Willkommen Gast! Um alle Funktionen zu aktivieren musst Du Dich Anmelden oder Registrieren.
unklarheiten zu blutzucker werten
-
am 06.10.2016 20:15:58 | IP (Hash): 692889022
Elfe schrieb:
Bei deinen Zitaten handelt es sich um zwei USA-Links, die man nicht wirklich als Studien bezeichnen kann.
Immer heißt es auch, die Quellen zu recherchieren und zu hinterfragen
klar, aber blind würde ich dem deutschen gesundheitssystem auch nicht vertrauen.
wie gesagt, ganzheitlich gesehen haben die das problem, dass keine feinere abstufungen als normal, prädiabetes und diabetes gemacht werden können und die empfehlungen immer für die breite bevölkerung verwendenbar sein müssen.
da spielt auch immer eine kosten/nutzen rechnung mit rein. nur weil die grenze zb bei 100g nüchtern liegt, heisst es nicht, dass bewiesen ist, dass es keinen unterschied zwischen 85 und 95 gibt was risiken und potentielle schäden angeht.
es wird halt eine grenze definiert ab der es wirtschaftlich sinnvoll ist die diagnose zu stellen und mit der mehr leuten geholfen als geschadet wird.
das heisst aber meiner meinung nicht, dass alle leute unterhalb dieser grenze von einem arzt gleich behandelt werden sollten.
ich würde die dinge auch nicht nur aufgrund den bios der autoren bewerten. die links die chris zum beispiel in dem artikel verlinkt sind von ganz "normalen" ärzten. -
am 06.10.2016 20:17:48 | IP (Hash): 692889022
hjt_Jürgen schrieb:
Wenn ein Diabetes die fachoffiziell zu seiner Diagnose gesetzten Grenzwerte überschreitet, fängt die Störung nicht erst an, die den Blutzucker ungesund hoch ansteigen lässt, sondern ist dann schon in vollem Gange.
wie siehst du meine situation und werte? was würdest du mir empfehlen? -
am 06.10.2016 22:21:23 | IP (Hash): 837475139
tom36_ schrieb:
C-Peptid oder insulin bestimmt. auch dass ich den OGTT zuhause gemacht habe, empfand der arzt als komplett verrückt.
Hallo Tom,
dein Arzt hat Recht, zumindest wenn du die Werte auf KK-Kosten bestimmt haben wolltest. Ohne den leisesten Verdacht auf Diabetes kann er das niemals begründen. Wenn du es selbst bezahlst, hätte er sicher nichts dagegen. Wenn anhand des HOMA-Indexes eine Insulinresistenz wahrscheinlich wäre, dann könnte dein Arzt sowieso nichts dagegen tun, weil es dafür keine Pillen gibt. Gegen IR helfen nur geeignete Ernährung und regelmäßige Bewegung. Den Rat kann dir dein Doc aber auch ohne irgendwelche Werte geben, weil das in jedem Fall für die Gesundheit gut ist.
Über deine Werte brauchst du dir aus meiner Sicht nicht die geringsten Sorgen zu machen. Ich würde an deiner Stelle jährlich mal überprüfen, ob alles noch so ist, mehr brauchst du nicht zu tun. Du hast dir ja schon bei Jenny Ruhl*) vieles über gesunden BZ durchgelesen. Selbst Jenny Ruhl, die auf ihren Seiten http://www.phlaunt.com für straffe BZ-Werte plädiert, sieht den Fall von leicht erhöhten Nüchternwerten bei guten pp Werten als unproblematisch an. Lies dir mal dazu hier den letzten Absatz "If Your Post Meal Numbers Are Normal Don't Fret About High Fasting Readings" durch.
Beste Grüße, Rainer
*) Die Bemerkung von Elfe über die Seiten von Jenny Ruhl kannst du einfach unter "dümmer geht nimmer" verbuchen.
Bearbeitet von User am 06.10.2016 22:30:06. Grund: .2 Benutzer dankten für diesen Nützlichen Beitrag. -
am 06.10.2016 23:03:04 | IP (Hash): 682882938
Doch ja, Folgekrankheiten-Risiko gibt es auch schon im Prädiabetes-Bereich. So um die 10 von 100 Neudiagnosen bringen schon so eine Folgekrankheit mit, wo aber in allen Beobachtungen/Studien auch nur annähernd verlässliche Aussagen dazu fehlen, wie da die Verteilung ist bezüglich Blutzucker-Verlaufshöhe und den Monaten und Jahren, die die Betroffenen dafür gebraucht haben. Aber mit einiger Wahrscheinlichkeit werden die Einschläge mit höheren und länger höheren Verläufen dichter. Und kommen in sehr gesunden Verläufen wie Deinem mit dem einzigen winzigen vielleicht-Makel allenfalls als seltenste Ausreißer vor.
Vielleicht-Makel schlicht deswegen, weil es keine harten Fakten gibt, die ein Risiko allein aus einem erhöhten Nüchternwert herleiten. In der weit überwiegenden Mehrzahl aller beobachteten Fälle gibt es praktisch noch gar keine Folgekrankheiten, so lange ein einzelner und willkürlich definierter Gesund-Grenzwert minimal überschritten wird.
