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Höherer Zuckerwert seit Einnahme von Forxiga 10mg

  • Rang: Anfänger
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    Beiträge: 3
    Mitglied seit: 28.10.2016
    am 28.10.2016 20:20:03 | IP (Hash): 895079618
    Hallo,
    mein Vater hat Typ 2 und hat bisher immer Metformin genommen. Bei den letzten Male testen beim Arzt war er immer zwischen 7,1 und 7,3. Nun hat er die Forxiga 10mg zum testen bekommen ob er diese verträgt. Er hat zwar keine Nebenwirkungen dafür ist sein Zucker wenn er sich selber testet in einem Bereich von 130 bis 155. Als er die Metformin genommen hat, war sein Wert immer um die 100. Mal etwas weniger oder etwas mehr. Aber nie höher wie 110.
    Jetzt wollte ich mal fragen ob ihr Erfahrungen mit sowas habt.
    Sobald mein Vater über nächste Woche von seiner Geschäftsreise zurück kommt, wird er deswegen zum Arzt gehen.
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    am 28.10.2016 20:51:15 | IP (Hash): 715764634
    Hallo Anne,

    bis zur nächsten oder übernächsten Woche brennt nichts an. Es reicht aus, wenn er die Sache dann mit seinem Arzt bespricht.

    Normal werden stärkere Medikamente wie Forxiga wenn es notwendig wird, zusätzlich zu Metformin eingenommen. Es gibt sogar mit Xigduo beide Stoffe zusammen in einer Pille. Gibt es einen bestimmten Grund dafür, dass dein Vater das Metformin nicht mehr nimmt? Mit Forxiga und Metformin bzw. mit Xigduo würde der BZ ganz bestimmt besser als vorher verlaufen.

    Beste Grüße, Rainer
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    Mitglied seit: 28.10.2016
    am 28.10.2016 22:09:39 | IP (Hash): 895079618
    Hallo,
    Danke für die schnelle Antwort.
    Also mein Vater nimmt morgens die Forxiga und abends die Metformin. Hab ich vergessen zu erwähnen.
    Uns ists jetzt einfach aufgefallen, dass seit dem er die Forxiga und Metformin einnimmt der Zucker so angestiegen ist.
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    am 28.10.2016 23:06:13 | IP (Hash): 715764634
    Hallo Anne,

    dann ist es fast undenkbar, dass es an der zusätzlichen Einnahme von Forxiga liegt. Die beiden Medikamente haben komplett andere Wirkmechanismen und wirken additiv.

    Ich weiß nicht, wie intensiv dein Vater den BZ überwacht. Wenn er ihn nur gelegentlich misst, dann könnte es durchaus sein, dass sein Diabetes entsprechend verschärft hat. Bei HbA1c-Werten über 7% mussste er damit rechnen. Man kann öfter mal beobachten, dass solche Verschärfungen nicht kontinuierlich, sondern in Sprüngen vor sich gehen. Zum HbA1c über 7% passen übrigens eher Nüchternwerte von 130 als von 100.

    Wenn das Forxiga nach den Vermutungen deinens Vaters bei ihm nicht wirkt oder nicht genügend wirkt, gibt es verschiedene andere Möglichkeiten. Anstelle von Forxiga könnte er z,B, einen DPP4-Hemmer (Januvia, Xelevia, ...) probieren. Wenn das auch nicht ausreicht, dann wäre zusätzlich Basalinsulin möglich. Ich denke, dass er das zusammen mit seinem Arzt schon hinkriegt. Auf 2..3 Wochen oder auch 2...3 Monate kommt es dabei nicht an, er sollte aber dranbleiben. An seiner Stelle würde ich allerdings HbA1c-Werte von 6,5% anpeilen. Je höher die Werte sind, desto schneller verschärft sich sein Diabetes.

