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Welche Werte sollen erreicht werden?
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am 16.09.2016 11:43:19 | IP (Hash): 2045999328
Hallo,
Ich habe ein paar Fragen.
Zuerst möchte ich erzählen, welche Erfahrungen ich bisher gemacht habe.
Mein Jugendfreund war Typ 1 Diabetiker, weswegen ich Schulungen besucht habe und das ganze nicht fremd für mich war, als ich in meiner ersten Schwangerschaft eine Gesationsdiabetes bekam, die in den letzten acht Wochen vor der Geburt insulinpflichtig behandelt wurde. Auch in den zwei folgenden Schwangerschaften musste mit Insulin behandelt werden. Hier jeweils vom ersten Tag an. Mit den Geburten war das Thema dann durch.
Vor vier Jahren wurde bei mir Hashimoto diagnostiziert. Seitdem habe ich L-Thyroxin 75 eingenommen. Im Dezember letzten Jahres verschlechterten sich diesbezüglich meine Symptome. Blutwerte waren aber im oberen Grenzbereich, aber noch "normal", weswegen eine weitere Behandlung unterlassen wurde. Zu diesem Zeitpunkt hatte ich gerade 20 kg abgenommen und hatte langsam meine sportliche Seite entdeckt.
Im Juli spitzte sich dann alles zu. Meine Symptomatik wurde immer schlechter, innerhalb von drei Monaten (davor) nahm ich alles wieder zu, ohne die Ernährung zu verändern. Nur mit dem Sport hatte ich aufgehört, weil ich mir (wegen erhöhten Gewicht?) beim Joggen eine Adduktorenzerrung zugezogen hatte und danach nicht mehr schmerzfrei wurde.
Zudem kam eine massive Wassereinlagerung in den Beinen. Ich kam nicht mehr in meine Schuhe rein. Dieses Problem hatte ich grundsätzlich seit letztem Sommer, aber nie so stark. Allerdings nahm ich täglich eine Wassertabletten, seit Dezember zwei und jetzt im Juli bis zu vier am Tag.
Als das Wasser trotzdem nicht wegging, war ich mal wieder in der Sprechstunde.
Nach der Blutuntersuchung bekam ich L-Thyroxin 120, weil meine Werte mittlerweile dann doch überhöht waren.
Und mein HBA1 war mit 7,8 zu hoch. Die schon damals angekündigte Diabetes Typ 2 hatte mich also erwischt. Alle meine weiblichen Vorfahren teilen dieses Schicksal mit mir. Es war also zu erwarten. Der Wert nach 1 Scheibe Brot mit Quark und Marmelade lag bei Feststellung bei 350.
Das Wasser ging nach Erhöhung der Schilddrüsenmedikamente weg.
Ich habe erst mit meiner Ärztin abgesprochen, dass ich es vier Wochen ohne Medikation über die Ernährung versuchen würde.
Dies führte aber zu keiner Besserung.
Im August habe ich meine Gebärmutter entfernt bekommen. Dort wurde auch meine Diabetes festgestellt und man korrigierte meinen Zucker während meines Krankenhausaufenthaltes mit Insulin.
Nach der Entlassung bekam ich erstmal Metformin 850. Meine Werte waren aber nie unter 140 und pendelten über den Tag bis 265 hoch. Ich bekam eine neue Dosierung verordnet und nehme seitdem 1-0,5-1
Ich ernähre mich zur Zeit streng Low Carb. Heute Morgen war ich wieder zum Zucker testen in der Praxis.
Mit Metformin, 1 Tasse Kaffee und einem Schuss Kondensmilch hatte ich einen Wert von 180. Meine Ärztin meinte, das ist okay. Ich habe ja die Kondensmilch konsumiert.
Wie bereits erwähnt ist Diabetes in unserer Familie so heimisch wie wir selbst.
Alle Diabetikerinnen über 50 haben bereits Folgeschäden. Meine mittlerweile verstorbene Oma war fast blind, Fettleibig und hatte beide Beine bis zum Knie amputiert (Spätfolge Diabetes, gestorben mit 77)
Wundheilungsstörungen und Sehverlust sowie Nierenprobleme ziehen sich wie ein roter Faden durch die Familie.
