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Allgemeinmediziner oder Diabetologe?

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    Mitglied seit: 02.05.2016
    am 03.05.2016 20:17:15 | IP (Hash): 1493137003
    Hallo liebe Community,

    vor 3 Wochen wurde ein Diabetes (fraglicher Typ 2) festgestellt bei meinem Allgemeinmediziner. Nüchternblutzucker 193 und HbA1c-Wert von 9,8. Zusätzlich ein viel zu hoher Cholesterinspiegel (332).
    Mein Allgemeinmediziner verschrieb mir Metformin 850 mg, die ich jetzt seit 14 Tagen jeden Abend zum Abendessen einnehmen sollte. Zusätzlich noch ein Statin gegen Cholesterin. Ernährung 14 BE pro Tag und 2 Stunden Sport/täglich um mein extremes Übergewicht laut Arzt! (ich bin aber mit BMI 25,8 mal gerade 5 kg über Normal) abzubauen

    Soweit so gut. Mit BE hab ich Erfahrung, da meine Eltern beide insulinabhängige Typ 1 Diabetiker, keine Ausnahme damals beim Essen gemacht haben. Die Ernährung war auch in den letzten Jahren bei mir weitesgehend so geblieben und Sport gehörte sowieso immer für mich mit dazu.

    Seit 2 Wochen kommen nun aber immer mehr Nebenwirkungen? bzw. eine Verschlechterung meiner normalen Leistung hinzu. Es ging los mit ständiger Übelkeit, so dass ich beinahe nur auf 5 - 6 BE am Tag kam. Apetitlosigkeit sowieso, was das ganze noch verstärkt. Ich bin ständig müde, hab am Wochenende sogar 2 x 14 Stunden pro Nacht geschlafen. Normal waren vorher 7 Stunden. Mein Sportpensum schaff ich auch nicht von 2 Stunden am Tag. Vorher war ich 3 - 4 mal die Woche je 15 - 20 km skaten oder 1,5 Stunden schwimmen und je nach Laune auch noch Tischtennistraining. Jetzt tuen mir die Beine schon nach 5 km dermaßen weh, dass ich kaum noch weiterkomme und mein Puls liegt um die 200 und ich hechel als wenn ich ein Sauerstoffzelt brauche.
    Am Wochenende kam noch eine totale Verschlechterung meiner Sehleistung hinzu, weshalb ich gestern wieder zum Arzt mußte, da ich auf dem Monitor nichts mehr lesen konnte (ich bin Informatikerin). Ich meinem Arzt alles geschildert und er war hocherfreut darüber, weil er meinte, dass ich jetzt endlich meine normale Weitsichtigkeit spüren würde, weil die BZ-Werte wohl nach unten gingen. Zum Beweis wollte er mir dies bestätigen und holte einen Stick, der allerdings so 1 Stunde nach dem Frühstück 217 anzeigte. Er schrieb mich für 2 Tage krank, dass ich mir eine Brille beim Optiker besorgen kann und erhöhte die Metformindosis.

    Auf Grund der großen Verunsicherung durch das halb blinde in der Nähe bin ich heute auf eigene Faust zum Augenarzt, der mir aber nach umfangreicher Untersuchung Entwarnung gab und mir das mit dem veränderten Brechindex der Linse ganz gut erklärte..

    Mein Arzt ist eigentlich Allgemeinmediziner/Chiropraktiker, bietet allerdings auch Leistungen für Diabetiker an. Mein Vertrauen in ihn schwindet allerdings, zumal mir auch mein Vater dringend ans Herz legte, einen Diabetologen aufzusuchen, denn er findet die Behandlungsmethode fragwürdig.

    Kurz um, ich habe auf ihn gehört und mir eine Überweisung bei einem anderen Allgemeinmediziner besorgt. Allerdings habe ich bei meinem Arzt schon vor 14 Tagen so einen Zettel unterschrieben, durch den er Geld bekommt, wie er sagte. Was das für ein Zettel war, weiß ich allerdings nicht mehr.
    Nun meine Frage: Kann ich nun mit Problemen durch meine Krankenkasse bekommen, weil mein Arzt dort irgendwie schon Geld beantragt hat, was er für die Behandlung bekommt? Oder brauch ich da nichts zu fürchten?
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    am 03.05.2016 21:37:39 | IP (Hash): 1135540509
    Hallo SilentScream,

    ich habe noch nie gehört, dass durch einen Ausstieg aus dem DMP auf jemand Forderungen zugekommen sind und kann mir so etwas ehrlich gesagt auch nicht vorstellen. Wenn du auf Nummer sicher gehen willst, dann kannst du ja bei deiner KK nachfragen.

