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Polyneuropathie bereits bei Prädiabetes möglich?

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    am 27.04.2016 23:03:24 | IP (Hash): 675838765
    Kann es eigentlich schon Beeinträchtigungen der Nerven bei Prädiabetes geben? In letzter Zeit achte ich praktisch kaum noch auf meinen diabetischen Zustand und esse dann und wann auch mal wieder zuckerlastig. Seit Januar habe ich bewusst Taube Zehen wahrgenommen, seit dem nicht besser, zeitweise ist es nach oben gewandert. Weniger durch Taubheit als durch schmerzen im Oberschenkel im betroffenen Bein. Bin sogar nachts davon aufgewacht, fühlte sich teilweise an wie Nadeln, die von innen gegen die Haut stechen, sehr unangenehm.

    Gestern habe ich übertrieben viele KH getankt, alles schnell, darunter auch 2 Stück Kuchen, Kartoffeln, Reis, Wein etc. Der Spiegel ist sehr schnell nach oben geschossen, konnte gut spüren, wie es nach oben schnellt. Es wird dann immer etwas schwummrig irgendwie im Kopf. Es fing dann an, in der Hand auf der gleichen Seite zu schmerzen. Wenn ich jetzt über den Handrücken streichele, also wirklich streicheln, tut das echt weh. Am Unterarm nicht, am Oberarm dann wieder ein bisschen.

    Kann durch prädiabetische Spitzen, sagen wir mal im Bereich von 200-300 über ein paar Stunden, bereits ein Nervenschaden ausgelöst werden? Nüchtern heute Morgen war ich bei 114, hab also die Nacht über wohl ganz schön zu kämpfen gehabt Beta-mäßig.
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    am 28.04.2016 05:12:23 | IP (Hash): 1455799791
    Moin, Moin purea,

    ich habe seit ungefähr 10 Jahren eine Diabetes Typ II Erkrankung, die mit Metformin und derzeit Trulicity 1,5 mg behandelt wird. Der letzte HbA1c lag bei 5,7. Alle anderen HbA1c sind nie über 6,7 gewesen und trotz allem habe ich mir eine PNP eingefangen.

    Ich habe meine Erkrankung in 2 Krankenhausaufenthalten kontrollieren lassen. Es laufen keine entzündlichen Prozesse ab und die Ärzte tippen auf Schädigung durch Diabetes aber ob das so ist?
    Den Vitamin B12 Komplex muss ich durch Injektionen 3-wöchentlich auffrischen. Schmerzen habe ich keine, laufe aber als wenn ich getrunken hätte. Bin völlig unsicher auf den Beinen und schwanke wie ein Baum im Wind.

    LG Rolf


    Nicht weil es schwer ist, wagen wir es nicht, sondern weil wir es nicht wagen, ist es schwer.
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    am 28.04.2016 08:03:46 | IP (Hash): 1588317087
    schrieb:
    Es sind über 200 verschiedene Ursachen einer Polyneuropathie bekannt, wobei Diabetes mellitus und Alkoholismus an erster Stelle stehen. Aber auch Infektionskrankheiten oder Stoffwechselkrankheiten, Mangelernährung (z.B. Vitaminmangel), Gift- oder Medikamenteneinwirkungen und Erbkrankheiten können eine Polyneuropathie zur Folge haben. Erworbene Polyneuropathien sind wesentlich häufiger als angeborene. Bei etwa 20 % der Patienten bleiben die Ursachen allerdings ungeklärt.


    http://www.neurologen-und-psychiater-im-netz.org/neurologie/erkrankungen/polyneuropathie/ursachen-risikofaktoren/


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    Dieser Beitrag ist kein Ersatz für eine persönliche ärztliche Diagnose oder/und Behandlung.
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    am 28.04.2016 11:57:51 | IP (Hash): 503453179
    @rolf: Interessant. Konntest du ein Fortschreiten verhindern? Hattest du bei höheren Werten das Gefühl, dass es schlechter wurde?

