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Nichtdiabetischer reaktiver Unterzucker / Glucagon
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am 26.04.2016 10:37:01 | IP (Hash): 269898713
Ansonsten noch dies (in keiner bestimmten Reihenfolge)
Ja, ich fürchte auch Insulinresistenz. Allerdings ist dieser Zustand schon seit mindestens 10 Jahren so. Hätte sich da nicht längst Diabetes-2 einstellen müssen ?
Nochmal zu Sport: ich betreibe ja keinen Leistungssport und auch keinen Wettkampfsport. Ich kenne meine Leistungsgrenzen in Bezug auf Kondition und Kraft recht gut. Und ich kenne die körperlichen Symptome recht gut, wenn ich an deren Grenzen komme. Und ich erwarte auch nicht, dass ich "aus dem Stand" heraus Höchstleistungen erbringen kann. Aber normal ist es ja (und so kenne ich es von früher), dass wenn man erstmal zum Aufwärmen ganz gemütlich 5-10 Minuten lostrabt, dann schaltet der Körper allmählich in den "Leistungsmodus". Und das passiert bei mir heute oft einfach nicht. Ich kann dann spüren, wie die Muskeln schon nach ein paar Minuten traben etwas "sauer" werden und einfach so gar nicht wollen. Wenn ich mir dann Zucker zuführe, dann geht es auf einmal. Das ist wie Doping. Und das finde ich irgendwie nicht normal. Und früher hätte ich beim Sport nie im Leben irgendwas zuckgriges trinken können.
Nebenbei: aus irgendwelchen unerfindlichen Gründen scheinen bei mir diese Traubenzuckerplättchen nicht zu helfen, dafür Cola umso besser. Ich habe immer ein 0,5L-Fläschchen dabei, für den Fall plötzlich irgendwo in den Unterzucker zu kommen. Und das ist dann so in etwa das, was ich beim Sport trinken. Die Hälfte vorher, die andere Hälfte zwischendrin.
Gibt es dafür denn so gar keine Lösung ? -
am 26.04.2016 12:28:49 | IP (Hash): 1947118996
Im Bereich zwischen 60 und 90mg/dl ist der BZ im völlig gesunden Bereich und macht da auch keine besonderen Unterzucker-Symptome.
Nach dem Einverleiben der oGTT Glukose steigt der BZ gesund bis max um 110-140 und sinkt ne Stunde weiter wieder auf 60-90 ab.
Dabei bleibt die Spanne zwischen Minimum und Maximum recht gleich. D.h., wer mit 60 startet, hat in der Spitze eher für ein paar Minuten 110, und wer mit 90 startet, halt für ein paar Spitzenminuten so um die 140.
Ok, sooo viel höher als 140 steigt Dein BZ ja auch gar nicht an. Diabetes heißt das Kind ja auch erst, wenn er so hoch über 200 ansteigt, dass er 2 Stunden nach dem Trinken noch über 200 gemessen wird.
Aber von 173 auf 104 runter in ner halben Stunde ist sehr viel schnelleres Sinken, als gesund normal und mit 70mg/dl Differenz auch schon ein Stückchen mehr, als gesund an Schwankungsbreite gemessen wird - zumal das Absinken da bei Dir ja noch lange nicht zuende ist.
Die meisten Menschen mit Diabetes nehmen solche Bewegungen eher nicht wahr, aber ich kenne einige, die’s halt wie Dich plagt, manche sogar mit mehr oder weniger vorübergehenden Kopfschmerzen. -
Ein Patentrezept hat niemand von ihnen. Aber sie kommen alle umso besser damit zurecht, je kleiner sie ihre kurzfristigen BZ-Schwankungen halten.
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Dieser Beitrag ist kein Ersatz für eine persönliche ärztliche Diagnose oder/und Behandlung.1 Benutzer dankte für diesen Nützlichen Beitrag. -
am 26.04.2016 15:01:44 | IP (Hash): 269898713
Was mich vor allem wundert ist, dass obwohl die Insulinantwort eindeutig da ist, der BZ trotzdem zwischen Minute 30 und 60 weiter ansteigt. Nicht viel, aber er steigt immer weiter.
Gibt es evtl. irgendwo einen Verlauf von BZ und Insulin über die Zeit zu sehen, der "normal" ist ? Du hattest gesagt, der BZ sollte nach einer Stunde bei 140 sein und nach 2 Stunden wieder 100-.
Aber wie sieht es mit der Insulinantwort aus ? Was ist hier "normal" ? -
Michael74
Rang: Gast -
am 26.04.2016 15:12:56 | IP (Hash): 269898713
Michael74 schrieb:
Was sagt denn der Arzt?
