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Diabetiker mit Gelenkproblemen gesucht
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Tom
Rang: Gastam 28.01.2009 15:00:48
Sehr geehrte Frau Pichleritsch.
oh, das trifft sich aber gut.
Darf ich mal zum Thema Stoffwechselchirurgie in Ihrem aktuellen Ratgeber eine Frage stellen?
Ich vermute mal, es gab eine Riesenresonanz, oder?
In dem Artikel wurden der Eindruck und die Hoffnung erweckt, dass 80% der operierten Patienten von Diabetes geheilt wurden.
Bisher galt: DM ist unheilbar. Heißt das wirklich, dass keinerlei DM-Medikamente mehr nötig waren?
Der Artikel ist in mehreren Foren heftig diskutiert worden.
-Zum Karpaltunnelsyndrom möchte ich auch etwas sagen. Ca 4 Wochen nach Feststellung meines DM Typ 2 stellte sich KPT ein. Ich musste von Beginn an sehr hohe Dosen Insulin spritzen. Die Schmerzen und Funktionsausfälle waren an beiden Händen und beiden Armen bis über die Region der Ellenbogen hinaus. Ich ließ mir die linke Hand operieren, die Beschwerden waren SOFORT weg, und seltsamerweise auch die an der rechten Hand gleich mit.
Ich vermute heute im Nachhinein eine Ursache des KPTs in der massiven Insulingabe, denn der DM bestand vor dem Spritzen ja auch, das KPT nicht.
von Tom -
Hajo Janse
Rang: Gastam 28.01.2009 15:34:16
@ Andreas
Datum 26.01.2009 20:54:25
Aha.
Sicher wieder ein völlig unsinniger Artikel wie das Wegoperieren eines DM....
Nein Danke.
Euer Käseblatt könnt ihr euch in die Tonne kloppen.
Bitte lese folgendes Andreas vor dass du sowass behauptet:
Gastrointestinal Surgery as a Treatment for Diabetes
David E. Cummings, MD; David R. Flum, MD, MPH
JAMA. 2008;299(3):341-343.
Es gibt auch Artkel in Deutschland, aber suche selbst.
Hajo Janse
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Tom
Rang: Gastam 28.01.2009 15:59:25
Neenee, Andreas. Ich bin auch sehr skeptisch. Das scheint nicht zur "Unsinnigfraktion" zui gehören. Wobei ich die OPs selbst schon riskant finde wegen des enormen Übergewichtes an sich. Wie es funktionier,t weiß man wohl noch nicht so exakt, aber wenn es funktioniert, ist es doch Klasse. Guckt mal bei Dr. Keuthage auf Omneda, der hat was dazu geschrieben.
von Tom -
damals
Rang: Gastam 29.01.2009 10:50:23
Das KPT entsteht häufig bei schlechter Stoffwechselführung oder längerer Diabetesdauer.
Die beste Behandlung des KPT bei Diabetikern ist die Optimierung der Stoffwechselführung(normnah).
Die OP erst die zweitbeste ohne Erfolgsgarantie.
Insulin als Ursache ist nicht belegt. -
frankenstein
Rang: Gastam 29.01.2009 12:20:03
Der öffentliche Vorwurf, Fakten zu manipulieren, ist gegenüber Journalisten besonders schwerwiegend. Eben diese Behauptung stellt die ZDF-Sendereihe Frontal21 am 9. Dezember 2008 in ihrer Dokumentation „Das Pharma-Kartell“ gegenüber der Redaktion der Apotheken Umschau auf – ohne einen redaktionellen Beweis dafür vorzulegen. Im Gegenteil: Die Analyse der Sendung legt nahe, dass offenkundige, unbestreitbare Tatsachen von den Frontal21-Autoren Christian Esser und Astrid Randerath nicht berücksichtigt worden sind.
Deshalb geht der Wort & Bild Verlag juristisch gegen die Autoren und das ZDF vor: Dem öffentlich-rechtlichen Sender ist eine Gegendarstellung zugestellt worden; Unterlassungsansprüche wegen der falschen Tatsachenbehauptungen sind auf dem Weg.
