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Diabetes Typ2 heilbar
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Michael74
Rang: Gastam 21.02.2016 20:33:38 | IP (Hash): 1292712635
Gibt es eigentlich irgendwelche Ansätze in der Medizin, das Diabetes irgendwann heilbar sein wird, oder ist dies nur ein frommer Wunsch? Wird in die Richtung gehend geforscht, wo wären die Anätze oder ist es ein Irrsinn daran zu glauben?
Gruß Michael -
am 21.02.2016 20:41:02 | IP (Hash): 1703985086
Moin Michael,
ja die Hoffnung hab ich natürlich auch, man hört ja immer wieder mal, daß Leute angeblich Typ 2 erfolgreich abgelegt haben und alles wieder "normal" ist aber ob das wirklich so ist. Ich wäre froh drum, ganz ehrlich, ich hab meine Lektion gelernt dass muss man einfach so sagen aber ich glaube, es ist eher ein frommer Wunsch ;/ -
am 21.02.2016 23:21:41 | IP (Hash): 1618630610
Wir mit Diabetes können ALLE unseren Blutzucker über einen weiten Bereich mit unserem Bewegungs- und Essverhalten gesünder steuern. Und im Bereich Prädiabetes bis hinein in die ersten Jahre der Typ2-Diagnosereife kann so konstruktives Behandlungs-Verhalten für den gesunden Blutzucker ohne Medikamente reichen. Heißt nach einem gelungen Jahr Remission bei Typ2.
Erste bekannte Beispiele wie z.B. das vom Hans Lauber reichen inzwischen über 10 Jahre zurück. Aber auch Herr Lauber glaubt eher, dass sein Diabetes sofort wieder in den Vordergrund tritt, wenn er in seinem Behandlungs-Verhalten nachlässt.
Das Beispiel finde ich vor allem auch deswegen sehr interessant, weil Herr Lauber sich mit seinem Behandlungs-Verhalten nicht nur seinen Blutzucker im gesunden Rahmen gehalten hat. Sondern mit dem passenden Bewegen und Essen ist er längst auch allgemein deutlich gesünder, als der Durchschnitt seiner nichtdiabetischen Altersgenossen. Er nutzt seinen Diabetes praktisch als Gesundheits-Coach.
Allerdings gibt es noch keine allgemeinen Erfahrungen, wie lange solches Verhalten für den gesunden Blutzucker reichen kann, und noch überhaupt keine veröffentlichten dazu, ob man bei irgendwie rechtzeitiger Anwendung und schneller Zucker-Normalisierung dann vielleicht sogar ohne neuerlichen Blutzucker-Anstieg zum allgemein normalen Verhalten zurückkehren kann.
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Dieser Beitrag ist kein Ersatz für eine persönliche ärztliche Diagnose oder/und Behandlung.2 Benutzer dankten für diesen Nützlichen Beitrag. -
Michael74
Rang: Gastam 22.02.2016 06:56:52 | IP (Hash): 718784744
Lieber Jürgen
Deine Antwort hat doch so rein Garnichts mit meiner Frage zu tun!?! -
am 22.02.2016 08:42:31 | IP (Hash): 912370254
Nach 5 Jahren Remission gilt ein Krebs als geheilt. Analog wird das mit Diabetes diskutiert.
Mit immer mehr bariatrischen OPs und der großen GB-Studie, die konventionelle Eingangs-Behandlung mit der mit VLCD(=gewissermaßen diätische OP) vergleicht, für Typ2 sehr intensiv.
Mit immer mehr Pankreas-Transplantationen und den zunehmenden Möglichkeiten der Beta-Zell-”Transplantation” ebenso für Typ1.
Zur Heilung im Sinne von "restitutio ad integrum" fehlt in allen 3 Krankheitsbereichen in den weitaus meisten aller Fälle die Einsicht in die ursprünglichen Ursachen und in die Verläufe der damit angestoßenen Anfänge von krankhaften Entstehungsprozessen.
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Dieser Beitrag ist kein Ersatz für eine persönliche ärztliche Diagnose oder/und Behandlung.1 Benutzer dankte für diesen Nützlichen Beitrag. -
am 22.02.2016 09:01:13 | IP (Hash): 567399074
Genau so sehe ich das auch. Würde ich deutlich weniger Wander- und Radfahrsport betreiben und würde
ich beim Essen nicht so sehr auf den "glykämischen Index" etc. achten, lägen meine Werte vermutlich schlechter.
