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Blutzucker steigt und fällt extrem.
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am 10.10.2016 00:34:03 | IP (Hash): 742368050
Hallo!
Ich bin mir nicht sicher ob ich hier richtig bin oder doch lieber in die "Allgemein-"Diskussion posten hätte sollen. Sollte dem so sein, bitte ich um Entschuldigung und verschiebung.
So nun zum Thema:
Es geht um meine Mutter.
Vor ca. 2Jahren wurde bei ihr Diabetes Typ2 festgestellt. Sie bekam dann ihre Zuckertabletten, nahm die tabletten wie es der Arzt sagte und alles war gut.
Vor ca 6Monaten hatte sie so starke Rückenschmerzen dass ihr der Orthopäde Kortisonspritzen verabreichte. Das ist natürlich ganz schlecht wenn man Zucker hat. Kurze Zeit später fingen schon die Blutzuckerwerte an verrückt zu spielen. Die Hausärztin/praktische Ärztin gab ihr daraufhin neue/andere Blutzuckertabletten. (Ich kann das Morgen alles ein bisschen ausführlicher schreiben inkl. Medikamtennamen, ist aber leider gerade nicht möglich.)
Die Tabletten haben allerdings alles nur verschlimmert, und 3-4Wochen später verschrieb ihr die Ärztin wieder ihre alten Tabletten. Leider wirkten die neuen-alten Tabletten nicht mehr so wie früher.
Jetzt zum eigentlichen Problem/Thema da weder Hausärztin, meine Mutter noch Ich (Ich, mit dem "Wissen's des Internets") noch weiter wissen.
Und zwar geht es meiner Mutter nur "gut" wenn sie einen Wert zwischen 140 und 180 hat.
Fällt der Wert unter 140 wird ihr schwindlig, sie fühlt sich schwach und fängt an zu zittern.
Bei über 180 etwa das gleiche mit starker nervosität und Zittern.
Dass diese Werte generell seltsam sind, wissen wir. Am Dienstag hat sie schon einen Termin beim Internisten der ihr hoffentlich helfen kann.
Als sie heute Abend schlafen ging hatte sie einen Wert von ~175 und es ging ihr "gut".
Sie schlief ein und 2Stunden später wachte sie auf und konnte sich kaum auf den Beinen halten, zitterte ect.
der Wert war auf 117.
Da der Wert normalweiße nicht schlimm wäre, haben wir trotzdem den Notarzt verständigt da es ja nichts daran ändert dass es ihr extrem schlecht geht sobald der Wert unter 140 fällt.
Der Notarzt sagte dann am Telefon nur "Ja 117 ist als Wert okay, machen sie sich keine Sorgen" und das wars. Das beruhigte vielleicht etwas, änderte aber nichts daran dass es ihr sehr schlecht ging und sie wieder einen Schwindellanfall hatte.
Sie hat nun wieder etwas gegessen und der Wert liegt nun ca. auf 170, es geht ihr wieder "okay".
Die Panik/Nervosität/Angst ihrer und meinerseits ist nun erstmal weg.
Aber so kann es mit Sicherheit nicht weitergehen.
Das Hauptproblem ist dass der Zucker so schnell und extrem fällt. Und zwar in einem Tempo, bei dem man kaum reagieren kann, sollte man nicht alle 30min mal Blutzucker messen.
Ich vermute dass dies ohne die Zuckertabletten bei weitem nicht so extrem wäre, aber die Hausärztin machte ihr ziemliche Angst von wegen "die Tabletten abzusetzen wäre sehr gefährlich wegen den Augen".
Was ist meine Frage?
Tja das weiß ich ehrlich gesagt auch nicht so genau.
Ich selbst kenne mich mit dieser Krankheit so fast gar nicht aus, und ausser "Googlen" bleibt mir nicht viel. 95% der Ergebnisse passen einfach irgendwie nicht zu den Symptonen/Werten meiner Mutter.
Ich bin für jede Hilfe/Antwort/Idee dankbar.
