Glukose/Zucker auszuschütten. Metf. kann bei guter Verträglichkeit bis zu 3x1000 mg/Tag genommen werden, ist also bei dir noch steigerungsfähig, solltest du aber mit Doc besprechen.

    5) Falls du Übergewicht hast, solltest du abnehmen, das verbessert die Insulinempfindlichkeit (in deinem Fall für dein eigenes Insulin, da du kein I. spritzt).

    6) Bewegung ist immer gut, machst du ja schon.

    Ich wünsche dir viel Erfolg! :-) von Pozilei
  • dipa

    Rang: Gast
    am 08.02.2009 00:46:17
    Hallo A2,

    Metformin ist ein Wirkstoff und kein Handelsname, er darf also erwähnt werden!
    Zwecks Erfahrungsaustausch sollten man auch Handelsnamen erwähnen dürfen.
    Ich bin gegen die Erwähnung wegen Schleichwerbung.

    Du sagtest: "Niemand außer einem approbierten Arzt darf Dosierungen von verschreibungspflichtigen Medikamenten ändern."
    Mein Argument zu Insulin (ICT) widerlegt dies. Es ist damit kein dummes Argument.

    Ich wurde zur CT verdonnert, dass ich daraus eine ICT gemacht habe, gefiel meinem HA überhaupt nicht. Ich habe eine Schulung zur ICT erst erhalten, als ich keine mehr machen brauchte. Hätte ich die Anweisungen vom HA blindlings gefolgt, wäre ich im Krankenhaus gelandet.
    Zur CT sieh dir mal den Beitrag von Report "Insulin-Roulette" an.

    Zu Ratschlägen im Internet ist allgemein zu sagen: Wer diese blindlings befolgt, sollte sein Testament machen!

    Zu grober Fahrlässigkeit oder Tötung habe ich ein gutes praktisches Beispiel.
    Bei meiner Schung beim Diabetologen war ein normalgewichtiger T2 mit Rheuma und Gicht. Wegen Rheuma hat er Cortison gekriegt. Er hat morgens, mittags und abends jeweils 2 Knäckebrote gegessen.
    In seinem Tagebuch tauchten Werte von über 1000 auf.
    Ich brauchte keinen Ratschlag zu geben, weil die Leiterin ihm noch am gleichen Tag einen Termin verschafft hatte. Anm.: Notfälle kriegen frühestens in 2 Wochen einen Termin.
    Hätte er sein Problem hier veröffentlicht, hätte ich ihm den Ratschlag gegeben, Cortison runter so weit es geht, einen Diabetologen aufsuchen und ein Ersatzmedikament verschreiben lassen.
    Du meinst also allen Ernstes, ich dürfte solch einen Ratschlag nicht geben und er sollte weiter kritiklos die Anweisungen seines HAs folgen?
    Ach ja, wie kann man sterben beim Weglassen von Cortison?

    Dir fehlt auch der Realitätssinn, 2x 1000 sollten kurzfristig keine Schaden anrichten. Falls doch, hätte ihm die Ärztin kein Metformin verschreiben dürfen.
    2x 1000 werden i.d.R. von den Ärzten bedenkenlos verschrieben. Die langfristigen Folgen hat der Patient zu tragen.

    Von Todesfällen infolge Übersäuerung habe ich noch nichts gehört, aber ich halte es für möglich.
    Die Dosierung muss dann aber extrem hoch, oder aber langfristig zu hoch, dann aber hätte ein Arzt eine Übersäuerung feststellen sollen und entsprechend handeln sollen.
    Für eine extrem hohe Dosis braucht man ein Rezept. In beiden Fällen hätte ein Arzt es verhindern können!

    A2, du solltest dich bei A1 entschuldigen, deine Beiträge beantworten nicht im Geringsten A1s Frage. Da für meine Beiträge das Gleiche gilt, werde ich mich entschuldigen.


    A1, ich entschuldige mich, dass meine Beiträge deine Frage nicht beantworten.
    Ich habe auch Verständnis dafür, wenn du meine Beiträge nicht liest!

    mfg dipa










  • Rang: Gast
    am 08.02.2009 12:05:58
    A2 korrespondiert nicht mit Ignoranten
    geltender Gesetze, z.B. des AMG.

    Beispiel stimmt vielleicht bei einem Kraftfahrer, der trotz Rotlicht über die Kreuzung fährt , um einen herannahenden Unfall zu vermeiden.

    Ein Insulinregime unter Verantwortung des Patienten hat nichts mit verbotener Patientenberatung hinsichtlich Dosierung von Medikamenten zu tun.
    Diesbezügliche Ratschläge dürfen nur allgemeiner Natur sein, wie folgender:

    Die optimale Dosierung von Metformin, wenn vom Arzt nicht anders verordnet,
    ist unter Beücksichtigung aller pathologischen Aspekte und Langzeitbehandlung 2 x 1000 mg/d.
  • dipa

    Rang: Gast
    am 08.02.2009 14:17:12
    Hallo A2,

    das AMG bestimmt bei Diabetikern das tägliche Leben und man kann es deshalb nicht ignorieren.
    Du bist dich hörst mehr als ein Lobbyist für Ärzte an, bist du überhaupt ein Diabetiker?

    Zu den Dosierungsanordnungen von Ärzten betreffs Metformin ist zu sagen: Es gibt etliche Berichte von Diabetikern, dass HÄ irrsinnig hohe Dosis verschrieben haben ohne die Triglyceride zu überwachen bzw. bei Feststellung gesagt wurde: Das kommt vom Alkohol!
    Deine genannten Todesfälle wird es bei solchen Ärzten gegeben haben.

    Kommen wir noch mal auf CT zurück.
    Bei CT schreibt der Arzt die Dosis vor.
    Deiner Meinung nach ordnet ein Arzt immer die richtige Dosis an.
    Da du den Beitrag Insulin-Roulette nicht gelesen hast hier ein Auszug:
    O-Ton, Walter Edbauer:
    »Meinem Vater ist das wiederfahren, was man eigentlich so niemandem wünscht. Es wurde bei meinem Vater Insulin gespritzt, ohne vorher zu messen. Und ich habe dann mit der Pflegeschwester gesprochen wieso, warum da nicht gemessen wird. Mein Vater sei eingestellt, das passe so. Die Ärzteschaft hatte das so vorgegeben, es müsse so gemacht werden.«

    Wie ist deine Meinung dazu?
    Bevor du über die Pflegeschwester herziehst, das Messen wird nicht bezahlt.
    Selbst wenn sie misst, darf sie die Dosierung nicht ändern, also ist eine Messung reine Zeitverschwendung.
    Dass sie die Dosierung nicht ändern darf, liegt doch am AMG. Oder?

    mfg dipa