Mittlerweile sind bis auf eine Tante alle insulinpflichtig. Wobei sich keine irgendwie so ernährt, dass es vorteilhaft wäre.
Ich bin 36 Jahre alt, habe Übergewicht und arbeite massiv dagegen an. Aufgrund meiner zickenden Schilddrüse geht das seeehr langsam, aber es geht.
Aber, ich sehe die ganzen Spätfolgen und ich möchte das verhindern, solange ich noch die Möglichkeit dazu habe. Ist ein Wert von 180 nicht zu hoch nach einem Schuss Kondensmilch? Mag ja sein, dass er für Diabetiker normal ist. Aber für meine Nieren ist es Gift und da ich kaum niedrigere Werte messen konnte, ist er dauerhaft so hoch oder höher.
Was soll ich machen? Irgendwie möchte ich nicht den typischen Werdegang meiner Familie nehmen. Zucker zu hoch über Jahre, Insulinpflichtig (wobei ich die auch halbherzig finde. Langzeitinsulin am Abend, aber trotzdem Werte bis 300) , Spätfolgen. Aber ich weiß es nicht wirklich und ich habe auch keine Ahnung was ich machen soll, wenn ich das anders will.
Sorry für die Länge, wollte nur vorab Unklarheiten weitgehend beseitigen.
Gruß Steffi
Bearbeitet von User am 16.09.2016 11:59:16. Grund: Ergänzung, Korrektur -
am 16.09.2016 12:04:04 | IP (Hash): 2108455638
Hallo!
Du bist ja noch jung, und hast so einiges erlebt...
Sprech mit der Ärztin dringend über Therapieziele – 180 nach Kondensmilch im Kaffee ist absolut nicht normal.
Folgeschäden kannst Du gut vermeiden, zur Not wechsel die Praxis.
Solche Sachen wie "180 nach Kondensmilch im Kaffee" gehen überhaupt nicht.
Dir alles Gute!
1 Benutzer dankte für diesen Nützlichen Beitrag. -
Michael74
Rang: Gastam 16.09.2016 12:17:35 | IP (Hash): 629600643
Hi Steffi
Ich bin Prädiabetiker und in meiner Familie gibt es auch Diabetes. Sowohl meine Mutter als auch dere Eltern hatten bzw. haben die Krankheit. Meine Mutter kann super damit Leben und hat es jetzt schon seit 25 Jahren ohne körperliche Einschränkungen. Sie lebt aber auch sehr sportlich und ernährt sich gesund. Ich denke mit einem guten Arzt ist das alles gut zu handeln. Dir alles gute -
am 16.09.2016 12:34:18 | IP (Hash): 2036755710
Mein Werdegang hört sich schlimmer an, als es ist. Nur seit Juli macht mich das ein bisschen irre.
Meine Ärztin ist Allgemeinmedizinerin. Ich hatte in meiner Familie schon gefragt, ob die Werte nicht zu hoch sind und sie mir einen Diabetologen empfehlen können.
Ich muss aber gestehen, dass bei mir in der Familie der Jammerstatus extrem hoch ist. Heißt, es gibt Familienfeiern, wo sich mehr oder weniger daran gemessen wird, wen es am schlimmsten erwischt hat. Zum k.... Ich habe jetzt das Gefühl, dass die mich alle tätscheln, so nach dem Motto, naja soo schlimm ist es bei dir ja noch nicht. Bei uns ist das was ganz anderes.
Demnach war ich unsicher. Aber die Werte sind mir eben zu hoch. Da ich aber kein Mediziner bin, habe ich halt den Weg hierher gesucht.
Mir ist das fast schon unangenehm. An und für sich fühle ich mich nicht krank. Solange meine Schilddrüse eingestellt ist, fühle ich mich gut und die Diabetes bemerke ich gar nicht. Deswegen habe ich auch Hemmungen einen Facharzt aufzusuchen, weil ich immer denke, dass mein blockierter Platz lieber für jemanden genutzt werden sollte, dem es schlechter geht.
Aber gut, zumindest hat mich mein Eindruck nicht getäuscht, dass die Werte nicht gehen.
