Willkommen Gast! Um alle Funktionen zu aktivieren musst Du Dich Anmelden oder Registrieren.

Blutzuckerwerte spielen verrückt (Verdacht auf Diabetes?)

  • Elfe

    Rang: Gast
    am 28.09.2016 16:14:18 | IP (Hash): 626761671
    Hier gibt's die Erklärung zum Blutzuckeranstieg durch Stresshormone nachzulesen
    http://www.diabetes-ratgeber.net/Psyche/Stresshormone-55350.html
  • Rang: Mitglied
    Punkte: 0
    Beiträge: 14
    Mitglied seit: 03.08.2016
    am 29.09.2016 01:25:26 | IP (Hash): 447271577
    @Michael
    Ja, natürlich, nach oben treiben. Nach oben treiben heißt aber nicht ins Maßlose, sondern dass beim Gesunden der BZ vielleicht (reine Beispiele) von 100 auf 120 klettert, wenn man akut Angst hat. Aber nicht, dass er in immense Höhen und über alle Normwerte schnellt. Das wäre ja auch aus evolutionstechnischer Sicht ziemlich mies konstruiert ;-)
    Hast du eine Quelle für deine 500er Angabe? Ich kann ers mir beim besten Willen nicht vorstellen. So ein Schock müsste schon ein extremer Ausnahmezustand sein, den man im Alltag nie erleidet. Selbst bei einer heftigen Panikattacke sollten diese Extremwerte nicht geknackt werden.
    Und wieso soll der hba1c keine durch Stress bewirkten Blutzuckerwerte widerspiegeln!?


    @Elfe Wenn ich nicht gerade Tomaten auf den Augen habe wird da aber nicht in die Wirkung von Adrenalin und Cortisol bei Diabetiker und Nicht-Diabetikern differenziert
    Bearbeitet von User am 29.09.2016 01:27:46. Grund: Nachtrag
     2 Benutzer dankten für diesen Nützlichen Beitrag.
  • Elfe

    Rang: Gast
    am 30.09.2016 00:45:16 | IP (Hash): 626761671
    Hallo,
    der Link stammt aus dem Diabetes-Ratgeber (Publikation/Ratgeber der Apotheken (siehe oben links)), und sagt, daß Blutzuckerwerte von Diabetikern besonders beobachtet werden sollen.

    Adrenalin ist das Gegenhormon zum Insulin, was schon Cracktros in seinem Superbeitrag mit dem Fachbegriff 'Insulinantagonist' bezeichnet hat.

    Jeder Mensch reagiert anders auf Stress, aber Diabetiker müssen besonders auf die Werte aufpassen.

    Gruß Elfe
  • Rang: Mitglied
    Punkte: 0
    Beiträge: 14
    Mitglied seit: 03.08.2016
    am 30.09.2016 21:08:35 | IP (Hash): 359296286
    Das habe ich verstanden :)
    Die Frage war nur, inwieweit auch bei Nicht-Diabetikern sich Adrenalin und Cortisol auf den BZ auswirken können. Die hier im Raum stehende Zahl von 500 halte ich für illusorisch. Allerdings würde mich trotzdem interesseren, in welchem Rahmen Insulinantagonisten bei Nicht-Diabetikern einen Unterschied machen.

    Vermutung: Keinen allzu großen, sonst würde es haufenweise Fehldiagnosen geben. Denn dann würde jeder Gesunde, der Panik vor Arztpraxen hat beim OGTT saumäßig nervös ist, massiv hohe Werte haben. Und das wären gar nicht mal wenige. Paniker könnte quasi gar niemals Diabetes diagnostiziert werden, denn man wüsste ja nie, ob die Messungen aussagekräftig sind oder rein Adrenalin/Cortisol-bedingt.
    Daher: Es muss beim Gesunden schon eine Grenze geben, ins bodenlose steigen BZ-Werte auch bei Angst und Stress sicherlich nicht.
  • Rang: Erweitertes Mitglied
    Punkte: 972
    Beiträge: 5072
    Mitglied seit: 25.02.2011
    am 01.10.2016 08:47:14 | IP (Hash): 159714739
    Hallo Fragende,

    du siehst das richtig, die Auswirkung solcher Stresssituationen bewegen sich beim Stoffwechselgesunden in einem ziemlich kleinen Rahmen. Berücksichtigen muss man sie unbedingt bei den Nüchternwerten, weil hier ein Anstieg von normalen 90 auf 110 oder 120 durchaus möglich ist und die Diagnose verfälschen kann. Der BZ liegt dann trotzdem noch im gesunden Bereich unter 140, es ist allerdings kein richtiger Nüchternwert mehr.

    Vermutlich ist die Auswirkung am größten, wenn man ohne Panik zum Arzt geht und kurz vor der Blutentnahme in eine Stresssituation gerät. Wenn man insgesamt beim Arztbesuch Panik schiebst, dann arbeitet das Insulin auch die ganze Zeit dagegen und sorgt beim Stoffwechselgesunden für einigermaßen normale Werte. Die Verfälschung der 1h- und 2h-Werte beim oGTT dürfte nicht mehr sehr groß sein und 20mg/dl mehr oder weniger wirken sich bei diesen Werten auch nur wenig auf die Diagnose aus.

    Beste Grüße, Rainer