Beim letzten OGTT hatte ich zwar erschreckende 213 mg/dl Glucose nach 1 Stunde, aber nach zwei Stunden war der Wert wieder bei 125 mg. (Nüchternwert lag bei 103) Ich weiß jetzt allerdings nicht, was diese Werte über meine Bauchspiecheldrüse (Betazellen) aussagen. Der Langzeitwert lag zuletzt bei 5,3 %, von 5,6, über 5,5 und 5,4 in etwas über einem Jahr)
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am 22.02.2016 09:28:39 | IP (Hash): 1830232929
Da man die Ursachen von Typ2 nicht kennt, kann man wohl kaum erwarten, daß man ihn heilen kann. Es wird geforscht, aber das Thema ist komplizierter als es in den Boulevardblättern beschrieben wird.
Daß man den Diabetes durch entsprechende Maßnahmen "in Schach halten" kann, hat nichts - aber auch gar nichts - mit Heilung zu tun.1 Benutzer dankte für diesen Nützlichen Beitrag. -
Diabmonarch
Rang: Gastam 22.02.2016 12:07:21 | IP (Hash): 857559839
Hallo EH,
herzlichen Dank für diesen Eintrag! Diesen sehe ich als einzigen verwertbaren an, sämtliche Kommentare die dazu vorher eingestellt wurden erübrigen sich dadurch!!!
[WEGEN VERSTOSS GEGEN DIE NUTZUNGSBEDINGUNGEN ENTFERNT]
Bearbeitet von Moderator am 22.02.2016 12:19:17. Grund: Verstoss gegen Nutzungsbestimmungen -
am 23.02.2016 18:45:05 | IP (Hash): 1035747400
Heinz-Hermann schrieb:
Hallo EH,
herzlichen Dank für diesen Eintrag! Diesen sehe ich als einzigen verwertbaren an, sämtliche Kommentare die dazu vorher eingestellt wurden erübrigen sich dadurch!!!
[WEGEN VERSTOSS GEGEN DIE NUTZUNGSBEDINGUNGEN ENTFERNT]
Ich wundere mich auch oft, daß die absonderlichsten Dinge über Diabetes nachgefragt oder behauptet werden, aber kaum einer interessiert sich dafür, was diese Krankheit eigentlich wirklich bedeutet. Es gibt viele Seiten von deutschen Universitäten, wo darüber auch durchaus laienverständlich berichtet wird.
Diese Seiten sind sehr informativ, aber nicht reißerisch und sie versprechen auch keine Heilung durch besondere Ernährung oder ähnliches. Daher sind sie wohl für manche Leute zu langweilig. -
am 23.02.2016 19:21:12 | IP (Hash): 1703985086
Ich finde die Krankheit ansich ist sehr schwer zu verstehen.... Ich kann jetzt aktuell mal gerade von einem Beispiel von mir berichten. Ich mache mich damit zwar nicht verrückt aber ich verstehe es nicht.
Ich habe jetzt eben mal seit paar Tagen nochmal gemessen, kam 108 raus. Ist ja ansich ganz okay. Ich ärgere mich aber jetzt, daß der Wert so "hoch" ist, wo er doch die ganze Zeit eigentlich viel besser war und da hatte ich noch mehr auf den Rippen, hab Abends (spät) kein Metformin genommen und ja, der Wert ist jetzt nüchtern (letzte Mahlzeit 12:15 Uhr) und nach einer Stunde Squash spielen. Also ich versteh das stellenweise nicht... hatte nach dem Squash schon paar 80 gehabt aber jetzt ist er wieder über 100... Klar weiss ich, dass ich mich alles aber nicht beschweren sollte, was ich auch nicht mache aber ich versteh es einfach nicht....
Die Krankheit wird mir einfach ein Rätsel bleiben... und heilbar oder nicht, ich wäre glücklicher ohne ;-) -
am 25.02.2016 09:20:40 | IP (Hash): 567399074
Nun will ich zunächst sagen, dass ich zum vorläufig letzten Mal hier schreibe. Eben mal wieder beim HA gewesen und u.a. am Ende des Blutabnehmens auch mal den kapillaren Blutzucker messen lassen. War so gut wie lange nicht mehr: 92.
Letzter HbA1c war im September 5,3 Prozent, nach 5,4 im Juli, 5,5 im April und 5,6 im Juli 2014.
Seit April 2015 4,5 Kg abgenommen, derzeit liege ich bei 72,1 KG. (1,74 m groß) Essen umgestellt, auf KH geachtet und glykämischen Index. Und natürlich viel Bewegung, wandern, Radeln etc.
NBZ bei den vergangenen Messungen immer über 100 gewesen, unter 1oo war lange nicht mehr. Um so erfreuter bin ich jetzt und werde mir bis zum nächsten HbA1c Zeit lassen. Aber: Bewegung und Essensumstellung gehen weiter.
Euch allen hier besten Dank für die guten Tipps und Aufmunterungen.