Noch eine Frage. Metformin kurbelt ja ein bisschen den Stoffwechsel an. Der ist bei mir dank Schilddrüse und jahrelangen Diäten mit vielen Zu- und Abnahmen an die Wand gefahren. Auf meine Frage, ob man meine Diabetes nicht besser anders behandelt, kam die Aussage, dass ich doch versuchen soll mein Gewicht zu reduzieren und mich Insulin daran hindern würde. Hindert mich das dann an der Abnahme (was ja für die Schilddrüse und den Zucker eher kontraproduktiv wäre)
Ich esse, wie schon gesagt, sehr streng Low Carb (nach der Dukan Methode, wobei ich bei Fett nicht so pingelig bin, aber schon drauf achte). Ich muss auch Sport machen, damit ich den Stoffwechsel wieder hin bekomme. Aufgrund der OP bin ich momentan aber zum nichts tun verdonnert. Nichtsdestotrotz ändert all das ja erstmal nichts an meinen Werten.
Ich finde das so ätzend,dass man sich selbst bemühen muss. Ich bin ja jemand, der gerne googelt. Aber da ist ja jeder zweite Schnupfen ein halber Hirntumor, weswegen ich sehr vorsichtig mit der Annahme der Beiträge im Netz bin. Aber auch mein Hashi wurde erst festgestellt, nachdem ich vier Jahre mit Verdacht auf MS behandelt wurde und innerhalb von einem Jahr 50 kg zugenommen hatte, trotz massiver Gegenwehr meinerseits. Und das auch nur, weil ich darauf bestanden habe die SD untersuchen zu lassen, weil ich mir ansonsten bald einen Strick nehme.
MS war danach vom Tisch. Meine Zunahme nicht. Das wurde lapidar mit "sie sind jetzt halt krank, damit müssen sie leben" kommentiert. Zunahme ist immer das erste Anzeichen für schlechte SD Werte bei mir. Aber das wird auch immer runter geredet, weniger Essen, mehr Sport. (Low Carb seit 8 Jahren, wenn auch nicht immer so streng wie aktuell (5 g- 80g KH /Tag). Behandlung nix.
Jetzt habe ich auch mal gejammert, aber ich bin es so leid, dass immer erst alles eskalieren muss, bevor irgendwas vernünftig eingestellt wird und ich dann mit den Folgen alleine klar kommen muss.
Bezüglich der Diabetes beruht mein Wissen aus den Schulungen damals und Infos im Netz. Ansonsten habe ich keine Infos zum Thema Diabetes bekommen. -
am 16.09.2016 13:48:14 | IP (Hash): 2108455638
Man kann ja mal jammern.... ;)
In der Tat ist es so, dass ein zuviel an Insulin das abnehmen erschwert.
Ein zuwenig an Insulin, zu hohe Werte und der Verweis "nehmen Sie erstmal ab" ist bei den Blutzuckerwerten dann therapiemäßg leicht irre...
Du hast einige Baustellen, da sollte man mit "der leichtesten" wohl mal Anfangen.
Ab zum Diabetologen, dem die ganze Story erzählen und dann einen schönen Plan entwerfen...
Natürlich tut der Diabetes nicht weh – erstmal. Wenn Deine Ärztin meint, Dich zu Folgeschäden führen zu müssen (so sieht das ganze nämlich aus), dann wird es Zeit für klare Worte.
Setz Dich durch! ;-)) -
Elfe
Rang: Gastam 17.09.2016 02:44:45 | IP (Hash): 1532442561
Steffi1980 schrieb:
Dort wurde auch meine Diabetes festgestellt und man korrigierte meinen Zucker während meines Krankenhausaufenthaltes mit Insulin.
Hallo Steffi,
und so, wie deine Behandlung bzgl. Diabetes mit Insulin war, hättest du auch nach dem Krankenhaus weiter behandelt werden sollen.
Im Arzt-Brief des Krankenhauses an den niedergelassenen Arzt sollte das eigentlich drinstehen.
Bei deinen hohen Werten sollten nicht Tabletten und LowCarb greifen, sondern Insulin(e), die eine fast normale Ernährung erlauben mit 'Normal'Carb.
Insulingaben kennst du ja schon und können dich doch nicht schrecken.
Bei einer genaueren Insulineinstellung mittels eines Diabetologen können gute Blutzuckerwerte erreicht werden.