    @jürgen: Ja, ist halt auffällig, dass es genau zu einer drastischen Zuckerattacke die Hand befällt. Der Berührungsschmerz ist weiterhin stark. Sehr unangenehm, es reichen auch beiläufige Berührungen. ZB wenn man die Hand in die Hosentasche steckt.

    Naja, das erfordert wohl einen zeitigen Gang zum Neurologen.
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    am 28.04.2016 12:43:18 | IP (Hash): 1588317087
    purea schrieb:
    @jürgen: Ja, ist halt auffällig, dass es genau zu einer drastischen Zuckerattacke die Hand befällt.



    Wär für mich ein sehr guter Grund, solche Attacken zu lassen.
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    am 28.04.2016 13:28:28 | IP (Hash): 503453179
    Nicht nur für dich :)
    Habe es eindeutig zu sehr schleifen lassen und zu sehr drauf angelegt die letzten Monate. Habe auch ganz schön Bauchfett zugelegt durch die Völlerei. Merkt man auch alles deutlich am NBZ.

    Naja, auf geht's wieder. Ich kann ja sehr konsequent sein, wenns drauf ankommt :)
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    am 28.04.2016 14:11:46 | IP (Hash): 1588317087
    Daumendrück :)


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    am 28.04.2016 14:50:08 | IP (Hash): 1455799791
    Moin, Moin purea,

    ich gehe genauso unsicher, wie vor einigen Monaten. Ich kann weder eine Verbesserung noch Verschlechterung verspüren. Die Ärzte sind ratlos oder machen mir den Eindruck ratlos zu sein.
    Psychisch geht es mir mies mit dem Gefühl zu schwanken.

    Ich war in einer der besten Kliniken, was das Erkrankungsbild der PNP angeht (Asklepios Klinik, Hamburg St. Georg). Alle Befunde liefen ergebnislos ab. Die ausgesprochene Vermutung: diabetische Polyneuropathie. Dort konnte man mir noch nicht einmal sagen ob meine Taubheitsgefühle in den Händen ebenfalls PNP sind oder ob es das Karpaltunnelsydrom ist.

    Übrigens kann mir das auch meine Neurologin und das Krankenhaus Itzehoe (neurologische Abteilung)
    nicht sagen.

    Ich in ziemlich genervt.

    LG Rolf




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    am 28.04.2016 21:52:02 | IP (Hash): 1918359774
    Wenn auch die Experten nicht weiterwissen, dann kannst du wohl nur wachsam sein und abwarten. Alkohol oder andere Gifte hat man bei dir ja bestimmt auch schon ausgeschlossen.

    Gangunsicherheit habe ich bei geschlossenen Augen. Ich kann zB nicht auf einem Bein stehen bei geschlossenen Augen. Damit kann ich aber gut leben. Die Taubheit im Fuß ist schon eine andere Nummer. Sie beeinträchtigt mich zwar nicht, aber das ist schon ein mulmiges Gefühl.
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    am 29.04.2016 04:53:51 | IP (Hash): 126363651
    Moin, Moin purea,

    wenn dieses Bild nur bei geschlossenen Augen auftreten würde, so könnte auch ich damit leben. So aber fällt mir das sehr schwer. ich habe gerade diesen Artikel gelesen. Der Link darunter ist von der Naturheilkunde, worauf ich Dich aufmerksam machen wollte. Ein bundesweiter Feldversuch aller deutscher Krankenkassen betreut von der Berliner Charite. Die Erkenntnisse basieren auf den Versuchen russischer Ärzte, deren Erkenntnisse nie in den Westen gelangten. Ergebnisse werden durch Fasten erreicht. Die Kosten werden zu100% von allen deutschen Krankenkassen übernommen, einschließlich An- und Abreisekosten. Ich gehe wieder am 19. Mai nach Berlin.


    http://www.mydoc.de/ernaehrung/essen/diabetes-einfach-aushungern-2028?nlsu=ok
    http://naturheilkunde.immanuel.de/home/

