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zuckertest
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am 16.06.2016 12:36:14 | IP (Hash): 2108455638
Pureas Beitrag...
Erstmal messen wir zuhause nicht, wir TESTEN.
Als Insulinpflichtiger habe ich gelernt, nicht jedem getesteten Wert zu trauen. Und die Foren (gerade für 1er) sind voll von Vergleichen verschiedener Testgeräte – alle haben ihre Abweichungen, und die kann man selbst von Finger zu Finger schon sehen...
Da von wirklich belastbaren Messungen zu sprechen ist echt gewagt.
Wenn Laien was falsch interpretieren – Stichpunkte HbA1c in der Diagnose, Blutzucker-Messungen...
schon lustig! ;-)
Ärzte wissen, dass die BZ-Kurve nicht unbedingt bei jedem Menschen gleich ist. Und der BZ-Peak liegt je nach Mensch und zugeführten Kohlenhydraten anders – und dann kommt noch Fett/Eiweiß als Verzögerung dazu, dann gibt es noch die Gluconeogenese, mancher hat 'ne Gastroparese....
Wir dürfen festhalten:
Der behandelnde Arzt weiß er da tut, die Diagnosemöglichkeiten sind sicher, und wer auffällig ist wird besser überwacht.
Liebe denne,
lass Dich nicht verrückt machen. Dein Kind ist bei Dir und Deinem Arzt in guten Händen.
Bearbeitet von User am 16.06.2016 12:37:27. Grund: . -
Michael74
Rang: Gastam 16.06.2016 12:40:46 | IP (Hash): 2110511466
warum wird purea nicht mal gesperrt? sie verunsichert genau wie früher geziehlt leute -
am 16.06.2016 13:09:08 | IP (Hash): 602794236
@einser
Die Toleranz der Messgeräte spielt überhaupt keine Rolle zu Hause. Ob der gemessene Wert 190 beträgt oder oder 180, ist egal. Beides gibt deutliche Hinweise auf eine Störung. Es spielte eine Rolle, würde das Messgerät an zwei aufeinanderfolgenden Messungen zB eine Differenz von 68 ergeben. Das war bei dir aber genau wie oft der Fall? Bei mir, Bayer contour next, jedenfalls noch nicht eineinziges mal.
Und gerade weil, wie da ja nun selbst einräumst, der Blutzuckerverlauf sehr individuell ausfallen kann, sollte man sich zu Hause nicht auf den Wert nach einer Stunde verlassen. Es kommt oft genug vor, dass die Spitze deutlich unter einer Stunde gemessen werden kann. Bei mir ist das zB in 100% der Messungen der Fall. Das mag nicht die Regel sein, aber es kommt je nach Stoffwechseltyp mehr oder weniger häufig vor.
Deshalb: Wer zu Hause misst sollte zur Absicherung nach meinem vorgeschlagenen Schema vorgehen und drei Messungen innerhalb einer Stunde vornehmen. Das kostet wenige Cent und man hat sehr belastbare Hinweise auf die eigene Stoffwechsellage, völlig gleichgültig, ob die Werte in einem Labor 5% höher oder niedriger ausfallen würden. -
am 16.06.2016 13:27:33 | IP (Hash): 2108455638
Es ist völlig irrelevant, mit welchen "System" gemessen wird.
Abweichungen zuhause sind vorprogrammiert:
Warme/kalte Finger,
blut gepresst,
Blutmenge,
Schweißreste,
Seifenreste,
nasse Finger
erlaubter Toleranzbereich.
Im Bereich 90 – 120 mg/dl ist mir eine Abweichung liegt mein Aviva Expert bei 7 von 10 Messungen in der 5%-Toleranz-Zone, ab 140 wird's heftiger.
Alles über 180 mg/dl interpretiere ich zur Sicherheit +/- 20 mg – ob da jetzt ne 160 oder ne 200 der "echte" Werte ist aus Erfahrung unwichtig, da eine Korrektur auch von den Umständen/Vorhaben/Sport/Krankheit/sonstwas abhängt.
Alles über 240 ist noch ungenauer. Da muss man dann echt erstmal überlegen wo sowas herkommt, meistens ist ein zweites Testen nötig.
Was ist denn bitte ein "Stoffwechseltyp"? Der Einfluss von Fett/Eiweiß/Kohlenhydratemenge, Bewegung, Stress, körperlicher Verfassung, dazu Tageszeit, Hormonstatus (Frauen haben außerhalb der Periode meist völlig andere Verläufe), das kannst Du doch von Deiner Tastatur aus gar nicht beurteilen.