Das muss nicht unbedingt nur Langzeitinsulin? sein (? wie bei deinem Gestationsdiabetes bzw. Verwandtschaft).
Ich stamme auch ab von einer Diabetes-(2er)-Familie, mit mir in der 4. Generation. Bin also auch mit Kindesbeinen damit aufgewachsen. 'Wußte' also, daß ich das im Auge behalten musste bzgl. Tabletten und 'Diät'.
War dann dennoch anders, wurde mit hohen Blutzuckerwerten größer 400 und HbA1c 8 (und anderen Merkwürdigkeiten) nach vielen Untersuchungen als späte Typ 1er diagnostiziert.
Und wurde aber bereits ab Tag 1 des bekannten hohen Blutzuckers mit schnellem Insulin behandelt, und als das körpereigene Insulin nicht mehr reichte, zusätzlich mit Langzeitinsulin nach der sogen. ICT.
Das bedeutet, daß ich fast normal Essen kann, und Kohlenhydrate mit schnellem Insulin regeln kann. Das Langzeitinsulin gilt 'nur' den eigenen Stoffwechselvorgängen ohne Mahlzeitaufnahme.
Per ICT werden auch 2er Diabetiker heutzutage behandelt.
Nicht die 1 oder 2 zählt, sondern bestmöglich die Blutzuckerwerte im Zaum zu halten.
Ein Diabetes-Arzt wird dir ganz bestimmt besser helfen können, als ein Allgemeinmediziner.
Liebe Grüße
Elfe
P.S.: Meine Allgemeinärztin hat mich am gleichen Tag der hohen Blutzuckermessung an eine Schwerpunktpraxis vermittelt
Bearbeitet von User am 17.09.2016 02:51:08. Grund: . -
am 17.09.2016 16:32:47 | IP (Hash): 682885116
Naja, der Krankenhausbrief ging an meinen Gynäkologen. Da muss ich Dienstag zur Nachuntersuchung.
Ich war ja lange (ich glaub ihr nennt es) Prädiabetiker. Eigentlich seit den Schwangerschaften und da hat Low Carb sehr lange gegriffen. Jetzt eben nicht mehr. Ich muss auch gestehen, ich kann es nicht mehr sehen. Nicht in diesem strengen Sinne. Ich vermisse Obst und Gemüse. Aber ich dachte, ich könnte zumindest mein Gewicht so drücken. Denn Kohlenhydrate bringen mir Heißhunger, fehlendes Sättigungsgefühl usw.
Selbst Spritzen macht mir gar nichts. Während der Gesationsdiabetes habe ich Lang- und Kurzzeitinsulin gespritzt. So, wie ich das Typ 1 ern kannte. Damit kam ich auch klar, obwohl es bei mir zu ordentlich Schwankungen kam.
Ich habe mir jetzt ein Testgerät und Zubehör bestellt. Ich will das ganze mal beobachten, wie hoch meine Werte bei normalen Essen gehen. Nicht unbedingt bei Zuckerbomben. Brot, Nudeln, sowas halt. Aber ich werde Montag einen Termin bei einem Diabetologen machen.
Das haben die im Krankenhaus ja auch gemacht und da war auch die Zuckerkurve der Grund, warum die mich gebeten haben, damit sofort zum Arzt zu gehen. Hab ich. Das ist jetzt vier Wochen her. Trotz Metformin habe ich eigentlich die gleichen Werte. Post op hatte ich einen Wert von 200 und danach sank er nicht unter 180, obwohl ich weiterhin nüchtern bleiben musste.. Seitdem ist das schlagende Argument, dass ich ja noch Wunden im Körper habe und sowas auch den Zucker hoch treibt. Deswegen bin ich eben so verunsichert. Aber ich werde mich kümmern.
Hat man da Chancen auf Unterstützung bezüglich Gewichtsreduktion? Ich will wieder schlanker werden. Natürlich weil ich ein Stück weit Eitel bin, aber eben auch, weil Übergewicht zusätzlich meinen Körper schädigt. Ich bin zu allem Bereit. Ich kann verzichten und ich mache Sport (also richtig, mit Kraftsport und Laufen oft und lange genug). Aber ich brauche Hilfe bei der Ernährung.
Ich hoffe.