    LG Rolf

    Nicht weil es schwer ist, wagen wir es nicht, sondern weil wir es nicht wagen, ist es schwer.
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    am 10.05.2016 01:05:44 | IP (Hash): 953499173
    Hallo Rolf,

    Gute Idee mit der Studie. Da kriegst du alles umsonst, wie sie schreiben. Aber keine Aufwandsentschädigung :)


    Und heute wieder mal eine interessante Warnung vom Neurologen. Wegen meiner
    Empfindungsstörung im Fuß, taube Zehen und Fußrücken, war ich heute dort. Ich sagte dann irgendwann Prädiabetes liege vor, aber sei ja alles vollkommen harmlos mit hba1c 5,3%. Er direkt: uhh, neenee, wie kommen Sie darauf, das ist genau an der Grenze., 5,7 oder 5,9 reicht da nicht.

    Naja, jetzt erstmal Nervenbahnen durchmessen. Blöderweise ist der kleine zeh nun dunkelrot verfärbt an der Außenseite. Kann ein dummer Zufall sein, aber das es gerade jetzt kommt ist echt komisch.

    Wieder mal ein Aufruf, so früh wie möglich tätig zu werden und möglichst die sensitiven Werte wie Nüchternglukose und Nachessen-Werte kontrollieren. Nicht auf den hba1c verlassen, wenn noch kein manifester Diabetes vorlieg!
  • Michael74

    Rang: Gast
    am 11.05.2016 15:41:21 | IP (Hash): 904245127
    purea schrieb:
    Hallo Rolf,

    Gute Idee mit der Studie. Da kriegst du alles umsonst, wie sie schreiben. Aber keine Aufwandsentschädigung :)


    Und heute wieder mal eine interessante Warnung vom Neurologen. Wegen meiner
    Empfindungsstörung im Fuß, taube Zehen und Fußrücken, war ich heute dort. Ich sagte dann irgendwann Prädiabetes liege vor, aber sei ja alles vollkommen harmlos mit hba1c 5,3%. Er direkt: uhh, neenee, wie kommen Sie darauf, das ist genau an der Grenze., 5,7 oder 5,9 reicht da nicht.

    Naja, jetzt erstmal Nervenbahnen durchmessen. Blöderweise ist der kleine zeh nun dunkelrot verfärbt an der Außenseite. Kann ein dummer Zufall sein, aber das es gerade jetzt kommt ist echt komisch.

    Wieder mal ein Aufruf, so früh wie möglich tätig zu werden und möglichst die sensitiven Werte wie Nüchternglukose und Nachessen-Werte kontrollieren. Nicht auf den hba1c verlassen, wenn noch kein manifester Diabetes vorlieg!



    Hi Purea
    Mein Arzt sagt dass alles was über hba1c 5,2 liegt als auffällig gesehen werden sollte und daraus resultierend weitere Untersuchungen stattfinden müssten
    Gruß Michael
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    am 15.05.2016 12:53:11 | IP (Hash): 1761172658
    Das sehe ich genauso wie dein Arzt. Mindestens schon aus eigener Erfahrung.

    Bei solchen Werten braucht man nicht in Hektik zu verfallen, sondern kann ganz entspannt mal eine Weile die Nachessen-Werte ins Auge nehmen. Zeigen sich da Auffälligkeiten, und das wäre zB bei hba1c 5,3% absolut möglich, dann kann man genauso entspannt die nächsten Jahre und Jahrzehnte durch einfachste Mittel wie Sport und Ernährung eine Manifestation wahrscheinlich verhindern. Vorausgesetzt wir reden von Typ 2.
  • Michael74

    Rang: Gast
    am 15.05.2016 18:37:22 | IP (Hash): 920381153
    Hi purea
    Du Jürgen und ich wissen es besser und raten schon seit Jahren nicht den hba1c zum Ausschluss zu nutzen. Doch leider gibt es hier im Forum und anscheinend auch bei den Ärzten Leute die diesen zu Kontrollzwecken verwendeten Wert immer noch in der Diagnose nutzen