Alles was auch nur ein bissche hilft wäre schon der absolute Hammer. :)
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am 10.10.2016 08:49:04 | IP (Hash): 2075169634
In dieser Grafik kannst Du sehen, dass der Blutzucker auch bei völlig gesunden Menschen innerhalb kurzer Zeit um 30-50mg/dl schwankt, halt nur bei einem insgesamt etwas niedrigeren Blutzucker, als bei Deiner Mutter https://de.wikipedia.org/wiki/Datei:Glucose-insulin-day-german.svg
Und bei gut eingestellten Menschen mit Diabetes sind Schwankungen zwischen 100 und 250mg/dl recht normal und ohne solche Beschwerden, wie Du sie schilderst.
Will erstens sagen, dass der Wohlfühlbereich Deiner Mutter noch völlig komplett im Bereich einer guten ärztlichen Diabetes-Einstellung liegt mit den üblichen vergleichsweise geringen Risiken für Folgekrankheiten.
Will zweitens sagen, dass die Beschwerden Deiner Mutter außerhalb ihres engen Wohlfühlbereichs völlig ungewöhnlich sind. Und ich würde an Eurer Stelle die Ärzte so lange löchern, bis sie ne plausible Erklärung dafür liefern und irgend einen weiteren Defekt ausschließen und am besten auch gleich für Abhilfe sorgen könnten.
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Dieser Beitrag ist kein Ersatz für eine persönliche ärztliche Diagnose oder/und Behandlung. -
am 10.10.2016 10:10:34 | IP (Hash): 632463235
RenegadeBottle schrieb:
Hallo!
Ich bin mir nicht sicher ob ich hier richtig bin oder doch lieber in die "Allgemein-"Diskussion posten hätte sollen. Sollte dem so sein, bitte ich um Entschuldigung und verschiebung.
So nun zum Thema:
Es geht um meine Mutter.
Vor ca. 2Jahren wurde bei ihr Diabetes Typ2 festgestellt. Sie bekam dann ihre Zuckertabletten, nahm die tabletten wie es der Arzt sagte und alles war gut.
Vor ca 6Monaten hatte sie so starke Rückenschmerzen dass ihr der Orthopäde Kortisonspritzen verabreichte. Das ist natürlich ganz schlecht wenn man Zucker hat. Kurze Zeit später fingen schon die Blutzuckerwerte an verrückt zu spielen. Die Hausärztin/praktische Ärztin gab ihr daraufhin neue/andere Blutzuckertabletten. (Ich kann das Morgen alles ein bisschen ausführlicher schreiben inkl. Medikamtennamen, ist aber leider gerade nicht möglich.)
Die Tabletten haben allerdings alles nur verschlimmert, und 3-4Wochen später verschrieb ihr die Ärztin wieder ihre alten Tabletten. Leider wirkten die neuen-alten Tabletten nicht mehr so wie früher.
Jetzt zum eigentlichen Problem/Thema da weder Hausärztin, meine Mutter noch Ich (Ich, mit dem "Wissen's des Internets") noch weiter wissen.
Und zwar geht es meiner Mutter nur "gut" wenn sie einen Wert zwischen 140 und 180 hat.
Fällt der Wert unter 140 wird ihr schwindlig, sie fühlt sich schwach und fängt an zu zittern.
Bei über 180 etwa das gleiche mit starker nervosität und Zittern.
Dass diese Werte generell seltsam sind, wissen wir. Am Dienstag hat sie schon einen Termin beim Internisten der ihr hoffentlich helfen kann.
Als sie heute Abend schlafen ging hatte sie einen Wert von ~175 und es ging ihr "gut".
Sie schlief ein und 2Stunden später wachte sie auf und konnte sich kaum auf den Beinen halten, zitterte ect.
der Wert war auf 117.
Da der Wert normalweiße nicht schlimm wäre, haben wir trotzdem den Notarzt verständigt da es ja nichts daran ändert dass es ihr extrem schlecht geht sobald der Wert unter 140 fällt.
