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Wirksamkeit der Behandlung?
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am 01.05.2016 13:11:15 | IP (Hash): 1201192514
Hallo alle miteinande,
Bin neu hier und habe vor ein paar Tagen erfahren, dass ich ein Problem mit Diabetes haben.
Augenscheinlich Type 2.
Wert vor 5 Tagen 400, hat mir Metformin verschrieben 800 am Abend...
Wert ist bis Heute nur auf 250 bis 300 gesunken...
Geht das so langsam? Wird sich das überhaupt noch verbessern mit Metforin?
Wäre es nicht besser gleich mit einer Insulintherapie zu strarten.
Danke für alle Antworten.
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am 01.05.2016 13:30:52 | IP (Hash): 1402043848
Hallo Diabmen,
nein, es geht nicht zu langsam. Solange die Werte weiter runter gehen, ist alles bestens.
Du hast gute Chancen, dass deine Werte mit der Behandlung noch weiter runter gehen, ein bisschen mehr Geduld brauchst du allerdings dafür. Mit "Behandlung" meinst du hoffentlich nicht nur das, was dein Arzt für dich tun kann, also das Metformin. Mindestens genauso wichtig ist das. was du mit Ernährung und Bewegung dazu tun kannst.
Wenn die drei Sachen nicht ausreichen, um deinen BZ in den nächsten 2...3 Monaten in vernünftige Regionen zu bringen, dann wäre in der Tat eine zeitige Behandlung mit Insulin sehr vernünftig. Aber dazu wird dein Arzt erst mal abwarten, was du bis dahin erreichst und das ist für Typ2-Diabetes gut und richtig.
Übrigens besteht der Verdacht, dass bei einer anfänglichen zu schnellen medikamentösen Absenkung des HbA1c vermehrt PNP und Retinopathie auftreten kann. Hier ist mal ein Artikel dazu aus der Ärztezeitung:
http://www.aerztezeitung.de/medizin/krankheiten/diabetes/article/878818/beachtet-neuropathie-schneller-hba1c-senkung.html
Viel Erfolg, Rainer
Bearbeitet von User am 01.05.2016 17:19:59. Grund: .1 Benutzer dankte für diesen Nützlichen Beitrag. -
am 01.05.2016 17:05:09 | IP (Hash): 487578915
Moin, Moin diabmen,
Ich würde an diesem Punkt angekommen die Lauscher verdammt offen halten und versuchen klug zu reagieren. Insulin ist kein Produkt, was man einwirft wie eine Lutschbonbon und ausgestanden ist das Problem. Insulin ist SEGEN und HÖLLE gleichzeitig. Nicht umsonst setzte man in der Schweinezucht Insulin ein. Die Tiere gehen auf, wie die Hefeklöße. In der Schweinezucht ist Gewicht Gold. Ob das aber bei Menschen so ist?
In meinen Augen lässt Du dich am besten in eine Klinik einweisen, die den Schwerpunkt Diabetologie hat. Ich bin in der BARMER-GEK und habe dort einen Krankenhaus Navigator, der ermittelt wie die Patientenzufriedenheit ist, die Anzahl der Behandlungsfälle ect.. So kannst Du die für Dich geeignete Klinik aussuchen.
Jetzt werden wieder Teilnehmer protestieren. Das muss doch nicht sein, geh zu einem Diabetologen usw., die Kosten...... Lass diese Leute Ihre Einwände vorbringen und bemühe Dein Gehirn. Kosten sollten null Argument sein. Wir beherbergen Hunderttausende von Flüchtlingen und verwenden Milliarden dafür. Das Argument Geld ist, wie ich gerade belege kein Beleg.
DIE RICHTIGE ENTSCHEIDUNG IST EIN SCHRITT INS LEBEN!!!!!!!!!
GUTE BESSERUNG!
LG Rolf
Nicht weil es schwer ist, wagen wir es nicht, sondern weil wir es nicht wagen, ist es schwer.2 Benutzer dankten für diesen Nützlichen Beitrag. -
am 01.05.2016 18:01:11 | IP (Hash): 2099269527
Hallo Rainer,
Danke für die recht interessante Info. Habe das nochnie gehört und denke das wissen auch die wenigsten Ärzte.
Dachte bis jetzt immer, je schneller die Werte wieder normal sind um so geringer die Foldgen für Augen und Nerven.
Lg
Karl -
am 01.05.2016 19:07:30 | IP (Hash): 1983737756
Moin Karl,
Insulin in der Schweinemast ist ein immer wieder gern genommener Mythos.
Wenn man’s tatsächlich nutzen würde, würde man reichlich Fett produzieren, und das ließe sich nicht verkaufen. Allerdings füttert man in den letzten Wochen der Mast vermehrt Getreide und sorgt damit für die beliebte "Marmorierung" des Muskelfleisches.