Die Frontal21-Autoren erwecken den falschen Eindruck, die Apotheken Umschau sei mit schuld am Tod einer möglicherweise depressiven Frau: Monika K. habe in der Apotheken Umschau einen Artikel über neuartige Medikamente gelesen und sich daraufhin vom Arzt ein bestimmtes Antidepressivum verordnen lassen. Elf Tage später habe sie unter dem Einfluss des Medikaments Suizid begangen.
Der Frontal21-Film präsentiert als Zeugen Monika K.'s Witwer. Dieser blättert vor laufender Kamera in dem Artikel „Wege aus der Depression“ in der Apotheken Umschau vom 15. November 2004, während ein Sprecher sagt: „Ihr Mann hält die Zeitschrift heute für mitverantwortlich am Tod seiner Frau.“ Wie perfide die Frontal21-Autoren sich hier Argumente zurechtbiegen, zeigen folgende Tatsachen:
1. Weder das der Frau verordnete Präparat noch der darin enthaltene Wirkstoff werden in dem kritisierten Artikel der Apotheken Umschau genannt.
2. In dem Artikel, der fünf Monate vor Monika K.s Tod erschien, wird ausdrücklich davor gewarnt, dass es zu Beginn der medikamentösen Therapie neben anderen Nebenwirkungen zu einer „Kurzschlusshandlung, einem Suizidversuch“ kommen kann.
3. Auf der Website, die Monika K.s Witwer seit Anfang 2008 betreibt, heißt es: „Meine Frau hatte sich in Zeitschriften und auf deutschsprachigen Internet-Seiten über die Wirkungsweise und Risiken der SSRI-Antidepressiva (…) informiert. Doch damals wurde in allen deutschen Medien behauptet, die SSRIs seien gut verträglich und sicher. Von Risiken war nicht die Rede (…).“ Gerade in der am 15. November 2004 erschienenen Apotheken Umschau wurde aber explizit auf die Risiken und Nebenwirkungen hingewiesen.
4. Frontal21 verwickelt sich selbst in Widersprüche. Die Autoren hatten den Fall Monika K. bereits in der Sendung vom 2. Dezember 2008 dargestellt, eine Woche vor der Ausstrahlung der Dokumentation „Das Pharma-Kartell“. Dabei wurde die Apotheken Umschau jedoch nicht erwähnt. Vielmehr wurde ausgeführt: „Erst im Oktober 2005 wurde die Selbstmordgefahr als mögliche Nebenwirkung in der Produktinformation des Medikaments erwähnt (…). Zu spät für Monika K. Sie nahm sich im April 2005 das Leben.“ Wenn Monika K. – wie von Frontal21 unterstellt – die Apotheken Umschau vom 15. November 2004 wirklich gelesen hätte, dann hätte sie die mögliche Suizidgefahr gekannt.
Fazit: Der Vorwurf, die Apotheken Umschau sei mit schuld am Suizid von Monika K., ist nachweislich falsch. Die Apotheken Umschau hat bereits fünf Monate vor deren tragischem Tod wahrheitsgemäß und ausführlich auf die Suizidgefahr und andere Nebenwirkungen hingewiesen (siehe vor allem Punkt 2).
Der Frontal21-Beitrag enthält noch einen weiteren Vorwurf: Astrid Randerath und Christian Esser suggerieren, die Redaktion der Apotheken Umschau sei durch Anzeigenschaltungen zu beeinflussen. Den Beweis hierfür – also einen gedruckten Artikel der Apotheken Umschau, der journalistische oder presserechtliche Qualitätskriterien verletzt – bleibt Frontal21 jedoch schuldig.
Wir stellen klar: In den Medien des Wort & Bild Verlags sind Redaktion und Anzeigen strikt getrennt. Die Unterlagen, die für eine Überprüfung unserer redaktionellen Qualität nötig sind, sind öffentlich zugänglich – Monat für Monat in der Apotheke.
