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Hallihallo und neu hier :)
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am 06.10.2016 14:04:00 | IP (Hash): 1452604946
Hallo!
Ich habe mich hier angemeldet weil ich mich in das Thema Diabetes mal einlesen möchte. Und hoffe auf viele Tipps und Ratschläge :)
Aber nicht ich bin betroffen sondern mein Partner ,50.
Nachdem er in sehr kurzer Zeit viel abgenommen hat und immer immensen Durst hatte, drängte ihn seine Mama zum Arzt, weil sich das verdächtig nach Zucker anhört.
Nun ja seit gestern ist er offiziell Diabetiker. Ärtztemarathon steht an.
Jetzt spritzt er sich 3 mal täglich Insulin weil das eingestellt werden muss. Und das kann bis zu 8 Wochen dauern :( sein Arbeitgeber sprang gestern schon im Dreieck. Wenn er heute erfährt das er 2 Monate oder länger ausfällt. ....Na Halleluja.
Für uns ist das alles Neuland. Aber ich wurschtel mich mal durch das Forums hier. :)
Eine Frage hätte ich noch. Er darf nicht Auto fahren bzw.wurde ihm angeraten es nicht zu tun. Zumindest so lange bis er eingestellt ist. Was habt ihr für Erfahrung mit dem einstellen? Er hat keinen unterzucker. Gestern war der wert bei 380 was auch immer.
wir führen eine WochenendBeziehung und ich werde zerspringen wenn ich ihn so lange nicht sehe *lol* ganz so schlimm ist es natürlich nicht. Dennoch eine Umstellung.
LG Darki -
am 06.10.2016 14:19:34 | IP (Hash): 2108455638
Hi!
Stark abgenommen und heftig durstig – ist denn schon raus welcher Typ? -
am 06.10.2016 14:42:02 | IP (Hash): 1452604946
Nein noch nicht. Das erfährt er wohl morgen. Die diabetologin hat heute noch mal Blut abgenommen. -
am 06.10.2016 19:43:39 | IP (Hash): 1871826756
Moin, Moin Darki,
Mir stellt sich die Frage, warum Du aktiv wirst, wo es eigentlich Deinen Mann betrifft,
der aktiv werden müsste. Bitte verstehe mich nicht falsch. Es ist toll, wenn Du deinen
Mann begleitest aber...der GÖTTERGATTE muss nun sein Füdele bewegen.
Jetzt heißt es erst einmal Tee trinken und nicht in Hektik verfallen. Gesundheitlich die
Gegebenheiten klären und dann geht es los.
Wir sind eine nette Gemeinschaft, die sich gegenseitig hilft. Also sei oder seid herz-
lich Willkommen.
Liebe Grüße
Rolf
Nicht weil es schwer ist, wagen wir es nicht, sondern weil wir es nicht wagen, ist es schwer. -
am 12.10.2016 00:42:47 | IP (Hash): 1429254950
Gelöschter Beitrag
Bearbeitet von User am 12.10.2016 01:09:23. Grund: --- -
am 12.10.2016 10:24:05 | IP (Hash): 425533963
Na dann mal etwas zum Verständnis vom neuen engsten Lebenspartner Deines Partners. https://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/thumb/d/d8/Glucose-insulin-day-german.svg/495px-Glucose-insulin-day-german.svg.png zeigt mit der roten Linie den Blutzucker-Verlauf bei gesunden Menschen. Die Linie passt recht generell, wenn Du sie um plusminus 10-15mg/dl nach oben und unten erweiterst. Gesund steuert den Blutzucker in diesem Bereich eine geniale Automatik, in der mehrere Organe in einer Art zusammen spielen, die bis heute noch immer nicht so ganz ergründet ist.
Mit Diabetes ist die Automatik defekt, und wir Betroffene müssen den Defekt halt möglichst gesund ausgleichen. Das heißt aus der Zeit immer noch Einstellung, als nur im kranken Haus der Blutzucker gemessen werden konnte und danach mit festen Spritz- und Essens-Vorgaben für den Tag für’s nächste viertel Jahr eben eingestellt wurde. Bis zur nächsten Einstellung.
Heute ist das eher wie Autofahrenlernen. Wir lernen unseren Blutzucker steuern. Wobei wir das meiste von den Bewegungen nicht sehen können, sondern uns nach unseren Messwerten und dem, was wir in den Stunden davor dafür getan haben, denken lernen müssen. Zuerst zusammen mit dem Arzt, der natürlich die zusätzliche Schwierigkeit hat, dass er praktisch nie direkt dabei ist.
Er weiß zwar, dass 1 Scheibe Brot den Blutzucker ansteigen lässt, aber bei 100 Diabetikern in hundert verschiedene Höhen in einem Zeitrahmen von etwa 40-120 Minuten.
Und er weiß zwar, dass eine Einheit Insulin den Blutzucker senkt, aber bei 100 Diabetikern um 100 verschiedene Beträge zwischen beim einen gar nicht messbar und bei nem anderen um eben z.B. eine dicke große Scheibe Brot und das bei schnell wirkendem Insulin im Zeitrahmen von etwa 30-240 Minuten.
Und ebenso weiß er mit ähnlich großen Spielräumen, dass körperliche Bewegung/Arbeit die Insulinwirkung verstärkt und dass mit dem Absinken des Blutzuckers aus größeren Höhen wie jetzt bei Deinem Partner irgendwann eine auch wieder sehr individuelle Stelle erreicht werden kann, von der an eine Einheit so wirken kann wie kurz zuvor darüber noch 2.
So, damit hast Du ne grobe Skizze. Fehlt vielleicht noch, dass gesunde Menschen mit sinkendem Blutzucker so bei 60-50mg/dl anfangen, sich leicht benommen bis aufgekratzt zu fühlen und dann nicht mehr voll schnell reaktionsfähig sind wie für’s Autofahren notwendig, während das bei Menschen mit längere Zeit höherem Blutzucker schon bei 120-110 anfangen kann. Die Schwelle sinkt dann meistens mit meistens gesünderem Blutzucker, aber auch hier kann sich der Dok nur mit Deinem Partner zusammen langsam ran tasten.
Naja, und je eher Dein Partner seinen Schock überwindet und anfängt, seinen Blutzucker und was er jeweils dafür mit welchem zeitlichen Abstand gegessen und gespritzt und… hat, systematisch selbst zu beobachten, und sich z.B. in Foren wie diesem mit anderen Betroffenen auszutauschen, desto schneller wird er lernen, seinen Blutzucker immer gezielter zu steuern. Daumendrück :)
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Dieser Beitrag ist kein Ersatz für eine persönliche ärztliche Diagnose oder/und Behandlung.