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Freestyle Libre- erste Erfahrungen
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am 19.04.2017 19:54:47 | IP (Hash): 1662128011
eine ganze Subgruppe zum FSL auf deutsch gibt es zB auch hier: http://www.insulinclub.de/index.php?page=Board&boardID=93 -
am 24.04.2017 17:46:19 | IP (Hash): 1624974806
Liebe Mitgefangene,
mit der FreeStyle-Libre-Hotline habe ich die schlechteste Erfahrung gemacht, die ich je mit einer Firma hatte (ich bin 50 Jahre alt, seit 20 Jahren Typ-I-Diabetiker). Das Rezept habe ich am 12.3. losgeschickt, und wie mir an der Hotline mehrfach versichert wurde, ist dessen Eingang bei Abbott am 17.3. vermerkt worden.
Bisher (seit 6 Wochen!) ist allerdings nichts geschehen, keine Einlösung des Rezepts und natürlich auch keine Belieferung mit dem ersten von vier Paketen (es handelt sich um eine Jahresverordnung zur Erstattung bei der TK in Berlin).
Wöchentlich rufe ich die Hotline an, und immer wird mir, durchaus freundlich, versichert, der Fehler sei klar, und man kümmere sich darum - aber nach wie vor steht in meinem Kundenaccount der mir nun schon beinahe zynisch vorkommende Status: 'Warten auf Rezepteingang'.
Kein einziges der mehreren Schreiben, die ich via Kontaktformular und E-Mail an die Firma Abbott schickte, wurde überhaupt beantwortet. Nun habe ich meine Krankenkasse eingeschaltet und hoffe immer noch ein bisschen, dass ich nicht soweit gehen muss, einen Rechtsanwalt zu bemühen.
Es ist nicht fernliegend, hinter einer solchen kompletten Bearbeitungsverweigerung eine Dienstanweisung dahingehend zu vermuten, bei Kunden, die zunächst das FreeStyle Libre selbst bezahlt haben, den Kassenerstattungsprozess so weit wie möglich zu verzögern.
Ich wollte das System eben erstmal unverbindlich ausprobieren und hielt das für eine gute Idee. Nicht bedacht hatte ich allerdings, dass die Krankenkassen, vor allem die Techniker, die einen Exklusivvertrag mit Abbott abgeschlossen hat, für die Sensoren natürlich weniger erstatten als ein Selbstzahler zahlt.
Offensichtlich sollen also bisherige Selbstzahler dazu genötigt werden, dies zu bleiben, auf ihr Recht auf Kostenerstattung durch die Krankenkasse zu verzichten und entnervt erneut gegen Zahlung auf Rechnung zu bestellen.
Grüsse an alle Foristen von Iskandar
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am 25.04.2017 00:25:32 | IP (Hash): 1311148595
Vielleicht schaust Du mal in Dein tk-Postfach. Wahrscheinlich hast Du da drin ein Angebot zur Bezahlung Deines Eigenanteils. Und wenn Du die geleistet hast, wird wahrscheinlich keine Woche bis zu Deinem Libre-Päckchen vergehen ;)
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Dieser Beitrag ist kein Ersatz für eine persönliche ärztliche Diagnose oder/und Behandlung. -
am 25.04.2017 16:38:55 | IP (Hash): 176731849
Hallo Iskandar,
zuerst, nie wieder ohne FSL - das ist mein Fazit nach nunmehr 1 1/2 Jahren.
Deine Erfahrungen mit der Hotline von Abott decken sich mit den meinigen. Ich bin nach der ersten Lieferung genau wie Du hingehalten worden, bis mir der Hals zu dick war und ich anfing zu "terrorisieren", 5 - 6 Anrufe pro Tag mit Verlangen nach namentlich bekannten "Hotlinern" von Abott und verlangen nach Datenvergleich im Internet parallel auf der WebSite. Ich habe dazu sogar verschiedene Handys genutzt.
Irgendwan drohte man mir mit Abbruch der "Geschäftsbeziehungen", allerdings hatte ich parallel dazu zuerst erforscht wer bei meiner DAK für die Erstattungen von FSL zuständig ist. Diese Dame habe ich anfangs über jedes Telefongespräch mit Abott telefonisch informiert - bis ich merkte : jetzt nervt es - und jetzt sendete ich meiner DAK / Erstatterdame jedesmal eine E - Mail. Nach 4 Tagen bat mich die DAK aufzuhören, man kümmere mich um mein Problem mit Abott, nach 7 Tagen hatte ich meine Quartalslieferung - und seitdem klappt es.
