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    Mitglied seit: 05.10.2016
    am 05.10.2016 21:44:49 | IP (Hash): 1947736636
    Hallo Leute, ich hab seit 10 Jahren Diabetes 2, vor kurzem war ich ziemlich krank mit einer schlimmen Entzündung. Folge: Meine Werte sind wochenlang schlecht gewesen, mein HbA1c liegt bei 10,4. Meine Diabetologin hat mir 10 Einheiten Protaphan für die Nacht verschrieben. Gestern das erste mal gespritzt. Heute früh hatte ich immer noch 187. Nun meine Frage: wie lange dauert es, bis die Werte runter gehen? Nehme weiter auch Metformin. Wäre dankbar über Antworten, bin sehr beunruhigt.
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    am 05.10.2016 22:11:03 | IP (Hash): 1337821740
    Hallo Candy,

    ein bisschen Geduld brauchst du schon. Mit nur Basalinsulin für die Nacht, wird dein BZ-Niveau, wenn überhaupt, dann nur langsam nach unten gehen. Warte erst mal 2 ...3 Wochen ab, wie weit das Insulin den BZ absenkt. Bei so einem HbA1c hast du schon längere Zeit hohe BZ-Werte, Auf die paar Wochen mehr kommt es jetzt nicht mehr an.

    Wenn dein BZ mit den 10 IE Protohane für die Nacht nicht viel besser wird, dann muss dein Arzt deine Therapie ändern. Du brauchst dann wahrscheinlich auch noch für tagsüber Basalinsulin und vielleicht noch zusätzlich Mahlzeitinsulin. Aber warte erst mal ab, wie weit du so kommst, deine Diabetologin hat sich ja etwas dabei gedacht.

    Viel Erfolg, Rainer
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    am 05.10.2016 22:25:04 | IP (Hash): 1947736636
    Hallo Rainer,
    vielen Dank für die schnelle Antwort. Die Diabetologin hatte mir schon gesagt, dass ich eventuell tagsüber noch was brauche. Das will ich aber unbedingt verhindern. Hab meinen nächsten Termin am Dienstag und bis dahin wollte ich ihr zeigen, dass es auch ohne geht. Kindisch, ich weiß. Hab wohl auf ein Wunder über Nacht gehofft!
    LG Candy
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    am 05.10.2016 23:03:56 | IP (Hash): 76629811
    Super, dass Du endlich bei uns INSULINERn gelandet bist. Die Herausforderungen:
    10 von uns produzieren mit ner gleichen Scheibe von dem selben Brot 10 z.T. seeeehr verschieden hohe Blutzucker-Anstiege.
    10 von uns erleben mit 10 Einheiten vom selben Insulin 10 seeeehr verschiedene mg/dl weniger an Blutzucker und das auch noch über 10 verschiedene Zeiträume, der eine schon nach 2 Stunden, die andere erst nach 5.
    Ähnliche Verschiedenheiten hast Du als Sahnehäubchen dann auch noch mit den verschiedenen Insulin-Sorten.

    Mit dem Start mit Insulin muss also mit kleinen Mengen angefangen werden, die noch so gut wie kaum messbare Veränderungen im Blutzucker-Verlauf machen, und diese Mengen dann nach und nach steigern, bis der gewünschte Verlauf erreicht wird. Bei der einen mit Hausnummer insgesamt 50 Einheiten pro Tag, bei dem anderen mit 200 oder sogar noch mehr.

    Die Zeit der Anpasserei kannst Du erheblich verkürzen, indem Du z.B. systematisch Deinen Blutzucker morgens nüchtern und vor jeder Mahlzeit aufschreibst, und dazu notierst, was Du zu den Mahlzeiten und ggf zwischendurch isst und wenn es Zeiten gibt, zu denen Du dich besonders ausgiebig bewegst. Und damit hilfst Du nicht nur Deiner Ärztin, sondern damit kriegst Du gleichzeitig selbst mit, womit Du Deinen Blutzucker besonders antreiben und auf und womit Du ihn vielleicht auch besonders absenken kannst.


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    Dieser Beitrag ist kein Ersatz für eine persönliche ärztliche Diagnose oder/und Behandlung.
    Bearbeitet von User am 05.10.2016 23:06:19. Grund: Korrektur
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    am 06.10.2016 21:40:35 | IP (Hash): 837475139
    Candy schrieb:
    Die Diabetologin hatte mir schon gesagt, dass ich eventuell tagsüber noch was brauche. Das will ich aber unbedingt verhindern. Hab meinen nächsten Termin am Dienstag und bis dahin wollte ich ihr zeigen, dass es auch ohne geht. Kindisch, ich weiß. Hab wohl auf ein Wunder über Nacht gehofft!

    Hallo Candy,

    bis nächsten Dienstag weißt du schon ungefähr, ob du eventuell nur mit dem Basalinsulin nachts auskommen könntest oder ob das auf keinen Fall ausreicht. Du merkst ja, ob der BZ jeden Tag immer noch ein bisschen runter geht oder ob er schon an der Grenze angekommen ist. Ich würde mir an deiner Stelle nach 10 Diabetesjahren nicht alllzu große Hoffnung machen. Wahrscheinlich wird das nicht mehr ausreichen, weil deine eigene Insulinausgabe in dieser langen Zeit schon zu weit zurückgegangen ist.

    Das Basalinsulin ist sehr gut, daran solltest du auf jeden Fall festhalten. Wahrscheinlich macht es Sinn, auch für tagsüber Basalinsulin zu spritzen. Dazu müsstest du entweder dein 12h wirkendes Insulin früh und abends spritzen oder du steigst auf Lantus mit 24h Wirkzeit um. Dann hast du zwar eine gute basale Unterstützung, aber noch nichts für die Mahlzeiten. Neben der Möglichkeit für die Mahlzeiten Kurzzeitinsulin zu spritzen, könntest du das auch mit Tabletten versuchen, z.B. mit einem DPP-4-Hemmer, einem Gliptin. Das wäre dann BOT, eine basal unterstützte orale Therapie. Wenn du mehr Medikamente brauchst, dann solltest du mit deiner Ärztin die verschiedenen Möglichkeiten durchsprechen und mit ihr zusammen eine für dich passende raussuchen.

    Für dich gäbe es eventuell noch die Möglichkeit, mit Basalinsulin und einer Low-Carb-Ernährung deinen BZ gut im Griff zu behalten. Das würde ich dir aber nur raten, wenn du wirklich dazu stehst.

    Alles Gute, Rainer
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    am 25.01.2017 14:36:42 | IP (Hash): 19386010
    Der Körper braucht schon etwas Zeit um sich umzustellen. Ich würde mir an deiner Stelle erst mal abwarten und ggf. den Arzt nochmal fragen. Ich denke du bist dort ja eh in engmaschiger Kontrolle