    Beste Grüße, Rainer
    Bearbeitet von User am 28.10.2016 23:24:18. Grund: .
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    am 29.10.2016 10:35:57 | IP (Hash): 1328324270
    Hallo,
    Danke für deine hilfreiche Antwort :)

    Also seit zwei Wochen misst er jeden Tag seinen Zucker um einen Überblick zu haben.
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    am 29.10.2016 11:00:32 | IP (Hash): 134824517
    Die Leber gleicht einen Teil der Glukose, die durch das -gliflozin ausgeschieden wird, mit eigener Mehrproduktion, erhöhter Glukoneogenese aus, sagen Studien wie hier. Entsprechen also durchaus der hier dargestellten Erfahrung.
    http://www.healio.com/endocrinology/diabetes/news/in-the-journals/%7Bfe9b603d-4db7-4940-967a-6144ab0d552f%7D/two-studies-examine-metabolic-adaptations-to-sglt2-inhibitors
    "The endogenous glucose production (EGP) increased significantly after the beginning of dapagliflozin therapy and was accompanied by an increase in FPG concentration, according to researchers from the University of Texas Health Science Center in San Antonio."
    Wohl genau deswegen gibt es immer mehr -gliflozine kombiniert mit Metformin in einer Pille, z.B. Xigduo. Denn Metformin bremst die Glukose-Ausgabe der Leber.


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    Dieser Beitrag ist kein Ersatz für eine persönliche ärztliche Diagnose oder/und Behandlung.
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    am 29.10.2016 23:57:43 | IP (Hash): 715764634
    Hallo Jürgen,

    du solltest den Artikel mal bis zum Ende lesen. In den Schlussfolgerungen steht dann:
    "Bei Patienten mit Typ-2-Diabetes, verbessert empagliflozin-induzierte Glykosurie β-Zellfunktion und die Insulinempfindlichkeit und senkt damit, trotz des Rückgangs der Insulinsekretion und Gewebeglukoseaufnahme und der Anstieg der EGP nach der Einnahme, den nüchternen und postprandialen Blutzucker. "

    So habe ich es bisher auch aus den Forenberichten erfahren. Erstaunlich ist immer wieder der schnelle Wirkeintritt, besonders die schnelle Senkung der Nüchternwerte bereits nach den ersten Einnahmen. Einen aktuellen positiven Bericht für einen anderen SGTL2-Hemmer hast du auch hier von Harry.

    Dass ein SGTL2-Hemmer nicht oder sogar noch BZ-steigernd wirken soll, habe ich hier von Anne im Bericht über ihren Vater zum ersten mal gelesen. Deshalb erlaube ich mir, ein wenig skeptisch zu sein. Bisher haben die meisten Anwender die gute Wirkung für den BZ bestätigt, etliche haben allerdings wegen der Nebenwirkungen das Medikament auch ziemlich schnell wieder abgesetzt. Für diejenigen, bei denen die Nebenwirkungen nur gering auftreten, kann es ganz bestimmt ein gutes Medikament sein.

    Beste Grüße, Rainer
    Bearbeitet von User am 30.10.2016 00:00:38. Grund: .
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    am 30.10.2016 17:55:11 | IP (Hash): 595934396
    http://www.aerzteblatt.de/nachrichten/62578
    Dapagliflozin und vermutlich auch andere SGLT-2-Inhibitoren haben eine para­doxe Wirkung auf den Blutzucker. Der gewünschte Effekt ist eine Steigerung des Glukoseverlusts über die Nieren, was den Blutzucker senkt. Gleichzeitig kommt es aber zu einer vermehrten Glukosefreisetzung aus der Leber, was einen gegensätzlichen Effekt auf den Blutzucker hat. Forscher führen dies in Nature Medicine (2015; doi:10.1038/nm.3828) auf eine Steigerung der Glucagon-Ausschüttung in den Alpha-Zellen des Pankreas zurück.


    1. von ca 1.000 Ergebnissen zu "Forxiga Glukoneogenese"


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