Nervig, nervig, nervig - aber als Rentner hatte ich Zeit und genügend Wut im Bauch.
Mein Fazit: FSL ist ein Gewinn, die Hotline von Abott das miserabelste was ich je kennenlernen mußte,
noch schlechter = wo ??? -
am 26.04.2017 15:11:08 | IP (Hash): 1199841795
ich benutze derzeit den 3. Sensor. Vom Arzt hatte ich 2 Rezepte bekommen. 1. Rezept für Gerät mit 2 Sensoren. 2.Rezept für den Jahresbedarf. Damit habe ich direkt auf der Homepage von FreeStyle Libre einen user angelegt und bestellt. Da in der Liste der Krankenkassen (BKK) meine Krankenkasse aufgelistet war, musst ich vorher keinen Antrag an diese stellen. Eingeben einer Kreditkarte zur Abrechnung der Versandkosten etc.
Zwischen Einsenden Rezept und Erhalt des Geräts mit 7 Sensoren vergingen 10Tage. Abgebucht wurden etwa 35Euro.
Vom Arzt/Assistent habe ich folgende Tips erhalten. Am 1.Tag sind die Messwerte ungenau (stimmt). Ich soll den neuen Sensor bereits am Vorabend setzen jedoch nicht aktivieren, damit er sich "einarbeiten" kann. Zusätzlich habe ich FreeStyle Libre Teststreifen bekommen. Die Empfehlung sei, dass zum kalibrieren 2xtäglich direkt am Gerät getestet werden soll. Ich habe gute Erfahrung damit gemacht, gleich in den ersten 60Minuten einmal mit Teststreifen zu testen. Kleine Abweichungen gibt es noch, dies wird immer so sein, da mit Teststreifen Blut und mit Sensor Gewebeflüssigkeit getestet wird. -
am 27.04.2017 05:29:25 | IP (Hash): 1707451117
Ich benutze die Sensoren jetzt seit Anfang des Jahres. Die bestellten Sensoren sind eigentlich innerhalb 2 Arbeitstage bei mir... Bin aber Selbstzahler...
Laut Auskunft der technischen Hotline kann man die Sensoren nicht kalibrieren. Eine blutige Messung, wie schon oft von mir durchgeführt beieinflusst das Lesegerät oder die Berechnung in keinster Weise. Ebenso funktioniert der Sensor bei mir nach der ersten Stunde einwandfrei. Eine Eingewöhnung im Gewebe war nie notwendig. Steht ja alles so auch im Beipackzettel! Das System ist selbstkalibrierend.
Natürlich muss ein BZ im Gewebe am Morgen anders bewertet werden als eine blutige Messung! Und auch bei mir gibt es hin und wieder nachts probleme. Vor allem wenn mein Arm den Sensor die ganze Nacht auf den Knochen schiebt. Dann hab auch ich nach Softwareauswertung die 50 BZ Linie.
Meine HBA1C Vorrausberechnung mit dem Libre (01-04/2017) lag bei 4,7%. Mit meinen verschiedenen blutigen Messgeräten wurden 5,5% vorausberechnet. Vom Labor wurde gestern der Wert 5,6% bestätigt.
Der Anfangswert im Januar lag über 10%. Da aber auch in verschiedenen Laboren der Wert schwankt, die blutigen BZ Geräte eine grauenvolle Streuung aufweisen, kann ich mit dem Libre, nachdem man das System kennengelernt hat und einschätzen kann, die beste Überwachung erzielen. Ach ja, je weniger Gewebe man an der Armen hat desto schwieriger wird die Gewebemessung ;-).
Der größte Störfaktor ist aber, dass meine bestellten Sensoren immer kurz vor dem Ablaufdatum stehen. Ich musste schon zwei mal Sensoren retournieren. -
am 23.06.2017 22:42:47 | IP (Hash): 1383004864
MichaelH schrieb:
...
Nun zur Anwendung:
Der Sensor lässt sich leicht applizieren und aktivieren. Als ich jedoch die Messwerte durch Blutzuckermessungen kontrolliert habe, gab es die große Ernüchterung.
