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muss mich mal ausheulen
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am 15.03.2016 14:20:48 | IP (Hash): 1149992721
Hallo Forum,
ich bin neu hier. Und habe am 29.02.2016 eine Blutprobe zum Gesundheitscheck abgegeben. Am 01.03.2016 dann der Anruf von meiner Ärztin, ich sollte noch diese Woche ein Termin beim Diabetikerarzt machen lassen. Dort angerufen haben mir die dann, nachdem ich diesen Langzeitzuckerwert (mist schon wieder die Abkürzung vergessen, dabei wird die doch so wichtig in meinem Leben.) von 10,2 und Blutzuckerwert von 404 mitgeteilt habe, einen Termin am 04.03.2016 gemacht. Dort dann die Mitteilung, dass ich Diabetes habe. Kurz erklärt welche Unterschiede es gibt zwischen Typ 1 und 2, Blut abgenommen und geschaut ob im Urin dieses Gas ist (war nicht). Dann noch Tabletten aufgeschrieben weil die nächsten 10 Tage geht nicht ohne. Auf Nachfrage was passiert wenn ich die nicht nehme dann die Antwort: "Vielleicht nichts." Auf weitere Nachfrage dann die Antwort: "Eventuell können Sie auch ins Koma fallen." Ich also nach Hause.
Mir war durchaus klar, dass das irgendwann kommen musste. Ich habe viel zu gerne und viel zu viel gegessen. Dazu noch Unmengen an Zucker und keine Bewegung. War also klar, dass das irgendwann kommt. Aber schon so früh (Ich bin 45 Jahre alt.)? Nun gut, ist halt so. Die nächsten 3 Tage dann eigentlich normal weiter gemacht. Im Internet ein wenig gelesen und was zum Thema "gesunde Ernährung" gefunden. Aber so richtig klar was man darf oder nicht, auch nicht wirklich gefunden. Ab dem 08.03.2016 dann radikale Umstellung der Ernährung. An den Arbeitstagen morgens Obstsalat, danach Rohkostsalat. Zwei mal gesündigt und Fastfood gegessen am Mittag. Abends dann wie vorher, also warmes Essen. Am WE dann wieder so wie vorher weil die Lebensmittel waren ja da und das Geld ist nicht so üppig. Nur die Süßen Getränke habe ich gegen Wasser getauscht und die Süßigkeiten weg gelassen.
Am Montag dann wieder Obstsalat und Gemüserohkost. Um 10:45 Uhr dann zum Arzt. Blutzucker gemessen, Wert 174. Besprechen der Blutwerte. Keine Antikörper da, Oh, ein Wert fehlt noch. Aber der C-Peptide-Wert (oder so ähnlich) ist nicht sehr hoch. Der Arzt sagt mir, dass er davon ausgeht, dass ich Typ 1 bin. Wegen dem c-Peptide-Wert. Aber weil die Tabletten so gut angeschlagen haben kann es auch Typ 2 sein. Er würde mich erst noch mal als Typ 2 einstufen, damit ich weiter Tabletten nehmen kann. Aber wenn die Werte anders werden, dann doch Typ 1. Ich war/bin völlig verwirrt. Welche Unterschiede gibt es? Also klar, Typ 1 produziert kein Insulin mehr und Typ 2 hat eine Insulinresistens. Das ist mir klar. Aber welchen Unterschied macht das für mich? Der Arzt hat mir dann noch mal erklärt, das bei Typ 2 div. Blutwerte steigen, andere fallen und es schlussendlich zum Herzinfarkt/Schlaganfall kommt. Bei Typ 1 ist man soweit gesund außer das Insulin fehlt. Weitere Unterschiede sind, dass ich bei Typ 1 Insulin spritzen muss und bei Typ 2 (zumindest vorerst) Tabletten ausreichen. Ich könnte eine Beratung bekommen und ein Blutzuckermessgerät. Bei Einstufung in Typ 2 kostet das mein Geld (61,- Euro), bei Einstufung in Typ 1 bezahlt das die Krankenkasse. Da ich gelesen habe, das man bei Typ 2 viel mit Ernährungsumstellung erreichen kann und ich mit den Tabletten irgendwie besser klar kam (so psychologisch) habe ich mich für die Einstufung in Typ 2 entschieden. Der Arzt hat ja gesagt, das kann jederzeit geändert werden. Also noch die Frage, ob ich gleich im Anschluss die Beratung möchte, da wäre jetzt noch frei. Ziemlich ratlos habe ich zugesagt. Also raus ins Wartezimmer und auf die Beratung gewartet.