Selbst mit einem HBA1c von 7 = gute Diabetes-Behandlung erleiden die weitaus meisten Betroffenen im Zeitrahmen von 10 Jahren noch keine Folgekrankheit und auch nach 20 Jahren noch verhältnismäßig wenige.
Die Herausforderung für die Medizin: Bei welchem Gemessenen stehen morgens nüchtern 110 für noch ganz gesund und bei welchem für angehenden Diabetes?
Hintergrund noch mal ausdrücklich: Wg der guten Zusammenarbeit unseres Blutzucker-Automatik-Teams verläuft der Blutzucker bei einer Störung nicht immer = Anfang von Diabetes völlig unauffällig weiter bis sie einen Grad erreicht hat, bei dem das Team sie nicht mehr unter der Decke halten kann. Dann wird der Blutzucker meistens zuerst nach den Mahzeiten und dann nüchtern und dann zwischendurch und insgesamt immer höher verlaufen, wenn der Betroffene diese Enwicklung nicht nach Kräften zu bremsen versucht.
Wie Rainer schon geschrieben hat, ist die Anleitung von Jenny Ruhl ein super Blutzucker-Anstiegs-Bremsmittel. Ebenso auch die 10.000 täglichen Schritte von Prof. Schwarz/Dresden. Kann man auch zusammen einsetzen, wenn man mag und kann. Und auch wenn der Blutzucker damit dann wieder 24/7 im völlig gesunden Rahmen verläuft, ist in aller Regel eine Tendenz Richtung Diabetes=ursprüngliche Störung, wenn sie den da war (niemand weiß bis heute, was einen Diabetes wirklich auslöst und macht) nicht ausgeräumt, sondern praktisch nur in der krankmachenden Wirkung neutralisiert und vielleicht an der weiteren Progression gehindert.
So wie ich z.B. denke, dass mein Blutzucker heute noch völlig ohne Medis gesund verlaufen würde, wenn ich von meiner Diagnose in 1991 an täglich wie die letzten 3 Jahre gegessen und mich 2 Stunden am Tagt intensiv bewegt hätte. Weil ich das erst die letzten 3 Jahre mache, brauche ich nur sehr viel weniger als fachärztlich normal an Insulin. Für meinen gesunden Blutzucker. Und gesunder Blutzucker ist für einen INSULINER völlig ungesund.
Warum verwirre ich Dich so? Weil Du dir Dein eigenes Bild machen musst. Und vergiss dabei die einfachen Profitmechanismen. Wenn Du Arzt wärst und einen neuen Diabetiker so einstellen müsstest, dass der wenigstens HBA1c 7 schafft, würden Dir die Haare vielleicht nicht nur grau werden, sondern auch noch ausfallen.
----------------------------------------------
Dieser Beitrag ist kein Ersatz für eine persönliche ärztliche Diagnose oder/und Behandlung. -
Elfe
Rang: Gastam 06.10.2016 23:08:40 | IP (Hash): 1132797398
Hallo Tom,
von 'blind vertrauen' dem deutschen Gesundheitssystem hat niemand etwas gesagt, zumal Medikamente der europäischen Zulassung unterliegen.
Wirtschaftliche Aspekte als Unterstellung mögen nur z.T. eine Berechtigung haben.
Die Nüchternwerte zur Diagnose Diabetes liegen übrigens höher als 100
http://www.diabetes-ratgeber.net/laborwerte/blutzucker
In Summe sind dein HbA1c-Wert und eigen gemessene Tests völlig in Ordnung !
Oh doch, die Bios sind schon wichtig, warum/weshalb/wieso etwas so toll sein soll.
Gruß Elfe
@Rainer, bitte schön, 'beweise' ! doch mal, warum 'die Elfe' dümmer als dumm bzgl. der Jenny sein soll, die sich ev. schlicht eine Insulin-Behandlung in den USA nicht leisten kann !
Nach deiner Wunderblümchen-Suche als nur zweiten Schritt mit deiner LowCarb/HighFat-These festgefahren, passt dir die Jenny (auch Link 1) wunderbar in deinen Kram.
Für weitere Schritte bzgl. Wissenschaft bist du persönlich nicht zugänglich, deine Forum-Beiträge dem entsprechend fragwürdig.
Bearbeitet von User am 07.10.2016 00:40:23. Grund: . -
am 07.10.2016 09:15:11 | IP (Hash): 692889022
Rainer schrieb:
dein Arzt hat Recht, zumindest wenn du die Werte auf KK-Kosten bestimmt haben wolltest. Ohne den leisesten Verdacht auf Diabetes kann er das niemals begründen..
für mich ist nachvollziehbar, dass es keinen verdacht auf diabetes gibt. aber sind prädiabetes bzw insulinresistenz komplett ausgeschlossen?
wie du schon sagst, die empfehlungen sind die gleichen. aber ich würde einfach gerne wissen was sache ist, damit ich das ganze nicht so locker oder zu paranoid sehe und es weiterhin vernüftig verfolgen kann.
mit der abrechnung ist das eigentlich kein problem. ich bin privat versichert und in der gleichen praxis wurde von einem anderen arzt auch mal alle möglichen werte bestimmt, die eigentlich ehrlich gesagt, eher "optional" waren.