Ich nutze seit über 10 Jahren Insulin und habe es zum Abnehmen (gute 20kg in den letzten 3 Jahren) nicht abgesetzt. Spritze halt nur entsprechend dem wenigeren Essen und dem weniger zu hohen Blutzucker gerade so viel davon, dass es für meinen gesunden Blutzucker passt.
So kurz nach der Diagnose wie bei Dir muss der Arzt mit Medikamenten vorsichtig testen, was in welcher Menge für Deinen Blutzucker passt. Das kann normal mehrere Wochen bis Monate dauern.
Wie Du vielleicht schneller und ohne Medikamente zu Deinem gesunden Blutzucker kommen könntest, findest Du in diesem Artikel super beschrieben http://www.welt.de/print/wams/wissen/article154910443/Alles-auf-Zucker.html
Bisdann, Jürgen
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Dieser Beitrag ist kein Ersatz für eine persönliche ärztliche Diagnose oder/und Behandlung.1 Benutzer dankte für diesen Nützlichen Beitrag. -
am 01.05.2016 21:17:05 | IP (Hash): 1402043848
diabmen schrieb:
Dachte bis jetzt immer, je schneller die Werte wieder normal sind um so geringer die Folgen für Augen und Nerven.
Hallo Karl,
auch ohne diesen Artikel kannst du davon ausgehen, dass es nicht so sehr darauf ankommt,wie schnell man den BZ normalisiert. Die diabeischen Folgeerkrankungen entwickeln sich nicht innehalb von Tagen oder Monaten, dafür braucht es mehrere Jahre. Du hast also genügend Zeit herauszufinden, wie du deinen BZ am besten in den Griff bekommen kannst. Viel wichtiger ist, dass du deinen BZ auf lange Sicht möglichst nah am gesunden Bereich behältst.
Beste Grüße, Rainer -
am 01.05.2016 22:51:43 | IP (Hash): 1983737756
Es kommt in der Tat nicht darauf an. Aber das ist bei dem Artikel auch nicht der Punkt. Sondern der ist, dass es bei nicht allen, aber bei vielen neuen Typ2 so schnell und ohne Medis funktioniert :)
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Dieser Beitrag ist kein Ersatz für eine persönliche ärztliche Diagnose oder/und Behandlung. -
am 02.05.2016 01:59:19 | IP (Hash): 1704471099
hallo diabmen,
als ich vor vier jahren die diagnose bekamm, da war mein wert bei weitem nicht so hoch wie deiner. aber ich wurde sofort auf insulin eingestellt. aber ich kam auch recht schnell in eine einwüchige ernährungsberatung. ich habe eine menge ´über meine krankheit erfahren und wie ich viel über das essen regeln kann.
du hast nicht geschrieben, ob du auch so einen kurs durchlaufen hast, denn die ernährung, so habe ich das da gelernt, spielt eine wichtige rolle bei der behandlung von diabetes typ II.
aber ich kann verstehen, dass du besorgt bist wegen deines wertes, das wäre ich auch.
lieben gruß
chriss55 -
am 02.05.2016 05:20:36 | IP (Hash): 320281796
Moin, Moin Chris55,
der Arzt wird Gründe gehabt haben, warum er so entschied. Ob es die richtigen Gründe waren sei dahin gestellt. Das werden wir nicht erfahren.
Für mich ist es wichtig, wenn ein Patient seine Krankheit wahrnimmt, sich mit ihr beschäftigt und Wege aus dem Dilemma sucht. Bei Diabetes Erkrankungen spielt in den meisten Fällen Übergewicht und Bewegungsmangel eine ganz wichtige Rolle.
Insulin zu spritzen sollte der allerletzte Weg sein den der Patient gehen sollte.
Liebe Grüße
Rolf
Nicht weil es schwer ist, wagen wir es nicht, sondern weil wir es nicht wagen, ist es schwer. -
am 02.05.2016 08:36:30 | IP (Hash): 58828215
Insulin ist als einziges Medi in der Schwangerschaft zugelassen, weil es die wenigsten möglichen Nebenwirkungen macht und weil sich der Blutzucker damit am gezieltesten steuern lässt. Wenn man ein Zucker-Medi braucht, ist es also tatsächlich das vernünftigste.
Allerdings könnte Chris55 mit 8 Wochen nach Professor Taylor vielleicht mit sehr viel weniger Insulin für den gesunden Blutzucker auskommen oder sogar gar keines mehr brauchen.
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Dieser Beitrag ist kein Ersatz für eine persönliche ärztliche Diagnose oder/und Behandlung.