Nichts. -
am 26.04.2016 15:19:58 | IP (Hash): 1947118996
bei Wiki findest Du zu Insulin diese Grafik https://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/thumb/4/48/Verlauf_Insulin-Glucagon-GLP1_nach_Habener.svg/495px-Verlauf_Insulin-Glucagon-GLP1_nach_Habener.svg.png und gleich da drunter noch mal eine für nen ganzen Tag
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Dieser Beitrag ist kein Ersatz für eine persönliche ärztliche Diagnose oder/und Behandlung.
Bearbeitet von User am 26.04.2016 15:22:02. Grund: Ergänzung -
am 27.04.2016 10:38:00 | IP (Hash): 269898713
Vielen Dank für den Link. Aber Glucagon und GLP-1 wurden bei mir ja nicht gemessen und -wie Ihr gesagt habt- es scheint ja auch nicht üblich zu sein.
Gibt es so eine Graphik auch (idealerweise mit absoluten Werten) für BZ und Insulin ?
Dieser Effekt, keine Energie ohne externe Zufuhr von Zucker zu haben, tritt bei mir ganz besonders dann auf, wenn ich am Vorabend Alkohol getrunken habe, Jetzt habe ich in den Weiten des Internets gelesen, dass Alkohol, insbesonders die Abbauprodukte wie NADH, die Gluconeogenese hemmen. Das würde ja ganz gut hinkommen.
Ich hatte vor einiger Zeit mal vor Mahlzeiten Lactulose eingenommen, da es die Aufnahme von Zucker ins Blut hemmt, bzw. verlangsamt. Ich hatte da schon das Gefühl, dass dieses Loch 2-3 Stunden nach der Mahlzeit nicht auftritt oder nicht so stark. Allerdings wirkt Lactulose halt abführend und immer so eine klebrige Flasche dabei zu haben, ist auch ein bisschen umständlich. Aber vielleicht sollte ich das mal wieder aufnehmen ...
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am 27.04.2016 12:35:50 | IP (Hash): 1158662189
Hier kannst du den normalen Verlauf gut sehen (aus Wiki, Insulin):
https://de.wikipedia.org/wiki/Insulin#/media/File:Glucose-insulin-day-german.svg
Für den Vergleich musst du deine Insulinwerte mit 7 multiplizieren, um sie in pmol/l umzurechnen. -
am 27.04.2016 13:41:12 | IP (Hash): 509085399
Wenn Du ne Stunde bis 2 munter durch die Gegend trabst, verbrauchst Du locker so um die 200-400g Glukose, vielleicht auch noch 100 oder 200g mehr (Alternativ bzw. im Austausch etwa die Hälfte von den Gramm an Fett). Dein halber Liter Cola liefert dazu ganze etwa 50g und damit praktisch keine wirklich mengenmäßige Erklärung für gefühlt deutlich mehr bzw. deutlich weniger Leistungsvermögen.
Ja auch interessant, wie Dir aufgefallen ist, dass Du mit einer etwas gestreckteren Glukose-Aufnahme mit Hilfe der Laktulose weniger bis kein Leistungsloch nach dem Essen wahrnimmst.
Beides würde dafür sprechen, dass Dein Bleigefühl nicht von zu wenig Glukose in den Muskeln kommt, sondern vom auffällig schnellen Absinken Deines BZ nach einer für Dich persönlich halt zu hohen Spitze. Wenn das so wäre, hättest Du vielleicht ohne KH-Essen vor dem Traben (energieversorgungsmäßig muss niemand vor nem ganzen Tag Traben KHs essen) nix von Leistungsloch. Vielleicht nicht mal ne Delle.
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Dieser Beitrag ist kein Ersatz für eine persönliche ärztliche Diagnose oder/und Behandlung.1 Benutzer dankte für diesen Nützlichen Beitrag. -
am 27.04.2016 18:16:38 | IP (Hash): 269898713
Rainer schrieb:
Hier kannst du den normalen Verlauf gut sehen (aus Wiki, Insulin):
https://de.wikipedia.org/wiki/Insulin#/media/File:Glucose-insulin-day-german.svg
Für den Vergleich musst du deine Insulinwerte mit 7 multiplizieren, um sie in pmol/l umzurechnen.
Vielen Dank erstmal !
Ok, da ist natürlich nicht genau spezifiziert *was* genau da jemand zu sich nimmt. Im Vergleich zu der Glucose-Bombe auf nüchternen Magen sicherlich nicht ganz so "wild". Aber dennoch, wenn ich das mit meinen Werten vergleiche, dann sieht man, dass zum einen die Ausshläge nach oben und unten sehr viel geringer sind. Und außerdem passiert es deutlich schneller.