LG Steffi
PS: ich hatte deinen Text in einzelne Zitate zerpflückt. Darf aber keine BBcodes verwenden. Ich hoffe du bekommst das trotzdem sinngemäß hin. Ich habe immer auf einzelne Abschnitte geantwortet. -
Elfe
Rang: Gastam 17.09.2016 19:44:09 | IP (Hash): 1532442561
Hallo Steffi,
wenn du am Dienstag zu deinem Gynäkologen gehst, lasse dir bitte eine Kopie des Krankenhaus-Briefes geben. Diese kannst du dann bei deinem Diabetologen-Termin bzgl. Insulin-Therapie vorlegen.
(Ist eigentlich immer angebracht, Befunde auch selbst zu sammeln, manche Ärzte geben Befunde an Patienten ab, bei manchen muss man nachfragen).
Testgerät und Zubehör hättest du dir nicht bestellen müssen. Wird verschrieben.
Nun, BZ-Werte langfristig größer 180 sind nicht gut = Nierenschwelle
Mit Insulin(en) kennst du dich aus, super.
Die Schwankungen habe ich auch, lässt sich aber erklären und lernen.
Eine Ernährungsberatung gab es bei mir mit Augenmerk auf Mahlzeiteneinschätzung/Insulinmenge, und auch zur Gewichtsregulierung.
Wenn du in deiner Ernährung bzgl. BZ freier bist, kannst du eigentlich jedes 'Abnehm'-Programm durchführen, was m.E. eigentlich nur heißt - weniger Kcal (Energie) zu sich nehmen als frau verbraucht. Das weißt du ja auch schon, mit Kraftsport und Laufen 'verbrennst' du einiges.
Auf Gemüse musst du auch jetzt nicht verzichten, die meisten Sorten sind nicht blutzuckersteigernd (ausgen. Hülsenfrüchte)
siehe z.B. hier - dabei die Spalte 'BE' eher beachten - http://www.lebensmittel-tabelle.de/Gruppe_16.html
Und einen Apfel als Obst z.B. kannst du auch mal essen.
Liebe Grüße
Elfe
P.S.: Alles rot - BBcodes-Fehlermeldung - nervt.
Meist stört nur irgendwo ein Sonderzeichen, oder beim Zitieren fehlt irgendwo eine eckige Klammer.
Bearbeitet von User am 17.09.2016 19:48:14. Grund: . -
am 17.09.2016 22:48:59 | IP (Hash): 879050547
Steffi1980 schrieb:
Ich habe mir jetzt ein Testgerät und Zubehör bestellt. Ich will das ganze mal beobachten, wie hoch meine Werte bei normalen Essen gehen. Nicht unbedingt bei Zuckerbomben. Brot, Nudeln, sowas halt. Aber ich werde Montag einen Termin bei einem Diabetologen machen.
Hallo Steffi,
Gratuliere - das ist genau der richtige Ansatz.
Dazu passend ist diese Anleitung, die dir vielleicht weiter helfen kann:
http://phlaunt.com/diabetes/DeutschMgDlFlyer.pdf
Ob du dir auch diese strengen Werte vornimmst oder ob du dir moderatere Zielwerte setzt, ist ganz allein deine Entscheidung. Du wirst dir dazu sehr unterschiedliche Empfehlungen zusammen suchen können. Die Begründung für diese straffen Werte ist, dass sie nahe bei den Werten von Stoffwechselgesunden liegen und damit die größte Chance bieten, ohne diabetische Folgeerkrankungen durchs Leben zu kommen.
Wenn du bereits KH-arm isst,, wirst du mit der Ernährung deinen BZ wahrscheinlich nicht mehr viel verbessern können. Wenn du deine Zielwerte trotz aller Bemühungen mit Ernährung und Bewegung häufig üerschreitest, dann brauchst du zusätzlich die passende Unterstützung mit Medikamenten. Metformin ist schon mal sehr gut geeignet und untestützt übrigens auch ein bisschen das Abnehmen. Es wirkt aber nicht sehr stark, vielleicht brauchst du zusätzlich weitere Medikamente. Wenn du deinen BZ misst wirst du ja schnell herausfinden, wie weit du kommst.