Der Notarzt sagte dann am Telefon nur "Ja 117 ist als Wert okay, machen sie sich keine Sorgen" und das wars. Das beruhigte vielleicht etwas, änderte aber nichts daran dass es ihr sehr schlecht ging und sie wieder einen Schwindellanfall hatte.
Sie hat nun wieder etwas gegessen und der Wert liegt nun ca. auf 170, es geht ihr wieder "okay".
Die Panik/Nervosität/Angst ihrer und meinerseits ist nun erstmal weg.
Aber so kann es mit Sicherheit nicht weitergehen.
Das Hauptproblem ist dass der Zucker so schnell und extrem fällt. Und zwar in einem Tempo, bei dem man kaum reagieren kann, sollte man nicht alle 30min mal Blutzucker messen.
Ich vermute dass dies ohne die Zuckertabletten bei weitem nicht so extrem wäre, aber die Hausärztin machte ihr ziemliche Angst von wegen "die Tabletten abzusetzen wäre sehr gefährlich wegen den Augen".
Was ist meine Frage?
Tja das weiß ich ehrlich gesagt auch nicht so genau.
Ich selbst kenne mich mit dieser Krankheit so fast gar nicht aus, und ausser "Googlen" bleibt mir nicht viel. 95% der Ergebnisse passen einfach irgendwie nicht zu den Symptonen/Werten meiner Mutter.
Ich bin für jede Hilfe/Antwort/Idee dankbar.
Alles was auch nur ein bissche hilft wäre schon der absolute Hammer. :)
Der einzige sinnvolle Rat, den ich dir geben könnte ist, einen Diabetologen aufzusuchen. Oder eine diabetische Ambulanz und zwar ziemlich zeitnah. Diabetes ist keine Krankheit, die mit ein paar Tabletten behandelbar ist. Wichig sind Fachkenntnisse. Leider wird diese Krankheit von Hausärzten gerne unterschätzt.
Hier im Forum wird dir keiner helfen können. Möglicherweise kriegst du irgendwelche Ratschläge, aber ich würde sie nicht befolgen. Wer versucht eine Ferndiagnose zu stellen oder gar Therapieempfehlungen gibt, handelt geradezu kriminell.
Bearbeitet von User am 10.10.2016 10:34:20. Grund: . -
am 10.10.2016 10:17:28 | IP (Hash): 2108455638
RenegadeBottle schrieb:
Es geht um meine Mutter.
Vor ca. 2Jahren wurde bei ihr Diabetes Typ2 festgestellt. Sie bekam dann ihre Zuckertabletten, nahm die tabletten wie es der Arzt sagte und alles war gut...
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Und zwar geht es meiner Mutter nur "gut" wenn sie einen Wert zwischen 140 und 180 hat.
Fällt der Wert unter 140 wird ihr schwindlig, sie fühlt sich schwach und fängt an zu zittern.
Bei über 180 etwa das gleiche mit starker nervosität und Zittern.
Dass diese Werte generell seltsam sind, wissen wir. Am Dienstag hat sie schon einen Termin beim Internisten der ihr hoffentlich helfen kann.
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Sie schlief ein und 2Stunden später wachte sie auf und konnte sich kaum auf den Beinen halten, zitterte ect.
der Wert war auf 117.
Notarzt
Sie hat nun wieder etwas gegessen und der Wert liegt nun ca. auf 170, es geht ihr wieder "okay".
Das ist ja nun ein relativ kleiner "Wohlfühlbereich"...
Und der ist zu hoch, auch wenn die Mutti schon etwas älter ist. Und: Ein Fenster von 40 mg/dl einzuhalten wird mit keiner "Zuckertablette" funktionieren.
Da ist ein Besuch beim Diabetologen angesagt. Auch für die Problematik "Unterzuckerungsgefühle" und Beschwerden über 180 mg/dl – so extrem Befindlichkeiten sind reichlichst selten!
Der Notarzt-Anruf war übrigens echt umsonst – ein Schluck Apfelsaft zum Blutzucker-Anheben (alternativ Cola, Gummibärchen, Traubenzucker....) hätte da locker gereicht! -
am 10.10.2016 17:15:26 | IP (Hash): 2075169634
TypEinser schrieb:
Das ist ja nun ein relativ kleiner "Wohlfühlbereich"...
