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Risiko für gemeinsame kinder
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Sabine
Rang: Gastam 26.01.2009 20:53:08
Hallo an alle,
ich hab da mal eine Frage:
Meine Mutter hat Diabetes (Typ I), ich nehme an einer Studie teil über die Erblichkeit von Diabetes und bei mir war bis jetzt immer alles negativ, mein Freund hat auch Diabetes (Typ I) und wir denken darüber nach Kinder zu bekommen.
Was denkt ihr wie hoch ist das Risiko das das Kind auch Diabetes bekommt, da ja schon eine große Vorbelastung besteht? Ich weiß zwar das es Beratungsstellen gibt, ich wollte mich aber ersteinmal hier umhören.
Vielen Dank für eure Antworten schon mal im Vorraus -
Hans
Rang: Gastam 27.01.2009 11:05:42
Hallo,
das Risiko liegt in diesem Fall bei ca. 30%.
Grüsse von Hans -
Grünkohl
Rang: Gastam 27.01.2009 19:38:03
Interessant, was Hans alles weiß! Fakt ist - nichts genaues weiß man nicht, wäre, könnte, vielleicht, wahrscheinlich und und und. Ich persönlich würde mir überlegen, was mir "wichtiger" wäre: kein Kind aus Angst oder (mit geringer Wahrscheinlichkeit) ein Kind, das vielleicht mal DM bekommt (was wäre daran so schrecklich?), da sollten %-Zahlen sowas von nebensächlich sein. Es kommt natürlich auch auf die Einstellung zu DM an, wenn dein Partner relativ positiv zu seiner "Erkrankung" steht, wird er vermutlich ähnlich denken. Ich selbst habe als Kleinkind 'nen T1 bekommen, gehe auf die 60 zu und habe 2 gesunde Kinder, deren Kinder ebenfalls gesund sind - das besagt jedoch überhaupt nichts! Überlegt euch selbst, was ihr wollt und was ihr vertreten könnt oder wollt, der Rest kommt dann von selbst - ich als Vater sage dazu nur: es gibt nichts schöneres, als seine eigenen Kinder aufwachsen und entwickeln zu sehen, zu erziehen, zu formen...
(selbst mit einer beherrschbaren Krankheit oder gerade deshalb!) Viel Glück! -
sabine
Rang: Gastam 27.01.2009 22:50:33
danke für die antworten
an hans: woher weiß man sowas, bzw wie kann man sowas ausrechnen rein aus neugier?
an anonym: ja so denke ich auch darüber ... und wenn, falls, eventuell vielleicht (da man ja nix genaues weiß) der fall eintreten sollte hat man ja wenigstens schon erfahrung damit ...
ich wollte nur mal so hören wie die allgemeine meinung zu dem thema ist, weil es gibt bestimmt auch leute die sowas sagen wie das es unverantwortlich ist wenn man weiß das ein risiko besteht und man trotzdem kinder bekommt usw... (NICHT meine meinung!)
mein freund steht dazu gut er will auch kinder und er hat auch den satz mit der schon vorhandenen erfahrung gesagt.
und meine mutter hat mir eine beratungstelle vorgeschlagen bei der sie damals auch war bevor sie mit mir schwanger wurde, die einen darüber informieren wie hoch das risiko ist und was man sonst noch so wissen muss.
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Hans
Rang: Gastam 27.01.2009 23:55:45
Hallo,
die Wahrscheinlichkeit zu erforschen ist eine der leichtesten Übungen.
Man nehme ein repräsentatives Kollektiv von Paaren wo Mutter oder / und Vater Diabetes vom Typ 1 haben und zählt die Anzahl der Kinder die in ihrem Leben einen Typ 1 ausbilden.
Diese Studien wurden / werden schon häufig gemacht. Das Ziel war Umstände zu erkennen die für die Ursachenforschung der diabetischen Erkrankung von Bedeutung sind.
Prof. Anette-G. Ziegler aus München forscht schon lange über dieses Thema, wie genetische und Umweltfaktoren bei der Diabetesentstehung zusammenhängen.
Ziel ist es frühzeitig Diabetes zu erkennen und behandeln zu können.
ANONYM2:
Man weiss recht viel über den Zusammenhang von Typ 1 und Vererbung. Die Frage von ANONYM1 war nach dem Prozentsatz, nicht mehr oder weniger. 30% ist bestimmt keine kleine Wahrscheinlichkeit.
Natürlich sagt die Wahrscheinlichkeitsrechnung nie etwas über das individuelle Schicksal aus, sondern nur über das kollektive Schicksal.
Eine weitere Frage, wie geht eine Gesellschaft mit vermeintlicher Behinderung um (können ja im Laufe der Erkrankung als Folgeerkrankungen auftreten), wurde in dem ursprünglichen Beitrag nie gestellt.
Grüsse von Hans