Rainer schrieb:
Selbst Jenny Ruhl, die auf ihren Seiten http://www.phlaunt.com für straffe BZ-Werte plädiert, sieht den Fall von leicht erhöhten Nüchternwerten bei guten pp Werten als unproblematisch an. Lies dir mal dazu hier den letzten Absatz "If Your Post Meal Numbers Are Normal Don't Fret About High Fasting Readings" durch.
ja, die pp werte sind bei mir scheinbar wirklich normal.
was mich irritiert hat, war der OGTT zuhause. bisher hab ich immer gelesen, dass das diagnose-kriterium zwar der wert nach zwei stunden ist, aber der wert nach einer stunde auch nicht so hoch sein sollte.. der "crash" auf 64 nach 3 stunden sieht auch irgendwie merkwürdig aus. mein normaler blutzucker ist ja immer ca 95..
oder hab ich da was falsch verstanden? :)
Bearbeitet von User am 07.10.2016 10:24:53. Grund: Fehler -
am 07.10.2016 09:23:02 | IP (Hash): 692889022
hjt_Jürgen schrieb:
Warum verwirre ich Dich so? Weil Du dir Dein eigenes Bild machen musst.
macht alles sind. dass es dazu sehr viele verschiedene ansichten gibt, habe ich inzwischen auch gesehen :)
neben mehr bewegung, weniger KH.. was würdest du an meiner stelle machen?
irgendwann noch mal einen OGTT beim arzt machen, wo auch insulin und c-peptid bestimmt wird? sonst irgendwas? -
am 07.10.2016 10:38:32 | IP (Hash): 2045999331
Wenn es etwas gäbe, was sich im Falle eines Testergebnisses, das einen angefangenen Diabetes nahelegen könnte, zur Abwendung/Heilung tun ließe, würde ich jede Untersuchung befürworten. Wo es bislang aber da Nullkommanix gibt, sehe ich für solche Untersuchungen bei gesundem HBA1c keinen Sinn. Zumal ja eine ärztliche Diabetes-Behandlung auch nix zurück dreht, sondern nur im risikoärmeren Blutzucker-Bereich hält.
Persönlich ziehe ich einem risikoärmeren den gesunden Verlaufs-Bereich vor und empfehle das auch allen mit einer gestörten Blutzucker-Automatik. Wer das als Nochnicht-Diabetiker mit gezielt passendem Essen und den berühmten 10.000 Schritten (oder Ähnlichem) jeden Tag macht (Diabetiker ggf. zusätzlich mit dem noch nötigen Minimum an Medikation), bremst damit in den allermeisten Fällen nicht nur die diabetische Weiterentwicklung und das Folgekrankheiten-Risiko auf nahe Null, sondern beugt damit auch den Zivilisations-Plagen vor, die sich auch ohne Diabetes einstellen. Und genießt super Fitness und Vitalität. Deswegen betrachte ich meinen Diabetes auch nicht mehr als chronische Krankheit, sondern als meinen Gesundheits-Coach :)
----------------------------------------------
Dieser Beitrag ist kein Ersatz für eine persönliche ärztliche Diagnose oder/und Behandlung.2 Benutzer dankten für diesen Nützlichen Beitrag. -
Elfe
Rang: Gastam 07.10.2016 16:28:56 | IP (Hash): 1132797398
Als Ergänzung zu Jürgens Ausführungen bitte diesen Artikel mit einer guten Übersicht zu Prädiabetes bzw. Vorbeugung ansehen:
http://www.gesund.at/f/praediabetes -
am 07.10.2016 21:13:51 | IP (Hash): 1254116068
Besonders interessant finde ich in solchen wie Sammlungen wie dem Link immer die Ansage, dass komplexe KHs den BZ gleichmäßiger ansteigen lassen als Einfach- und Zweifach-Zucker.
Hab noch nirgendwo gefunden, was gleichmäßiger heißen soll. Die CGM-Kurven, die ich bislang im Rahmen von Selbshilfe Gruppen von Typ2 (keine Studien!) dazu gesehen habe, sind bei jeweils den selben Personen mit gleichen KH-Mengen in den verschieden langen Ketten praktisch deckungsgleich. Entspricht meinen eigenen Messreihen nach dem Essen.
Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung hat z.B. LOGI inzwischen als gesund anerkannt - mit einer Einschränkung, mit der sie alle LowCarb-Varianten bedenkt: Sie neigten dazu, zu wenige Ballaststoffe zu enthalten. Interessant finde ich, dass die DGE die Einschränkung auch dann noch stereotyp wiederholt, wenn man dem Sprecher die LOGI-Pyramide direkt vor Augen hält. Des Unsinns Auflösung: Er antwortet nicht direkt auf LOGI, so wie die DGE das bis heute nicht direkt gemacht hat, sondern spricht allgemein von Erfahrungen mit LowCarb.
----------------------------------------------
Dieser Beitrag ist kein Ersatz für eine persönliche ärztliche Diagnose oder/und Behandlung.