Die Messwerte der Sensorauswertung weichen ERHEBLICH von den Blutzuckerwerten ab - sind meist viel zu hoch (bis zu 40 mg/dl), sind aber manchmal auch niedriger. So eine große Streuung, die noch dazu keine Regelmäßigkeit aufweist, ist für mich völlig unbrauchbar.
Die ausgelesenen Werte mit dem Lesegerät unterscheiden sich auch deutlich von den ausgelesenen Werten mittels der Handy-App! Da habe ich beim Lotto eine höhere Trefferquote.
Ein Anruf bei der kostenlosen Hotline brachte leider auch kein befriedigendes Ergebnis. Die Werte könnten von der genauen Positionierung des Sensors am Oberarm unterschiedliche Werte liefern. Außerdem sei auch ein Unterschied, ob man am linken oder rechten Oberarm misst.
Ich möge doch die Werte des Sensors mit den Blutzuckerwerten durch das FreeStyleLibre-Messgerät kontrollieren. Die dafür zugesagten 10 Gratis-Teststreifen habe ich nie erhalten.
Nun habe ich die 10 Gratis-Teststreifen erhalten: Laut Lieferschein ist die Bestellung am 07. April 2017 eingegangen und am gleichen Tag das Paket versandt worden (!).
Nun habe ich das LUFTPOST-Paket mit den Teststreifen am 22.6.2017 erhalten! Allerdings müsste ich mir ja jetzt wieder einen neuen Sensor um € 60,- bestellen
Ein weiterer Anruf bei der Hotline brachte wieder nur Frustration: Die nette Dame versicherte mir mehrfach, dass es Ihr Leid tue und sie meinen Ärger verstehen könne. Ich könne doch den Newsletter abonnieren. Da gebe es von Zeit zu Zeit Aktionen mit Gratis-Sensoren.
Fazit: Ich habe noch nie so eine unprofessionelle Firma erlebt.
LG Michi -
am 24.06.2017 12:15:46 | IP (Hash): 491037255
Ich habe im Laufe der Zeit festgestellt, dass nicht alle von mir verwendeten Sensoren den gleichen Wert an App oder Scanner senden. Bei der Minderheit der Sensoren waren die Werte fast zu 100 % gleich.
Wenn ich hin und wieder ein Basalratenprofil erstelle und dabei parallel noch mit dem Streifenmessgerät messe sehen die Kurven, etwas zeitverzogen, annähernd gleich aus. Mein HbA1 hat sich seit Einsatz von FSL nur minimal verbessert.
Reiner
Bearbeitet von User am 24.06.2017 12:16:16. Grund: Text hinzugefügt -
am 12.08.2017 16:37:47 | IP (Hash): 891232538
Ich habe die gleichen Erfahrungen gemacht wie du jeder 2. Sensor funktioniert nicht oder nicht richtig der jetzige liegt den ganzen Tag über 30 mgl über der Blutzuckermessung der vorletzte lag 30mgl unter der Blutzuckermessung.
Hatte auch schon das Problem das ich mich laut Lybre von 220 runtergespritzt habe und dann in eine unterzuckerung gekommen bin das erste mal seit beginn meiner Diabetes habe dann schnell Traubenzucker gegessen hatte dann wieder 95 Blutzucker aberimmer noch 165 mgl mit dem Lybre
Grußkhmaris -
am 12.08.2017 17:24:21 | IP (Hash): 1513537181
Schön, wenn die Differenz zum Fingerpieks immer gleich bleibt. Hab in 3 Quartalen aber noch keinen Sensor in der Art gehabt. Irgendwann in den 14 Tagen kommen meistens 2 oder 3 Tage mit recht gut übereinstimmenden Anzeigen bis konstanter Abweichung vor, Aber an 10 Tagen brauche ich wenigstens 1, wenn nicht 2 Fingerpiekproben, um die Sensorkurve zutreffend deuten zu können.
Damit "kalibriere" ich dann auch immer die Glimp-App, die mir den Verlauf eh deutlicher anzeigt als die Libre-App, und dann mit der Fingerpieks Korrektur den Tag über meistens sehr viel zutreffender.
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Dieser Beitrag ist kein Ersatz für eine persönliche ärztliche Diagnose oder/und Behandlung.