Alles Gute, Rainer1 Benutzer dankte für diesen Nützlichen Beitrag. -
am 18.09.2016 00:26:45 | IP (Hash): 1006808702
Verschrieben bekomme ich die Teststreifen laut meiner Ärztin leider nicht. Mein Hba1 ist zu niedrig gewesen und ich bin nicht insulinpflichtig. Naja, ich habe mir jetzt eins bestellt und werde mich mal kontrollieren.
Ich weiß,dass ich Gemüse essen darf. Aber ich halte mich da an einen Plan, der das eben minimiert. Eigentlich wollte ich clean eating vollziehen. Heißt möglichst unverarbeitete Lebensmittel nutzen, kein Zucker und kein Weißmehl. Allerdings haut das halt meinen Zucker noch höher (Vollkorn, Hafer, Nüsse, Obst im Normalmaß und ich bin über 300 BZ)
Zudem kommt halt, dass meine Schilddrüse eben rum zickt. Bis Juli habe ich L Thyroxin 75 genommen. Seitdem 120 und jetzt habe ich gestern 150 bekommen.
Ich hab mich mal ein bisschen durch das Netz gelesen. Dabei ist mir LADA erstmals in den Blick gekommen. Da ich Hashimoto habe, könnte das eventuell noch ein Hinweis sein (?).
Das Übergewicht spricht zwar dagegen, aber das ist ja nunmal nachweislich auch durch die Schilddrüse begünstigt. Kalorisch habe ich vor der Diagnose mit 800 kcal eine Zunahme verhindert. Abgenommen habe ich nicht. Mit weniger Kalorien habe ich den Tag nicht überstanden. Mittlerweile, nach der enormen Erhöhung meiner Medikation, gehe ich fast davon aus, dass ich die letzten drei Jahre einfach unterversorgt war. Seit der Zunahme halte ich nämlich kontinuierlich meine Kalorien im berechneten Defizit, bringt aber nix. Wobei das schwankt. Letztes Jahr habe ich innerhalb von drei Monaten 20 kg abgenommen, dann war plötzlich Schluss und es ging bei gleicher Voraussetzung wieder hoch. Egal, andere Baustelle.
Nochmal zu LADA. Nach den Schwangerschaften war mein BZ nie ok. Nur mit Low Carb super (ich hatte lange Zeit meine restlichen Teststreifen genutzt und willkürlich zu verschiedenen Tageszeiten gemessen und kam nie über einen BZ von 90).
Letztes Jahr im August hatte ich noch einen HBA1 von 5,9 nach 8 Wochen strengem LC (habe das immer geswitcht KH Menge zwischen 5 g und 80 g pro Tag, um den Stoffwechsel zu fordern). Jetzt scheint das nichts mehr zu bringen.
Da auch meine Mutter Diabetikerin ist, habe ich, selten, zwischendurch meinen BZ gemessen. Allerdings nur nach Zuckersünden wie Eis oder Kuchen. Der war in den letzten 8 Jahren nie unter 250. Allerdings immer in der ersten Stunde nach dem Verzehr.
Wie lange soll man das Metformin nehmen, um eine Wirkung feststellen zu können oder sollte das schon jetzt, nach 4 Wochen, Ergebnisse zeigen?
Tut mir leid für meine Romane und Fragen. Ich will beim Diabetologen nicht wie ein Vollidiot dar stehen, der den Eindruck macht unbedingt krank sein zu wollen. Mir geht das jetzt schon auf den Sack (Sorry), alleine dieses ständig zum Arzt rennen.
Kurz noch zu meinem Rahmenprogramm im Alltag:
Drei Kinder, zwei Hunde, Haus mit Garten, zwei Jobs (Büro und ehrenamtl. Tätigkeit als hauswirtschaftliche Hilfe im Seniorenheim für Demenzkranken). Bis Februar 1 x wöchentlich Aquafitness (musste aufhören wegen Probleme mit der Gebärmutter, die ja jetzt im Klinikmüll liegt), 3 x die Woche joggen bis März. Ansonsten Kraftsport im Aufbau (noch nicht nennenswert)
Trotz Übergewicht, Bewegungsmangel kann man mir eigentlich nicht vorwerfen (nicht ihr, aber wird ja gerne genannt bei Übergewicht)1 Benutzer dankte für diesen Nützlichen Beitrag.