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Hilft Benfotiamin bei einer PNP?
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am 16.07.2016 23:39:58 | IP (Hash): 166803781
Hallo Forum,
seit ca. 4 Wochen habe ich ständig Kribbeln in den Füssen, Beinen und etwas schwächer in den Händen und Armen.
Dazu kommt, dass die Füsse mal mehr mal weniger geschwollen sind.
Mein Arzt (Diabetologe) diagnostizierte (ohne mich vorher zu untersuchen) eine diabetische Neuropathie und verschrieb mir das Medikament Gabapentin 300 mg. Leider vertrug ich Gabapentin nicht und habe es nach 2 Tagen wieder abgesetzt.
Ich habe gelesen, dass das fettlösliche Benfotiamin angeblich gut helfen soll bei einer PNP.
Hat jemand Erfahrung mit Benfotiamin? Oder gibt es noch andere Alternativen zur Behandlung einer PNP?
Liebe Grüsse
Günter
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am 17.07.2016 08:48:02 | IP (Hash): 1488066037
Moin, Moin Günter,
bitte vereinbare sofort einen Termin bei einem Neurologen. Der misst die Nerven und kontrolliert die Blutwerte. In meinem Fall war es ein Mangel an Vitamin B12. Daraufhin machte ich eine Magen- und Darmspiegelung. Mir fehlt der so genannte Intrinsic Faktor und ich muss seitdem Vitamin B12 spritzen.
Das von Dir beschriebene Kribbeln verschwand aber die PNP blieb. Ich habe Sensibilitätsstörungen / Missempfindungen in den Fußsohlen. Ein Aufenthalt in der Asklepios Klinik für Neurologie blieb ohne Erfolg.
Liebe Grüße
Rolf
Ps: Ob das Zeugs hilft ist nicht wissenschaftlich gesichert. Dem Hersteller und dem Apotheker hilft es in jedem Fall.
http://www.onmeda.de/Wirkstoffe/Benfotiamin.html
Nicht weil es schwer ist, wagen wir es nicht, sondern weil wir es nicht wagen, ist es schwer.
Bearbeitet von User am 17.07.2016 09:44:27. Grund: Schreibfehler - Ergänzung2 Benutzer dankten für diesen Nützlichen Beitrag. -
am 17.07.2016 11:49:14 | IP (Hash): 319627359
Hallo Rolf,
danke für die Info.
Bei der letzten Besprechung mit meinem (noch) Diabetologen, hatte ich auch um eine Überweisung zum Neurologen gebeten. Er ging aber überhaupt nicht darauf ein und verschrieb mir dieses Gabapentin. Für die Fuss/Beinödeme bekam ich eine Überweisung zur Gefäß-Chirugie mit dem Hinweis OP-Pflichtig?. Termin im Krankenhaus Ende September.
Mittwoch habe ich wieder einen Termin bei ihm, zwecks Ultraschall Bauch...von mir veranlasst.
Ich werde ihn dann auch auf den evtl. Vitaminmangel B1, B12 und Benfotiamin ansprechen. Bin jetzt schon gespannt, wie und ob er darauf reagiert.
Was mich so tierisch nervt...ich muß zwangsweise in dieses DMP der Krankenkassen, um überhaupt wegen der Diabetes behandelt zu werden. Ohne DMP keine Behandlung!!! Da wird einem versprochen, die besten Ärzte...die beste Versorgung und Behandlung. Und was ist?...Da gehst Du zu einem Diabetologen, der grade mal einen Wochenendlehrgang über Diabetes absolviert hat...aber von der Materie selbst keine Ahnung hat. Hauptsache, die Gelder fliessen.
Ich selbst werde mir wieder ein Krankenhaus suchen, welches auf Diabetes spezialisiert ist.
So...das musste mal raus :-)
Liebe Grüssse
Günter
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am 17.07.2016 11:56:44 | IP (Hash): 624645227
Hallo Günter,
die Empfehlung von Rolf, mit der beginnenden PNP gleich zum Fachmann, also zu einem Neurologen zu gehen, kann ich nur unterstützen. Er wird den Grad der Schäden ermitteln und dich über die Möglichkeiten zum Gegensteuern informieren.