Du kannst gerne zuhause Testen was das Zeug hält, schließlich zahlst Du die Teststreifen aus eigener Tasche und hast Spaß daran.
Überlass die Therapiehoheit in JEDEM anderen Fall bitte dem behandelnden Arzt.
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am 16.06.2016 13:58:00 | IP (Hash): 602794236
Nun werd mal nicht polemisch. Das messen des Blutzuckers zu Hause hat nichts mit Therapie zu tun. Als Teil einer Therapie wird es erst, wenn man damit seinen Insulinbedarf regelt. Darum geht es aber hier ja gar nicht. Sie will nur wissen, ob etwas nicht stimmt. Das kann sie sehr leicht praktisch ohne Aufwand sehr sicher bereits sofort heute hier und jetzt zu Hause feststellen. Ihr habt immer noch schlüssig dargelegt, warum sie ihr Messgerät nicht einfach alle 20 Minuten nach dem Essen für eine Stunde ausprobieren soll. Das sind gerade mal drei Messungen mit einem Messgerät, dass sie sowieso schon zu Hause hat und regelmäßig benutzt. Die Zeitpunkte der Messungen muss sie einfach nur optimieren, da die Werte nach dem Essen früher anschlagen als die Nüchternwerte. Sie will doch gerade jetzt diese Sicherheit für sich haben, also ran an den Speck und ihre vorhandene Infrastruktur optimaler nutzen. misst sie erhöhte Werte, dann hat sie wertvolle Hinweise auf eine Störung und kann bis zum Arztbesuch guten Gewissens den glykämischen Index beachten, also die KH verlangsamen.
Mit Stoffwechseltyp meine ich die Schnelligkeit in der Verarbeitung der Nährstoffe. Bei manchen, so wie bei mir, werden die KH viel schneller als im Durchschnitt in Zucker umgewandelt und in den Blutkreislauf gegeben.
Bearbeitet von User am 16.06.2016 13:59:55. Grund: . -
am 16.06.2016 14:19:05 | IP (Hash): 2108455638
purea schrieb:
Teil einer Therapie wird es erst, wenn man damit seinen Insulinbedarf regelt.
....
Zeitpunkte der Messungen
.....
kann bis zum Arztbesuch guten Gewissens den glykämischen Index beachten, also die KH verlangsamen.
....
Mit Stoffwechseltyp meine ich die Schnelligkeit in der Verarbeitung der Nährstoffe. Bei manchen, so wie bei mir, werden die KH viel schneller als im Durchschnitt in Zucker umgewandelt und in den Blutkreislauf gegeben.
Auch BZ-Tests sind Teil einer Therapie. Mit oder ohne Insulin. MIT Insulin geht mit Testen leichter - oder auch nicht. Leider werden da oft massive Fehler gemacht, gerade bei Viel-Testern und Zu-Früh-Testern, die dann in einen laufenden Bolus korrigieren und hinterher mit schweren Hypos unter Umständen Verletzungen davontragen und/oder Unfälle verursachen, und das zum Teil mit schlimmen Folgen.
Den Zeitpunkt der Messung kann durchaus vom Arzt festgelegt werden. Hat er wohl auch, oder?
Der Tipp mit dem "langsamen Kohlenhydraten" kann man auch ohne Sinnlos-Messung geben – zumal nach Deiner Empfehlung dann ja vom Honig bis zur Cola alles ausgetestet werden muss...
Wer sagt denn, dass Du ein Turbo-KH-Verdauer bist?
Vielleicht ist eine späte Insulinantwort bei Dir für eventuelle BZ-Spitzen verantwortlich? Oder aber auch ein MODY? Oder ein LADA im Soft-Modus?
Das alles nutzt der Fragestellerin rein gar nichts.
@ denne
Die wichtigen Dinge sind in den ersten Antworten zu finden, vom Rest solltest Du Dich nicht verunsichern lassen!
@ purea
Deine 4-BE-langsame-KH-Gemüse/Buchweizenpfanne macht aber einen äußerst seltsamen Verlauf...
Da würde ich Dir dass FreeStyle Libre wärmstens Empfehlen. Dazu eine haargenau Buchführung...
Den Peak kannst Du bei sowas durchaus nach 4 Stunden haben - unabhängig vom BZ-Geplänkel in der ersten Stunde...
Bearbeitet von User am 16.06.2016 14:32:17. Grund: Ergänzung