Meldung vom 16.12.2008
Apotheken Umschau 15. November 2004
Zur Dokumentation hier der Beitrag aus der Apotheken Umschau 11/2004 als PDF zum Download.
Richtigstellung des Wort & Bild Verlages zum "Frontal 21"-Beitrag "Das Pharma-Kartell"
In der Frontal 21-Sendung "Das Pharma-Kartell" (ZDF, 9.12.08) wurden auch Vorwürfe gegen das Gesundheitsmagazin Apotheken Umschau aus dem Wort & Bild Verlag erhoben.
Der Wort & Bild Verlag und die Redaktion der Apotheken Umschau nehmen dazu Stellung:
1. Der Vorwurf, pharmazeutische Unternehmen könnten durch Anzeigenschaltungen redaktionelle Inhalte der Apotheken Umschau beeinflussen, ist falsch. Die redaktionelle Unabhängigkeit und die wissenschaftliche Korrektheit der Inhalte werden durch zahlreiche Maßnahmen sichergestellt, unter anderem wird jeder Text durch zwei Fachwissenschaftler (je ein Arzt und ein Apotheker) Kontrolle gelesen. Produktnamen werden darüber hinaus in der Apotheken Umschau grundsätzlich nicht genannt.
Die in der Frontal 21-Sendung nachgesprochenen Aussagen einer Anzeigenverkäuferin unseres Verlages gegenüber einem angeblichen Anzeigenkunden sind uns nicht bekannt. Wir billigen sie nicht und verurteilen sie. Sollten diese Aussagen wirklich so getätigt worden sein wie in dem TV-Beitrag berichtet, hatten sie auf jeden Fall keinerlei Auswirkungen auf die redaktionelle Arbeit. Sie widersprechen den redaktionellen Qualitätskriterien der Apotheken Umschau und der weiteren Titel des Wort & Bild Verlages.
2. Der Vorwurf, die Apotheken Umschau habe unkritisch über neuartige Mittel zur Behandlung von Depressionen berichtet, ist nachweisbar falsch!
Wir hätten uns gewünscht, die Mitarbeiter von Frontal 21 hätten den Beitrag der Apotheken Umschau auch gelesen, den sie so massiv kritisieren. In dem Artikel, der in dem „Frontal 21“-Beitrag in die Kamera gehalten wird, wird im Gegenteil explizit darauf hingewiesen, dass die neuartigen Antidepressionsmedikamente "keine Wundermittel" (Zitat) sind.
Mögliche Nebenwirkungen ("Vermehrte Unruhe, Angst und gesteigerte Aggressivität") werden genannt und abschließend wird auch auf die Gefahr eines möglichen Suizidversuchs wie folgt hingewiesen:
„Ein großes Problem zu Beginn der Behandlung: Depressive sind gefährdet, sich in dieser Phase das Leben zu nehmen. Denn noch bevor sich die Stimmungslage bessert, steigern die Antidepressiva die Antriebskraft. Und das kann in einer Kurzschlusshandlung, einem Suizidversuch, enden.“
Besonders unsachlich an der Frontal 21-Berichterstattung ist jedoch, dass man dort den tragischen Fall eines Witwers instrumentalisiert, dessen Frau sich nach Einnahme eines Antidepressivums das Leben genommen hatte, und dies manipulativ mit einem Artikel der Apotheken Umschau in Verbindung bringt.
Meldung vom 10. Dezember 2008
von frankenstein -
andreas2
Rang: Gastam 29.01.2009 12:46:18
Hallo Tom,
der Diabetes ist tatsächlich bei vielen Patienten verschwunden (d.h.: keinerlei medikamentöse Behandlung mehr nötig), wobei dies nach aktueller Studienlage für einen Zeitraum von bis zu 15 Jahren nach der Operation gilt. Eine Veröffentlichung dazu gab es letztes Jahr u.a. in der Fachzeitschrift "Der Diabetologe".