Die schlechte Nachricht ist, dass es keine Medikamente gibt, die bei einer PNP für alle und jeden helfen. Deshalb muss du ein bisschen ausprobieren, was bei dir hilft und was ohne Wirkung bleibt. Das Gabapentin ist ein Medikament, mit dem die Wirkung der PNP abgeschwächt wird. Das ist, grob gesprochen, nur ein Schmerzmittel. Wenn ich dich richtig verstanden habe, sind die Schmerzen noch gar nicht dein Hauptproblem. In diesem Fall wäre ein Schmerzmittel mit den starken Nebenwirkungen nicht sehr sinnvoll.
Für Benfotiamin besteht die Vermutung, dass es an der Ursache ansetzt und möglicherweise Schäden an den peripheren Nervenzellen verhindert. Leider lässt sich mit der Formel für das Mittel für ein Pharmaunternehmen kein Geld verdienen, deshalb führt auch niemand die entsprechenden teuren Studien durch. Es könnte also so sein, wie Rolf es sieht und wie es bei vielen Nahrungsergänzungsmitteln tatsächlich ist. Es könnte aber auch wirklich entsprechend wirken und die PNP-Entwicklung bei dir stoppen. Es ist bekannt, dass Benfotiamin bei der knappen Hälfte der Betroffenen eine Linderung der PNP-Schmerzen bringt. Ich würde an deiner Stelle auf jeden Fall mit dem Neurologen darüber reden und wenn er dir nicht abrät, einen Test über 6...8 Wochen starten. So ein befristeter Test macht dich nicht arm und danach kannst du vielleicht einschätzen, ob und wie gut das Mittel bei dir wirkt. Sehr interessant ist dann auch am Testende, ob sich die Anzeichen beim Weglassen von Benfotiamin wieder verstärken oder nicht.
Beste Grüße, Rainer2 Benutzer dankten für diesen Nützlichen Beitrag. -
am 17.07.2016 16:03:12 | IP (Hash): 1488066037
Moin, Moin Günter,
ich würde mir einen Diabetologen suchen, der Dein Vertrauen hat, denn Vertrauen zu einem Arzt kann vieles bewegen. Ich habe Dir 2 Links eingestellt. Kontaktiere diese Adressen und lass Dir Adressen für Deinen Postleitzahlbereich geben.
http://www.deutsche-diabetes-gesellschaft.de/home.html
http://www.diabetikerbund.de/ueber-den-ddb/bundesverband
Gabapentin wolle man auch mir verordnen. Ich habe dieses Medikament jedoch abgelehnt, denn ich habe keine Schmerzen sondern "nur" die Gangunsicherheit.
Liebe Grüße
Rolf
Nicht weil es schwer ist, wagen wir es nicht, sondern weil wir es nicht wagen, ist es schwer.1 Benutzer dankte für diesen Nützlichen Beitrag. -
am 17.07.2016 16:10:09 | IP (Hash): 1488066037
Moin, Moin Rainer,
Gegen Diabetes kann man etwas machen aber gegen die PNP ist bislang kein Kraut gewachsen.
Man riet mir Alpha Vibolex zu nehmen (Thiocitsäure) völlig ohne Nutzen für mich aber gut für den Apotheker und den Hersteller.
LG Rolf
Nicht weil es schwer ist, wagen wir es nicht, sondern weil wir es nicht wagen, ist es schwer.2 Benutzer dankten für diesen Nützlichen Beitrag. -
am 17.07.2016 23:38:34 | IP (Hash): 1039729660
Vielen Dank für Eure Tips und Anregungen.
Liebe Grüsse
Günter
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am 18.07.2016 05:15:09 | IP (Hash): 2005320297
Moin, Moin Günter,
ich möchte noch einmal "nachladen". Im September 2013 sah ich einen Bericht über russische Medizin auf Arte, die nie in den Westen gelangte. Die Berliner Charite startete mit diesem Wissen zu einer Studie über Naturheilkundliche Medizin. Dieser Feldversuch wird von der Charite im Berliner Immanuel Klinikum durchgeführt. Alle Kosten werden von den Krankenkassen für 14 Tage bezahlt einschließlich der Fahrtkosten.
Ich fahre in diesem Jahr zum dritten Mal nach Berlin und habe dort wahre "Wunderdinge" bei Mitpatienten erlebt. Die Naturheilkundliche Komplextherapie basiert auf Nahrungsentzug. Man fastet dort
und der Körper verändert sich. Eine Erfahrung auf de ich nicht mehr verzichten möchte.
http://naturheilkunde.immanuel.de/home/
Liebe Grüße
Rolf
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