Und der ist zu hoch, auch wenn die Mutti schon etwas älter ist. Und: Ein Fenster von 40 mg/dl einzuhalten wird mit keiner "Zuckertablette" funktionieren.
Da ist ein Besuch beim Diabetologen angesagt. Auch für die Problematik "Unterzuckerungsgefühle" und Beschwerden über 180 mg/dl – so extrem Befindlichkeiten sind reichlichst selten!
Der Notarzt-Anruf war übrigens echt umsonst – ein Schluck Apfelsaft zum Blutzucker-Anheben (alternativ Cola, Gummibärchen, Traubenzucker....) hätte da locker gereicht!
Nur zum Klarstellen:
Der Wohlfühlbereich ist seeeehr klein und sollte wegen der akuten Beschwerden sofort drunter und drüber dringend überprüft werden. Mit genau diesem Argument!
Die Blutzuckerhöhe ist in dem Zusammenhang kein Argument, denn praktisch alle mit recht gutem HBA1c 7 bewegen sich mehr als 12 Stunden am Tag in diesem Bereich und darüber.
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Dieser Beitrag ist kein Ersatz für eine persönliche ärztliche Diagnose oder/und Behandlung. -
am 11.10.2016 02:30:26 | IP (Hash): 742368050
Vielen Dank hjt-Jürgen und EH für ihre Antworten. :)
Wir haben Heute einen Diabetesberater kontaktiert und dieser konnte uns schon telefonisch etwas aufklären und helfen. Wir haben in den kommenden Tagen einen Termin bei einer Ärztin die er uns empfohlen hat.
TypEinser schrieb:
Auch für die Problematik "Unterzuckerungsgefühle" und Beschwerden über 180 mg/dl – so extrem Befindlichkeiten sind reichlichst selten!
Exakt. Dies war der ausschlaggebene Punkt wieso ich mich mit dem Notarzt in Verbindung gesetzt habe.
Dass diese Entscheidung richtig war, bestätigte uns auch der Diabetesberrater.
TypEinser schrieb:
Der Notarzt-Anruf war übrigens echt umsonst – ein Schluck Apfelsaft zum Blutzucker-Anheben (alternativ Cola, Gummibärchen, Traubenzucker....) hätte da locker gereicht!
Wenn ein "Schluck Apfelsaft, Cola, Gummibärchen, Traubenzucker ect." in einem 1Stunden Zeitfenster auch nur ETWAS geholfen hätte, hätte ich weder den Notarzt kontaktiert noch hätte ich hier einen Beitrag eröffnet. Das einzige das also umsonst war, war dieser Absatz von ihnen..
Ich bedanke mich trotzdem für die Antworten hier. :-)
Ich wünsche ihnen noch eine gute Nacht und einen schönen Dienstag!
Bearbeitet von User am 11.10.2016 02:34:20. Grund: Wollte dieses Feature einmal ausprobieren. -
am 11.10.2016 05:53:51 | IP (Hash): 1277894460
RenegadeBottle schrieb:
Wenn ein "Schluck Apfelsaft, Cola, Gummibärchen, Traubenzucker ect." in einem 1Stunden Zeitfenster auch nur ETWAS geholfen hätte, hätte ich weder den Notarzt kontaktiert noch hätte ich hier einen Beitrag eröffnet. Das einzige das also umsonst war, war dieser Absatz von ihnen..
Ist der Blutzucker - in diesem Fall gefühlt - zu niedrig, wird auch der Notarzt als ersten Schritt nichts anderes tun, als schnelle Kohlenhydrate nachzufüllen.
Und wenn die zugeführten KH nicht ausreichen nimmt man eben noch ein paar dazu....
Gewiss liegt bei der Mama einiges therapiemäßig im argen, allerdings gelten auch bei ihr die einfachen Regeln.
Insofern war der Seitenhieb auch umsonst.
Bearbeitet von User am 11.10.2016 05:55:10. Grund: .