Kurze Zeit später dann die Beratung. Da wurde mir gesagt, dass ich die Kosten für die Beratung von meiner Krankenkasse erstattet bekomme, es sei denn ich gerate an einen "schlechten" Sachbearbeiter. Also die ganzen Rechnungen für mich und die Krankenkasse ausgedruckt, diesmal mit 74,- Euro. Dann ein Blutzuckermessgerät rausgeholt und mir gezeigt wie ich das benutzen muss. Ich habe schon gedacht, dass war es jetzt und habe ziemlich ratlos geschaut. Ich wollte ja noch was wegen der Ernährung erfahren. Also habe ich da nachgefragt. Es kam dann ein Plan auf dem ich eintragen soll wann ich was esse und wie viel ich trinke. Als ich sagte, dass ich eigentlich den ganzen Vormittag immer mal wieder nebenbei ein Löffel Obstsalat esse, kam gleich das ich nicht ständig nebenbei sondern zu einer festen Zeit Essen soll. Wenn nicht Morgens dann Mittags, dass wäre ganz mir überlassen. Und auf Obst soll ich auch verzichten, denn das würde den Blutzucker schnell nach oben schießen lassen. Dann noch schnell Termine für die Gruppengespräche gegeben und verabschiedet. Ach ja, dabei kam noch zur Sprache, dass mit der Klinik. Es hörte sich so an, als wenn man früher in einer Klinik die "Beratung" bekommen hätte. Würde ich ja machen, aber erst mal sollte ich doch die Termine wahrnehmen, das mit der Klinik könnte man dann noch später machen. Ich weiß gar nicht was in den Gruppenterminen gemacht wird. Für den Tag habe ich dann eine AU bekommen.
Zurück zur Arbeit, da dann noch kurz die wichtigsten Sachen erledigen und nach Hause. Dabei bekam ich den ersten Heulkrampf vor dem PC. Es wird mir einfach alles zu viel. Ich bin schon seit Jahren leicht depressiv veranlagt. Dazu kommen jetzt noch Augenprobleme, Zahnfleischbluten, Geldprobleme, Stress auf der Arbeit, leichte Schmerzen in der Nierengegend (vermutlich aber nur eingebildet oder Muskelschmerzen), Jahrelange Rückenprobleme, Ernährungs- /Lebensumstellung weil der Bauch weg muss. Zum reden habe ich auch keinen und ich muss mich echt stark zusammenreißen damit ich nicht in Tränen ausbreche.
Heute morgen habe ich nüchtern gemessen, Blutzuckerwert 227. Ach ja, gestern Pommes mit Würstchen im Blätterteig gegessen und Pille vergessen.
Ich bin kurz vor dem zusammenbrechen und ich weiß nicht warum. Diabetes ist ja kein Todesurteil.
Mir ist klar, dass es mir noch relativ gut geht. Ich entschuldige mich bei denen, denen es schlechter geht für mein Gejammer, aber es musste mal raus.
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am 15.03.2016 16:38:13 | IP (Hash): 1926167287
Dein Beitrag ist ziemlich wirr, was eine vernünftige Antwort fast unmöglich macht.
Nur so viel: Die Ursache von Diabetes ist nicht die Ernährung.