    Das mit deinen Augen wäre wahr, wenn dein BZ unterdessen stark abgesunken wäre. Das scheint aber nicht der Fall zu sein, dein NBZ müsste sonst langsam nach unten gehen. Wenn das nicht passiert, dann ist auch Tp 1 nicht ausgeschlossen. Zur Abklärung solltest du dringend zu einem fähigen Diabetologen gehen.

    Ich würde auch vorsichtshalber aller paar Tage mal den BZ messen. Gelegenheit hast du ja bei deinen Eltern dazu. Wenn der BZ wirklich nicht sinkt, sondern sogar noch weiter ansteigt, dann spricht das für Typ 1 und damit müsstest du ziemlich schnell kompetent behandelt werden. Eine Ketoazidose brauchst du wirklich nicht erst abzuwarten.

    Alles Gute, Rainer
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    am 03.05.2016 22:12:46 | IP (Hash): 1493137003
    Hallo Rainer,

    danke für die schnelle Antwort. Naja, der letzte Wert von 217 war kein NBZ, sondern 1 Stunde nach dem Frühstück (3 BE). Allerdings bemerke ich auch seit einer Woche ungefähr vermehrten Harndrang. Alles Symptome, die ich beim Aufsuchen des Arztes nicht hatte. Bei der letzten Blutspende war lediglich mein Blutdruck entschieden zu hoch und auch danach (ca. 160/120), wodurch es dann rauskam. Der ist aber auch immer noch so hoch...

    Eine Ketoazidose mußte ich leider erst googeln, das kannte ich noch nicht.. Bewußtseinseintrübung? Das erscheint immer so beim Sport in letzter Zeit.. Ca. 10 - 20 Minuten nach Anfang hab ich immer das Gefühl, neben mir zu stehen oder so Art Schwanken, meine Muskeln geben irgendwie nach und ich hab dann das Gefühl: Noch ein Schritt und ich falle... , Das gibt sich aber immer wieder, wenn ich mich dann hinsetze oder hinlege...

    Mit dem Messen würde ich gerne tun, aber mit der Weile wohne ich 750 km von meinen Eltern entfernt. ;) Ich habe Montag den Termin beim Diabetologen, wo ich von 9 - 10 Uhr mit allem möglichen versorgt werde, auch einem Meßgerät, wie mir telefonisch gesagt wurde und ich dann 10 Uhr zum Doc durchgehe. Ich denke, bis Montag werd ich noch durchhalten.
    Sollte ich den Sport dann erst mal besser lassen? Ich bin momentan froh, wenn ich den Tag einigermaßen überstehe, ohne einzuschlafen :D

    Grüße
    Silent
    Bearbeitet von User am 03.05.2016 22:17:50. Grund: ...
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    am 03.05.2016 22:30:05 | IP (Hash): 1135540509
    SilentScream schrieb:
    Ich habe Montag den Termin beim Diabetologen, wo ich von 9 - 10 Uhr mit allem möglichen versorgt werde, auch einem Meßgerät, wie mir telefonisch gesagt wurde und ich dann 10 Uhr zum Doc durchgehe. Ich denke, bis Montag werd ich noch durchhalten.

    Das klingt sehr gut. Bis dahin passiert dir sehr wahrscheinlich nichts Schlimmes.

    Wenn der hohe Wert von 1 Stunde nach dem Essen war, dann ist das ganz was anderes und dein BZ ist vielleicht doch schon stark gesunken. Dein schlechtes Gefühl nach dem Sport klingt eher nach niedrigem BZ, wahrscheinlich einer sogenannten falschen Hypo. Das sind Unterzuckerungsgefühle, die man schon bei normalem BZ hat, nachdem der BZ zuvor sehr viel höher war. Das spricht wieder mehr für Typ 2. Warte in Ruhe ab, was Der Diabetologe einschätzt. Ich drück dir die Daumen, dass du bei ihm in kompetente Hände kommst.

    Beste Grüße, Rainer
    Bearbeitet von User am 03.05.2016 22:33:52. Grund: .
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    am 04.05.2016 07:44:46 | IP (Hash): 1245804224
    Moin, Moin Rainer,

    die Crux an den gesamten DMP Programmen ist, wie man überhaupt aussteigen kann?
    Ich bin in 3 DMP Programmen und zwar schon seit Jahren, habe aber bislang nicht eine Information meines Hausarztes bekommen, was dort gemacht wird. Aus diesem Grund wollte ich zu einem anderen Arzt wechseln aber...........

    ich kann diese Programme nicht bei der Krankenkasse kündigen
    ich kann mich nicht bei einem anderen Arzt einschreiben.

    LG Rolf



    Nicht weil es schwer ist, wagen wir es nicht, sondern weil wir es nicht wagen, ist es schwer.