Interessant sind die vielen Vorbehalte, die es in Deutschland auch unter Ärzten gibt - man setzt sich mit dem Thema "Stoffwechselchirurgie" nicht auseinander. In den USA gibt es inzwischen einen eigenen Lehrstuhl, in Deutschland konnte bislang nicht einmal eine eigene Teilgebietsbezeichung für Chirurgen etabliert werden, die sich auf dieses Thema spezialisieren. Haben die Ärzte Angst, dass Ihnen hier Patienten "gesund operiert" werden und danach nicht mehr in die Praxis kommen? Spielt es eine Rolle, dass Adipöse "selbst schuld" an ihrem Zustand sind und die Op vielen Ärzten deshalb als "zu einfache" Lösung erscheint? (was sie sicher nicht ist, die Operation, das steht ja auch in dem Artikel, ist kein Spaziergang).
viele Grüße
andreas2
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Tom
Rang: Gastam 29.01.2009 15:19:38
Zitat: Das KPT entsteht häufig bei schlechter Stoffwechselführung oder längerer Diabetesdauer. Die beste Behandlung des KPT bei Diabetikern ist die Optimierung der Stoffwechselführung(normnah).
Die OP erst die zweitbeste ohne Erfolgsgarantie. Insulin als Ursache ist nicht belegt. Zitatende
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Mmmh, warum kamen dann die Beschwerden exakt erst ab dem Zeitpunkt des Insulinspritzens? Der DM bestand ja schon eine Zeit lang und ich hatte keinerlei Anzeichen des KPS? Das ergibt irgendwie keinen Sinn...Mein Chirurg sagte mir, eine OP und die so schnell wie möglich, wäre die optimale Lösung.
Möglicherweise besteht die Gefahr, dass die Zeit bis zur Optimierung der BZ-Werte ausreicht, um die Nervenbahnen irreversibel zu schädigen? Ich weiß es nicht.
von Tom -
pst
Rang: Gastam 29.01.2009 16:35:09
Der Krug geht solange zum Brunnen bis er bricht. Irgendwann läuft jedes Fass über.
Und das war in dem Falle just zu Beginn des sicher nötigen Insulins.
Chirurgen werden immer ihre eigene Behandlung favorisieren. Das Hemd ist auch ihnen näher als der Rock.
Natürlich ist eine normnahe Blutzuckerführung oft nicht von heute auf morgen realisierbar. Werden keine schnellen Fortschritte erzielt, ist eine OP
aber immer noch möglich. Ohne Optimierung des Stoffwechsels ist die OP
langfristig eh für die Katz.
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Tom
Rang: Gastam 30.01.2009 13:00:14
Wenn ich gewartet hätte, bis der BZ im grünen Bereich ist, wären die Nervenbahnen möglicherweise bis dahin irreversibel geschädigt gewesen.
Und neuropathische Schmerzen kommen nicht über Nacht. Die Beschwerden stellten sich ca. ab dem 14. Tag Insulinspritzen ein. Also die Theorie scheint nicht stimmig zu sein. Ich habe mindestens 2 Jahre nachd er OP keine guten BZ-Werte mit Insulin erreichen können, und dennoch nicht eine Andeutung von KPT, die rechte Hand wurde ja nicht operiert und dennoch war sie o.B. direkt nach der OP der linken. von Tom -
frankenstein
Rang: Gastam 30.01.2009 13:15:50
zum Op-Risiko: Die Eingriffe werden minimal invasiv gemacht (in den USA mit über 250.000 pro Jahr inzwischen sogar häufiger als endoskopische Entfernungen der Gallenblase!). Das perioperative (30 Tage) Mortalität ist mit 0,4% (Christou et al., Ann Surg 240: 416-424) sehr gering.
Vorbehalte gegen die Op's bei Adipösen stammen vor allem aus früherer Zeit, als noch konventionell operiert wurde – mit allen anhängigen Risiken wie Platzbauch, Lungenembolie usw. von frankenstein