Ob du Typ 1 oder 2 hast ist ein gewaltiger Unterschied. Das muß dein Arzt zweifelsfrei feststellen, aussuchen kannst du es dir nicht. Such dir einen vernünftigen Diabetologen, was du über deinen Arzt schreibst, erscheint mir sehr seltsam. -
am 15.03.2016 17:13:52 | IP (Hash): 1703985086
Hört sich alles sehr verwirrend an. Da hilft definitiv nur ein gescheiter Diabetologe..... Ich hatte gestern und heute meine Schulung und bin nochmal etwas schlauer inzwischen aber das was du da erzählst, klingt wirklich alles aber nicht nach nem guten Diabetologen.....
Da muss was gescheites her, kann ja so nicht bleiben.... ich hab inzwischen gemerkt, ein guter Diabetloge ist das A und O....
Viel Erfolg! -
am 15.03.2016 18:31:14 | IP (Hash): 1878994465
Hallo Karsten,
es ist ganz normal, dass die Diagnose Diabetes zunächst mal ein großer Schock ist. Das ging uns wohl allen am Anfang so. Nimm dir Ruhe und Zeit, dich erst mal an den Gedanken zu gewöhnen und lass dich nicht verrückt machen. Du musst nicht vom ersten Tag an alles richtg machen, Wir alle mussten erst lernen, mit unserem Diabetes umzugehen. Die Zeit zum Lernen hast du, die Krankheit wird dich nicht gleich heute oder morgen umschmeißen. Eine Ausnahme wäre, wenn du einen sich schnell entwickelnden Typ1-Diabetes hast, Das würdest du aber merken und mit deinem BZ-Messgerät schnell nachprüfen können. Bei allen anderen Formen, auch bei LADA - einem sich langsam entwickelnden Typ1-Diabetes - und den anderen Sonderformen und natürlich auch bei Typ 2, hast du ausreichend Zeit, dich an deinen Diabetes zu gewöhnen und zu lernen, wie du damit am besten umgehen kannst. Im Gegensatz zu Holger sehe ich übrigens keinen Anhaltspunkt dafür, dass dein Diabetologe nicht kompetent ist.
Ein niedriger C-Peptid-Wert sagt auf jeden Fall erst mal, dass du keinen ganz gewöhnlichen Typ2-Diabetes mit starker Insulinresistenz hast. Er war sicher noch hoch genug, dass dein Diabetologe nicht eindeutig Typ1 daraus ersehen konnte. Es wird spannend, wie sich deine Werte weiter entwickeln. Falls sie nicht weit genug nach unten gehen oder sogar wieder ansteigen, dann warte nicht zu lange ab. Das würde dann doch ziemlich deutlich auf Typ1 bzw. LADA hinwiesen. Da könntest du mit Ernährung und Tabletten nicht genug erreichen und bräuchtest unbedingt Insulin. Klar, dass klingt erst mal ganz schön schlimm, aber Insulin ist das Diabetesmedikament mit den geringsten Nebenwirkungen und mit der besten Hauptwirkung. Insofern wäre ein zeitiger Beginn mit Insulin sehr wünschenswert.
Lass dir ja nicht einreden, dass du an deinem Diabetes selber Schuld bist, das ist Quatsch. Dadurch lässt du dich nur noch zusätzlich runterziehen.
Alles Gute, Rainer
Bearbeitet von User am 15.03.2016 18:34:14. Grund: . -
am 15.03.2016 18:45:49 | IP (Hash): 1926167287
Zitat Karsten "Der Arzt sagt mir, dass er davon ausgeht, dass ich Typ 1 bin. Wegen dem c-Peptide-Wert. Aber weil die Tabletten so gut angeschlagen haben kann es auch Typ 2 sein. Er würde mich erst noch mal als Typ 2 einstufen, damit ich weiter Tabletten nehmen kann. Aber wenn die Werte anders werden, dann doch Typ 1. Ich war/bin völlig verwirrt" Zitat Ende
@Rainer
Einen Diabetologen der so eine Aussage macht, hältst du für kompetent? Naja..................